Heimnetzwerk, Anschluss im erdfeuchten Keller?

H1ldegunst

Commander Pro
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Hallo Community,
ich habe eine Frage, bei der ich selbst nicht weiter komme.

Wir lassen gerade in unserem Haus Netzwerkkabel verlegen. Grob gesagt bekommt jeder Wohnraum 1-2 Netzwerkdosen. Die Kabel werden alle im Keller enden, dort soll dann ein Switch o. ä. sowie die Fritzbox 5530 Fiber stehen bzw. an der Wand hängen.

Nun ist die Frage, welchen Kellerraum wir dafür nehmen. Ideal wäre direkt nebem dem Sicherungkasten im erdfeuchten Keller. Hier ist einfach am meisten Platz.
Ist das aus eurer Sicht problemlos möglich? Oder spricht da die hohe Luftfeuchte dagegen?
Der Elektriker sieht da keine Probleme, aber ich hole mir gerne eine zweite Meinung ein.

Geplant ist mittelfristig auch ein NAS zu nutzen. Das hätte ich aus Lautstärkegründen auch gerne im Keller. Ändert das etwas?

Danke für eure Hilfe :)
 
Humptidumpti schrieb:
Wenn der Sicherungskasten im "Erdfeuchten" Keller überlebt tut es auch ein Switch oder Modem/Router.
Das ist so leider nur bedingt richtig. Gerade beim Sicherungskasten sind ja doch 230V auf den Leitungen. Die sorgen beim kleinsten Kriechstrom schnell, dass die Feuchtigkeit wieder verschwindet. Außerdem kann der Sicherungskasten durchaus im Keller an einer geeigneten Stelle sein und der Netzwerkschrank 2m weiter dann an einer ungeeigneten. Das kann man immer nur schwer sagen.

Ich bilde mir ein, durchaus ein wenig Erfahrungen zu haben, mit feuchten Kellern. Gerade wenn man in größeren Städten unterwegs ist, gibt es im Stadtkern viele Altbauten. Problematisch ist da auch gar nicht die aktive Technik, denn die wird in der Regel warm, was die Feuchtigkeit relativ gut davon weghält. Problematisch ist vor allem die passive Technik, d. h. Netzwerkkabel und Patchpanel und teilweise auch die Kabel an sich.

Ich kenne da genug Häuser wo der Sicherungskasten zusammen mit dem Kupfer-APL im selben Raum ist und der Sicherungskasten ohne Probleme überlebt, während der APL jedes halbe Jahr absäuft.


Ich würde es daher vermeiden, in einem solchen Raum Netzwerktechnik zu montieren, solange das möglich ist. Falls nicht, möglichst viel Abstand zur feuchten Wand gewinnen, z. B. durch Montieren auf einer großen Styroporplatte. Dazu ein geschlossenes feuchtigkeitsdichtes Gehäuse, welches tunlichst nicht offen stehen gelassen wird. Dadurch staut sich die Hitze durch die aktive Technik, was die Feuchtigkeit von der passiven Technik auch abhält. Natürlich im Sommer die Temperaturen etwas im Blick halten.

Bei irgendwelchen Bestellungen bekommt man immer wieder mal so kleine Beutelchen Trockenmittel mit. Die in das Rack werfen und ggf. ab und an mal tauschen. Die können etwas die Restfeuchtigkeit aus der Luft ziehen. Natürlich helfen sie nicht, wenn irgendwo ein Loch ist, wo Feuchtigkeit rein kommt.
 
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