Gute Bilder über Automatik bis 500€ möglich?

Slowdice

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Hallo!

Ich habe seit einigen Jahren eine günstige Canon Bridgekamera die ich mir für 200€ bei Saturn geholt hatte.

Ich habe von Fotografie nicht wirklich viel Ahnung und will mich nicht mit den ganzen Einstell-Möglichkeiten rumschlagen.

Meine Frau hat einen etwas besseren Blick für interessante Motive aber nutzt auch nicht die Einstell-Möglichkeiten die eine Kamera so bietet.

Leider hat die Kamera genauso wie alle Kameras die ich bisher hatte (davor nur digitalkameras bis 100€) größere Probleme im dunklen. Aber auch sonst sind die Bilder öfter unscharf.

Ausserdem wäre es gut wenn die Kamera vernünftige Bilder von einem Galoppierenden Pferd hin bekommen würde. Dafür kann auch gerne mal Ausnahmsweise eine bestimmte Einstellung nötig sein ;)

Ansonsten such ich also eine Kamera die möglichst alles automatisch einstellt und vor allem scharfe Bilder produziert. Vielleicht ist das als Leie gar nicht möglich ohne stärker die Einstell-Möglichkeiten zu nutzen?

Aber vielleicht gibt es auch eine Kamera bis 500€ die das schon ganz gut atomatisch hin bekommt? Hättet ihr da vorschläge?

Wir benutzen die Kamera für Urlaubsbilder (landschaften, Gebäude, nahaufnahmen von z.B. Blumen) und für Pferde/Reitunterricht.
 
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Wenn es Dich nicht stört eine "große" Kamera herumzutragen, dann schau doch mal nach der Canon EOS 600D - die ist zwar das letztjährige Modell, macht aber sehr schöne Bilder auch mit der Vollautomatik.
Oder Ihr schaut mal nach der Canon PowerShot S100 - das ist auch das "alte" Modell, aber für Euch dürfte das reichen.
Da beide von Canon sind, sollte Euch der Umstieg leichter fallen. :-)
 
Schau dir mal die Panasonic Lumix LX7 an.

http://www.panasonic.de/html/de_DE/...Premium/DMC-LX7/Übersicht/10116814/index.html

Hab ich mir vor kurzem geholt.

Hat ein lichtstarkes Objektiv. Hab damit im Urlaub einige Bilder gemacht, wo ich nicht gedacht hätte, daß die das ohne Blitz hinbekommt.

Hat darüber einen sehr schnellen Autofokus und schafft bis zu 11 Bilder /Sek im Serienbildmodus.

Darüber hinaus kann man auch sehr gut Videoaufnahmen machen.
 
Slowdice schrieb:
Leider hat die Kamera genauso wie alle Kameras die ich bisher hatte (davor nur digitalkameras bis 100€) größere Probleme im dunklen.
Welche Probleme? Wie definierst du dunkel? (am Tag in Gebäuden, Dämmerung, mit Blitz in der Nacht usw.)

Slowdice schrieb:
Ausserdem wäre es gut wenn die Kamera vernünftige Bilder von einem Galoppierenden Pferd hin bekommen würde. Dafür kann auch gerne mal Ausnahmsweise eine bestimmte Einstellung nötig sein ;)
Hier müsste die Automatik erkennen, das es sich um ein Motiv handelt, was sich bewegt, das bekommen aber nicht viele Automatiken zuverlässig hin. Bilder wirken oft unscharf, wenn sie verwackelt sind, das kann man vermeiden, wenn man kürzere Verschlusszeiten wählt, oder ein passendes Motivprogramm für schnelle Bewegungen (Sport). Ein schneller Autofokus ist bei bewegten Motiven natürlich auch zu empfehlen.

Welche Kamera besitzt du zur Zeit?

Ich halte es auch für nicht zielführend, hier dem Threadersteller gleich neue Kameras um die Ohren zu hauen, ev. liegt sein Problem nur an falsch gewählten Einstellungen.
 
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Boogeyman hat schon nicht unbedingt unrecht - ob das "Problem" richtig erkannt wurde ist ja nicht zwingend sicher.
Vielleicht sollte sich Slowdice mal mit den drei Grundbegriffen "ISO"(-Empfindlichkeit), Verschlusszeit und Blende auseinander setzen.
Das sind jeweils 2 Minuten um zu verstehen was "Es" ist und noch einmal jeweils 15-20 Minuten um zu begreifen und zum ausprobieren.

Vielleicht ist die (+)Stunde Zeitaufwand die bessere Investition als die neue Kamera.
Ein paar Grundbegriffe sollte man einfach kennen, und wenns auch nur dazu dient die Automatik-Einstellung der Kamera als sinnvoll beruteilen zu können...
 
Da ich auf dem Gebiet ein absoluter Laie bin habe ich natürlich Probleme fachmännische Antworten zu geben.

Meine derzeitige Kamera benutzt 4 AAA Batterien und es ist doch etwas nervig die immer auszutauschen. Wenn ich auch mal ein Video aufnehme und mir abends im Urlaub die Bilder ansehe sind die Batterien auch ganz schnell leer und ich benötige alle 2 Tage neue.

Schade ist das viele Bilder verschwommen sind. Auf dem Bildschirm kann man das noch nicht so sehen, aber zuhause auf dem PC sieht man es dann doch. Ich benutze auch kein Stativ und habe die Kamera im Normalfall einfach im Automatik-Modus. Mit den heutigen Kameras kann man natürlich mal eben ein paar hundert Bilder mehr machen, doof ist nur wenn ich erst zuhause sehe das die Bilder verschwommen sind.

Wenn ich versuche ein Kirchenfenster zu fotografieren kann ich es mit Geduld bei 20 Versuchen mal schaffen das das Bild zumindest so klar ist das das Bild auf dem Glas zu erkennen ist. Verschwommen ist es dann immer noch aber bei den 19 Versuchen davor war überhaupt nichts zu erkennen.

Im Dunklen sehen die Bilder oft so aus als wenn ein grauer film davor liegt und ich habe große Probleme das Bild scharf zu bekommen. Z.B. in einer Tropfsteinhöhle. Wenn ich den Blitz benutze sind die Bilder aus der Tropfsteinhöhle unästhetisch eher hässlich. Viel schöner sind die Bilder ohne Blitz, wenn ich es denn schaffen würde diese einigermaßen Scharf zu bekommen ;)

Aber auch bei normalen aufnahmen habe ich immer wieder unscharfe dazwischen, bei schwierigeren Rahmenbedingungen wie Dunkelheit verschärft sich das noch. Ein Galoppierendes Pferd kann ich so nicht fotograffieren. Für dieses Einsatzgebiet hatte ich auch schon mit den Einstellungen probiert. Es gibt da eine Einstellung für schnell bewegte Motive aber damit habe ich auch keine guten Ergebnisse erzielt. Am besten geht es mit der Serienbildaufnahme, aber die Bilder haben dann eine deutlich schlechtere Bildqualität. Bei der schnellsten Serienbildaufnahme kommt noch hinzu, dass ich nach 3 mal Serienbildaufnahme schon fast die Batterien austauschen muss.

Werde mich auch noch ein wenig mit den Grundlagen auseinandersetzen wie wbjc2007 vorschlägt.
 
Slowdice schrieb:
Mit den heutigen Kameras kann man natürlich mal eben ein paar hundert Bilder mehr machen, doof ist nur wenn ich erst zuhause sehe das die Bilder verschwommen sind.

Auch mit Digitalkameras und Automatikmodi sollte man ein paar fotografische Grundlagen kennen. Damit hat man schon vor Ort ein Gefühl, welche Bilder verwacklungsgefährdet sind. Generell sind das alle Aufnahmen im Inneren und bei Dämmerung. Eigentlich zeigt da auch jede halbwegs moderne (Kompakt-)Kamera ein entsprechendes Warnsymbol an. Hier gilt: Je mehr Zoom, desto gefährdeter für Verwacklung. Dann muss man halt entsprechend reagieren, dass kann je nach Situation heißen, auf hohen Zoom zu verzichten, auf stabilen Stand zu achten, zu blitzen oder ein Stativ (oder sonstige stabile Auflagefläche) zu verwenden. Bei einer Tropfsteinhöhle wirds freihand selbst mit einer DSLR zu schwierig, da ist es definitiv zu dunkel.

Bewegte Objekte sind nochmal eine Herausforderung für sich. Sportfotografie gilt i.A. als Domäne der DSLRs mit großen Teles, gerade wenns um Sport in Hallen geht. Da wird für 500€ alles mehr oder weniger eine Kompromisslösung sein.
 
Kannst du mal die genaue Kamerabezeichnung posten.

Vielleicht auch mal ein oder zwei Beispielbilder.

Hat das Teil ein Display. Dann kann man doch die Bilder gleich prüfen.

Es ist schon ungewöhnlich (nach deinen Angaben), daß von 20 Bildern 1 brauchbar sein soll.

- Ist die Digicam in Ordnung
- Ist sie vielleicht nur komplett verstellt
- Oder liegt das Problem hinter der Kamera;)
Zumindest bin ich an meinen schlechten Bildern eher selber Schuld, und weniger meine Cam
 
rolandm1 schrieb:
Schau dir mal die Panasonic Lumix LX7 an.

Bei den Anforderungen musste ich auch gleich an meine Lumix LX 5 denken ;-) Man kann zwar auch n bissl einstellen, aber auch (oder gerade) die Automatik macht sehr gute Bilder. Sie braucht auch sehr wenig Licht, selbst in nem nur durchschnittlich beleuchteten Zimmer kommt sie Problemlos ohne Blitz aus (war mir auch recht wichtig der Punkt). Die LX 7 ist glaub ich der Nachfolger, wobei ich ja meine LX 5 gebraucht gekauft hab, so kam ich als Wenigfotografierer auf einen für mich akzeptablen Preis.


Aber ein wenig sollte man sich wirklich mit der Materie beschäftigen, das hilft ungemein wenn man weiß wie sich Blende, ISO und Belichtungszeit auswirken und man evtl. händisch eingreift.
 
Bis 500 Euro?

Kompakt: Panasonic Lumix LX 7, Olympus XZ-2
Spiegellose Systemkamera, welche durch deutlich größeren Sensor bei weniger Licht bessere Bilder liefert als Paket mit zwei Objektiven: http://www.amazon.de/Olympus-System...I45E/ref=sr_1_8?ie=UTF8&qid=1356674095&sr=8-8

Rate Dir dringend nach Deinen Anforderungen zu der spiegellosen PL3. Die kann auch alles per Automatik, bietet für das Geld aber deutlich mehr Möglichkeiten, ist variabel durch Wechselobjektive.

Eine Superzoom-Kamera wird Dir keine besseren Ergebnisse bei schlechten Lichtsituationen liefern. Die FZ200 will eine eierlegende Wollmilchsau sein, erkauft sich dies aber durch einen kleinen Sensor von nur 1/2,3" gegenüber dem größeren 1/1,7" bei den o.g. Kompakten. Daher rate ich Dir von der FZ200 ab da Du Dich bereits jetzt über "schlechte" Bilder bei niedrigeren Lichtverhältnissen mokierst.
 
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Vielen Dank für die vielen Tipps. Ich werde mich aber erst mal weiter in die Materie einlesen und mit meiner aktuellen Kamera etwas experimentieren.
 
Ich kann auch eines der vielen Kamera spezifischen Bücher empfehlen. Bei einer hochwertigen Kompakten, oder einer Systemkamera sollte sich auch ein entsprechendes Buch finden lassen. Der Vorteil dieser Bücher ist, dass nur auf die Funktionen eingegangen wird, welche auch von der Kamera unterstützt werden. Ich hatte mir zu meiner Panasonic Lumix G2 auch ein solches Buch ausgeliehen.

Zum Fotografieren bei wenig Licht möchte ich auch noch etwas anmerken. Meine G2 tut sich selbst mit einem Lichtstarken Objektiv (20mm mit 1.7er Blende) schwer bei wenig Licht ordentlich im Automatikmodus zu fotografieren. Besonders ungern stellt sie einen hohen ISO-Wert ein, sondern wählt eher eine lange Belichtungszeit, so dass die Bilder dann verwackeln. Bei meiner kleinen Canon IXUS 310 HS gibt es ein ähnliches Problem: mit der Automatik wählt die Kamera lieber ISO 1600, oder sogar 3200 statt den Blitz zu nutzen. Das Ergebnis sind dann leider Bilder mit extrem viel Rauschen.
Ändere ich ein paar Einstellungen selber ab, dann machen beide Kameras wesentlich bessere Bilder. Bei den meisten hochwertigen Kameras kann man solche Einstellungen auch als eigenes Belichtungsprogramm ablegen. Bei meiner G2 sind es z.B. 2 benutzerdefinierte Programme, die man auch direkt über das Programmwahlrad auswählen kann.
 
Für 500 bekommst du knapp eine RX100. Die ist sehr klein und durch sehr gutes Objektiv und großen Sensor
ziemlich lichtstark. Zoom ist allerdings auf 100mm beschränkt. Das ist für Reitsport nicht so viel.

Noch besser wäre auf Kleinheit zu verzichten und eine Kamera mit APS-C Sensor zu nutzen.
Hier wäre z.B. die Nikon D3100 im Ausverkauf zu nennen, am besten mit dem 18-105er Glas.
500 sollten reichen.
 
Wenn es wirklich nur eine kompakte für die Hosentasche sein soll und du nicht viel schleppen willst - aber einen guten Sensor und gute Automatik-Funktionalität haben willst gibt es eigentlich nur eine Antwort: RX100 von Sony. Imho die beste auf dem Markt erhältliche Kompaktkamera. (außer die "kompakten" mit APS-C+ Size Sensor)
 
Du vergisst dabei, dass die RX nur 100mm Tele liefert. Wenn er beim Reitsport nicht gerade mitten auf der Bahn steht, kannst Du es sicherlich vergessen, da nutzen die die 20MPx auch nichts mehr, wenn Du alles Ausschneiden musst. Ohne vernünftigem Tele wird es nicht gehen. Doch da hapert es dann bei geringen Baugrößen, weil dann der Sensor klein wird. Da kannst Du Dir dann eine Lumix TZ, Powershot SX oder Olympus SZ kaufen. Die sind Hosentaschentauglich, haben genug Telebrennweite und können auch Schnappschüsse richtig gut.
Aber wenn Du so ein Bild mal größer als A3 anschaust, wird es grenzwertig.
Und gegen eine mFT oder APS-C Systemkamera sieht auch die RX kein Land mehr.
 
Slowdice schrieb:
Leider hat die Kamera genauso wie alle Kameras die ich bisher hatte (davor nur digitalkameras bis 100€) größere Probleme im dunklen. Aber auch sonst sind die Bilder öfter unscharf.

Ausserdem wäre es gut wenn die Kamera vernünftige Bilder von einem Galoppierenden Pferd hin bekommen würde. Dafür kann auch gerne mal Ausnahmsweise eine bestimmte Einstellung nötig sein ;)

Eine Automatik, die so intelligent ist, dass sie jede Situation plus die geheimen Wünsche des Fotografen richtig auswertet, die gibt es leider noch nicht.
Es gibt für jede Foto-Situation bestimmte Prioritäten, z.B. beim Foto eines galoppierenden Pferdes eine kurze Verschlusszeit, möglichst 1/400 oder sogar kürzer. Wenn man der Automatik diese Priorität mitteilt, dann hat es die Kamera schon leichter: in diesem Fall wäre das die "Sport" Automatik, die eigentlich jede Kamera bietet.
Das funktioniert dann allerdings auch nur richtig, wenn genug Licht vorhanden ist, denn sonst kann man einfach nicht so kurz belichten.

Wenn man einfach nur Vollautomatik einstellt, woher soll die Kamera dann genau wissen, ob dem Fotografen jetzt eine kurze Verschlusszeit (wg. der schnellen Bewegung des Objekts) oder ein geringes Rauschen oder sonstwas wichtig ist? Die Vollautomatik ist also meistens ein Kompromiss aus allen Anforderungen, und deshalb in den meisten Fällen nicht gerade optimal.

Meine Erfahrung mit Vollautomatiken ist z.B. dass sie sehr oft zu lange Verschlusszeiten einstellen, und man damit unscharfe Bilder bekommt. Bei meiner großen DSLR ist das im Übrigen sogar schlimmer, als bei meiner kleinen Systemkamera.

Die Anforderung "Landschaften, Gebäude, Blumen" packt eigentlich jede Kameraautomatik gut, aber wenn es jetzt um Fotos bei wenig Licht oder sogar um Fotos von galoppierenden Pferden in der dunklen Reithalle geht, dann wird es schon wesentlich schwieriger. Um hier gute Fotos zu machen, muss einfach die Kamera auch entsprechend lichtstark sein, und das ist bei kleinen Kompaktknipsen einfach nicht der Fall - da kann dann weder die Automatik, noch der manuelle Modus was reißen.
Ergänzung ()

Kahlcke schrieb:
RX100 von Sony. Imho die beste auf dem Markt erhältliche Kompaktkamera. (außer die "kompakten" mit APS-C+ Size Sensor)

An die habe ich auch gleich gedacht. Was ich darüber gelesen habe, scheint das echt ein Geschoß zu sein :)

Allerdings: wenn man ausschließlich die Vollautomatik nutzt, darf man auch von dieser Kamera (oder von jeder Kamera) keine Wunder erwarten.

Ich kann mit dem Auto ja z.B. auch nicht Driften wie ein Rallye-Profi, wenn ich mit Vollautomatik-Gangschaltung und ESP fahre (um mal wieder einen blöden Auto-Vergleich anzustellen)
 
Ich halte es für verantwortungslos, hier dem Threadersteller Kamera Kaufempfehlungen um die Ohren zu hauen und ihm sehr wahrscheinlich falsche Hoffnungen zu machen.
Ohne Beispielbilder kann keiner hier eine seriöse Empfehlung abgeben. Möchte er z.b. in einer dunklen Reithalle, oder einer dunklen Kirche, Bilder von bewegten Motiven machen, dann noch mit dem Zoom auf 300 mm ran fährt; unter diesen Voraussetzungen wird man mit (fast) keiner Kamera ein befriedigendes Fotos hin bekommen.
 
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