Hausbau Verkabelung u. Routerwahl

Palladin

Ensign
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Hallo,

ich benötige mal eure Hilfe!

Wir bauen gerade ein Haus in einem Neubaugebiet in dem die Telekom Glasfaser FTTH anbietet. Leider bin ich, was Technik angeht nicht mehr auf dem Neusten Stand und neben Job, Familie und Hausbau fehlt mir ein wenig die Zeit. Daher meine Hoffnung, dass ihr mir weiterhelfen könnt.

Also ich lasse alle Räume bis auf die Badezimmer mit LAN Dosen ausstatten und natürlich werden entsprechende Kabel verlegt. Das dürften insgesamt 6 Räume sein. Im Wohnzimmer hätte ich gerne ein paar mehr Anschlüsse Fernseher, AV-Receiver, Playstation... meine Idee war, dass ich von den Geräten einfach ein LAN Kabel in die Anschlüsse in der Wand stecke. Geht das? Der Intenethausanschluss wird im Erdgeschoss im Raum unter der Treppe sein. Was für einen Router würdet ihr für dieses Vorhaben vorschlagen? Geht das so überhaupt?

Bislang ist es in der Mietwohnung im Mehrfamilienhaus "einfacher". Wir beziehen Internet über Unitymedia der Hausanschluss ist irgendwo im Keller. Ich habe von Unitymedia einen "Router" gestellt bekommen, von dem 2 Kabel für Fernseher und PS4 abgehen und der Rest wird über WLan betrieben.
 
Du hast dann an deinem FTTH-Anschluss das Modem, daran hängst du ein Router und daran ein Switch, der mindestens so viele Anschlüsse hat, wie du im Haus haben willst. Die ganzen Dosen im Haus sind dann mit dem Switch verbunden.
 
Bagbag schrieb:
Die ganzen Dosen im Haus sind dann mit dem Switch verbunden.

Das ist so nicht ganz richtig. Da im Haus wohl Verlegekabel gezogen werden, ist das andere Ende der Dosen auf ein Patchfeld aufgelegt. Erst das Patchfeld geht auf das Switch, welches wiederum mit dem Router verbunden ist.
 
Das geht so wie du das vor hast. Neben Router, Modem und Switch benötigst du auch ein Patchpanel. An dieses werden die Verlegekabel aufgelegt.

Gibt es besondere Anforderungen an den Router?
 
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Der Installateur, der die LAN-Kabel zieht, wird ja LAN Dosen setzen. Diese Kabel werden ja an einem zentralen Punkt alle ankommen. Dort muss dann ein Patchfeld hin. Meist ist das der Hauswirtschaftsraum, das wird dann wohl der Raum unter der Treppe sein. Dort kann man die Router hinstellen, ist aber nicht unbedingt sinnvoll, weil der Räum nicht zentral gelegen ist. Das ist eine Voraussetzung für gute WLAN Versorgung. Ich würde den Router Zentral aufstellen (in der Mitte vom Haus und Grundstück). Der Anschlusspunkt im Raum unter der Treppe, dort kommt ja ein Glasfaser-Modem hin. Das hat einen LAN Ausgang. Der muss zum Router geschaltet werden und LAN zurück zum Patchfeld. Du brauchst also an dem Punkt, wo der Router hin soll, eine LAN Doppeldose mit 2 LAN Anschlüssen. Es muss also mindestens an diesen Punkt auch Zwillings-LAN Kabel hin.
Aber alles kein Problem mit einer vernünftigen Verkabelung. Als Router kann man jeden Router mit WAN Port nehmen. (DSL-Modem wird nicht gebraucht). Ich würde eine 7490 für ca. 170€ nehmen.
Falls dann im DG das WLAN etwas zu dünn wird, kann man dort jederzeit einen AP an eine vorhandene LAN Dose anschließen nachträglich.
Bei der Router-Wahl und des APs auf Multicast-Fähigkeit (Ubiquiti können dies nicht) achten. Sonst kannst Du über die Verkabellung und das WLAN niemals Entertain machen und diese TV-Gucken Methode scheidet von vorn herein aus.
Wie soll telefoniert werden? Via DECT-Telefon oder mit normalen Schnur-Telefonen? oder beides?
Kann man an die 7490 problemlos anschließen/anmelden.
 
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Lese dich hier mal etwas ein:

https://www.computerbase.de/forum/threads/neubau-aufbau-des-heimnetzwerks-verkabelung.1858463/

  • Grundsätzlich jede Netzwerkdose als Doppeldose ausführen und dann auch mit 2 Kabel anfahren.
  • TV machen einige mit 2 Doppeldosen aber man kann auch einen kleinen zusätzlichen Switch nehmen.
  • Access Points für WLAN einplanen. Möglichst auf jedem Stockwerk mittig im Flur an der Decke ein Anschluss.
  • Alles in einen Netzwerkschrank packen.
  • Wie soll Telefon realisiert werden?
  • NAS oder Kameras geplant?
 
hildefeuer schrieb:
Dort kann man die Router hinstellen, ist aber nicht unbedingt sinnvoll, weil der Räum nicht zentral gelegen ist. Das ist eine Voraussetzung für gute WLAN Versorgung.

Du kannst aber, wenn Du sowieso Ethernetdosen in (fast) jeden Raum ziehst, auch in (fast) jedem Raum für ein paar Groschen einen Access Point installieren. WLAN ist damit kein Problem mehr. Da würde ich der Übersicht halber den Router aber auch im Anschlussraum beim Patchfeld und Switch stehen lassen.
 
@fritzzmaster das macht keinen Sinn. Dann hat man x WLANs und belegt x Kanäle (keiner weis welche Kanäle überhaupt frei sind) und hat zusätzlichen Stromverbrauch und zusätzlichen Support nötig. In der Regel kann man mit einem richtig plaziertem Router ein Einfamilien-Haus mit Grundstück versorgen. Bei mir funktioniert das hervorragend auf 940Qm Grundstück EFH massiv Bausweise mit OG.
Solche Ratschläge sind eher Verkaufs-Argumente.
 
hildefeuer schrieb:
das macht keinen Sinn. Dann hat man x WLANs und belegt x Kanäle (keiner weis welche Kanäle überhaupt frei sind)

Update mal Dein Know-How. Welche Kanäle belegt sind lässt sich in Sekunden feststellen. Richte ich mir selbst mein Netz auf z.B. 2,4 Ghz ein, nehme ich 20 Mhz Kanalbreite und z.B. die Kanäle 1,6,11 ohne Überlappung. Gebe den Netzen die gleichen SSIDs und Autoroaming regelt den Rest.

hildefeuer schrieb:
In der Regel kann man mit einem richtig plaziertem Router ein Einfamilien-Haus mit Grundstück versorgen.

Da komme ich bei mir nicht mit hin und 270 m² sind jetzt nicht weltbewegend viel bei mir. Die FB 7490 steht wirklich zentral in der Mitte.

hildefeuer schrieb:
zusätzlichen Stromverbrauch

Der Stromverbrauch schlägt kaum zu Buche. Da kann man an anderer Stelle, z.B. Licht, wesentlich mehr Geld sparen als 1-2 Access Points mit ihren unter 10 Watt an Strom ziehen.
 
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Ich persönlich würde jeden Raum für Netzwerk vorbereiten.
Wohnräume mit einer Doppeldose oder mehr, und auch Sachen wie das Badezimmer mit einer Einzeldose (oder wenigstens Leerrohren) ausstatten.
Du weißt nie, was in 15 oder 20 Jahren mal kommt.
 
Bei 6 Räumen gehe ich nicht von 270QM aus, sondern von annähernd 100QM. Es werden also auch keine 3 Geschosse versorgt werden, sondern maximal 1,5 Geschosse.
Kanalbelegung kann man nur vor Ort klären und die kann sich jederzeit ändern, wenn Nachbarn hinzu kommen.
Nein es ist halt die Frage will man alles maximal Ausstatten oder nur ausreichend. Klar ist, das eine Maximal-Ausstattung heute in 5 Jahren Schnee von gestern ist und ersetzt werden muss zu mindeste in Teilen.
 
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Ob man mit einem einzigen Router hinkommt, hängt stark vom Haus ab. Mit Stahlbeton und Fußbodenheizung funktioniert das eher nicht. Und selbst wenn es funktioniert taugt das an den weit entfernten Orten dann nur noch zum Surfen und E-Mails lesen.
=> Sofern Kabel liegen besser gleich mehrere APs einplanen und bei Bedarf deren Sendeleistung runterregeln. Stromverbrauch ist minimal, 2.4 GHz ist eh voll, auf 5GHz gibt es mit kleineren Kanalbreiten mehr als genug Platz.
 
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hildefeuer schrieb:
Bei 6 Räumen gehe ich nicht von 270QM aus, sondern von annähernd 100QM

Ich gebe zu, dass Du damit nicht ganz Unrecht hast. Die Erfahrung hat mir jedoch schon mehrfach bitterlich gezeigt, dass die schwachbrüstigen 100mW (2,4 Ghz) Sendeleistung hier in DE Dir schnell ein Bein stellen.
 
Dort wo ich wohne, stehen überall nur eine 7490 pro Haus und das reicht. Das ist nicht nur in meiner Strasse so, sondern im ganzen Ort so. Schließlich administriere ich hier ja. In Einzelfällen in alten Bauernhäusern stehen APs und Repeater. Das ist nicht die Regel. Sicherlich ist das anders wenn man übereinander wohnt.
Neubauten EFH mit 270QM sind auch eher selten, kann aber auch anders sein, wenn jeder seine eigene Villa hat.
Ob 2,4 Ghz WLAN funktioniert hängt im wesentlichen von Nachbarn ab und wie weit weg die sind, erst in 2. Linie von baulichen Verhältnissen. Deshalb ja der Rat, den Router nicht unter die Treppe zu plazieren. Sicherlich kann man den Router unter der Treppe platzieren. Dann hat man im Bereich der Treppe Eingangsbereich und auf der Strasse davor gutes WLAN. Aber da braucht man es eben nicht.
Und warum sollte bei einem Haus mit Fussbodenheizung das WLAN schlechter funktionieren? Nein das ist nicht so, es sei denn es handelt sich um eine Elektrische Fussbodenheizung. Bei konventioneller Fussboden-Heizung sind Kunstoffrohre verbaut, die warm-Wasser führen. Es ist nur in Ausnahmefällen bei elektrische Wand und Fussbodenheizung der Fall, sonst nicht. So etwas wird eher selten verbaut weil es schwachsinn ist mit Srom zu heizen, es sei denn man erzeugt den selber, hat eigene Biogas Anlage oder Windrad. Da kenne ich nur einen der sowas hat.
 
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@hildefeuer: Mag sein dass "WLAN reicht", aber eben auch nur reichen. Wenn der TE einen Glasfaseranschluss bekommt, was meinst du denn wieviel Bandbreite flächendeckend effektiv (!) durch die eine zentrale Fritzbox im Hauswirtschaftsraum geleistet werden kann? Vor allem beim schnell gedämpften 5 Ghz?
Hier muss man sich sicherlich keinen unnötigen Flaschenhals aufbinden und sollte daher wenigstens die LAN-Anschlüsse an hohen zentralen Stellen einplanen, wenn man nicht gleich APs installieren will.

Bei modernen Hausneubauten und den kommenden Bandbreiten halte ich den Klassiker Fritzbox im HWR (oder in diesen verfluchten Wand-Flachschränken) für zu kurz gedacht.
 
@hildefeuer: Ich hab auch einige 7490 in der Umgebung laufen. Bei einem kleinen Haus reicht das WLAN, wobei die Nutzer auch recht geringe Anforderungen haben. Bei den anderen haben zusätzlich AP installiert oder es steht an.
 
Wow danke schon einmal für eure Antworten!

Das Haus hat 135 qm über 3 Eragen, da das DG ausgebaut wird. Ich denke mit einem AP im Flur im OG und einem im Wohnraum (Küche, Wohnzimmer und Esszimmer in einem) sollte ausreichen. Die Decke zum DG ist nicht so dick und sollte so mit abgedeckt werden.

Telefon brauchen wir eigentlich gar nicht. Haben jetzt auch schon keines mehr. Aber wenn dann nehme ich das, was möglich ist.

Die FB 7490 klingt doch schonmal gut. NAS finde ich interessant und wenn die Schatuelle es noch hergibt auf jeden Fall eine Überlegung wert. Kameras sind nicht geplant.

Hab ich was vergessen?
 
Auch meine Empfehlung, wie schon angeklungen, jeweils Doppeldosen und Zwillingskabel einziehen (mit entsprechd ausreichenden Schläuchen. Auch beachten, dass die Kabel sternförmig, von einer zentralen Stelle aus, verlegt werden.
 
Die 7490 ist jetzt bei mir nur so VDSL in Betrieb. Bei dir muss der Router viel weniger können. Kein WLAN, kein Modem, kein Telefon. Da gibt es günstigere Lösungen.

Wenn Telefon mal gewünscht ist, gibt es die Gigaset GO Box. Die hängt man einfach ans LAN.

Die Frage zum NAS war deshalb, um sich Gedanken zu machen wo es hin kommt. Meist in den Netzwerkschrank, aber dafür muss man Platz einplanen.
 
Wir haben letztes Jahr gebaut und auch FTTH der Telekom. Wurde ja fast schon alles gesagt. Bei Glasfaser der Telekom bekommst Du das Modem ja schon gestellt, d.h. die FritzBox 7490 ist eigentlich nicht notwendig, da Du nur deren Router-Funktionalität benötigst. Da die aber wahrscheinlich bei euch in dem Raum unter der Treppe stehen wird, muss das nicht unbedingt dem Empfang von WLAN im restlichen Haus zuträglich sein.

Ich hab mich letztes Jahr für nen reinen Router entschieden, der direkt am Glasfasermodem (auch ONT genannt) hängt. Dahinter hängt dann ein Switch, von dem aus dann die Räume versorgt werden (über ein Patchpanel, wahlweise mit Keystone oder normal). Ich hab in jedem Stockwerk noch nen LAN-Anschluss an der Decke legen lassen, zentral in der Mitte des Hauses. Da hängen jetzt zwei Access Points und sorgen für reibungslosen WLAN-Betrieb. Wo möglich hängen die Geräte per LAN im Netz, und die kabellosen Clients haben ein vernünftiges WLAN. Deckt bei uns problemlos 150 qm Hausfläche und 600 qm Grund ab. Ich hatte es erst mit einem Access Point im OG am Laufen, ging auch, aber seit der zweite mit drin hängt läuft es deutlich runder.
 
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