Homeoffice nach der Pandemie

RobertVox

Cadet 3rd Year
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59
Heutzutage sieht man aufgrund der Pandemie mehr Remote-Projekte für Freiberufler.
Aber was denkt ihr, wenn diese Pandemie vorbei ist, werden Remote-Projekte viel populärer sein als vor der Pandemie?

Natürlich ist niemand von uns ein Hellseher und es ist schwer vorherzusagen, wie die Remote-Arbeit für Freiberufler in Zukunft nach der Pandemie aussehen wird, aber es erscheint mir logisch, dass mehr Remote-Arbeit möglich sein wird. Was denkt ihr?

Es hätte den Vorteil, dass Menschen, die nicht reisen wollen, eine größere Auswahl an Remote-Projekten hätten. Das Thema ist für mich sehr wichtig und ich bin an eurer Meinung sehr interessiert.

Vielen Dank im Voraus für eure Meinung!
 
Ich denke, dass es nachhaltig etwas ändern wird, da viele einsehen müssen, dass man im Home-Office produktiver ist, und auch viele Dinge - bei denen man es nicht dachte - per Remote/Videokonferenz/Teamviewer/Teams etc. gelöst werden können.
 
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Wird sicher zunehmen, aber ich bin mir auch sicher, dass viele mittelständische Unternehmen wieder zurückrudern werden. Weil "haben wir immer so gemacht" nun mal bei vielen Chefs dort eine üblich Einstellung zu sein scheint.
 
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Es wäre wirklich wünschenswert, wenn sich in der Denke was ändern würde. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Deutschland da überhaupt mitmachen wird. Technisch mag es möglich sein, aber die Vorgesetzten müssen einfach mitspielen. Bei mir im Unternehmen wird in JEDER Infoveranstaltung davon gesprochen "wenn wir wieder in den Büros sind", daher denke ich, dass auch viele Unternehmen es einfach nicht wollen. Das Gefühl der Kontrolle ist einfach nicht da.
 
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RobertVox schrieb:
Aber was denkt ihr, wenn diese Pandemie vorbei ist, werden Remote-Projekte viel populärer sein als vor der Pandemie?
Auf jeden Fall. Alleine um gute Leute auf dem Markt zu bekommen muss das angeboten werden - nicht nur für Freiberufler ;).
ghecko schrieb:
Auch wenn das neueste Exchange-Debakel den Jubel etwas dämpft.
Aber so was kommt von so was.
Blödsinn, das ist ein klassischer Bug der von MS klassisch viel zu nachlässig nicht/zu spät gepatched wurde. Auch "vor der Pandemie" war eine im Netz verfügbare OWA Adresse nichts ungewöhnliches...
 
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Man muss eigentlich hoffen, dass Home Office dann wieder abnimmt. Für den AN ist das eine nicht zu unterschätzende zusätzliche Belastung. Auf freiwilliger Basis wäre das Beibehalten natürlich begrüßenswert.
 
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Ich habe das schon vor der Pandemie mit Freiberuflern vereinbart, dass sie Remote arbeiten können.

Ich finde es schön wen man sich pers. kennenlernt am Anfang eines Projekts, aber danach sehe ich keine Notwendigkeit die Arbeit vor Ort zu erledigen zu müssen.
 
RobertVox schrieb:
Aber was denkt ihr, wenn diese Pandemie vorbei ist, werden Remote-Projekte viel populärer sein als vor der Pandemie?
Das hoffe ich auch, aber ob es so kommt, wird sich Zeigen. Ist sicher auch von der Branche abhängig.
Zumindest das man die Wahl hat.

Der Zusammenhang von HO nach der Pandemie und Hafnium sehe ich jetzt auch nicht wirklich...
 
Ich denke es hat viel damit zu tun ob das Firmengebäude bezahlt ist oder nur gemietet. Bei bereits bezahlten Immobilien werden sich die Firmenchefs sagen, ich hab ja sowieso die Büroräume, also können die Mitarbeiter auch zur Arbeit kommen. Ich sehe das hier bei uns auf dem Land. Da ist bei vielen Betrieben Homeoffice schon vorbei und "nur so ein Coronading" das nachher abgeschafft wird.

Ein Umdenken wird es denke ich vor allem in Ballungsgebieten geben. Gerade bei kleineren Softwareentwicklern, kann ich mir gut vorstellen, dass man sich keine eigenen Büroräume mehr anmietet oder eben nur noch so eine Art Tagungsräume, wo man sich halt mal für Meetings treffen kann. Aber hier würde ja auch genügen wenn man sich für 1-2 Tage irgendwo einmietet. Ich denke in die Richtung wird das ganze gehen.
 
Viele Firmen haben nun erste Erfahrungen mit Homeoffice usw. machen können und sich dafür auch die nötige Infrastruktur zugelegt. zB größere Internetzugänge in der Firma, Remote Software, Notebooks für die Mitarbeiter, ...
Was man hat, das nutzt man dann auch weiter.

Bei Homeoffice hängt es im Einzelfall natürlich auch davon ab, ob man das problemlos machen konnte oder nur im Notbetrieb auf dem Küchentisch, mit lärmenden Kindern im Hintergrund usw.
Die Kinder gehen künftig zwar wieder zur Schule, aber oft halt nicht den ganzen Homeoffice Arbeitstag lang.

Unterm Strich wird es aber bestimmt mehr Homeoffice geben als vor der Pandemie. Oder zB Regelungen, dass nur einen Teil der Woche im Firmenbüro gearbeitet wird.

Zudem werden künftig wohl so einige Geschäftsreisen nur noch virtuell stattfinden. Bei den Reisekosten haben die Firmen im letzten Jahr ja enorm gespart.
 
Im PuG gibt es schon einen Thread zu dem Thema: LINK
Ich selber arbeite nicht im Homeoffice und meine Familienmitglieder koennen auch nicht von zuhause arbeiten. Aber ich denke, da jetzt zumindest die Strukturen geschaffen werden mussten, wird es (in entsprechenden Betrieben) in Zukunft einfacher sein von Zuhause zu arbeiten.
 
nebulein schrieb:
Ein Umdenken wird es denke ich vor allem in Ballungsgebieten geben.
Ich denke, nicht nur da. Homeoffice ist gerade für Mitarbeiter im ländlichen Bereich auch sinnvoll und oft eine große Erleichterung.

Ich fahr so ca. 25min zur Arbeit, das ist fast ne Stunde Fahrtzeit am Tag, die man sich spart.
Mittagspausen kann man Zuhause auch viel besser nutzen.
 
Also bei uns in einem Großkonzern wird sich definitv was ändern. Es wurde schon angekündigt, dass jeder Mitarbeiter im Schnitt 2..3 Tage die Woche im Homeoffice sein wird. Im Schnitt heißt dann ja, dass einige vielleicht sogar fast dauerhaft dort sind. Das darf dann jedes Team individuell regeln; ich freue mich ehrlich gesagt drauf. Vorteil für die Firma ist dann sicher auch weniger überfüllt Büros und Parkplätze, sprich weniger Mietkosten.

Das Problem vorher war bei uns aber eher das mittlere und untere Management. Da sitzen zu viele alte Leute, die irgendwie der Meinung sind, die Mitarbeiter würden im Homeoffice nur Wäsche waschen und faulenzen (#Neuland). Jetzt haben sie bemerkt, dass, oh Wunder, die Mitarbeiter dort ja tatsächlich was tun und das im Schnitt sogar effektiver als im Büro. Es wurde also zuvor immer von der Konzernspitze gepredigt, dass wir ein moderneres Arbeitsumfeld bereitstellen wollen. Die Umsetzung ist dann aber "auf dem Weg nach unten" in den Hierarchien versandet. Naja, dann wurde es jetzt eben zwangseingeführt :D
 
Ich war schon ca 1 Jahr vor der Pandemie im HomeOffice und musste mich viel rechtfertigen und kämpfen. Das ist seit der Pandemie zum Glück vorbei. Allerdings muss man sagen, dass nicht jeder HomeOffice geeignet ist, die Psychischen Auswirkungen sind stellenweise nicht ohne. Und als Teil eines Teams dann der "einzige" daheim zu sein, ist auch nicht immer einfach, das steht und fällt mit den Kollegen.

Meine Prognose: Grundsätzlich ändert sich erstmal nicht viel, allerdings ist der Gegenwind künftig wohl viel geringer. Kurzfristig vielleicht, längerfristig... Hach die Leute die dagegen waren, sind ja noch immer da
 
phm666 schrieb:
Es wäre wirklich wünschenswert, wenn sich in der Denke was ändern würde. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Deutschland da überhaupt mitmachen wird. Technisch mag es möglich sein, aber die Vorgesetzten müssen einfach mitspielen. Bei mir im Unternehmen wird in JEDER Infoveranstaltung davon gesprochen "wenn wir wieder in den Büros sind", daher denke ich, dass auch viele Unternehmen es einfach nicht wollen. Das Gefühl der Kontrolle ist einfach nicht da.
Genau der Punkt der Kontrolle ist da schwierig. Und wird ja leider auch ausgenutzt. Homeoffice wird bei uns auch "liebevoll" Telefreizeit genannt, weil es leider Leute gibt, die es schamlos ausnutzen. Sind einfach nicht zu erreichen, mit diversen ausreden...
Ich für mich betrachte Homeoffice als brauchbare Option, nur die Dosis muss stimmen. Es gibt Situationen, da ist ein Gespräch Angesicht zu Angesicht von Nöten.
 
--//-- schrieb:
Man muss eigentlich hoffen, dass Home Office dann wieder abnimmt. Für den AN ist das eine nicht zu unterschätzende zusätzliche Belastung. Auf freiwilliger Basis wäre das Beibehalten natürlich begrüßenswert.
Das ist aber nur die eine Seite der Medallie. Natürlich hat man dadurch höhere Heiz- und Stromkosten. Auf der anderen Seite hat man aber auch sehr viele Vorteile.
Hängt natürlich von der persönlichen Ausstattung des Heimarbeitsplatzes und der Entfernung zum Büro ab.

Ich habe für mich nur Vorteile:
  • Besserer Monitor als im Büro
  • Besserer Stuhl als im Büro
  • Besserer Kaffee als im Büro
  • Bequemere Kleidung als im Büro
  • Gesünderes und abwechslungsreicheres Essen als im Büro
  • Gespartes Spritgeld
  • Und das Pro-Argument schlechthin: Mindestens 1,5h gesparte Fahrtzeit täglich

Ob man jetzt die 5 EUR HO-Pauschale oder das km-Geld bei den Werbungskosten ansetzt kommt bei mir +/- aufs Gleiche raus. Aber allein der tägliche Zeitgewinn bringt mich dazu, dass ich nur wenn es unbedingt sein muss, ins Büro will.

Vor der Pandemie habe ich auch schon 1 - 2 Mal pro Woche HO gemacht, mittlerweile bin ich seit einem Jahr im HO und war nicht ein einziges Mal seit 03/20 im Büro.

Projekte laufen und sowohl Kunden, als auch Arbeitgeber sind zufrieden. So lange das so ist und von AG Seite nicht das "haben wir immer schon so gemacht" Argument kommt, kann so etwas auch langfristig gut funktionieren. Das wichtigste ist Vertrauen und Zuverlässigkeit. Auf beiden Seiten.

Wenn man sich natürlich nicht selbst organisieren und motivieren kann und dazu noch leicht ablenkbar ist, kann HO auch das falsche Konzept sein. Wenn die Räumlichkeiten es nicht hergeben und/oder evtl. der/die Partner/in auch den ganzen Tag zu Hause ist, ist Büro wahrscheinlich die bessere Wahl.
 
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Also bei uns in der Firma wird sich das auch nachhaltig auswirken. In welcher Form ist noch nicht zu 100% bekannt, aber es ist klar, dass aus dem bisherigen möglichen "1 Tag pro Woche" mindestens ein "2-3 Tage" werden, wenn nicht sogar noch flexibler.
Der Punkt Kontrolle ist natürlich schwierig, aber grundsätzlich habe ich über das letzte Jahr den Eindruck gewonnen, dass die die jetzt "faul" sind, es auch vorher schon waren. Umgekehrt wird von oben immer betont, dass die Ergebnisse nach wie vor passen und teils sogar besser geworden sind.
Ich selbst muss sagen, dass ich nicht vor habe mehr als 1 Tag bzw. 2 Halbtage reinzukommen, sofern dies möglich sein sollte. Merke dass ich im HO genauso gut arbeiten kann, insg. mein Tagesablauf "entspannter" nd flexibler ist. Abschalten ist für mich zum Glück kein Problem, verstehe aber wenn es da vielen anders geht.
Insgesamt das Zusammenarbeiten war auch stabil, wir arbeiten viel im Pair, das klappt auch Remote super. Was ich am meisten vermisse ist einfach der lockere Austausch abseits vom Arbeiten, aber dafür kann man sich ja hoffentlich iiiirgendwann mal wieder im Büro treffen.
 
Freiberufler-Programmiertätigkeit kann ich nicht beurteilen. Ich frage mich eher, wie das vor Corona ablief. Als Freiberufler werde ich doch da ohnehin eher in den eigenen Wänden tätig sein oder nicht?
Programmiertätig mag etwas spezielles sein. Genau wie die Jobs, die man komplett ohne Kollegen alleine erbringt und sich ggf. mal hin und wieder austauscht. Aber das sind eher seltene Jobs. Die meisten Jobs sind Teamwork.

Insgesamt halte ich von Homeoffice nicht viel. Das hängt aber auch maßgeblich vom Job und der Tätigkeit ab. Sobald eine Tätigkeit im Team, zumindest ein regelmäßiger Austausch erforderlich ist, wird das ganz schnell Mist. Da helfen auch keine Webcalls oder ähnliches. Ich kann diesen ganzen unpersönlichen Austausch eh nicht mehr ab. Die Leute verlieren komplett ihre Sozialkompetenz. Zudem ist Homeoffice allenfalls nur dann effizient, wenn man ein familienloser Singlehaushalt mit viel Selbstdisziplin und ohne Ablenkung ist (und ja das sind wir natürlich alle :freak:).
HO führt dazu, dass Freizeit und Arbeit noch mehr verschwimmt, dass der Austausch mit Kollegen wesentlich erschwert wird und ineffizienter wird, gerade wenn es um Brainstorming u.ä. geht. M.E. geht das nur mit maximal 5 Leuten o.ä.
In großen Gruppen ist F2F das Maß der Dinge. Ich hänge teilweise in Calls mit 80 Leuten. Das kann man vergessen.
Vorteile des Homeoffice. Man kann nebenbei auch mal was anderes machen. ZB eine Waschmaschine laufen lassen oder ähnliches. Der AG freut sich, weil er deutlich weniger Kosten bei Raummiete, Strom etc hat, die der AN dann bereitwillig aufbringt :freak:
Echter Vorteil ist das ersparen der Fahrerei, was mir jeden Tag fast 2h mehr Zeit bringt. Aber dass das alles jetzt die Zukunft sein soll, daran habe ich ganz ganz große Zweifel.
 
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