So, Business PCs haben also ein anderes Qualitätsniveau?! Ok, das mag sein, aber weshalb ist die Hardware in den Dingern genau so schnell veraltet wie bei den Consumer-Geräten?
Weshalb sollte man nun deutlich mehr Geld in die Hand nehmen und ein Business Gerät neu kaufen? Das macht doch für den Privatmann keinen Sinn, wenn er nicht gerade sehr günstig einen sogenannten Rückläufer für kleines Geld abstauben kann.
Meiner Ansicht nach sollte man, ob mit Neu- und/oder Gebrauchtteilen auf bestimmte Dinge achten:
- Gehäuse: Mini-/Midi-Tower mit gutem Airflow
- Micro-ATX Mainboard
- ATX-Netzteil von einem Markenhersteller, kein Super-Duper-Übertakter 1000 Watt Netzteil, sondern eines mit einer vernünftigen Watt-Leistung im unteren Bereich
- Vernünftig angeordnete Einbauplätze für Laufwerke
- Speichermodule ohne Schnickschnack, Value Ram reicht vollkommen aus
- Standard-Kühler als Top Blower
Warum gehen Boards kaputt? Richtig, weil sie zum Großteil an kaputten Elkos bei der Prozessor-Stromversorgung gestorben sind. Zumindest war das früher so, als die Chips noch satt Leistung brauchten. Mit Einführung der LGA 115x Plattform kam das so gut wie nicht mehr vor. Wenn diese Boards kaputt gehen, dann weil irgendwelche Halbgescheiten die Sockel-Pins krummbiegen!

Vom Airflow eines Top Blow Kühlers bekommen die Spannungswandler genug ab. Da geht nichts mehr kaputt, auch bei 40 Euro Boards nicht.
Zum Thema Blechstärke der Gehäuse: Diese hat seit Jahren sukzessive abgenommen. Wenn ich heute ein Gehäuse anschaue, dann stelle ich das sogar bei den sauteuren Esprimos von Fujitsu fest. Die Dinger sind so dünn, dass man ins Blech mit dem Finger fast eine Delle hinein drücken kann. Ein Aldi-PC von 2008 (MT 7) war da deutlich besser!
Netzteil und Mainboard haben bei den Dingern von Fujitsu diesen ATX 12 Volt Standard. Da passt ohne Adapter kein anderes Mainboard hinein, es sei denn, man wechselt auch das Netzteil. Dann haben sie einen Semit-Passiv Betrieb beim Prozessor. Der Airflow durch das Gehäuse reicht aus, um den Passivkühler auf dem Intel-Chip noch genug Luft zuzufächeln. Als Platte ist eine WD5000AAKX verbaut. Das ist eine normale Caviar Blue Desktop-HDD. Die ist nicht besonders ausfallsicher, da es keine spezielle HDD für den Dauereinsatz ist. Also kochen die auch nur mit Wasser. Besonders toll ist nur, dass der Rechner sehr leise ist, aber das ist auch beim Semi-Passiv Betrieb kein Wunder.
Im Ernst: Vernünftige Komponenten-Auswahl ist wichtig. Man sollte was ab Intel Sandy Bridge kaufen und hat dann seine Ruhe. Bei geschickter Auswahl der (Gebraucht-)Komponenten ist sogar fast ein UHU-PC (Unter Hundert

) möglich.