Zweipunktnull
Commander
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McDaniel-77 schrieb:Eines muss man aber bemängeln. HL2 und die Episoden sind strickt linear. Das ist das einzige Manko.
Dazu muss ich dann doch mal was sagen.
Ich finde es sehr dumm, dass die letzten Jahre linear pauschal gleich schlecht und nicht linear pauschal gleich gut gesetzt wird ohne sich größer Gedanken darüber zu machen, was das überhaupt bedeutet.
Vorneweg meine "provokante" These: Ein guter Ego-Shooter muss zwangsläufig linear sein. Warum?
Nun, es hängt alles davon ab, wie man einen guten Ego-Shooter definiert. Für mich persönlich ist ein guter Ego-Shooter "Hollywood zum Mitmachen" - will heißen: Ein sich kontinuierlich steigerndes Spiel mit sehr viel geskripteten Szenen. Ultra-(Bewegungs-)Freiheit und ein Gameplay/Storytelling wie es Half-Life 2 hat schließen sich meiner Meinung nach aus. Half-Life 2 plus die Episoden - DAS ist für mich "Hollywood zum Mitmachen". Und somit ist der Punkt "Linearität/viele geskriptet Szenen", der für einige ein Kritikpunkt ist, für mich ein riesengroßer Pluspunkt.
Ihr müsst bedenken, welche "Nebeneffekte" bringt den eine große Freiheit mit? Das Paradebeispiel hierfür ist wohl die GTA Serie. Nichts gegen GTA - ein grandioses Spiel! Aber schalten wir uns meistens GTA an, um nochmal die tolle Story durchzuspielen oder um einfach mal Choas zu machen?
Sicherlich haben beide Varianten ihre Daseinsberechtigung - Spielerische Freiheit und "Hollywood zum Mitmachen", keine Frage! Ich wollt halt nur mal so zum Nachdenken anregen, ob es denn wirklich richtig ist, einfach immer pauschal Linearität als schelcht zu werten oder ob nicht vielleicht doch in der Linearität ein gewaltiges Plus steckt.