i5 8400 aus den empfohlenen Zusammenstellungen werfen?

DayMoe

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Ja der Titel ist dezent klick-bait, da mich die Frage die dahinter steht seit ca. einer Woche brennend interessiert und ich weiß auch nicht ob das Thema hier richtig ist (wenn nicht bitte verschieben und sry), aber ich leg einfach mal los:

Ich frage mich in letzter Zeit immer häufiger und das ganze ohne Preise oder Verfügbarkeit in die Rechnung mit einzubeziehen wie man ruhigen Gewissens einen i5 der 8. Generation empfehlen kann. Wenn ich mich zur Zeit im Internet umsehe wird immer deutlicher der Trend geht drastisch in Richtung mehr Threads und die hat der i5 nunmal nicht! 6 Threads im vergleich zu 12 von Ryzen 5 sind offensichtlich nicht mehr zeitgemäß.

Auf Golem wird das Thema mal angeschnitten, auch wenn die meiner Meinung nach da leider nicht weit genug gehen.
Im Bezug auf den Golem Post, kam ich zur Überlegung, was ich während des Zockens immer so alles laufen habe (könnt ihr ja mal für euch selbst überlegen, ihr werdet evtl. überrascht sein) und das reichte von Voice (sei es Discord oder TS) bis Musikplayer (Winamp in meinem Fall) bis hin zu Firefox mit diversen Tabs in denen manchmal nebenbei noch nen Film läuft, Mailprogram usw usw. ihr erkennt vermutlich worauf ich raus will.
Auch wenn ich zugebe, diese Programme lasten eine CPU nicht aus und es wäre auch dramtisch wenn es so wäre, aber wie sieht das aus mit der Last die sie generieren im Bezug auf die zu erreichenden FPS in Spielen ?

Der nächste Punkt der meiner bescheidenen Meinung nach dafür spricht den i5 aus der empfohlenen Zusammenstellungen zu streichen ist der Test von Assasins Creed : Origins durch Computerbase. Da kann man, leider nur am i5 der 7. Generation, ganz gut sehen was dem 4 Kern 4 Thread i5 in zukünftigen Spielen droht im Veregleich zum Ryzen 5 1600 nämlich drastisch die Rücklichter.

Abschliessend kann ich nur sagen, dass ich glaube relativ neutral zu sein was das Thema AMD/Intel angeht (hatte beides schon und das auch einige Zeit). Allerdings halte ich den i5 für rückschrittliche Technik und den R5 1600 einfach für ein Meisterwerk, dass leider von vielen die hier Konfigurationen empfehlen völlig falsch verstanden wird.
Wenn man eine Empfehlung ausspricht die davon ausgeht, dass der Käufer innerhalb von 1-2 Jahren sowieso wieder umbaut oder neu kauft, klar wieso nicht nen i5, aber in den meisten Fällen hält die CPU ewig ... wieso also nicht die zukunftsträchtigere Variante R5 Ryzen 1600 ??

Ich hoffe auf einen regen Meinungsaustausch evtl. übersehe ich einfach was, dass ist durchaus möglich und dann lasse ich mich auch gerne eines besseren belehren.

So Long

/edit: noch ein weiterer interessanter Test zum Thema von PCGamesHardware
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab mir vor kurzem selber einen i5 8600K gekauft der auch "nur" 6C/6T hat.
Was in 2-3 Jahren ist interessiert mich jetzt noch nicht. Ich möchte JETZT Leistung haben.
In aktuellen Spielen ist ein i5 8400 eben deutlich schneller als sämtliche Ryzen.

Vielleicht steigt ja die Single Core Performance mit Zen+ oder Zen2 deutlich. :)
 
Bin vollkommen bei dir was die Meinung zum i5 anbelangt.
Ob AC Origins, Battlefield, StarWars - ein Ryzen 5 mit 6-Kernen + Hyperthreading ist für die Zukunft, aber auch schon heute, das bessere Gesamtpaket.
 
Es gibt doch einen Diskussions-Thread, wo das Thema gut aufgehoben wäre:
https://www.computerbase.de/forum/t...ele-pc-selbst-zusammenstellen.215394/page-359

Aber die CPU nicht zu empfehlen ist doch Käse.
Sie kostet das gleiche wie der R5 1600 und hat im Median der Benchmarks nun mal 14% mehr Leistung.

Man kann es eh nicht allen Recht machen. Wer AC spielen will und mehrere Tasks gleichzeitig ausführen möchte, muss sich natürlich vorher informieren und zum Ryzen greifen.
 
Edelhamster schrieb:
..... ein Ryzen 5 mit 6-Kernen + Hyperthreading ist für die Zukunft, aber auch schon heute, das bessere Gesamtpaket.

Ich weiß nicht wo du deine Informationen her holst, aber in Spielen ist Ryzen den Intel CPUs zum teil deutlich unterlegen.

Hier mal der vergleich zwischen i5 8400 und Ryzen 1600X

https://www.youtube.com/watch?v=RF0x9wWxXMM

Da hat der Ryzen in sogut wie keinem Spiel die Nase vorn.
 
Den Ansatz kann ich verstehen, allerdings belegen die 3 verlinkten Tests, dass es eben NICHT so ist, dass der i5 drastisch schneller ist.

Klar in niedrigen Auflösungen ist der i5 tatsächlich teilweise drastisch schneller, aber auch das hängt jetzt schon stark vom Spiel ab. Bestes Beispiel bleibt dafür ACO, aber ich hab an verschiedenen Stellen (leider habe ich die Quellen vergessen sonst hätte ich sie verlinkt) gelesen, das dies nicht das einzige Spiel ist. Angeblich ist das zum Beispiel bei Elex genauso. Und da reden wir dann nicht von einem Verhältnis von 120 FPS zu 80 FPS (wie es bei den Tests ist bei denen der i5 den R5 1600 in manchen games drastisch abhängt) sondern von 70 FPS für den R5 1600 bis nahe an unspielbar in den gleichen Einstellungen für den i5. Das finde ich wesentlich dramatischer wie 40 FPS weniger bei ner Auflösung von 1024x768, denn wer benutzt die überhaupt?

Es wird halt leider oft vergessen, dass es im Aufgabenbereich des Lesers oder des Testers liegt die Benchmarks zu interpretieren. Wenn ich einen Benchmark habe in 1024x768 in dem der i5 um 50 % schneller ist und einen in 1080p in dem der Ryzen 5 1600 um 30 % besser ist, aber beim zweiten Benchmark der i5 kaum noch reserven hat, was sagt mir das dann ?

Naesh schrieb:
Ich weiß nicht wo du deine Informationen her holst, aber in Spielen ist Ryzen den Intel CPUs zum teil deutlich unterlegen.

Hier mal der vergleich zwischen i5 8400 und Ryzen 1600X

Link siehe oben

Da hat der Ryzen in sogut wie keinem Spiel die Nase vorn.

Das ist alles in 1080p was mittlerweile, wenn man sich die breite Masse an Spielern anschaut, vermutlich die niedrigste Auflösung ist die verwendet wird. Geht man auf 1440p ist der Unterschied in den oben getesten Spielen vermutlich nahezu nicht mehr vorhanden, da dann eher die GPU zum Bottleneck wird.

Mir geht es nicht um Spiele in denen eh bei weitem genug FPS vorhanden sind. Mir geht es darum das Leuten JETZT CPUs empfohlen werden, die evtl. schon in 6 Monaten dem R5 1600 so drastisch hinterher hinken, dass sie die Spiele evtl. GAR NICHT mehr schaffen.

Kantico schrieb:
Man kann es eh nicht allen Recht machen. Wer AC spielen will und mehrere Tasks gleichzeitig ausführen möchte, muss sich natürlich vorher informieren und zum Ryzen greifen.

Und das sehe ich nunmal anders. Es gibt Leute die hier ins Forum für eine Kaufberatung kommen und selbst relativ wenig bis keine Ahnung haben. Und dafür ist der Forenteil auch da! Ich würde mir, wenn ich so ein User wäre, erhoffen, dass sich derjenige der da die Konfiguration empfiehlt eben mit solchen Themen beschäfftigt hat!
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, echte Kerne sind die Zukunft. Siehe Test auf pcgh: Hyperthreading ist meistens ein Nachteil.

Der 1600 kann noch so toll sein. Der 8400 kann nur 6 Kerne haben. Was bedeutet das wirklich? Es gibt Tests die einen Vorteil bei mehr als 8 Threads sehen. Aber niemand testet, ob ein 4 Kerner 2017 noch ausreicht? Nicht falsch verstehen: es gibt einen Trend zu mehr Kernen und mehr Speicher etc... Die Tests sehen aber immer einen Testsieger. Und morgen gibt es wieder etwas Besseres. Nur braucht man es? Es gibt 100000 Spieler auf Steam, die spielen einfach und die interessieren sich nicht für Kerne oder Zukunftssicher oder ...

Momentan läuft alles auf 4 Kernen. Selbst Assassins Creed Origins. Und die Zukunft? Keiner weiß was, denn Hellsehen kann niemand.

Der Käufer denkt: "OMG Assassins Creed skaliert auf mehr als 4 Threads. Ich bin veraltet. Ich muss dringend neu kaufen".
Dabei spielt der Käufer das Spiel nicht.

Der 1600(x) leidet wie alle Ryzen an -20% gegenüber Intel. Eventuell wird die Leistung in ein paar Monaten besser. Ryzen hat eine Spieleschwäche, wenn nicht alle 12 Threads genutzt werden. Selbst dann ist das in jedem Spiel anders. Und jeder Käufer spielt andere Spiele. In 5 Jahren ist der Ryzen wegen der 12 Threads bestimmt noch in der Lage Spiele zu starten, aber der 8400 auch. Aber dann gibt es für wenig Geld passende CPUs im Einsteigerbereich, die besser sind und wenig Geld kosten. Schon heute gilt der 1600 als Einsteiger CPU. Wie wird das in 5 Jahren sein? 12 Threads für unter 100 Euro sind wahrscheinlich. Die Preise fallen sowieso.


Letztlich ist meine Meinung: a.) Kaufen was man heute braucht und b.) die Unterschiede sind nicht besonders groß.
 
...du hast schon recht mit mehr threads sind toll. Aber rein aus wissenschaftlicher Sicht, ich weiß nicht wie tief drin du bist, man kann nichts parallelisieren ohne Overhead zu erzeugen.

Umso mehr threads umso mehr overhead. Manche Probleme lassen sich auch gar nicht vernünftig Parallelisieren. Daher wird für Games eine hohe IPC noch lange auch für höhere Frames sorgen.
Wissenschaftliche Anwendung (Berechnungen) lassen sich oft gut parallelisieren, aber auch bei diesen wird dann immer mehr Rechenpower mit dem Syncronisieren der Tasks anfallen.

[edit] Außerdem besteht ja ein riesen unterschied zwischen emulierten Threads und nativen Kernen. Intel sprach mal davon 25% Leistung zu gewinnen. AMD wohl derzeit von 30%. Heißt ein Intel i7 mit 4 Kernen hat dank Hyper Threading maximal die Leistung eines 5 Kerners.
 
Zuletzt bearbeitet:
Willi-Fi schrieb:
Letztlich ist meine Meinung: a.) Kaufen was man heute braucht und b.) die Unterschiede sind nicht besonders groß.

Wie gesagt ich spreche dem i5 nicht ab, dass er in vielen Games schneller ist wie der R5 1600, ich stelle die Relevanz dieses Geschwindigkeitvorteils in Frage! Erstes Spiel im oben verlinkten Youtube Video beide CPUs 200+ FPS, so what ?
Ich bin halt der Meinung dass man wenn man Empfehlungen ausspricht diese immer auch vertreten können sollte. Wenn ich mir die Anfragen der meisten User ansehe, steht da oft sowas wie 3-5 Jahre, wenn die Frage kommt wie lange der Rechner verwendet werden soll. Die meisten User sind gerne bereit dann mal die GPU zu wechseln, da dies ein relativ simpler Wechsel ist. Aber die CPU wechseln ? in 4 Jahren ?
Und das es JETZT schon mehrere Spiele gibt die den R5 1600 deutlich im Vorteil zeigen und es vermutlich eher in Richtung Spiele geht die mehr Kerne/Threads verwenden als zurück in Richtung '1 Kern reicht' ...

Überbewerte ich das ?
 
legendan schrieb:
Hab mir vor kurzem selber einen i5 8600K gekauft der auch "nur" 6C/6T hat.
Was in 2-3 Jahren ist interessiert mich jetzt noch nicht. Ich möchte JETZT Leistung haben.
In aktuellen Spielen ist ein i5 8400 eben deutlich schneller als sämtliche Ryzen.

Out of Box - ja, da hast Du recht. Die IPC ist taktbereinigt ansich gar nicht mal so weit auseinander. Das Nadelöhr an der Ryzen-Architektur ist neben dem "niedrigen" Takt leider derzeit die Infinity-Fabric. Es kommt zu Leistungseinbußen wenn Threads über CCX hinweg geschoben werden. Wenn Du alle 2-3 Jahre aufrüstest und keine lust auf was Feinarbeit/Fummelei hast, ist es ja auch völlig legitim einen i5-8400 zu nehmen. Wenn man allerdings seine Plattform länger behalten möchte, würde ich einem doch ans Herz legen einen Ryzen 1600 oder direkt 1700 zu kaufen. Mit Boxed Kühler gehen die meisten Problemlos auf X Nivau oder leicht darüber. Dazu noch für Ryzen optimierten schnell 3200+er VLL RAM vom Schlage des G.Skill Flare X und man ist annährend gleichauf, jedoch mit mehreren Threads, bei annährend gleichem Preis.

Nehmen wir mal, Herstellerunabhängig ein extrem Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit:

i5-2500 non K mit 08/15 1333 RAM - keine ungewöhnliche Kombination "damals" vs.
i7-2600K @ 4,5GHz mit 2133 oder 2400er RAM
Natürlich hinkt der Vergleich ein wenig, da man mit dem 2600K mehr Takt und Threads hatte. Dennoch hätte man damals besser etwas mehr investieren sollen, und wäre heute noch gut dabei, wenn man nicht gerade auf 144FPS/Hz spielen möchte. Ähnlich verhält es sich meiner Ansicht nach, wenn man heute neu kauft.

Hier sieht man zu was ein 1700er @3,9Ghz gegen einen 5Ghz 7700K bei gleichem RAM fähig ist, bei nicht auf exessiven Multithreading optimierten Titeln / Engines.
https://www.youtube.com/watch?v=S6yp7Pi39Z8

Daher kann ich die Absicht des TE schon verstehen, ein kaum lieferbaren 8400 aus den Empfehlungen raus zu nehmen, und einen Ryzen 1600 hinzu zu nehmen.
 
Überbewerte ich das ?

Ja.

Schon allein aus wirtschaftlicher Sicht werden sich die 4-Kerner noch sehr lange halten. Kein Spielehersteller der Welt der Geld verdienen will wird Games auf den Markt werfen, die mit 4C zumindest nicht "akzeptabel" (dehnbarer Begriff) laufen.
Zudem, das hier ist ein Enthusiasten Board und die Hardware der User hier ist keinesfalls repräsentativ für das was in der freien Wildbahn zum gaming so genutzt wird.

Es gibt den Trend zu mehr Kernen, ja, aber zumindest im Gamingbereich wird der Fortschritt langsam vonstatten gehen, gekoppelt an die Marktdurchdringung von 6+ Kernen. Solange Spiele aber noch "akzeptabel" mit 4Kernen laufen wird die nicht sonderlich rasant sein.

Ich denke wir sprechen hier von mehreren Jahren und kommen dann in Zykluszeiten wo man "eh die CPU wechselt".
Zum jetzigen Zeitpunkt macht man nicht sooo viel verkehrt mit z.B. dem 8400 und bis das wirklich relevant ist, sind auch die aktuellen Ryzen veraltet.
 
@naesh
dann guck bitte nicht nur auf de FPS, sondern auch mal auf die CPU Auslastung, der wo der Intel oft an der 80% grenze kratzt ist ryzen nichtmal bei 50%. und mal ehrlich, der ryzen schafft jedes spiel mit über 100fps, was für ne grafikkarte braucht man da bitte, um auf max Details und WQHD oder UHD diese 100 fps erstmal zu knacken....


Lange rede kurzer sinn, auf jeden fall den ryzen nehmen
 
Ich denke beide Prozessoren (i58400 und R51600)sind gleich auf einen Fehlkauf macht man mit beiden aktuell nicht.

Und auch im diesem Thread wurden wieder viele Gründe für diese These genannt.
 
Ich denke, dass der Vorteil des 1600 in den nächsten 2 Jahren etwa genauso groß ist wie der des i5 bei vielen aktuellen Titeln, nämlich vernachlässigbar.

Und wenn der i5 mit einem nicht überdimensionierten Board kombinierbar wird, ist der in meinen Augen insbesondere für Käufer, die sich nicht mit OC etc. auseinandersetzen eine gute Alternative.
 
Ich hab da mal einen netten Vergleich gelesen und ich versuche das mal aus technischer Sicht etwas zu erklären (bitte nur als Beispiel sehen und nicht als wissenschaftliche Ausarbeitung):

Wir nehmen jetzt wirklich den i5 8400 gegen den ryzen 1600 (weil ich zu faul bin das X dahinter zu schreiben)
Und Daneben stellen wir den i3 7100 gegen meinen alten i5 2500.
Dazu sei gesagt: Benchmarks zielen immer darauf ab das Programm laufen zu lassen und sonst nichts.

Erst ein mal wurde bereits erwähnt: physische Kerne sind Hyperthreading deutlich überlegen, den ein Kern bearbeitet nicht nur einen Thread. Wir müssen mal etwas weg von dem "momentanen" Zeitaspekt (Threads/Kern) und zu dem Threads/Sekunde Zeitaspekt.
Und da sieht es so aus:
Einen Kern kann man wie eine Pipeline betrachten. Da können eine gewisse Breite an Operationen pro Sekunde durchgeführt werden. Das Hyperthreading kannst du dir als eine Breitenfüllung vorstellen. Wenn ein Kern nicht vollständig ausgelastet ist mit der maximalen Operationen/Sekunde, so unterstützt Hyperthreading durch zwischen Einwürfe von anderen Threads, die simultan ausgeführt werden.

Einfaches Beispiel, das nicht real ist, aber zur Verdeutlichung:
wir haben 64bit an Breite. Wir führen aber im Moment 32bit Operationen durch. D.h. wir haben einen High-Bereich (0-31tes Bit) von 32bit für eine Operation und können gleichzeitig den Low-Bereich (die hinteren 32Bit) mit einer weiteren Operation füllen und dadurch gleichzeitig verarbeiten.
Das funktioniert aber eben nicht immer (und in der Praxis funktioniert das wie ich es beschrieben habe schon garnicht). Aber das mal zur Darstellung.

Als nächstes müssen wir den Takt beachten. Und der ist meines Wissens nach bei Intel etwas höher. Sollten wir (was wir nicht machen) davon ausgehen, dass pro Taktzyklus eine Operation durchgeführt wird, so führt Intel mehr Operationen durch.

Und als letztes gibt es die Architektur und wie sie mit Speicherzugriffen umgeht. Und die macht am meisten Unterschied. Ich nehme auch dafür ein paar Beispiele:
L1/L2/L3 Cache und seine (Zugriffs)Geschwindigkeit. Je nach dem wie schnell Speicherzugriffe durchgeführt werden, wie groß die L1-L3 Speicher sind, und wie das Speichermanagement betrieben wird, können Operationen wesentlich schneller aufgerufen werden und die CPU hat keine Wartezyklen, sodass sie effektiver betrieben wird und mehr Operationen durchführt. Je nach Architektur kann das bedeuten, dass ein-Kern-CPUs schneller arbeiten als zwei-Kern-CPUs, wenn die zwei-Kern-CPUs den Speicher nicht richtig verwalten und mehr Wartezyklen haben.

Die Architektur, Verdrahtung und spezielle Bereiche für spezielle Operationen. (z.b. hab ich irgendwo gehört, dass ab der 4xxx Reihe von Intel ein spezielles Cluster für Videocodierung existieren soll, um Videos effektiver zu en- und dekodieren, während der Rest des Systems nicht vernachlässigt wird). Sogar wenn ich da was falsch verstanden habe, gehen wir davon aus, dass jeder der beiden Prozessor so einen Cluster für "Spezialfälle" hat.
Dann führt das in den Benchmarks bei den "Spezialfällen" natürlich zum Vorteil für die jeweilige CPU.

Jetzt kommen wir zum Abschluss: was heißt das denn nun? Und wieso gibt es Benchmarks bei denen der i5 8400 sogar gegen den ryzen 1700 gleich gut oder besser da steht? Und was bringt das Hyperthreading bei ryzen 1600 gegen den i5?

Zum einen ist es richtig, dass der 1600er bei der Parallelisierung besser da steht. Auch dafür gibt es Benchmarks. Aber:
Stell dir vor, dass jeder Ryzen Kern eine 100-Spurige Autobahn ist, wo die Threads drauffahren. Und das Hyperthreading sorgt dafür, dass alles gleichmäßig verteilt ist und alles gut gefüllt (Nach der Beschreibung weiter oben). Das ist super! Doch dann kommt der 8400 und hat eine 200 spurige Autobahn. Diese kann dementsprechend mehr Threads pro Kern fahren lassen.
Das nächste ist: Jedes Programm braucht vllt einen anderen Teil vom Prozessor. einige Threads fahren auf der rechten Spur und andere auf der linken. Und wenn eine Spur belegt ist, so reiht sich ein Thread hinter dem anderen an. Auch da kann es sein, dass dann bei Intel z.b. zwei Mal die Spur 98 existiert und bei dem ryzen nur ein mal, und dadurch zwei Threads, die die selbe Spur brauchen quasi gleichzeitig ausführt und der Ryzen hintereinander. Deswegen sieht man auch selten die CPU auf 100% laufen, auch wenn sie limitiert und ein Programm hängt: manchmal sind Spuren einfach frei, die nicht gebraucht werden, und Spur 98 hat einen Stau, aber wegen der Euro 6 Plakette dürfen die nicht wo anders fahren (aka wir benötigen den "Spezialbereich", aber der ist voll ausgelastet)

So wieso habe ich jetzt meinen i5 2500 gegen den i3 7100 genannt? Ganz einfach: sie haben das selbe Schicksal: der i3 ist benchmarktechnisch gleichauf, und hat theoretisch auch vier Threads. ABER: sobald tatsächlich 4 Kerne gebraucht werden, knickt der i3 ein. Und dafür kann man auch Tests ausgraben! Aber wieso passiert das? Weil das Hyperthreading nicht mehr greifen kann. Die Autobahn ist voll, es kann keine Organisation geben. Da müssen zwei zweispurige LKWs (aka Threads) nebeneinander fahren, aber wir haben nur 2 Spuren (aka 2 Kerne) und der i5 hat diese vier Spuren, um diese LKWs zu platzieren. Klar ist er ausgelastet, aber im Gegensatz zum i3 kann der i5 die LKWs umsortieren, weil der Platz existiert.

Zurück zum 8400 und 1600: Die haben dieses Problem noch nicht, weil es keine vier-fünf-sechs-spurigen LKWs gibt, die die Autobahn verstopfen. Und sogar wenn mal ein sechs-Thread-Programm gestartet wird, heißt das nicht, dass damit alle sechs Kerne gleichzeitig nur von diesem Programm ausgelastet sind.

Und das sind die Gründe wieso das Hyperthreading nur einen kleinen Unterschied und nicht in allen Szenarien macht.
Und deswegen kann sich auch der 1600er und 1700er nicht so weit vom 8400er absetzen. ABER: laste mal beide vollständig aus, und die Kerne und das Hyperthreading glänzt.

Also ja: du hast Recht, dass der 1600er auf langfristig ausgelegt ist. Das heißt aber nicht, dass der 8400er nicht auch seine Leistung besitzt, oder Dinge genauso gut Parallel durchführen kann.

Ich hab eine halbe Stunde gebraucht für diesen Text, verkneift euch die Kommentare zur Rechtschreibung, ich guck hier nicht noch mal drüber.
 
swoptrok schrieb:
Schon allein aus wirtschaftlicher Sicht werden sich die 4-Kerner noch sehr lange halten.

Es gibt den Trend zu mehr Kernen, ja, aber zumindest im Gamingbereich wird der Fortschritt langsam vonstatten gehen, gekoppelt an die Marktdurchdringung von 6+ Kernen. Solange Spiele aber noch "akzeptabel" mit 4Kernen laufen wird die nicht sonderlich rasant sein.

Danke für deinen Beitrag, dass sind tatsächlich sehr gute Punkte.

Prinzipiell geb ich dir da auch Recht. Die meisten Spiele werden es vermutlich so hand haben, aber am Beispiel AC:O und auch schon ein paar anderen Spielen, kann man ja schon sehen, dass es das ein oder andere Spiel geben wird, dass eben NICHTS darauf gibt. Die Befürchtung die ich halt habe ist, dass wenn ich Jemandem den i5 empfehle, ich ihn damit automatisch um ein paar Spiele beraube ?

Danke auch dir ProGamer für deinen Post. Da waren tatsächlich ein paar Sachen dabei, die mir das Verständnis erleichert haben. Aber wie schon mehrfach geschrieben, geht es mir nicht darum den i5 als grottig einzustufen. Mir geht es darum ob ich den ruhigen gewissens eher empfehlen kann wie den R5 1600. Und zumindest noch momentan tendiere ich eher zum R5. Ich gehe dabei immer von Leuten aus die relativ wenig Schnittpunkte mit der Materie haben und denen man so zu sagen die Entscheidung abnimmt. Wie oben geschrieben befürchte ich halt das die i5 Empfehlung den Fragesteller dann um Möglichkeiten berauben würde?
 
Zuletzt bearbeitet:
Für die Empfehlung mach es "einfach":
1. frag die Person wann sie den Rechner wieder upgraden möchte.
2. guck welches Paket günstiger ist und was momentan verfügbar ist.

Und damit kannst du schlussfolgern: für 3 jahre, danach aufrüsten und nur gaming: tendenziell i5
Für "solange möglich" und auch andere Anwendungen: Überlege, ob der Aufpreis zum ryzen 1700(x) nicht sogar überlegenswert ist, ansonsten auch tendenziell 1600(X)

Ich hab meinem Kumpel letzte Woche den 1700X kaufen lassen, weil er "solange möglich" nicht upgraden wollte... und weil der i5 nicht lieferbar ist... aber ersteres war der primäre Grund
 
DayMoe schrieb:
Es gibt Leute die hier ins Forum für eine Kaufberatung kommen und selbst relativ wenig bis keine Ahnung haben. Und dafür ist der Forenteil auch da! Ich würde mir, wenn ich so ein User wäre, erhoffen, dass sich derjenige der da die Konfiguration empfiehlt eben mit solchen Themen beschäfftigt hat!

Tja, das mit wenig Ahnung ist halt so ne Sache.
Da frage ich mich immer, ob PC-Gaming das richtige ist oder ob man sich nicht einfach lieber ne PS4 / XBOX holen sollte.

Es gibt doch mittlerweile sooo viele verschiedene Spiele, Bildschirmauflösungen und Bildwiederholraten, dass man gar keine allgemeine Empfehlung mehr aussprechen kann.
Dazu kommen noch Spiele die auf AMD und Vulkan rennen, andere bevorzugen Nvidia.

IMHO: Wer nicht weiß, was er Spielen möchte und bei wieviel FPS und welcher Auflösung sollte es lassen mit dem PC.
Mal kurz nach Benchmarks googlen gehört zur Eigenleistung, die man von jedem abverlangen kann.
 
h00bi schrieb:
Sobald man den i5 8400 auf ein günstigeres Board als ein Z370 schnallen kann wird der sogar noch interessanter.

Und genau das wird passieren, wenn Pinnacle Ridge vor der Tür steht. Damit sättigt man den Markt vor dem Zen1-Refresh gezielt. Ähnlich wie es AMD mit den 20%-Rabatt-Angeboten vor CL-Release gemacht hat^^
 
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