Homematic Heizkörperthermostate - reale Ersparnis?

jensxp

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Hallo Leute, ich habe nun in ein 3er Set Homematic IP EVO Thermostate mit Accesspoint investiert.
A) Nette Spielerei (preislich hielt sich das im Rahmen, etwas mehr als 200 EUR für das Set ist ok?)
B) Heizkosten

Frage daher mal an alle, die das schon anwenden: Habt ihr eine reale Energieeinsparung bemerkt? Oder ist es doch eher das Gefühl, oder Wissen, dass man manche Räume weniger heizt als vorher (und man sieht es am Ende doch nicht am Gaszähler)?

Eigentlich bin ich ja AVM Fan, aber die Thermostate von AVM sehen ja grausam aus. Die Homematic Evo dagegen sind echt schick.
 
Smarte Thermostate können auch nicht mit weniger Energie dieselbe Temperatur erzeugen. Sie sind nur komfortabler, da sie programmierbar sind. Sie gehen komfortabel an, schon bevor man da ist und sie drehen zu, sodass man das abdrehen abends nicht vergessen kann. Das komfortable Vorheizen kostet real sogar mehr Geld, man muss aber nicht warten, bis es warm ist.
Die Temperatur wirklich konstant halten können althergebrachte Thermostate sogar besser.
 
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Das hängt ja absolut von Deiner Einrichtung und Nutzung ab. Bei mir bringt es auf jeden Fall was, weil ich einfach genau regeln kann und nicht selbst dran denken muss. Gerade mit den Kinderzimmern ist das schon sehr praktisch. Aber in Litern Heizöl habe ich keine Messwerte, auch weil ich seit Jahren schon elektronische Thermostate nutze.
 
Typische Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Hängt nicht zuletzt auch von der Isolierung ab. Wenn du beim Altbau dann wieder enorm viel Energie reinstecken musst, um die Wände wieder warm zu bekommen, kostet es unter Umständen sogar mehr. Ist die Wohnung perfekt isoliert, bringt es sicher was. Wenn du im Eigenheim wohnst, kannst du es über eine Woche ja simulieren und direkt an den Zählern ablesen.
 
Frag mich nächstes oder übernächstes Jahr noch mal:)
Habe dieses Jahr 2 Stockwerke komplett mit mit Homematic-Thermostaten ausgerüstet. Zusätzlich alle Fenster, Haustür und Kelleraußentür mit Fensterkontakten.
Der Energieverbrauch wird sicher nicht steigen. Keine Ahnung ob und wann sich diese Investition amortisiert.
Zusätzlich habe ich mir in den Hausflur eine Anzeige installiert wo ich auf einen Blick sehen kann ob irgend wo ein Fenster oder ne Außentür offen ist.
Und als ich grad dabei war habe ich auch noch Wassersensoren installiert die sich melden wenn z.B. wieder mal ein Boiler undicht ist oder in der Küchenzeile unter der Spüle.
 
Ich habe die Heizkörper im Keller (mit Wohnräumen) alle mit Homematic IP Reglern und passend dazu auch Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren ausgestattet. Vermutlich ist es eher eine Spielerei als eine nachhaltige Investition.

Was sparen kann man praktisch nur wenn man dauerhaft die Temperatur im Haus senkt.
 
feris schrieb:
Typische Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Hängt nicht zuletzt auch von der Isolierung ab. Wenn du beim Altbau dann wieder enorm viel Energie reinstecken musst, um die Wände wieder warm zu bekommen, kostet es unter Umständen sogar mehr. Ist die Wohnung perfekt isoliert, bringt es sicher was. Wenn du im Eigenheim wohnst, kannst du es über eine Woche ja simulieren und direkt an den Zählern ablesen.

Hab eher umgekehrte Erfahrungen gemacht. In gut isolierten Gebäuden bringt eine kurzfristige Absenkung kaum was, weil das Temperatur halten kaum Energie kostet. Bei einem schlecht isolierten Gebäude spart man allerdings schon bei relativ kurzen Zeiträumen ordentlich Energie, weil das halten der Temperatur so viel Energie verschlingt.
 
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Der Vorteil von smarten Thermostaten ist primär die Zeitsteuerung, um zB während der täglichen Abwesenheit zwischen 8 und 18 Uhr die Zieltemeratur abzusenken (aber nicht auskühlen lassen, das schluckt beim Hochheizen wieder mehr). Darüber hinaus lässt sich die Zieltemperatur selbst genauer einstellen.


Aber: Auch ein herkömmlicher Thermostat "regelt" bereits die Temperatur des Heizkörpers. Stufe 2 ist zB 16°C, Stufe 3 ca 20 °C, usw. (Klick!). Stellt man also die richtige Stufe ein, heizt die Heizung bis dahin und geht dann aus bzw "regelt runter". Das geschieht über eine Metallkomponente, die sich temperaturabhängig ausdehnt bzw zusammenzieht und so den Stift im Ventil der Heizung reindrückt bzw rauskommen lässt.


Smarte Thermostate sind also kein Wunderwerk und können daher vorwiegend durch einen fest definierten Zeitplan punkten, um so in Abwesenheit die Temperatur zu senken und den Gesamtverbrauch zu drücken. Je nach Nutzung und je nach Zeitplan kann man so Energie sparen, muss aber natürlich auch die Anschaffung gegenrechnen. Smarte Thermostate kaufen, anbauen und sofort Geld sparen ist also nicht, sondern es kommt auf die möglichst präzise Konfiguration an.


Sicherlich kann man sich in Bezug auf die Anschaffung auch die Frage stellen ob es dabei wirklich darum geht, Geld zu sparen oder Energie.
 
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Das ist letztlich nur ein weiteres Teil(e) umd das du dich kümmern musst. Ist ja Batteriebetrieben.
Ich habe das auch mal ausprobiert und habe jetzt wieder die alten drin.
Smarthome ja, aber dann konsequent, so das man von der Arbeit aus alles regeln kann.
 
Habe 2000 gebaut und alles Heimeier Thermostatventile eingebaut. 3st. Später ersetzt durch programmierbare in Räumen, wo nicht durchgehend geheizt werden sollte. Jetzt Umrüstung auf Luftwärmepumpe. Freitag kommt Hutschienen Zähler vor die Heizung.
Dann werde ich sehen, ob das ganze Absenken über Nacht und das ganze Auf und zudrehen überhaupt Sinn macht.
Ich denke, Sinn macht es bei den vielen überdimensionierten Heizungen nur Teilweise. Mein Haus hatte eine 17kw Brennwertheeme, die 2015 durch eine 9,4 kw ersetzt wurde. Die wurde jetzt durch eine 7kw Luftwärmepumpe ersetzt.
 
Die Amortisation kann man sicher erst einmal vergessen. Bis 200 EUR Gas gespart sind ...
Konkret ist z. B. von 7.30 bis 12.30 wochentags niemand im Haus. Da muss das Badezimmer keine 22°C haben.
Das Dachschlafzimmer muss morgens etwas angeheizt werden, aber nicht den ganzen Tag. Die Kinderzimmer werden erst ab 17 Uhr genutzt (Ganztagsschule).
Die Funktion des Thermostats ist die gleiche wie bei jedem anderen Thermostat auch. Die Energieeinsparung kann nur durch die Zeitsteuerung erfolgen.
 
3er Set inkl. AP für 208 EUR? Schien mir nicht teurer als AVM oder Tado.
Sicherlich ist der beginnende Winter die perfekte Zeit - HAHA - um solche Artikel günstig zu kaufen.
 
Im Eigenheim kann man die Wohnraumtemperatur auch über die Vorlauftemperatur absenken usw..

..Raumthermostate helfen nur um das überheizen (bei zB. Sonneneinstrahlung) eines Raumes zu vermeiden und ev. wenig genutzt Räume geziehlt zu Temperieren.

Ob dafür ein elektr. Gerät notwendig ist entscheidet der Nutzer. Ob man damit im vergleich zu Thermischen Ventilen energiesparen kann sein Verhalten.
Aber im Grunde nein, eher im Gegenteil , die Dinger brauchen ja auch Strom die zu meist eine Batterie :kotz: liefert........
 
Vorteile sind Zeitpläne, welche aber in neuen Gebäuden eigentlich nicht so viel Sinn machen. Ansonsten gewinnst du eben Komfort dazu, beispielsweise durch den Urlaubsmodus, der dann wieder rechtzeitig hochheizt, während deiner Abwesenheit aber Energie spart.

Digitale Thermostate (habe FBH, die man ohnehin nicht andauernd regelt) haben bei mir eher dazu geführt, dass man Temperaturen punktgenauer erreichen und halten kann.
 
Also "neu" ist unser 1986er Reihenmittelhaus nicht. Wir verbrauchen ca. 21.000kWh p.a., das ist eigentlich okay. Gedanklich tut es etwas weh, dass auch zu Zeiten, in denen niemand da ist, die Heizung genau so läuft wie wenn alle zuhause sind. Aber wer will schon in ein kühles Haus kommen.
 
Jedes Grad mehr oder weniger verändern auf Dauer die Energie Kosten. Die alten Thermostate sind Schätzeisen, die kann man nicht auf das Grad genau einstellen. Auch die Heizprofile sorgen für Konstanz, da man nie das herunterdrehen der Heizung vergessen kann. Das gleiche gilt fürs Fenster öffnen, auch da kann man das zudrehen des Heizungsthermostat nicht mehr vergessen (Fensterkontakt vorausgesetzt). Früher ist es uns auch hin und wieder mal passiert das bei strengem Frost die Heizung (Froststufe) anging, da das Fenster über Nacht z.B. im Badezimmer vergessen wurde. Jetzt erhält jeder auf dem Smartphone eine Push Benachrichtigung.

Es ist auch angenehm früh aufzustehen und die Heizung läuft schon im Wohnzimmer/Bad, da langen schon 15 Minuten ohne das die Endtemperatur erreicht ist. Es fühlt sich bedeutend angenehmer an.
 
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