Hardware für eLearning Streaming?

storinator928

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Hallöle,

ich hab vor ein größeres Projekt aufziehen und brauche dabei eure Unterstützung.

Ich möchte Videos und Daten zu eLearning ins Netz streamen bzw. ausgewählten Nutzergruppen (circa 100 gleichzeitige Nutzer) zur Verfügung stellen. Stellt euch das einfach vor wie eine private Education Cloud...

Ich hab mich mit ein paar meiner Homies unterhalten, die im IT Bereich unterwegs sind. Diese haben mir gesagt, dass ich wohl einige Blade Server (??), Speicherplatz (z.B. von Netapp??) benötige. Ferner meinten die Herren, dass das ganze virtualisiert werden sollte.

Habt ihr hier irgendwelche Tipps für mich, damit das langfristig skalieren kann? Mein Plan ist es, dass ich das erstmal zuhause betreibe oder ist es sinnvoll, dass ich das Zeug irgendwo einkaufen oder die Server irgendwo in einem Rechenzentrum gegen Miete (?) unterbringen kann?

Ich komm eher aus dem BWL Bereich. Würdet ihr mir eher dazu raten, dass ich das irgendwo als Dienstleistung einkaufe?

Danke und Gruß
 
Wenn keine Ahnung, dann es jemand anderen erledigen lassen, der Ahnung von Hosting / Streaming / Bereitstellung hat :)

Das Problem ist nämlich: Wenn du es selbst bastelst, und es ausfällt, dann verlierst du Geld. Hast keine garantierte Verfügbarkeit und im worst case brauchst du mehrere Stunden / Tage um selbst das Problem herauszufinden und zu fixen.
 
Du willst Videos irgendwo ablegen und dann ein Portal basteln damit angemeldete (zahlende) Kunden auf diese Videos zugreifen können?

Wenn es skalieren soll, ist Mieten bestimmt die beste Option.
 
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Zuhause kannst du vergessen da fehlt es mit Sicherheit an Bandbreite.
Einen Server zu mieten ist in dem Fall die optimale Option. Dann musst du keine grundlegende Infrastruktur aufbauen.

Eventuell kannst du zu Beginn mit einer Website und temporär freigeschalteten Youtube-Videos arbeiten. Diese kann man ja z.B. nur für Nutzer freigeben, die den entsprechenden Link haben. Das wäre die einfachste Version die du auch alleine, mit ein paar wenigen Helfern halbwegs schnell hochziehen könntest.

Einen komplett eigenen Streaming-Dienst mit allem drum und dran zieht man nicht "mal eben so" hoch. Da steckt richtig viel Arbeit dahinter wenn es nach etwas aussehen soll.
 
Einige eLearning Plattform nutzen dafür AWS. Der statische Teil der Webseite liegt in einem S3 Bucket, die Videos ebenso. User Auth der Plattform geschieht mittels AWS Cognito. Sobald also ein User per Cognito für einen Kurs bezahlt hat, bekommt er Zugriffsrechte auf das jeweilige Video. Ja, das ist etwas grob vereinfacht aber so war/ist deren Aufbau. Hier als Video, ist ggf. für manche anschaulicher:

Vorteile der Lösung sind, dass du dich nicht um Installation, patchen, Wartung, Härtung kümmern musst sondern "nur" um die Verzahnung der AWS Dienste. Andere Cloudanbieter sollten ähnliches bieten. Ebenso zahlst du nur für das, was du verbrauchst und musst nicht auf Vorrat Server anschaffen, dazumieten und wieder kündigen.

Zuhause so etwas zu hosten ist Murks da deine Uploadbandbreite da nicht ausreichen wird. Ansonsten hilft auch ein Blick in die AGBs: Kommerzielle Dienste anzubieten widerspricht den AGBs von Privatkundenanschlüssen.

Deine "Homies" arbeiten ggf. in größeren Unternehmen, die bereits eigene Rechenzentren unterhalten und neben ihrem Kernprodukt noch drölfzig andere Dienste hosten müssen für den internen Betrieb. Ja, da macht es Sinn über ein SAN, z.B. von NetApp oder den anderen Herstellern und Server zu reden. Blades haben gewisse Vor- aber auch Nachteile. Beides ist so oder so aber overkill für dein Vorhaben...
 
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Danke für eure Antworten. Das hilft mir schon echt weiter.

snaxilian schrieb:
Zuhause so etwas zu hosten ist Murks da deine Uploadbandbreite da nicht ausreichen wird. Ansonsten hilft auch ein Blick in die AGBs: Kommerzielle Dienste anzubieten widerspricht den AGBs von Privatkundenanschlüssen.


Ich habe in meinem Büro (Einliegerwohnung daheim) einen Vodafone Business Anschluss. Das ganze Projekt soll im Kontext einer Start-Up Förderung laufen. Die Finanzierung für das Projekt ist auch vorhanden.

Wie ist das bei AWS mit dem Datenschutz? Ich hab gehört, dass das nicht so super gerne gesehen wird?


Um das weiter zu verfolgen: Muss ich dann nur noch ne einfache Internetseite davor basteln? Ich kenne da einen Informatik-Student, der würde mir das sicherlich für wenig Geld machen.

Ich meld mich dann in einem anderen Unterforum wieder. Geht ja dann nicht mehr direkt um Virtualisierung, glaub ich jedenfalls.

Danke und Gruß
 
Nabend,

unterschätze den Programmieraufwand nicht. Ein Informatikstudent ist sicherlich nicht der richtige Ansprechpartner für dein Vorhaben. Du brauchst eher einen erfahrenen Programmierer, der auch in Richtung Sicherheit und Datenschutz schaut. Zusätzlich belies dich zum Thema Datensicherung und wie diese umgesetzt wird. Auch die DSGVO solltest du dir mal zu Gemüte führen.

das ist kein Thema welches man schnell mal eben umsetz.
ich bekomme immer einen Anfall wenn Server mal eben ins öffentliche Internet gehangen werden und der Betreiber kein Hintergrundwissen zur Absicherung dieser Dienste aufbringen kann.
Mach dir deutlich, dass du für Server, welche du betreibst haftbar bist.

grüße
 
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storinator928 schrieb:
Wie ist das bei AWS mit dem Datenschutz? Ich hab gehört, dass das nicht so super gerne gesehen wird?
Hörensagen und das meiste davon ist Quark.

AWS/Azure/GCP/Alibaba/etc bieten dir eine Plattform. Wie du diese nutzt und konfigurierst liegt in deiner Verantwortung!
Wenn du personenbezogene Daten verarbeiten und speichern willst hilft ein Blick in die DSGVO. Kurzfassung: Du bist für die sichere und verschlüsselte Übermittlung und Speicherung verantwortlich. Wenn du da schlampst und dies unverschlüsselt erledigst ist es egal ob die Daten bei AWS oder einem klassischen Hoster oder auf nem Server bei dir im Keller liegen.
 
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Wer hat dir Geld für ein IT Projekt gegeben bei dem es keinen beteiligten ITler gibt???
Wie die anderen schon sagten, du willst möglichst Cloud / SaaS und Co. machen und nicht Server kaufen/mieten.. oder dir gar zuhause oder ins Büro stellen. Das Problem erschöpft sich beiweitem nicht beim Thema Bandbreite.

Du brauchst dringend einen Kostenplan, Rechercheansätze hast du jetzt ja.
Mit "IT Typ baut mir eine einfache Seite davor" ist es auch nicht getan.

Bau dir zuerst ein MVP, dann siehst du schon, was das kosten wird an Zeit und Geld.
 
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Gerade für den Anfang wo man ggf. skalieren will oder muss bietet sich Cloud (SaaS oder IaaS) an, da du überschaubare Capex hast und deine Opex . Hast du irgendwann eine relativ stabile Kundenbasis kann man über selbst betreiben nachdenken aber dann hast du zu dem Zeitpunkt eine hohe Capex für Bereitstellung eines Serverraums mit Klima und Löschtechnik, Netzwerkanbindung, Firewall, Serverhardware, je nach verwendetem Produkt Lizenzkosten. Die ersten 3 Punkte könnte man mit Housing bei einem RZ-Betreiber lösen, den Rest nicht und dann hat du die Themen Backup und vor allem Redundanz noch nicht betrachtet.

Paradebeispiel für anfangs wachsen und danach ggf. eigene Infrastruktur hochziehen ist Dropbox: https://www.bmc.com/blogs/dropbox-aws/
Aber auch da ist klar genannt, dass es dann erst einmal Geld kostet für eigene Standorte, Equipment und Personal.

Solltest natürlich bedenken: Je mehr du individuelle Produkte eines Anbieters nutzt, also SaaS, desto schwieriger ist die Migration da raus. Nicht unmöglich aber eben ggf. komplexer. Bei einer IaaS Lösung sind die laufenden Kosten höher aber eine Migration einfacher. Ob ich jetzt ein LDAP als Benutzerbackend lokal auf nem Linux betreibe oder bei Azure oder Google oder AWS oder bei Hetzner/Netcup/$Hoster betreibe ist relativ egal. Musst dich halt selbst um patchen, härten, Hochverfügbarkeit, Backups etc. kümmern. Bei der Nutzung von Diensten wie das genannte Cognito wird dir dies abgenommen, die Kosten sind etwas niedriger aber eben schwerer da raus zu kommen da man erst etwas eigenes aufbauen und migrieren muss.
 
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