HP Laptop-Bildschirm bleibt schwarz, Windows-Start geht manchmal - Mainboard backen?

alles

Ensign
Dabei seit
Aug. 2004
Beiträge
211
Hallo liebe Community,

kurze Zeit nach dem Windows 10 Fall Creators Update wollte beim rund 7 Jahre alten HP ProBook 4525s das Betriebssystem nicht auf Anhieb starten. Der Bildschirm bleibt schwarz, wobei man nicht mal ins BIOS kommt und sich manchmal nicht einmal der Lüfter in Betrieb setzt. Notebook etliche Male aus- und eingeschaltet und irgendwann ladet Windows ganz unverhofft. Wenn im Betriebssystem neu gestartet wird, geht es klaglos. Aber wehe, man fährt herunter, dann kann man sich nicht sicher sein, ob man je wieder ins Windows, geschweige den BIOS, kommt.

Nach Studium der Seite

https://answers.microsoft.com/de-de/windows/forum/windows_10-update-winpc/windows-10-update-bildschirm-bleibt-schwarz/7a9ce500-828e-4bd0-9bec-76c8d89830bd?auth=1

und weil ich die Symptomatik mit dem Windows Update in Zusammenhang gebracht hatte und es sich um ein HP-Notebook handelt, wurden der Schnellstart und der Service "App-Vorbereitung" deaktiviert. Ohne Erfolg!

Später fiel mir auf, dass die Caps-Lock in der Schwarz-Phase 5x blinkt. Laut HP-Homepage ist der Fehler in der System-Platine zu finden. Im dortigen Forum wird zumeist das Backen des Motherboards empfohlen, wenn kein Garantie-Anspruch mehr besteht, da von einer kalten Lötstelle ausgegangen werden kann.

Das BIOS wurde bereits in den Werkseinstellungen (Default) zurückgesetzt. Das brachte aber nichts ein. Ein Hardware-Reset steht noch aus, da man ziemlich schwer an die CMOS-Batterie gelangt und ohne Torx-Schlüssel nichts zu machen ist. Ich verspreche mir davon allerdings nicht viel, zumal die BIOS-Einstellungen ja gespeichert bleiben und Windows irgendwann doch noch hochfährt.

Was habt Ihr noch für Ideen, bevor es ans Mainboard-Backen oder Neubeschaffung eines Laptops geht?
Gibt es unter diesen Umständen einen Trick, damit der Windows-Start eher gelingt?
Wie ensteht eigentlich so eine kalte Lötstelle?
Und kann man anhand der Beschreibung die betroffene Stelle am Motherboard ausfindig machen?


Vielen Dank vorab für jeden konstruktiven Hinweis!


Liebe Grüße,
alles
 
O

obz245

Gast
Entferne die Platte, Akku und Strom. Dann drückst du den Ein- / Ausschalter für 30sec. das alles entlädt. Dann schließt du nur Strom an und schaltest ein. Sollte das Bios sich nicht zu erkennen geben oder das du nicht hinein kannst, dann hat das Gerät echt einen erheblichen Schaden.
 

alles

Ensign
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Aug. 2004
Beiträge
211
Nachdem das Gerät immer am Netz angeschlossen ist, liegt der Akku in der Schublade.
Dein Tipp werde ich morgen umsetzen, denn solange ich damit im Windows bin, werde ich es so schnell nicht mehr ausschalten.
Denn man weiß nie, ob es das letzte Mal gewesen ist.

Deinen Tipp habe ich auch aus dem HP-Forum entnommen. Allerdings ist dort die Rede von 15 Sekunden, was das Kraut auch nicht fett macht. Daran sollte es nicht scheitern und sicher ist sicher! Daher werde ich Dein Tipp beherzigen.

Aber die Platte auch noch entfernen? Och nööö, bitte nicht. Dann müsste ich wieder alles ausbauen, also Tastatur ,Touchpad usw. usf. :-(
Du meinst damit die Festplatte, oder? In der Form habe ich das auch noch nicht gelesen. Aber gut, noch immer besser als ein neues Mainboard oder Laptop kaufen!
 

Raykus

Lt. Junior Grade
Dabei seit
März 2009
Beiträge
379
Schließe erst mal einen externen Monitor per HDMI an. Ist dann wieder ein Bild da, prüfe erst mal auf neue Windows Updates und installiere alle. Danach sollte es wieder gehen. Ist ein bekannter Windows 10 Fehler. Die schon runter geladenen Windows 10 Updates installieren und fertig!
 

alles

Ensign
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Aug. 2004
Beiträge
211
Gerade als der neue Fall Creators Update mit der Version 1709 vor wenigen Tagen installiert wurde, fing das alles kurz darauf an.

Wenn es der Bildschirm wäre, würde der Laptop doch normal weiterlaufen. Stattdessen wird über den Caps Lock eine Fehlermeldung ausgegeben. Die Tastatur zeigt keine Reaktion und die WLAN-Taste leuchtet konstant orange statt blau.
Ergänzung ()

@obz245

Habe das mit die 30 Sekunden soeben umgesetzt, allerdings vorerst, ohne die Festplatte auszubauen.
Leider wurde es dadurch nicht besser. Im Gegenteil, danach trat jene verkürzte Phase ein, in der nicht einmal der Lüfter aktiviert wurde.

Also fast jedesmal, wenn das Teil eingeschalten wird, läuft es folgendermaßen ab:
Dadurch, dass der BIOS die Standardeinstellungen enthält, wird akustisch bemerkbar der optische Laufwerk überprüft.
Gleich danach macht es zweimal klack und der Laptop stellt den weiteren Dienst ein, während eben am Caps-Lock die Fehlermeldung ausgegeben wird und die WLAN-Taste orange bleibt statt blau zu werden.

Sobald ich mir einen 10er Torx-Schlüssel geholt habe, mache ich mich heute Abend an die CMOS Batterie ran oder ich probiere das mit den 30 Sekunden ohne Festplatte.

Aber hat denn keiner eine Idee, wie so eine kalte Lötstelle entsteht und wie man dem entgegenwirken kann?
Ergänzung ()

Selbst wenn es im Standby-Modus ist, erwacht es nicht mehr!
Vorher hat es einwandfrei funktioniert!
 
Zuletzt bearbeitet:

alles

Ensign
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Aug. 2004
Beiträge
211
Jetzt habe ich so einiges ausprobiert und es führt wohl kein Weg an das Mainboard-Backen vorbei.

Das mit dem "Entferne die Platte, Akku und Strom. Dann drückst du den Ein- / Ausschalter für 30sec. das alles entlädt." hat auch keine Änderung bewirkt.

Dann wurde die Batterie entfernt bzw. ausgetauscht, weil die Alte schon kurz vor dem Ende war. Auch das brachte nichts ein.

Zu guter Letzt das System komplett zerlegt, so dass ich nur noch das nackte Mainboard in Händen hielt. Die Sichtprüfung sämtlicher Lötstellen und Leiterbahnen ergab eigentlich nichts Auffälliges. Nur beim HDMI-Anschluss fehlte bei der Verbindung zum Mainboard (kein Pin-Kontakt) der Lötzinn oder sowas. Hab das eben nachgelötet. Alles in allem bleibt dieselbe Symptomatik bestehen. Bin nur froh, dass es alles wieder so zusammengebaut werden konnte und das System auch wieder geht. Lieber ein streikendes Notebook als ein Totes.
Achja, drei Torx-Schrauben sind übrig geblieben. Die scheinen auch keinen wesentlichen Einfluss haben!

Was fällt Euch noch ein, was man probieren könnte, bevor ich wieder alles zerlege und das Mainboard in den Ofen gebe?
Kann man aufgrund des "Krankheitsbildes" ungefähr einschätzen, worauf man ein besonderes Augenmerk werden könnte, um es bei der nächsten Sichtprüfung umzusetzen?
Und würdet Ihr das Backen empfehlen oder ist das Risiko, dass das Mainboard dabei einen Schaden nimmt zu groß?
Hat vielleicht jemand eine gute Anleitung parat? Finde da im Netz verschiedenste Angaben!
 
Zuletzt bearbeitet:

alles

Ensign
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Aug. 2004
Beiträge
211
Nach dem Aus- und Zusammenbau gibt es eine neue Erkenntnis:

Bevor das ganze Theater anfing, heulte der Lüfter öfters mal und ohne ersichtlichen Grund hinsichtlich CPU-Auslastung für längere Zeit auf. Dadurch arbeitete der Laptop wesentlich lauter, wobei ich es mir noch nicht erklären konnte.
Durch das Zerlegen wurden die Wärmepads an der CPU, Grafikkarte und des Chipsatzes verbannt und großzügig durch Wärmeleitpaste ersetzt.
Seither schnurrt das Teil wie ein Kätzchen zu seinen besten Zeiten.
Daher liegt die Vermutung nahe, dass etwas die Hitze nicht überstanden hat.
Der erfolgversprechende Start besteht nur, wenn das Notebook ausgekühlt ist.
Wenn vorher mehrmals versucht wurde zu starten, bleib es öfters stehen, ohne dass sich der Lüfter in Gang setzt. Das Notebook erhitzt sich dadurch und wird somit noch empfindlich für einen erfolgreichen Start.

Aufgrund der Schilderung ist es wohl nicht klar, was da einen abbekommen hat.
Also es muss ein Teil sein, das die übermäßige Hitze nicht verträgt. Aber das dürfte wohl so ziemlich auf einiges zutreffen.
 
Top