Ich würde die Sache mla so betrachten:
1.) aus meiner persönlichen sicht gibt es sehr viele in der unterschicht die zumindest Konsolenspiele spielen. Woher das Geld dafür kommt weiß ich nicht, aber das ist so. Lange bevor ich mich mit Gameboy und co befasst habe hatten manche Mitschüler in der Grundschule, ca. 4. Klasse, bei denen der Weg auf die Hauptschule schon dann unausweichlich war schon mit Sega und co. viel Erfahrung, das war vor der Zeit als der PC zum Spielegerät wurde. Auch Fernsehen war in den "unteren Schichten" mehr verbreitet, vor allem mit mehr Kanälen, als bei den angehenden Gymnasiasten.
Mit dem Aufkommen des PC hat sich die Sache dann etwas gewandelt, durch die relativ aufwändige Bedienung eines Dos/Windows 3.11 Rechners (nix mit bunten Bildern zum anclicken) gerade im Spielebereich war das ein gefundenes Fressen für die angehenden Akademiker. Der hohe Anschaffungspreis spielt natürlich auch eine Rolle, ein durchschnittlicher PC hat mich mal 5000Mark gekostet, das war ein DX-5 100 mit 8MB RAM und meine erster PC. Der erste PC-Besitzer in meinem Freundeskreis hatte einen DX2-40...der hat später Informatik studiert...
Unter DOS musste man ja noch alles eingeben, befehle kennen, ständig mit Autoexec.bat und config.sys hantieren um noch genug Speicher in den 640kb Block freizumachen damit die Spiele laufen..das war ein Spaß...

Man kann also sagen dass eine hohe Lernbereitschaft und eine gewisse Intelligenz nötig war um PC zu spielen. Daher kommt wohl die hohe Zahl der gebildeten 14-29 jährigen Spieler da bei diesen ein nicht zu verachtender Anteil aus der "Gründerzeit" mit dabei ist.
Heutzutage sieht die Sache anders aus, da kann jeder ohne große Mühe einen Pc bedienen und sich irgendwas draufpacken. Es gibt natürlich immernoch Probleme, aber die sind ganz anderer Natur. Deshalb ist der Anteil bei den unter 14 Jährigen auch geringer nehme ich an.
2.) Ein Faktor ist bei der Statistik noch unberücksichtigt, nämlich die Herkunft. Bei uns hat Spielen am PC eine gewisse Tradition entwickelt, in der Türkei und in Russland, den Herkunfstländern vieler Hauptschüler (ist nicht ausländerfeindlich gemeint, ist einfach statistisch so...) ist das etwas anders, kombiniert mit der generell eher unterdurchschnittlichen Einkommenssituation ist zumindest der PC nicht die erste Wahl bei der Freizeitbeschäftigung. Aber auch das wandelt sich, Handys als Spieleplattform sind ein Dreh und Angelpunkt und die Konsolen liegen nicht weit dahinter denke ich.
So...jetzt muss ich mal aufhören, hab vergessen worauf ich hinaus wollte und außerdem hab ich jetzt hunger...
