HTPC Ryzen APU + Nvidia GPU

Silou

Ensign
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Guten Tag,
da ich mir einen neuen HTPC für madVR bauen möchte habe ich hierzu ein paar Fragen an euch.

Ich bin ein großer Fan von AMD Fluid Motion Video (FMV) und würde das mit dem neuen HTPC gerne wieder nutzen.
Da madVR mit Nvidia GPUs besser läuft und Navi FMV nicht mehr unterstützt, würde ich gerne auf eine aktuelle Ryzen APU zurückgreifen, da die FMV meines Wissens nach noch unterstützen. Interessant wären natürlich auch die Renoir APUs, da diese wohl auch noch auf eine Vega Grafikeinheit zurückgreifen.

Nun würde ich die APU gerne mit einer diskreten GPU von Nvidia kombinieren. Ich weiß, dass das mit Intel CPUs funktioniert, aber mit den APUs von AMD scheint das nicht zu funktionieren :confused_alt: Der Plan war es, dass die APU einfach nur die FMV Berechnungen macht und die Nvidia GPU die Berechnungen für madVR.

Falls jemand eine Kombination aus einem Ryzen à la 2X00G oder 3X00G mit einer aktuellen Nvidia GPU hat und das für mich testen könnte, wäre ich ihm/ihr sehr sehr dankbar :heilig:
 
Das Problem sind die Lanes auf der PCIe-Schnittstelle, wenn ich das zuletzt richtig hier gelesen habe. Bei AMD gibts hier nur PCIe 3.0x8
Ergänzung ()

Bei den APUs bzw. in Verbindung mit den APUs
 
Sollte das nicht immer noch locker reichen? Ich habe meine R9 390 jahrelang in einem PCIe 3.0 x8 Slot betrieben. In Verbindung mit einer M2 PCIe wird es dann vermutlich aber nichts :(
 
Darauf kann ich dir nicht mehr antworten. Da hört mein gefährliches Halbwissen schon auf.
 
Silou schrieb:
Sollte das nicht immer noch locker reichen? Ich habe meine R9 390 jahrelang in einem PCIe 3.0 x8 Slot betrieben. In Verbindung mit einer M2 PCIe wird es dann vermutlich aber nichts
Der Steckplatz einer M.2 - SSD ist in der Regel auch bei AMDs AM4 - Plattform über das Mainboard-Chipset und einen entsprechenden Datenbus mit der CPU verbunden , weswegen die bis zu 16 PCIe - Direktlanes zu bestimmten PCIe - Slots ( x16 / x8 ) hier nicht von einer M.2 - SSD betroffen wären .

Dein grundlegendes Problem läge allerdings in dem Vorhaben , eine ( moderne ) AMD - APU mit einer diskreten Nvidia Geforce - GPU für "umschaltbare Grafiken" konfigurieren zu wollen . Ähnlich wie Nvidias "Optimus-Technologie" gibt es von AMD dazu zwar eine vergleichbare Technologie namens "AMD Enduro" , die letztmalig 2017 sogar noch auf Windows 10 portiert wurde , aber es gibt 4 Probleme :

- Enduro und Optimus sind mir ( wenn überhaupt ) bislang nur in Verbindung mit Notebooks bekannt .
- Enduro könnte überhaupt dann nur funktionieren , wenn der Hardware-Hersteller des Notebooks diese Funktion explizit auf eigene Verantwortung für sein Produkt programmier- / und hardwaretechnisch einrichtet .
- Bislang hatte Enduro ( soweit mir bekannt ) dann ( bisher ) auch nur mit AMD iGPU + AMD dGPU funktioniert und ist mir zuletzt bei Notebooks mit den älteren "A-Series" - APUs mal aufgefallen .
- So weit mir bekannt , ist es auf Desktop-Mainboards mit AMD - APU-Support jedoch nicht möglich , die iGPU zu nutzen wenn eine dedizierte Grafikkarte auf dem Mainboard eingesteckt ist . Sowas würde ( wenn überhaupt ) nur mit speziellen Mainboard - Chipsets funktionieren , wozu die AMD A , B und X - Chipsets für Desktoplösungen m.W. nicht zählen .

Von daher könnte es für Dich evtl. interressanter sein , Dich mal nach einem entsprechend ausgestatteten Notebook umzusehen . In einer Kurzrecherche fand ich allgemein schon mal ein Notebook mit AMD Ryzen 5 - 3500u mit Vega 8 iGPU samt dedizierter Nvidia Geforce ( in diesem Fall eine GTX 1050 , aber da sollte es auch andere Geforces geben )

Die Modellbezeichnung des ( beispielhaften ) Notebooks lautet :

ASUS M570DD-E4003T Schwarz

falls Du Dich diesbezüglich über die hinterfragte "Umschaltgrafik" direkt bei ASUS ( in diesem Beispiel ) näher informieren möchtest .
 
Ein Notebook kommt eigentlich nicht in Frage, aber danke für den Einwand. Mir kam die Idee auch eigentlich nur, da ich schon ein paar mal gelesen hatte, dass Leute eine günstige AMD Karte mit einer performanten Nvidia Karte kombiniert hatten um FMV zu nutzen. Dazu benötigt man eigentlich auch beide Treiber gleichzeitig, weswegen ich davon ausging, dass sich das mit einer APU auch realisieren ließe.

Wie läuft das denn, wenn ich so eine Kombination betreibe und im Bios die iGPU als primäre GPU wähle und das Signal von ihr ausgeben lasse? Wird die dGPU dann unter Windows deaktiviert, oder bleibt die theoretisch einsatzbereit? Falls das der Fall wäre, könnte ich in den LAV Filtern auswählen welche GPU das Encoding übernimmt.
 
Da ich das Ganze mal selbst testen wollte, habe ich mir nun einen 3200G bestellt. Leider scheitert das Vorhaben schon an dem Prozessor, da die aktuellen APUs wohl kein Fluid Motion Video unterstützen. Die Option gibt es im Treiber einfach nicht. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber somit ist das Vorhaben natürlich nicht umsetzbar. Schade!
 
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