@4badd0n
Niedrige Ausgangsimpedanz kostet eben 50ct mehr, da ist auch ein teures Smartphone kein Garant für gute Ausgangsstufen. Wenn Du den Fiio kennst, ok! Ich hab nur kurz danach gegoogelt und nichts Technisches gefunden... wirklich nur kurz
Zur Mehr-Wege-Technik:
Ich weiß, dass es Viele nicht wahrhaben wollen (besonders Leser der Lachpresse wie Audio, Stereo usw...), aber wenn verschiedene Audiokomponenten gleiche Messwerte aufweisen, werden sie auch gleich klingen! Unsere Ohren sind da leider denkbar schlechte Messgeräte und leicht zu manipulieren, wenn man weiß wie.
Bei Ohrhörern ist es nun nicht besonders schwer, einen ausgewogenen Frequenzgang zu realisieren, der vom Bass bis in die höchsten Höhen hinausgeht, weil der Treiber so klein ist und Bündelung keine Rolle spielt. Wenn also ein Hersteller sich die Mühe machen würde, für seinen Breitband-Ohrhörer den gleichen Frequenzgang zu realisieren wie für sein 3-Wege Topmodell, würdest Du erst mal keinen Unterschied hören können (die beiden müssten natürlich auf dieselbe Lautstärke eingepegelt werden, weil sonst immer der Hörer mit der höheren Empfindlichkeit gewinnen würde).
Bei steigender Lautstärke wird der Breitbänder aber früher verzerren und ab diesem Pegel klingt dann tatsächlich der 3-Wege Hörer prinzipiell besser.
Bei Lautsprechern sieht die Sache komplett anders aus, weil hier 1. die Membranen sehr groß sind und 2. ein dreidimensionaler Raum beschallt wird.
Punkt 1 führt dazu, dass es unmöglich ist, einen Treiber zu entwickeln, der vom tiefsten Bass bis zu den höchsten Höhen sauber spielt; entweder die Membran ist zu groß/schwer, dann wird sie im Hochtonbereich Probleme machen, oder sie ist zu klein/leicht, dann zieht das den Bass in Mitleidenschaft... Ich will aber nicht verschweigen, dass es durchaus recht gute Kompromisse gibt, aber einem sauber konstruierten 3-Wege System werden sie messtechnisch immer unterlegen sein.
Punkt 2 führt nun dazu, dass ein Breitbandsystem selbst dann anders klingen wird als ein Mehrwegesystem, wenn die Frequenzgänge deckungsgleich sind, denn ein großes Chassis bündelt Hoch- und Mitteltonschall stärker als ein kleines und somit verteilt z.B. ein kleiner Hochtöner mehr Hochtonenergie im Raum als als ein relativ großer Breitbänder, was dann über die Reflexionen im Raum irgendwann das Ohr erreicht und die ganze Geschichte "aufhellt"