Heimnetzwerk richtig erden / Potentialausgleich

Es gibt Schraubanschlüsse, die für Litzen tauglich sind und welche, die nur für massive Leiter oder eben mit Aderendhülsen versehene taugen.
Wenn es z.B. nur eine einzelne Schraube ist, dann bohrt die sich in die Litze, da gibt auf die Dauer nach und verschlechtert die Verbindung. Drückt die Schraube allerdings auf eine Art Blech, das dann den Leiter vollflächig kontaktiert, kann man auch Litzen damit festschrauben.

Die Flachsteckhülse wird wie schon gesagt direkt auf das abisolierte Ende des flexiblen Leitung gecrimpt, da kommt nicht noch erst eine Aderendhülse drauf.
 
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ShiftC schrieb:
Stell dir einen Netzwerkschrank vor, in dem auch Netzwerkgeräte der Schutzklasse 1 verbaut sind. Die haben metallische Gehäuse, werden bspw. über Kaltgerätestecker versorgt.
Genau, aber diese Kaltgerätestecker hat ja auch einen Schutzleiter, und sofern das Gerät jetzt nicht unsachgemäß geöffnet wird, sollte es doch "in sich" schon gegen Isolationsfehler geschützt sein.

Theoretisch können natürlich Netzzuleitungen eingeklemmt oder aufgescheuert werden, was sowohl dazu führen kann dass die Zuleitung den Schrank selber unter Spannung setzt (aufgescheuerter L-Leiter berührt Metallteile des Schrankes) oder der Schutzleiter einer Zuleitung wird unterbrochen.

In einem großen Schrank mit vielen Geräten sehe ich natürlich schon, dass die zusätzliche Absicherung Sinn machen kann.

Aber im 10 Zoll Miniwandschrank sehe ich das als eine sehr theoretische Möglichkeit.

In diesem Zusammenhang: Ich habe in PC Gehäusen auch noch nie einen Erdungsanschluss gesehen. Das Gehäuse wird ja mehr oder weniger niederohmig (je nach Dicke des Gehäuselackes...) mit dem - üblicherweise Schutzklasse I - Netzteil verschraubt. Also auch nicht viel anders wie ein Switch im Rack.

Kreacher schrieb:
Ursprünglich gab es gar kein Patchpanel, da war das CAT-7-Verlegekabel einfach nur von Enddose (LSA) zu Enddose (LSA).
Das ist in Mietwohnungen eine sehr übliche Methode, finde ich, unabhängig vom Thema Erdung, immer eine unsägliche Billiglösung. Die allseits beliebten "Multimediaverteiler" sind auch nicht viel besser, und meistens auch nicht geerdet.

Viele Desktop Switche und auch Router mit integriertem Switch haben ja auch geschirmte Netzwerkbuchsen, deren Schirm miteinander verbunden ist. D.h. spätestens hier wird dann eine "zufällige" Ausgleichschiene geschaffen, die aber quasi "in der Luft" hängt. Wenn es irgendwo Potentialunterschiede gibt (am andern Ende des Kabels hängt ja beispielsweise eine PC mit Schutzklasse I Netzteil und darüber eventuell geerdeten Gehäuse), dann werden die hier irgendwie zwischen allen angeschlossenen Geräten verteilt.



Mein Patchpanel ist auch nicht geerdet, ich habe mich damit beholfen, dass bei mir alle Patchkabel (also vom Patchfeld zum Switch aber auch vom Endgerät zur Dose) ungeschirmt sind. Damit habe ich zumindest verhindert, dass irgendwelche undefinierten Ausgleichströme entstehen.

Kreacher schrieb:
oder sind die Fallzahlen solcher Spannungsverschleppungen tatsächlich sehr viel höher und ich hatte in all den Jahren einfach immer nur Glück, dass ich nie was bemerkt habe?

Ich habe jedenfalls schon erlebt, dass es leicht kribbelt, wenn man z.B. eine PC Gehäuse gleichzeitig mit der Abschirmung eines noch nicht eingesteckten Netzwerkkabels berührt (z.B. man beugt sich runter, stützt sich mit einer Hand am PC Gehäuse ab und hat den Netzwerkstecker in der anderen Hand).

Ich vermute das entsteht durch leicht unterschiedliche Erdpotenziale in den verschiedenen Teilen der Gebäudeverkabelung.
 
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