News Hohe Bildung führt zu gesteigertem Spielekonsum

"So spiele beinahe jeder dritte Abiturient am PC während nur etwa 20 Prozent der Hauptschulabsolventen den Computer als Spieleplattform nutzten."

Wenn man hier mal genauer drüber nachdenkt merkt man, dass der Unterschied zwischen "beinahe jedem dritten" (also vielleicht 30%? oder noch weniger? Wie viele waren es tatsächlich?) und "20%" zumindest für meinen Geschmack gar nicht so groß ist, wie es im Titel der Meldung den Anschein macht...
 
Ich muss sagen, dass an dieser Umfrage durchaus etwas dran ist, denn wie viele schreiben ist die Bildung häufig von den Eltern abhängig. Wie sollen auch Leute aus der unteren Schicht sich ne Playstation oder einen Gamer PC kaufen können ? Dort findet man den größten Teil der Hauptschüler. Klar gibt es auch Leute die einfach viel zu faul sind und deswegen sich mit der Hauptschule rumplagen oder eben bessere Sachen zu tun haben als sich auf die Schule zu konzentrieren.

Klar gibt es auch Abiturienten aus der unteren Schicht, aber das ist selten! Denn Kinder schauen sich vieles bei den Eltern ab und wenn diese über ein geringes Bildungsniveau verfügen wie soll es später bei den Kindern anders sein, wenn diese nicht viel mehr tun für die Schule als erwartet....
 
Gebildete Killerspieler... da schau her... *hust*

Aber wie darf man das jetzt auffassen?
War man vorher der Meinung, das "nur dumme Menschen" spielen würden?
Unterhaltung 2ter Klassse quasi? oO

Ich freue mich schon, auf den Tag, wo eine Studie ans Licht fördert, das wir ja alle ganz normale Menschen sind...
Schade, das man für sowas auch erst noch Studien braucht.
 
interessant, wenn man dies nun der Beziehung zwischen Armut und Bildungsniveau gegenüberstellt ergibt das irgendwie Sinn ^^

Was is denn besser? Ein Abiturient der "Killerspiel" oder andere "bildungsdefizitfördernde" Spiele spielt, oder einer der sich ständig die Kante gibt, mit 11 schon das rauchen angefangen hat und nur mit seinen Kiffer und Schlägerkumpels rumhängt?

besser ist: ein Abiturient der "Killerspiele" spielt, sich ständig die Kante gibt, mit 11 schon das Rauchen angefangen hat und nur mit seinen Kiffer und Schlägerkumpels rumhängt! XD
 
Betrachtet man, die Einkommen der Familien von Jugendlichen die verschiedene Bildunsgeinrichtungen besuchen so kommt idR herraus, dass gut verdienende Akademikerfamilien ihren Nachwuchs zu großen Teilen ins Gymnasium stecken und später in die Uni. Eben jene Familien haben die Kohle aller 2Jahre nen neuen Zockerrechner und/oder ne dicke Konsole untern Weihnachtsbaum zu stellen.

Wohingegen der Anteil an HartzIV Kindern in Mittelschulen nen ganzen Zacken höher ist.

Das ist weniger Klischeé als Realität. Wer keine Kohle hat kann sich weder Hardware/Softeware leisten noch höhere Bildung. Wen wunderts also, dass so etwas zustande kommt. Das die Bildung dann wirklich höher ist sei dahingestellt. Bis zum Studium schaffen es auch die Dümmsten recht einfach und ohne großen Aufwand. An sich wären dazu auch nen großer Teil derer in der Lage die weniger qualifizierte Bildungswege beschreiten (dass die durch Freundeskreis und andere Faktoren dann leider doch nicht so weit kommen ist ne andere Geschichte)
 
Vielleicht sollten hier einige Mal bedenken, dass es definitiv nicht um Shooter und in erster Linie um Spiele geht, die hier im Forum gespielt und diskutiert werden.
Es wurde gefragt, wer digital spielt. Da gehört Solitär, Minesweeper, Browser-Spiele,... auch dazu (was bestimmt mehr Leute in D spielen, als die top 10 der Verkaufs-Charts zusammen).

Aber jeder zieht aus einer Statistik nur den Nutzen, der für ihn am besten passt...
 
Interessant wie diese Umfrage hier von vielen Usern ausgelegt und verzerrt wird.

Aber man kann sich ja alles schön reden und mit der rose brille betrachten.
 
Tolle Umfrage :freak:

Schade nur, dass die Leute die solche Umfragen machen all zu häufig nicht die nötige Intelligenz besitzen um die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Wobei für diesen Schluss wirklich mal nur ein Mindestmaß an kognitiven Fähigkeiten notwendig ist. :mad:
Umfragen sind sowieso immer sehr befremdlich und mit Vorsicht zu geniessen, weil sie nur darauf abzielen und so zurecht gedreht werden um Meinung des Befragers zu zementieren.
 
fakt ist, das es, wie schon so viele gesagt haben, hauptsächlich auf die soziale schicht ankommt, welcher man angehört. ich kenn hauptschüler, die mehr verstand haben als so mancher gymnasiast und trotzdem machen die nach der hauptschule ihre lehre, weil z.b. der vater gesagt hat, das das vollkommen ausreichend ist. kinder und jugendliche werden halt hauptsächlich von ihren eltern geprägt. ich hatte da erst letztens wieder ne nette unterhaltung mit nem feuerwehr kollegen. der arbeitet in ner ortsansässigen firma, ich fang im herbst mitm studium an, meine beiden geschwister sin zur zeit auch noch aufm gymnasium und studieren später voraussichtlich ebenfalls. er hat gesagt er könnte es sich einfach nicht leisten, das seine kinder abi machen und studieren würden... (mein vater ist arzt). den kindern wird da sehr viel von ihren eltern vorgegeben und versuchen doch auch immer wieder den eltern nachzueifern, da diese doch meist als vorbilder dienen und sich die kinder an ihnen orientieren. natürlich gibt es immer wieder "ausbrecher" die ganz was anderes machen...

aber hier von der art der freizeitbeschäftigung auf den bidlungsstand zu schließen ist einfach schwachsinnig...man könnte eher von der freizeitbeschäftigung auf den sozialen stand schließen...
Ergänzung ()

wenn ich mir anschaue das es immer wieder leute gibt die auf alt+ f4 reinfallen, kann man nicht wirklich behaupten das alle gamer zu den hellsten zählen:D
 
@xphoenix wo haben Sie denn dich ausgelassen, es soll auch Leute geben die nicht alles in Ihren Kopf bekommen bzw. einfach nicht so intilligent sind wie andere das hatt mit dem Einkommen nichts zu tun, bzw die mit Theorie weniger anfangen können als mit der Praxis.


Und was heisst da immer untere Schicht, die Mitte wird da wieder schön ausgelassen, manchmal glaubt mann ohne Abitur und rummgestudiere könne mann garnichts mehr erreichen, doch wer soll denn sonnst auch die Handwerkliche Arbeit machen, da kann mann viele der der Leute vergessen.


Was ich persönlich auch festgestellt habe ist das Leute mit höherer Bildung öffter Arroganter sind als andere und sich keine fehler eingestehen können darüber währe auch eine Studie interesant.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Seppuku

Hast wohl recht... aber...

Bedenk einfach mal die allgemeine Ansicht...
Wir wissen das zu differenzieren, aber 80% der Bevölkerung da draußen nicht.
Spieler = Nerd der 24h vorm Rechner gammelt.

Diese Ansicht höre ich immer wieder raus.
Und plötzlich sind sie alle erschrocken, das es ja doch ganz normale Menschen sind. :rolleyes:
 
Ich würde die Sache mla so betrachten:

1.) aus meiner persönlichen sicht gibt es sehr viele in der unterschicht die zumindest Konsolenspiele spielen. Woher das Geld dafür kommt weiß ich nicht, aber das ist so. Lange bevor ich mich mit Gameboy und co befasst habe hatten manche Mitschüler in der Grundschule, ca. 4. Klasse, bei denen der Weg auf die Hauptschule schon dann unausweichlich war schon mit Sega und co. viel Erfahrung, das war vor der Zeit als der PC zum Spielegerät wurde. Auch Fernsehen war in den "unteren Schichten" mehr verbreitet, vor allem mit mehr Kanälen, als bei den angehenden Gymnasiasten.
Mit dem Aufkommen des PC hat sich die Sache dann etwas gewandelt, durch die relativ aufwändige Bedienung eines Dos/Windows 3.11 Rechners (nix mit bunten Bildern zum anclicken) gerade im Spielebereich war das ein gefundenes Fressen für die angehenden Akademiker. Der hohe Anschaffungspreis spielt natürlich auch eine Rolle, ein durchschnittlicher PC hat mich mal 5000Mark gekostet, das war ein DX-5 100 mit 8MB RAM und meine erster PC. Der erste PC-Besitzer in meinem Freundeskreis hatte einen DX2-40...der hat später Informatik studiert...
Unter DOS musste man ja noch alles eingeben, befehle kennen, ständig mit Autoexec.bat und config.sys hantieren um noch genug Speicher in den 640kb Block freizumachen damit die Spiele laufen..das war ein Spaß... :D
Man kann also sagen dass eine hohe Lernbereitschaft und eine gewisse Intelligenz nötig war um PC zu spielen. Daher kommt wohl die hohe Zahl der gebildeten 14-29 jährigen Spieler da bei diesen ein nicht zu verachtender Anteil aus der "Gründerzeit" mit dabei ist.
Heutzutage sieht die Sache anders aus, da kann jeder ohne große Mühe einen Pc bedienen und sich irgendwas draufpacken. Es gibt natürlich immernoch Probleme, aber die sind ganz anderer Natur. Deshalb ist der Anteil bei den unter 14 Jährigen auch geringer nehme ich an.

2.) Ein Faktor ist bei der Statistik noch unberücksichtigt, nämlich die Herkunft. Bei uns hat Spielen am PC eine gewisse Tradition entwickelt, in der Türkei und in Russland, den Herkunfstländern vieler Hauptschüler (ist nicht ausländerfeindlich gemeint, ist einfach statistisch so...) ist das etwas anders, kombiniert mit der generell eher unterdurchschnittlichen Einkommenssituation ist zumindest der PC nicht die erste Wahl bei der Freizeitbeschäftigung. Aber auch das wandelt sich, Handys als Spieleplattform sind ein Dreh und Angelpunkt und die Konsolen liegen nicht weit dahinter denke ich.

So...jetzt muss ich mal aufhören, hab vergessen worauf ich hinaus wollte und außerdem hab ich jetzt hunger... :D
 
Interessante Studie, aber nur 1002 Personen sehe ich persönlich nicht als repräsentativ an.

Die Behauptung das Hauptschüler kein Geld für PCs und Konsolen haben, halte ich für Quatsch. Geht doch mal auf die Straße und schaut euch an welche Handys die haben! Iphone, Nokia NXY, Prada usw. oder schaut euch an wer in den getunten 3er BMWs oder Golfs dann sitzt! Da ist schon Geld vorhanden, und ein Zocker PC ist heute für 500 Euro zu haben. Das weitere aufrüsten geht dann auch billiger. Also finanziell wäre das schon drin!

Ich denke das sind dann eher andere Gründe wie z.B. das solche Jugendlichen nicht den ganzen Tag zu Hause sein wollen.
 
Naja ich weise aber mal drauf hin, das Hauptschüler im gegensatz zu Gymnasten :D eher Geld verdienen bedingt durch die Ausbildung ;) Und sich so auch ein digitales Spielmedium leisten könnten. Vllt sinds einfach die klügeren und sagen warum in einer digitalen Welt Rumpöbeln wenns auch in Wirklichkeit geht^^
 
Maddog85 schrieb:
Interessante Studie, aber nur 1002 Personen sehe ich persönlich nicht als repräsentativ an.

Die Behauptung das Hauptschüler kein Geld für PCs und Konsolen haben, halte ich für Quatsch. Geht doch mal auf die Straße und schaut euch an welche Handys die haben! Iphone, Nokia NXY, Prada usw. oder schaut euch an wer in den getunten 3er BMWs oder Golfs dann sitzt! Da ist schon Geld vorhanden, und ein Zocker PC ist heute für 500 Euro zu haben. Das weitere aufrüsten geht dann auch billiger. Also finanziell wäre das schon drin!

Ich denke das sind dann eher andere Gründe wie z.B. das solche Jugendlichen nicht den ganzen Tag zu Hause sein wollen.

Klingt jetzt vllt hart aber wenn ich aufhöhre zu essen kann ich mir auchn Iphone 3GS leisten um meine Kumpels zu beeindrucken ;).

mfg MasterSepp
 
Mr. Freibier schrieb:
Ergänzung ()

wenn ich mir anschaue das es immer wieder leute gibt die auf alt+ f4 reinfallen, kann man nicht wirklich behaupten das alle gamer zu den hellsten zählen:D

Nein CS S hiess das " F10 for menu" , "F10 for respawn" und "F10 for Cheatmenu" und dann waren viele Spieler weg .
 
Trotzdem kommen die meisten Hauptschüler und Realschüler aus einem Umfeld, in dem sich nunmal nicht jeder eine Spielekonsole leisten kann.

Viele verstehen nicht, dass es in Deutschland richtig viele Menschen gibt, die unter der Armutsgrenze leben und welche Art Schulbildung wird den meisten davon wohl zuteil?
Das wird aber nicht besser, wenn der Staat das Kindergeld für ärmere Familien erhöht, damit die noch mehr Kinder bekommen, während immer weniger Akademiker Kinder bekommen weil die nur draufzahlen dürfen (z.B. beim Kindergartenplatz).
 
@Maddog85:

1000 Befragte sind schon hinreichend representativ, so hab ich das im Studium gelernt, also von der statistischen/empirischen Betrachtung her.

Ich kann dir jetzt leider keine große Theorie vorlegen (ist schon ein paar Semester her und auch nicht mein Schwerpunkt ^^"), aber 1000 verwertbare (!) Datensätze aus einer Umfrage reichen schon aus, um auf die Gesamtheit zu schließen.
 
die aussage is jetzt eher subjektiv, aber sollten die haupt - und realschüler nicht eigentlich mehr zeit haben zum gamen und irgendwer aus der klasse hat doch immer eine konsole am start, wo man nachmittags hin kann zum zocken.
 
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