HDD plötzlich nicht mehr lesbar, aber voll funktionsfähig

eltoro78

Cadet 3rd Year
Registriert
März 2022
Beiträge
48
Hallo zusammen,

also ich habe jetzt einen Fehler, da bin ich mit meinem Latein am Ende.

Folgende Historie: Ich habe ein QNAP 4 Bay Nas mit 2x4TB WD Red Plus drinnen gehabt. Alles lief problemlos, bis plötzlich das NAS einen schwerwiegenden Fehler ausgab. Eine Platte (steckte in Bay 3) war nicht mehr lesbar, obwohl sie im QNAP Betriebssystem angezeigt wurde, die SMART Werte dort passten, jedoch dort auch als "nicht aktiv" beschrieben wurde.

In einem NAS Forum wurde mir dann eine Software (UFS Explorer) empfohlen und siehe da, die Platte konnte ich dann unter Windows ganz normal auslesen und die Daten runterkopieren.

Ich bin dann auf ein 2 Bay NAS umgestiegen, da im Forum die Vermutung aufgekommen ist, dass das NAS die Ursache war (angeblich hatte diese Type Probleme mit Bay 3 und 4), und auch weil ich die 4 Steckplätze nicht mehr brauche.

Soweit so gut. Habe dann einen ganzen Tag Daten kopiert und bin heute damit fertig geworden. Alles lief problemlos, die betroffene Platte habe ich nicht ins neue NAS eingebaut sondern formatiert und als Backupplatte verwendet (zwar voll bespielt, jedoch nicht in einem PC eingebaut). Wie gesagt, alles problemlos, die Platte ist sicherlich 2-3 Tage gelaufen und hat keinen Ausfall gehabt.

Jetzt habe ich die Platte gerade nochmals angesteckt, weil ich noch was raufkopieren wollte und auf einmal habe ich den selben Fehler wie im NAS. Die Platte wird im Windows in der Datenträgerverwaltung (als dynamischer) Datenträger angezeigt, ist aber im Explorer nicht vorhanden. Im UFS Explorer aber wieder auffindbar und auch ganz normal lesbar, als wenn es kein Problem gibt.

Hatte jemand schon mal so ein Thema? Kann hier ein Hardwaredefekt vorliegen und warum ist die Platte ein dynamischer Datenträger (war sicher nicht so)?
 
Das NAS Platten unter Windows als dynamisch angezeigt werden, hatte ich auch schon.
Es liegt wohl teilw. am RAID vom NAS und den Partitionstabellen, die Windows dann nicht korrekt "verseht".

Da du die Platte aber komplett unter Win neu formatiert hast, wirds wohl eher Richtung Hardwaredefekt gehen.

Soweit ich weiß, ignoriert der UFS eine ganze Reihe von Fehlern und funktioniert gerade deswegen bei angeschlagenen Platten sehr gut.

Es gibt auch ein Tool, welches alle Sektoren der Festplatte testet und etwas aussagekräftiger ist als CDI, mir fällt aber nat. der Name gerade nicht ein ...

Gefunden: https://www.hdtune.com/
 
CDI sagt, Gesamtzustand "Gut", zeigt kein Problem an
Ergänzung ()

und ja, die Platte wurde formatiert und dann komplett neu befüllt. Ist jetzt bestimmt 2-3 Tage problemlois gelaufen und hatte einen Kopiermarathon hinter sich
 
Die SMART-Werte wären interessant. nicht Zusammenfassungen auf einen Begriff von CDI
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: CyrionX und JumpingCat
Ich liebe so nebulöse Threads bei denen außer "es ist eine Festplatte" und "es war ein QNap 4-Bay NAS" und "jetzt ist es ein 2-Bay NAS" KEINERLEI Angaben gemacht werden.

WELCHE Platte und WELCHE NAS-Geräte sind da nun im Einsatz (gewesen).
Das von Dir beschriebene Verhalten konnte ich in >12 Jahren (erstes NAS TS-509 Pro und noch im Einsatz) bis jetzt nie und zu keiner Zeit feststellen, also bitte Butter bei die Fische und mehr Info.

Wenn die HDD rumzickte und nun wieder rumzickt wäre ggf. ein Tool des Herstellers eine Möglichkeit.
Bei Seagate waren es mal die Seatools oder WD Data LifeGuard, keine Ahnung wie die derzeit heißen, also damit mit mal prüfen.

Es gibt sogar immer noch was. :D
https://www.computerbase.de/downloads/systemtools/festplatten/seagate-seatools/
https://www.computerbase.de/downloads/systemtools/festplatten/western-digital-kitfox/ ehemals WinDLG
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: mchawk777, JumpingCat und Looniversity
1753764852489.png


Hier die SMART Daten.
Ergänzung ()

Zusätzlich nich die Info über die Hardware:

Platte: WD40EFZX-68AWUN0, 4TB, ca. 3 Jahre alt
NAS: QNAP NAS TS-431P, schätze ca. 6 Jahre alt

Das neue NAS ist ein TS-233
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Looniversity
Witzigerweise hatte ich bei meinem Synology DS214 gestern genau den selben Fehler. Habe dann die Daten gesichert und die Platte Low level formatiert. Dann nochmal einen Sektoren-Test gemacht und SMART Werte gechecked - alles ok. Ich vermute, dass bei RAID der Unique Identifier für die Partition in bestimmten Fällen korrumpiert wird. Die Platte ist dann noch auslesbar, aber nicht mehr im RAID Verbund. Bei mir war der selbe Fehler vor ca. 1.5 Jahren bereits aufgetreten. Backups sind daher Pflicht.
 
@ Sven69: und das LowLevel formatieren hat dann den gewünschten Erfolg gebracht, sprich die Platte hat wieder einwandfrei funktioniert?

Die Platte war bei mir nicht im RAID Verbund sondern als (eine von zwei) Einzelplatten im NAS, nicht gespiegelt. Und ich habe sie (schnell)formatiert um sie überhaupt unter Windows verwenden zu können. Kann es sein, dass das nicht reicht und irgendwelche Daten aus dem NAS auf der Platte bleiben die zu diesem Ergebnis führen?
 
also LowLevel Formatierung?

Weil warum sollte es im NAS und unter Windows das selbe Problem geben, wenn nicht vom NAS noch "Rückstände" auf der Platte verblieben sind nach der Schnellformatierung?
 
Schnellformatierung entfernt nichts ausser ein paar Infos das mal etwas auf der Platte war. Die vollständige Formatierung überschreibt jeden Sektor. An fehlerhaften Sektoren stören sich NAS und Windows.

Womit willst Du eine Low Level Formatierung machen? @eltoro78

Abgesehen davon hatte ich mal eine WD Red Plus die sich auch so verhielt wie Deine. Erst aus dem RAID1 ausgesondert vom NAS, dann hat auch Windows gemeckert. Am Ende von jetzt auf gleich tot.

Ich persönlich würde der HDD keine Daten mehr anvertrauen.

Ist das Ding rein zufällig noch Garantie?
 
eltoro78 schrieb:
also LowLevel Formatierung?

Womit?

Ein "Low-Level-Format" im ursprünglichen Sinne, also das physische Anlegen von Spuren und Sektoren auf der Festplatte, war hauptsächlich in den 1980er Jahren und frühen 1990er Jahren für den Endnutzer möglich und oft notwendig.
Damals waren Festplatten (insbesondere MFM- und RLL-Laufwerke) in der Regel "dumm" und benötigten eine externe Steuerung (oft über das BIOS), um diese grundlegende Struktur auf ihren Magnetplatten zu erstellen. Manchmal musste dies sogar durchgeführt werden, wenn man die Festplatte an einen anderen Controller anschloss.
Mit dem Aufkommen von IDE-Festplatten (Integrated Drive Electronics) und späteren Schnittstellen wie SCSI, SATA und SAS änderte sich das grundlegend. Ab etwa Mitte der 1990er Jahre werden Festplatten bereits im Werk vom Hersteller auf niedriger Ebene formatiert und mit einem integrierten Controller ausgeliefert, der diese physische Struktur verwaltet. Für den Endnutzer ist es seitdem nicht mehr möglich (und auch nicht nötig), ein echtes Low-Level-Format durchzuführen
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: nutrix, TorenAltair und col
Mir brauchst Du das nicht erklären. @JumpingCat 😎
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: JumpingCat
Aber was wäre dann der Ansatz? Die Platte wurde komplett getestet, und als fehlerfrei befundet. Irgendwas muss aber nicht in Ordnung sein. Oder einfach entsorgen und die Zeit sparen?

Und Garantie ist im April ausgelaufen
 
Ich würde mal einen kompletten Oberflächentest mit z.B. Victoria machen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die SMART-Werte nicht jeden Fehler aufzeigen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BFF
@TorenAltair: Hier die Scanergebnisse von Victoria (kompletter Scan über 8 Stunden)


Hast du noch irgendwelche Ideen?
 

Anhänge

  • Victoria Scandergebnis.jpg
    Victoria Scandergebnis.jpg
    106,8 KB · Aufrufe: 83
Zurück
Oben