Herstellerstreuung für RAID 1

EoptimizeR

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Ich möchte mir demnächst 2 Festplatten für RAID 1 kaufen, vermutlich 3 TB Modelle. In der c´t habe ich letztens gelesen das man für ein RAID am besten verschiedene Hersteller nimmt um zu verhindern das Fehler in Festplattenserien zum kpl. Ausfall des RAIDs führen können.
Da ich aber nicht weiss ob ich dabei bestimmte Dinge beachten muss, bitte ich um diesbezügliche Ratschläge.

Ich habe favorisiere momentan diese beiden Modelle

http://www.mindfactory.de/product_info.php/3000GB-Seagate-Desktop-HDD-ST3000DM001-64MB-3-5Zoll--8-9cm--SATA-6Gb-s_778947.html

http://www.mindfactory.de/product_info.php/3000GB-WD-Green-WD30EZRX-64MB-3-5Zoll--8-9cm--SATA-6Gb-s_730686.html

Was haltet ihr davon ? Oder sollte ich lieber wie ich vorher eigentlich wollte 2x die Seagate nehmen ? Geschwindigkeitsunterschiede sind mir übrigens egal, solange sich das nicht negativ auf die Haltbarkeit auswirken kann. Die Festplatten werden NICHT im Dauerbetrieb laufen.


Danke im voraus
 
Grundsätzlich ersteinmal: Wo sollen die Platten rein bzw. an welchen Controller? Unterstützt dieser Platten > 2TB? (UEFI)
Ich würde zwei baugleiche nehmen und je nach dem wo sie rein sollen und was gewünscht ist aussuchen:

für 24/7-Betrieb in HTPC, NAS, HomeServer: 5400 U/min, so stromsparend wie möglich
für "Ausfallsicherheit"+Performance in Desktop/Workstation: 7200 U/min

Grundsätzlich sind die Raid-Editions eine Überlegung wert, da diese meist längere Garantiezeiten aufweisen

verhindern das Fehler in Festplattenserien zum kpl. Ausfall des RAIDs führen können

Mag ein Argument sein, aber ich find identische Zugriffszeiten, Cache, Lese/Schreibgeschwindigkeit für das RAID wichtiger denn: Raid ersetzt kein Backup!
 
Zuletzt bearbeitet:
das kann in der Tat vorkommen.
mir sind vor paar Monaten von nem 3er Raid 5 2 Seagates SV35 gleichzeitig ausgestiegen. war nicht so spaßig. und das soll nun angeblich ne besonders zuverlässige Seagate Serie sein :D
 
Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Platten gleichzeitig ausfallen ist ~=0 und beim Erdbeben oä. hilft es auch nichts wenn diese von zwe Herstellern stammen - Ein RAID ist für Datenverfügbarkeit, für Sicherheit ist eine Sicherung ( oder mehrere ).
 
Eine WD Green ist für ein Hardware-RAID nicht geeignet, weil die Firmware absichtlich Beschränkungen eingebaut hat und weil sie nach wenigen Sekunden die Köpfe parkt und dieses Geräusch nervt. Green Platten sind eigentlich nur für externe Gehäuse als Backuplösung vorgesehen.

Die Haltbarkeit der Seagate ist sehr schlecht.

Vorschlag:
2 mal "Toshiba DT01ACA300"
http://geizhals.at/de/toshiba-dt01aca-3tb-dt01aca300-a833757.html

Zusätzlich brauchst du noch eine externe 3TB Platte für den Backup, denn ein RAID ersetzt kein Backup.

Was ist überhaupt der genaue Einsatzzweck?
Normalerweise benötigt man nämlich als Privatperson kein RAID.
 
ST3000DM001, nur mit entsprechend guter Kühlung, da die ansonsten schnell abrauchen. Ansonsten haben die eine große Streuung, manche laufen bis zum geht nicht mehr und andere sind schon nach paar Stunden im Eimer. Meine 2 privaten HDDs liefen ohne Probleme, aber auf der Arbeit sind sehr sehr viele abgeraucht.

Die DT01ACA300 sind gute, stabile Platten, die wenig bis gar nicht kaputt gehen. Meine 4 privaten laufen noch wie am ersten Tag...
 
Vergiss das RAID 1 und kauf Dir lieber eine externe USB Platte für die Backups. Ein RAID 1 schützt nur vor einem HW Ausfall, nicht vor den zahlreichen anderen Risiken, denen die Daten ausgesetzt sind und erhöht damit nur die Verfügbarkeit aber kaum die Sicherheit. Wenn Du Dir einen Verschlüsselungsvirus einfängst, die Daten versehentlich löscht, etwa weil Du die falsche Platte formatiert hast, etc. dann hilft das RAID 1 gar nichts!
 
Hm, offensichtlich hat die Qualität von Seagate nachgelassen, ich habe bisher nur zweimal (Samsung und IBM Deathstar) von anderen Herstellern gekauft und bisher ging nur die Deathstar kaputt, selbst meine alte 120er Seagate läuft noch obwohl sie schon 10 Jahre oder so alt ist, etwa 25k Betriebsstunden auf der Uhr hat und ich bis vor wenigen Tagen noch den Windows-Enegiesparmodus benutzt habe (Festplatten ausschalten).
 
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Die Qualität hat seit den 750GB HDDs bei Seagate abgenommen. Die 1,5TB waren dann besonders schlimm - werden schweine heiß ohne gute Kühlung...
 
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Holt schrieb:
Die Zahlen sagen was anderes: Wie man sieht, es hängt immer sehr vom Modell ab, mehr als vom Hersteller. Außerdem schwankt es immer sehr, welcher Hersteller vorne ist. In der vorherigen Ausgabe der Statistik lag Toshiba mit 1.15% ganz vorne und nun sind sie mit 1.54% letzter.

Laut Cloud-Betreiber "Backblaze" fallen Seagate-Platten am häufigsten aus und Hitachis sind die Zuverlässigsten:
http://blog.backblaze.com/2014/01/21/what-hard-drive-should-i-buy/

Da Toshiba die 3,5 Zoll Sparte von Hitachi GST übernommen hat ist die Qualität ebenfalls sehr gut.
 
Bolko schrieb:
Laut Cloud-Betreiber "Backblaze" fallen Seagate-Platten am häufigsten aus und Hitachis sind die Zuverlässigsten:
http://blog.backblaze.com/2014/01/21/what-hard-drive-should-i-buy/

Da Toshiba die 3,5 Zoll Sparte von Hitachi GST übernommen hat ist die Qualität ebenfalls sehr gut.

Die Daten von Backblaze sind aber denke ich mal mit Vorsicht zu betrachten, weil die Einsatzweise nicht meiner entspricht. Soweit ich mich erinnere hat backblaze die Platten im Dauerbetrieb laufen lassen und besonders viel geschrieben, also eigentlich genau das Gegenteil von dem was der Hersteller dafür gedacht hat.
 
EoptimizeR schrieb:
Die Daten von Backblaze sind aber denke ich mal mit Vorsicht zu betrachten, weil die Einsatzweise nicht meiner entspricht. Soweit ich mich erinnere hat backblaze die Platten im Dauerbetrieb laufen lassen und besonders viel geschrieben, also eigentlich genau das Gegenteil von dem was der Hersteller dafür gedacht hat.
Genau so ist es, denn Backblaze verwendet Consumer Platten für Enterprise Storage und damit nicht so, wie es normale Anwender machen. Das ist also wenig repräsentativ, wenn man es nicht auch selbst so macht. Die Tatsache das Backblaze nun auch mit der WD Red eine NAS Platte mit 24x7 Zulassung (wobei zwischen Dauerbetrieb und Dauerbelastung zu unterscheiden ist, für letzteres sind die Red nicht ausgelegt) und RAID Freigaben (wenigstens bis 5 Platten) setzt, zeigt aber schon wie ungeeignet die normalen Consumer Platten für solche Vorhaben sind und das man dies offenbar erkannt hat. Immerhin schreiben die ja selbst, dass die Fehlerrate nach 3 Jahren massiv ansteigt. Echte SAS / FC Enterprise Platten halten viel, viel länger und das sogar bei echter Dauerbelastung, kosten aber natürlich ungleich mehr, viel mehr auch als die Leight-Enterprise Platten mit SATA Interface wie z.B. die UltraStar.
 
EoptimizeR schrieb:
In der c´t habe ich letztens gelesen das man für ein RAID am besten verschiedene Hersteller nimmt um zu verhindern das Fehler in Festplattenserien zum kpl. Ausfall des RAIDs führen können.

Solche Fehler (a la Deathstar) gibt es zum Glück nur sehr selten, und wenn du eine Festplatte nimmst die nicht erst seit gestern auf dem Markt ist, hast du das eigentlich nicht zu befürchten. Aber allgemein ist das einer der Fälle für den man eben ein Backup hat.

Bolko schrieb:
Laut Cloud-Betreiber "Backblaze" fallen Seagate-Platten am häufigsten aus und Hitachis sind die Zuverlässigsten

WD Green werden dort auch nicht gerade positiv bewertet, dabei habe ich praktisch ausschließlich WD Greens im Einsatz und noch keine einzige ist gestorben. Ich habe wdidle benutzt, obs was nutzt...

species_0001 schrieb:
mir sind vor paar Monaten von nem 3er Raid 5 2 Seagates SV35 gleichzeitig ausgestiegen

Mein Beileid :(

Im normalen Betrieb werden sehr große Bereiche einer Platte so gut wie nie gelesen; trotzdem können sich dort defekte Sektoren entwickeln, die dementsprechend dann nie auffallen - bis die andere Platte stirbt, das RAID syncen will und dann die erste Platte auf den defekten Sektor knallt. Das wirkt dann so als seien zwei Platten gleichzeitig ausgefallen, auch wenn das bei der einen Platte dann einfach ein monatelang unbemerkter uralter Schaden war.

Darum sollte man regelmäßig die Platten durchtesten (vollständiger Lesetest) damit es beim Resync nicht zu solchen Überraschungen kommt. Dadurch verringert man das Risiko eines "gleichzeitigen" Ausfalls enorm. Kann natürlich trotzdem passieren, kommt aber zum Glück wirklich nur sehr selten vor, und dafür hat man dann das Backup.
 
Rumo schrieb:
Darum sollte man regelmäßig die Platten durchtesten
Nein, deswegen muss man auch von den Daten auf einem RAID immer ein Backup haben, wenn man sie nicht verlieren will. Deswegen steht ja nicht umsonst immer wieder hier: Ein RAID ersetzt kein Backup!
 
Rumo schrieb:
Im normalen Betrieb werden sehr große Bereiche einer Platte so gut wie nie gelesen; trotzdem können sich dort defekte Sektoren entwickeln, die dementsprechend dann nie auffallen - bis die andere Platte stirbt, das RAID syncen will und dann die erste Platte auf den defekten Sektor knallt. Das wirkt dann so als seien zwei Platten gleichzeitig ausgefallen, auch wenn das bei der einen Platte dann einfach ein monatelang unbemerkter uralter Schaden war.

Darum sollte man regelmäßig die Platten durchtesten (vollständiger Lesetest) damit es beim Resync nicht zu solchen Überraschungen kommt. Dadurch verringert man das Risiko eines "gleichzeitigen" Ausfalls enorm.

Festplatten lesen selber hin und wieder zur Qualitätsüberwachung die Sektoren aus.
Western Digital nennt diese Funktion "Pre-emptive Wear Leveling".
 
Das mit dem Backup hab ich ja eh auch geschrieben. Aber auch mit Backup ist ein RAID-Ausfall einfach nervig. Und wenn man seine Platten nicht überwacht, passiert eben genau das: die erste Platte geht unbemerkt kaputt, bei der zweiten ist es dann zu spät...

@Bolko: Habe ich noch nie gehört, und eine Google Suche bezieht das erstmal nur auf WD-AV-Laufwerke... sowas habe ich nicht ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Neben der AV hat es auch noch die VelociRaptor, die Red oder auch Black haben es aber nicht.
 
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