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vor unserem Haus wird gebaut und dadurch vibriert manchmal der Boden sehr stark. Kann ich trotzdem bedenkenlos den PC anschalten oder ist das unter Umständen schädlich für die Festplatten?
Datensicherung ist vorhanden, allerdings würde ich ungern Festplatten im Wert von 1500 Euro neu kaufen müssen... Und dass die Baufirma haftet, halte ich für eher unwahrscheinlich.
wie sind sie den aufgehängt? wenn die entkoppelt sind passiert da schonmal nix ... Ne Mikrofonspinne ist dir ein Begriff ? da kann man sehr gut das Prinzip verstehen der Schwingungsentkopplung.
Heutige Platten (auch Desktop) haben eh Zero G-Sensoren / GraviSense... wenn der nicht gerade direkt neben deinem PC mit dem Betonrüttler steht sollte da nix passieren.
Zu weich sollte man HDDs nicht aufhängen, da sie sonst durch ihre eigenen Kopfbewegungen in Schwingungen kommen können, dann verlieren die Köpfe die Spur, überschreiben womöglich Daten auf der Nachbarspur und schon hat man dort hinterher Datenverlust und schwebende Sektoren. Ich würde mir in diesem Fall eher Gedanken um die Entkopplung des Rechnergehäuses vom Boden machen.
Luxuspur schrieb:
Heutige Platten (auch Desktop) haben eh Zero G-Sensoren / GraviSense...
Hast Du Belege dafür das auch einfach Desktopplatten sowas haben? Das mag in Ausnahmefällen sein, die HGST hatten das früher alle, als sie noch Hitachi hießen, da war bei allen Modellen 24/7 Zulassung und sogar die Rotational Vibration Safeguard (RVS) genannte Technik gegen Vibrationsprobleme Standard, auch bei den Deskstar. Aber schon die Toshiba die ja von den Hitachi abstammen, haben das heute nicht mehr:
Selbst die MC als Enterprise Cloud HDD ist nur für ein bis zwei HDDs in einem Gehäuse ausgelegt, nur die MG ist für den Betrieb mit vielen HDDs in einem Gehäuse gemacht und gedacht, die kann also offenbar mit den Vibrationen umgehen.
Die WD Re Enterprise Platten sollten doch eigentlich ganz gut mit Vibrationen umgehen können, da sie ja für Server-Racks gemacht sind. Dort schwingt es ja auch ganz schön, wenn hunderte Platten auf engstem Platz im Rack laufen.
Das schreiben sie ja sogar auf der Produktseite:
Vibrationsschutz Die erweiterte RAFF™-Technologie umfasst ausgefeilte Elektronik zur Überwachung des Laufwerks und Korrektur von linearen sowie Drehschwingungen in Echtzeit. Das Ergebnis ist eine wesentliche Leistungsverbesserung in Umgebungen mit starker Vibration gegenüber der vorherigen Laufwerksgeneration.
StableTrac™
Die Motorwelle ist an beiden Enden gelagert, um systembedingte Schwingungen zu reduzieren und die Platten für eine präzisere Ansteuerung bei Lese- und Schreibvorgängen zu stabilisieren.
Mehrachsen-Stoßsensor
Erkennt automatisch die leichtesten Stoßvorgänge und kompensiert sie, um die Daten zu schützen.
Klar, aber die Re von WD ist auch ein Enterprise Nearline Laufwerk, also die Klasse wie eine Toshiba MG oder die Seagate Constellation ES.3, auch preislich. Die kosten halt eine Ecke mehr als die billigsten Consumer Desktop HDD und dafür bekommt man eben auch mehr, auch wenn man es den Platten so von außen nicht ansieht und der Preisverglich solche Features eben nicht auflistet, die den Unterschied ausmachen.
Auch das deckt sich eben mit den 550TB im Jahr die Toshiba für die MG angibt, bei Consumer Desktopplatten sind es nur 55TB im Jahr und dabei wird das Jahr auf 8760 Betriebsstunden gerechnet, die sollen aber pro Jahr nur 2400 laufen, womit dann im Kalenderjahr nur 15TB Workload vorgesehen sind.
HDDs unterscheiden sich eben nur mehr als nur den Preis, der muss bei den Desktop HDDs vor allem gering sein und daher wird dort gespart wo es geht, heute viel mehr als noch vor einigen Jahren und die Platten sind eben gerade noch gut genug für das, wofür sie gedacht sind und möglichst kein Stück besser, weil sie sonst in der Fertigung teuer sind. Seagate hat das sehr früh sehr konsequent umgesetzt, die Barracuda .14 waren immer schon schnell und trotzdem extrem günstig, daher auch sehr beleibt und sie wurden oft für Anwendungen eingesetzt, für die sie eben nicht geeignet sind.
Da hat auch einfach Aufklärung gefehlt, man kann mit dem Ford Fiesta heute nicht mehr einfach von der Straße und durch den Graben über den Acker fahren wie man es noch mit einem Ford T-Modell konnte, das damals das einzige Auto im Programm von Ford war. Heute wäre dafür ein Geländewagen zu wählen, den haben die meisten Hersteller ja auch im Programm und genauso hat sich das Modellangebot bei den HDD Herstellern ausgeweitet mit HDDs die eben für die unterschiedlichen Einsatzzwecke optimiert sind und sein es nur eine preisliche Optimierung bei den einfachen Modellen.
Aber wurde leider kaum kommuniziert und wie das Confidential auf der Folie von Toshiba zeigt, wollen die Hersteller das wohl auch nicht groß ausbreiten. Seagate ist da noch am kommunikationsfreudigsten in der Sache, aber allen gehen den Weg und Hitachi die immer nur mit 24/7 Zulassung und Vibrationssensoren ausgestattet HDDs gebaut hat (zumindest in 3.5"), hat seine HDD Sparte an WD verkauft, das scheint also kommerziell nicht der erfolgreichere Weg gewesen zu sein.