Hausverkabelung CAT7e Patchfeld oder Alternativen?

Hanni2k

Commander
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Moin moin,

im Zuge der Renovierung verlege ich gerade CAT7e Duplex Kabel durch das Haus, in summe sind es 6 Leitungen, also benötige ich 12 Ports.

Im Keller kommt aktuell das Glasfaser an, HUP ist im Keller, Moden soll nebenan angebracht werden. Router kann ich so entweder im Keller neben dem Modem platzieren oder durch die Duplexleitung in einem Zimmer durch "Hin und Rückweg".

Ich war immer auf dem Trichter, dass ich mir nen 12er Patchfeld hole, dort die Leitungen auflege, und von da aus in den Switch gehe. Aber eigentlich brauch ich nicht wirklich ein Patchfeld, es ist ein Einfamilienhaus, keine wohnung, also keine netze die ich groß trennen muss.

Nun habe ich direkt CAT7 Stecker gesehen: https://www.amazon.de/hb-digital-Ne...werkzeuglos-Verlegekabel-CAT-7/dp/B098XT3JGV/

Spricht aus eurer Meinung was dagegen, diese Stecker direkt an die Verlegekabel zu verbinden, und dann mit den Leitungen direkt in den Switch zu gehen anstatt über ein Patchfeld? Gibt es ggf. noch andere Lösungen die "StateOfTheArt" sind? Auch für jemanden gut umzusetzen, der zwar handwerklich etwas begabt ist, aber noch nicht viel Erfahrung mit dem auflegen hat :)


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Nimm ein Patchfeld. Alles andere ist Pfusch und es kostet wenig.
 
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die kann man nehmen, hab ich auch an zwei stellen an der türklingel so verbaut. ein patchfeld ist natürlich die elegantere variante, die CAT7 Verlegekabelstecker sind eigentlich nur besserer pfusch.
 
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Direkt Stecker auf Verlegekabel zu machen halte ich für Pfusch. Mach dir zumindest ein Patchpanel an die Wand (gerne auch als kleiner 10" Schrank oder Rack) und patch dort sauber. Damit hast du auch direkt eine Zugentlastung auf den Verlegekabeln.

Wenn du keinen Bock auf einen vollwertigen Schrank hast, gibt es auch solche Lösungen hier:
https://www.amazon.de/HB-DIGITAL-SE...ation-Verlegekabel/dp/B0BLZNFPSF?s=industrial

Ich würde allerdings folgendes tun, damit es auch dauerhaft hübsch ist:
  • kleiner 10" oder 19" Schrank
  • günstiger unmanaged Switch als rack mount
  • Keystones in den Schrank mit deinen Verlegekabeln
  • wenn der Router rein soll, dann Fachboden nehmen und Router da drauf
 
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Verlegekabel sind nicht gut geeignet, um beweglich montiert zu werden. Daher legt man sie auf Dosen oder Patchfelder auf und nutzt dann flexible Patchleitungen, um die Verbindung zum Switch herzustellen. So würde ich das auch hier machen.
 
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Hanni2k schrieb:
Spricht aus eurer Meinung was dagegen, diese Stecker direkt an die Verlegekabel zu verbinden, und dann mit den Leitungen direkt in den Switch zu gehen anstatt über ein Patchfeld?
Kann man machen, ist aber nur eine Notlösung. Zumal die Dinger ja das Doppelte von Keystones kosten.
Mach es lieber 1 x vernünftig anstatt die nächsten Jahre mit dem Wissen zu leben wegen 30 EUR gepfuscht zu haben.

Es gibt vertikale 19" Halterungen mit 2 oder 3HE. Da passen perfekt Patchpanel + Switch ran. Hab ich bei mir im EG auch so hinter einer Trockenbauwand verbaut.

Beispiel:
https://www.amazon.de/Infitronic-IN...Untertischhalter-Wandverteiler/dp/B08X1P5FZC/
+
https://www.amazon.de/dp/B0CTCPGPMT
 
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SaxnPaule schrieb:
Es gibt vertikale 19" Halterungen mit 2 oder 3HE.
Ja, aber dann ist alles halt ungeschützt. Sprich sind die Ports nach oben gerichtet und kein Staubschutz drauf, dann hast du da früher oder später Dreck drin. Also müssten da für ne saubere Lösung noch Stopfen auf die Ports.
 
Das ging schnell und die Meinung ist ja eindeutig. Danke für die Tipps und gleich Verlinkung zu den Produkten, guck ich mir mal an.

Danke euch schonmal!


Jasmin83 schrieb:
die kann man nehmen, hab ich auch an zwei stellen an der türklingel so verbaut.

Tatsächlich hat mich der Satz auch noch auf eine Idee gebracht, wenn ich das so lese nehme ich lieber nen 16er Feld. Hab ich noch Luft für Klingel/Garten/Garage etc.
 
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@Tzk Naja, es betrifft ja nur 4 Ports bei 12 Kabeln.

Kannst das Ding ja auch um 90° drehen. Dann schauen die Ports zur Seite ;)
 
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Die allermeisten werden Dir zu einem Patchpanel raten, die gibt es auch mit Keystones, die sehr einfach zu montieren sind:
https://www.amazon.de/FGB-Patchpanel-Verteilerfeld-Verlegekabel-Netzwerkkabel/dp/B0DZNVF28M/?th=1

Aber jetzt die unpopuläre Meinung: In einer Hausinstallation wird doch in der Regel ein Mal montiert und dann nie wieder was verändert. Daher halte ich die Variante, diese Stecker direkt in die Switch zu stecken für akzeptabel.
Ein wesentlicher Unterschied kann allerdings bestehen: Ein Patchpanel sollte geerdet werden und daher haben diese meist einen Erdungsanschluss vorbereitet.
Eine (kleine) Switch hat das meist nicht. Allerdings sollte es möglich sein, einen Erdungspunk selbst einzubauen.

Die Erdung ist für den Normalbetrieb afaik nicht notwendig, sie schützt aber, sollte ein Netzwerkkabel beschädigt werden und Kontakt mit einer Stromleitung bekommen.

Hier wurde das u.a. mal thematisiert
https://www.computerbase.de/forum/t...ein-ja-wenn-ja-dann-wie.1898348/post-23210728
 
+1 für Keystones und Halterung/Patchfeld
 
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Ich bin auch der Meinung dass man das durchaus machen kann. Ich hab auch über die Stecker nachgedacht, aber dann doch lieber für nen 10er ein LSA-Patchpanel gekauft, zumal ich doch gelegentlich mal was ändere an der Verkabelung. Wenn man da aber selten bis nie rangeht, spricht da in einem EFH nix dagegen.
Dreck von oben ist bei meinem Patchpanel in der Tat theoretisch ein Problem (sollte eigentlich im Zählerkasten verschwinden, der konnte aber aufgrund des HAK nicht so groß werden wie ich wollte, also blieb der Netzwerkkram draußen aufputz), praktisch ist mein Keller so sauber dass das alles aussieht wie neu.
 
Hanni2k schrieb:
Spricht aus eurer Meinung was dagegen, diese Stecker direkt an die Verlegekabel zu verbinden, und dann mit den Leitungen direkt in den Switch zu gehen anstatt über ein Patchfeld?
Mal aus technischer Sicht:
Verlegekabel sind sehr starr und eignen sich daher kaum, in engen Biegeradien mit einem Switchport versehen zu werden. Der Switch muss ebenfalls irgendwo verbaut werden und wenn der Kabelweg zu den Ports des Switch nicht passt, hast du Knicke und ggf. Schirm- oder schlimmer noch: Adernbrüche.

Man KANN das machen, wenn man den Switch press an der Wand befestigt (also flach anliegend) und die Datenleitungen alle gerade auf die Ports zulaufen.

Nachteil: vermutlich keinerlei nutzbare Kabelreservern, Aufbauort nicht mehr abänderbar.

All das umgehst du mit einem angemessenen Datenschrank sowie mit einem Patchfeld.

Beim Patchfeld ist tunlichst darauf zu achten, dass die Leitungen nicht per LSA aufgelegt und geklammert werdefn, sondern bitte mit Keystone-Modulen versehen und eingeklipst werden.

Gib hier ruhig die zusätzlichen 150-200 Euro aus, das sollte dich nicht umbringen. Dafür hast du eine viel sauberere, und stets besser zu wartende Variante und kannst auch sauberer beschriften und evtl. zukünftige Haustechnik noch in den Datenschrank integrieren (daher von vorn herein keinen zu kleinen nehmen - und mindestens 50cm tief).
 
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DJMadMax schrieb:
Beim Patchfeld ist tunlichst darauf zu achten, dass die Leitungen nicht per LSA aufgelegt und geklammert werdefn, sondern bitte mit Keystone-Modulen versehen und eingeklipst werden.
Was hat LSA denn für gravierende Nachteile ggü. Keystones?

DJMadMax schrieb:
und mindestens 50cm tief
o.O privat so einen Klopper? Was ist denn, bis auf Rackserver so tief? Mit einem 45er Schrank sollte man doch fast alle privaten Usecases erschlagen. Außer natürlich man will sich einen ATX Tower in den Schrank stellen. Warum auch immer man sowas tun sollte.
 
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calippo schrieb:
Aber jetzt die unpopuläre Meinung: In einer Hausinstallation wird doch in der Regel ein Mal montiert und dann nie wieder was verändert. Daher halte ich die Variante, diese Stecker direkt in die Switch zu stecken für akzeptabel.

Ja. Allerdings: Die Lösung mit Patchfeld (Würde da in jedem Fall auf Keystones setzen) kostet nicht die Welt - vor allem wenn man eh alles neu verlegt - und bringt schon eine gewisse Flexibilität. Außerdem - wie schon gesagt wurde - sichert die Verlegekabel besser gegen Kabelbruch. Gegen Staub/Dreck kann man Kappen einsetzen in die Buchsen, die nicht belegt sind.
 
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SaxnPaule schrieb:
Was hat LSA denn für gravierende Nachteile ggü. Keystones?
Keine? Also außer das man die Leitungen nicht einfach umsortieren kann... Ich persönlich finde Keystones einfacher am Kabel zu montieren. Aber sonst tut es ein klassisches Panel auch.

Vorteil vom Keystone Panel wäre noch, dass man auch andere Steckergehäuse verwenden kann, falls nötig. Gibt ja z.B. auch HDMI Buchsen dafür.
 
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Tzk schrieb:
Ich persönlich finde Keystones einfacher am Kabel zu montieren. Aber sonst tut es ein klassisches Panel auch.
Der Meinung bin ich auch. Ich fragte nur, weil @DJMadMax tunlichst von LSA abrät.

Tzk schrieb:
Vorteil vom Keystone Panel wäre noch, dass man auch andere Steckergehäuse verwenden kann, falls nötig.
Ich weiß. Ich habe bei mir die hinteren USB Ports von NAS und Server mit aufs Patchpanel gelegt. Erleichtert das Anschließen der extHDD fürs Backup :D
 
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SaxnPaule schrieb:
Was hat LSA denn für gravierende Nachteile ggü. Keystones?
Ich habe ein Patchpanel mit LSA ohne Vorerfahrung aufgelegt und das war schon sehr mühsam und zeitaufwendig. Ein Kabel musste ich neu machen, weil ein Kontakt nicht funktioniert hat.
Ob das mit der Abmantelung der Schirmung so ideal geworden ist, weiß ich auch nicht.

Keystones funktionieren, kosten nicht viel und sind in kürzester Zeit sauber montiert.
 
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Ich habe sogar einfache RJ45 "Buchse-Buchse" Keystones im Einsatz, damit alle Kabel im Schrank von hinten kommen. Manche Geräte im Schrank (NAS, Router) haben ihre Anschlüsse ja hinten und die Bedienseite vorne. Damit kann man alle Kabel sauber aufs Patchpanel führen und braucht diese komischen Bürstenleisten zur Durchführung nicht.
 
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