Heimnetz: Powerline durch Kabel ersetzen

sunnix121

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Hallo Zusammen,
momentan läuft bei einem bekannten im Heimnetzwerk anteilig eine Powerline-Lösung; diese leistet nicht genug und soll nun ersetzt werden.
Bei dem im unteren Bild PC0 benannten Tower und Laptop kommen ~97% des vertraglich vereinbarten an. Soweit so gut. Beim PC1 allerdings leider eher ~30%. Die PCs stehen in benachbarten Räumen und beide sind etwa gleich weit entfernt vom Router. Auf Powerline leistet also nicht genug.
Daher soll nun eine rein LAN-Kabel Lösung her. Kabelkanäle oder anderes sind leider nicht verfügbar, daher läuft es auf Löcher hinaus.
Unten habe ich mal einen schnell zusammengeschmissenen PacketTracer Screenshot angefügt.




1630161103626.png

Grober Plan ist es, einfach ein senkrechtes Loch vom Raum 0 zum Raum 1 zu bohren, Cat.6a vom LAN Port der Fritzbox 7590 aus an der Wand entlang bis durch das Boden-/ Deckenloch zu legen.
Oberhalb des Loches in Raum1 soll eine einfache unmanaged Switch hin, die das andere Kabelende vom Router ausgehend in Port 0 bekommt.
Von dort 2 bereits vorhandene, momentan mit dem Powerline-Receiver verbundene Kupferkabel in Port 1 und 2 der Switch.
Horizontales Bohren durch Holzwand von Raum1 zu Raum2 und Anschließendes Kabel und auch PC1 und Switch sind verbunden.




An sich kenne ich mich zwar mit Netzwerkhardware aus, bin da aber eher im Enterprise Bereich unterwegs.
Habe ich nun auf Grund der geringen Komplexität etwas übersehen oder sollte das so reichen? Ich muss ja leider zugeben, dass ich im SOHO-Bereich dazu neige, die offensichtlichsten Dinge zu übersehen.


Danke für einen schnellen Blick

MfG
 
Im Prinzip reicht das. Dennoch empfehle ich, die durch die Wand bzw. Decke verlaufenden Kabel nicht direkt an Geräte anzuschließen sondern Netzwerkdosen zu verwenden.
 
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dvor schrieb:
Im Prinzip reicht das. Dennoch empfehle ich, die durch die Wand bzw. Decke verlaufenden Kabel nicht direkt an Geräte anzuschließen sondern Netzwerkdosen zu verwenden.
Okay dann sind wir da einer Meinung.
Ja Netzwerkdosen wären Nett, aber das soll nur ein paar Jahre halten. Dann sind allgemeine Renovierungsarbeiten geplant, dabei sollen dann auch Leerrohre+ Netzwerkkabel, Dosen kommen.
Soll also nur eine Übergangslösung sein.

Danke aber trotzdem.
 
Ja soweit, so gut. Du schreibst immer von Kupferkabel Bestand. Ist das Patchkabel oder Verlegekabel?
Vom Router bis Raum1 würde man ja Verlegekabel und Dosen verwenden wollen. Also unten beim Router Dose setzen, notfalls mit Auf-Putz-Rahmen und Cat Dose rein. Oben beim Switch das gleiche Spiel.
Das Kabel vom Switch zu PC1 Raum2 must Du sehen, ob es einfacher ist dort ein langes Patchkabel zu nehmen oder auch Verlegekabel und Dosen auf jeder Seite. Patchkabel durch gebohrte Löcher zu bekommen, brauch schon etwas trickserei. Zuerstmal braucht man 17mm Bohrer, dann den RJ45 Stecker mit Isolierband umwickeln und durchstecken. Dann das Isolierband wieder abwickeln.
Wenn Du nun Dosen setzen willst, dann nimm Auf-Putz-Rahmen und Dosen dort rein. Dann kann man die Dosen später nach Renovierung verwenden.
 
hildefeuer schrieb:
Kupferkabel Bestand
Netzwerkkabelbestand ist alles Patchkabel und das auch nur zwischen Powerline Receiver und Geräten- im ganzen Haus gibt es allerhöchstens 20 Meter Netzwerkkabel. Das Haus ist aus einer Ära, in der es noch nicht abzusehen war, das nur Stromkabel nicht reichen würden.

Danke auf jeden Fall für den Input bezüglich der genauen Vorgangsweise "Patchkabel durch Bohrloch bekommen". Ich komme aus dem theoretisch Bereich und muss sagen, dass ich mir darüber gar keine genauen Gedanken gemacht habe. Das hätten wir dann vor Ort improvisiert ;)
(Nein, keine Angst, auf Stromkabel haben wir schon geprüft)

Von Verlegekabeln und Dosen will er aber erstmal trotzdem abstand halten, da es sich um einen wirklich begrenzten Zeitraum handelt und danach größere strukturelle Änderungen anstehen.

Der Bekannte befindet sich sowohl hinsichtlich Familie als auch Renovierung in Planung. Da kann das eine das andere schonmal noch grob ändern ;)
Es geht hier nur darum übergangsweise arbeitsfähig(er) zu sein.
Nachdem dort Renoviert wird und Kind(er) einziehen, wird es eh noch mehrere Jahre dauern, bis in jetzt betroffenen Räumen der Internetanschluss überhaupt ein Thema ist.
 
Ich würde das Telefonkabel (Hausanschluss) bis in den Raum1 verlängern. Anstelle des Switch ebendort den Router hinplatzieren. Da dieser ja 4 Anschlussports hat und du nur 3 weitere Anschlusserfordernisse hast, wäre ein Switch daher eigentlich unnötig. An den Bohrungen ändert sich dabei ebenfalls nichts.

- Nicht Verlegekabel zu verwenden tut halt soooo sehr weh.
 
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Genau die Lösunng von Ost-Ösi ist der Königsweg. Vorausgesetzt dort wo der Router derzeit steht, wird kein LAN und WLAN gebraucht.
 
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Ost-Ösi schrieb:
- Nicht Verlegekabel zu verwenden tut halt soooo sehr weh.
Zumal ja dann die Kabel in ganzer Länge in ein paar Jahren nochmal neu gekauft werden müssen. Doppelte Kosten. Halte ich weder für sinnvoll noch für hier empfehlenswert.
 
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Als Übergangslösung bis zur Verkabelung würde ich an die Stelle des geplanten Switches einen FritzRepeater 2400 oder 3000 setzen, Holzwände haben eine relativ geringe Dämpfung.
 
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Ost-Ösi schrieb:
Ich würde das Telefonkabel (Hausanschluss) bis in den Raum1 verlängern. Anstelle des Switch ebendort den Router hinplatzieren. Da dieser ja 4 Anschlussports hat und du nur 3 weitere Anschlusserfordernisse hast, wäre ein Switch daher eigentlich unnötig. An den Bohrungen ändert sich dabei ebenfalls nichts.
Sehr Interessante Idee.

Tatsächlich wäre das wohl die beste Übergangslösung...da aber an dieser Fritzbox auch das Telefon und Internet der Eltern (im Nachbarhaus) hängen, diese Kabel dann auch wieder verlängert werden müssten steht/hängt die Fritzbox in Raum0 wohl bereits am besten.

Dr. McCoy schrieb:
Zumal ja dann die Kalbe in ganzer Länge in ein paar Jahren nochmal neu gekauft werden müssen. Doppelte Kosten. Halte ich weder für sinnvoll noch für hier empfehlenswert.
Es geht nur um 10m (2x5m)an neuen Kabeln. Ohne Versand plant er dafür 8€ auszugeben.


Binalog schrieb:
Als Übergangslösung bis zur Verkabelung würde ich an die Stelle des geplanten Switches einen FritzRepeater 2400 oder 3000 setzen, Holzwände haben eine relativ geringe Dämpfung.
Der fritzrepeater kostet neu um die 70€, die geplante Switch 8,96€ auf Mindfactory. Ich fürchte davon kann ich ihn nicht überzeugen.



Danke an all eure Vorschläge, der bekannte ist allerdings etwas "spezielle". Die Planung ist mit seiner "Hilfe" entstanden und darauf ist er auch super stolz.
Auf so grundlegende Veränderungen wie Telefonkabel verlängern und Router neupositionen lässt er sich vermutlich nur ungerne ein. Wie gesagt, sehr speziell.
Ich kann diese "Krüppel-Lösung" für die kurze Zeit mit meinem gewissen vereinbaren.
 
sunnix121 schrieb:
(...)Der fritzrepeater kostet neu um die 70€, die geplante Switch 8,96€ auf Mindfactory. Ich fürchte davon kann ich ihn nicht überzeugen.(...)
Kabel/Dose braucht man auch noch und die Zeit für die Verlegung/Montage kommt dazu.

Ich frage mich sowieso weshalb Powerline zum Einsatz kam (welche Geräte eigentlich?), die FB7590 sollte bei der Bausubstanz mit WLAN eigentlich alles ausleuchten.

Aber jeder wie er will.
 
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