Inet per Kabel, Einfamilienhaus

pampelmuse

Admiral Pro
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Nabend,

soll im Haus von Bekannten Internet per Kabel von Unitymedia einrichten (falls es überhaupt machbar ist). Telefon und TV werden nicht benötigt.

Folgende Probleme:
1. in den zwei in Frage kommenden Plätzen für den Router im 1. Stock (größeres Haus) sind noch die alten Dosen angebracht. Also nur TV/Funk. SAT/Inet fehlt.
Der Überahmepunkt ist im Keller. Ist es möglich eine neue Dose anzubringen und eins der Kabel (TV/Funk) einfach in den neuen, dritten Slot zu packen (und im Keller dementsprechend ebenfalls) oder ist das Kabel für SAT/Inet ein anderes, d.h. müsste man komplett neue Kabel ziehen?

Sollte der einfache Kabeltausch nicht gehen, wollen sie sich mit DLAN behelfen. (Löcher bohren kommt nciht in Frage, geschweige denn Wände aufhacken)

Womit wir im Keller ankommen und auf Problem 2 stoßen.

Wie gesagt, Einfamilienhaus in Privatbesitz, aktuell beziehen sie ncihts über Kabel.
2. Das Haus hat Verbindung zum Kabelnetz, vor ~10 Jahren haben sie Kabelfernsehen abbestellt, da kam dann irgendjemand (vermute Drittfirma im Auftrag von UnityMedia) um die Kabelverbindung abzuklemmen.
Soweit, so gut.
Nun stammt die Installation dort im Keller noch aus den 60ern wenn ich richtig informiert bin. Wer bezahlt und nimmt dann die Installation vom Rückkanalverstärker (und ggf. Verteiler) sowie eben einer Dose (die dann ruhig im Keller "baumeln" darf? Gibt es noch mehr was gemacht werden muss?
Laut UM ist Internet an der Adresse des Hauses kein Problem, bis in den Keller zum Übernahmepunkt sollte also alles i.O. sein, richtig?

Danke im Voraus!
 
Da der Netzabschluss im Modem/Router liegt, ist alles davor Netzt Sache. Man bekommt den Verstärker und eine Mediadose gestellt von UM.
Auf dem Verstärker steht dann auch Eigentum von UM. Meist ist das alles im Einrichtungspreis drin und UM macht das alles und man muss nur sagen welche Dose die Mediadose werden soll.
Bei der alten Verkabelung würde ich eher dem Koaxkabel trauen, also Mediadose direkt in den 1. Stock, weil mit DLan hat man dann auch kein Spaß.
 
Also in den 60ern gab es noch keine Kabelfernsehen in Deutschland :) Du lässt den Kabelrouter einfach im Keller und kriegst das Internet unkompliziert und ohne Kabel zu verlegen per DLAN nach oben. Das ist kein Problem. Das Telefondose im Keller kannst Du einfach aufschalten, musst die Dose nur mit der Fritzbox verbinden. ISDN geht auch.
Ergänzung ()

Internet über Coax geht natürlich auch, ist aber 4x so teuer wie ein DLAN-Kit: http://www.amazon.de/gp/product/B00...m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_r=183CHEK55KM6HNG9G59K
 
@Olliphant

Nur ist die Dose im 1. Stock ja nciht alles. Was ist mit dem Satkabel, welches vom Keller in die Dose gehen muss? Ich hab die fragliche Dose schon abgenommen und es sind definitiv nur die beiden Kabel für TV/Funk drin (wenn ich nciht irre ist beides Coax?!)

Ist es also doch möglich, dass man nur die Dose in eine neuere mit SAT tauscht, eins der vorhandenen Coaxkabel an Sat anschließt statt bspw TV und dort das Kabelmodem?
Dann wäre dann ja alles kein Problem. Aber ist das nicht unmöglich/eine andere Art Kabel? Oder stehe ich da auf dem Schlauch?

Restliche Einrichtung ist soweit geklärt, danke.


@Kristatos, ebenfalls danke.
Wieder was gelernt. Haus ist wohl aus den 60ern und laut Auskunft wurde seitdem nichts an den Installationen (Kabel/Elektrik gemacht) das stimmt dann also schonmal nicht.
Das Telefondose im Keller kannst Du einfach aufschalten, musst die Dose nur mit der Fritzbox verbinden. ISDN geht auch.
kapier ich jetzt allerdings nicht, was hat eine Telefondose mit Kabel zu tun? ISDN brauchen sie nciht, wollen einzig und allein Internet. Und Fritzbox? Gibts auch Kabelmodems als Fritzbox?

Was DLAN angeht, ja, direkt per Coax oder Sat wäre logischerweise deutlich besser, spart Ping und wer weiß ob DLAN so gut funktioniert... Preis bei einmaliger Anschaffung ist nebensächlich. Aber Coax klingt schonmal deutlich besser als per DLAN. Mir auch neu dass das geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Installation bis zum Hausübergabepunkt nimmt UnityMedia vor. Die setzen auch die erste Dose (und weitere, wenn man haben will) und prüfen auch die Funktionsfähigkeit. Auch das Kabelmodem (oder eine Fritz!Box, wenn man haben will) wird von UM gestellt. An diesem kann man dann einfach per Ethernet einen Router dran hängen, der die weitere Verteilung im Haus übernimmt. Alles andere ist m.E. Frickelei. An das Kabelmodem kann man auch ein analoges Telefon oder eine Telefonanlage hängen, sofern man die Telefonie dazu gebucht hat (2play oder 3play). Ansonsten bleibt die Telefonverkabelung so, wie sie gerade ist.
Zum Hausübergabepunkt: Man benötigt ca. 50x50cm Platz an der Wand in der Nähe des Hausanschlußkabels sowie eine Möglichkeit, an die Hauserdung zu kommen. Zusätzlich wird auch noch eine fest installierte Stromdose benötigt. Diese Voraussetzungen habe ich bei UM leider noch nicht online gefunden, das war zumindest das, was der Techniker letzte Woche bei mir im Keller haben wollte, als er die Installation durchgeführt hat. Hat ca. 3 Stunden gedauert, wir mussten noch eine Aufputzsteckdose kaufen und von einer Verteilerdose aus anklemmen. Den Rest (Erdungskabel, Koaxkabel, Stromkabel, Anschlußbrett, Verstärker, Kabeldosen usw.) hatte der Kollege dabei.
 
pampelmuse schrieb:
@Olliphant

Nur ist die Dose im 1. Stock ja nciht alles. Was ist mit dem Satkabel, welches vom Keller in die Dose gehen muss? Ich hab die fragliche Dose schon abgenommen und es sind definitiv nur die beiden Kabel für TV/Funk drin (wenn ich nciht irre ist beides Coax?!)

Ist es also doch möglich, dass man nur die Dose in eine neuere mit SAT tauscht, eins der vorhandenen Coaxkabel an Sat anschließt statt bspw TV und dort das Kabelmodem?
Dann wäre dann ja alles kein Problem. Aber ist das nicht unmöglich/eine andere Art Kabel? Oder stehe ich da auf dem Schlauch?

Hier ein Überblick der verschiedenen Dosen, gibt auch noch andere wie Twin Sat etc.
https://de.wikipedia.org/wiki/Antennensteckdose#.C3.9Cbersicht_.C3.BCber_typische_Merkmale_von_Antennendosen

Bist du sicher das in der Dose 2 Kabel ankommen? Dann würde ich denken der UM Techniker nimmt sich ein Kabel und macht da seine Dose zusätzlich hin, da die kein Sat F-Verbinder vorsieht.

Wenn da nur ein Kabel ankommt geht es technisch auch, aber ich habe keine Ahnung, ob da UM mitmacht. Man sieht an den Spektren im Wikipedia Artikel, das die Sat und Daten Frequenzen nebeneinander existieren können. Man nehme so eine Dose:
http://www.antennenland.net/btv-MMD-10-SAT für den ersten Stock und in Keller dann noch eine Einspeiseweiche.

Probleme die ich sehe:
-Galvanische Trennung
-macht das der Rückkanal so einfach mit
-macht UM da mit

Nimm das nur mal als Idee mit und besprich es vor Ort mit einem Fachmann, das spielen viele Faktoren rein, vor allem UM Politik.
Router im Keller und DLan ist halt ein no brainer.
 
Es ist eine Zweilochdose, ob Stich oder Durchgang keine Ahnung (Unterschied?), und es kommen definitiv zwei Coax Kabel aus der Wand. Bin heute Abend nochmal da, mache dann ein Bild. Wenn es machbar ist daneben einfach noch eine Dose zu setzen (oder die eine zu ersetzen) wäre es ja perfekt.
Werde dann heute Abend nochmal mit ihnen sprechen dann sollen sie es bestellen und wenn der Anschluss gemacht wird wird es schon irgendwie machbar sein, kann ja dabei sein, habe die nächsten Wochen Urlaub^^
 
Nur weil eine Dose zwei Anschlüsse hat, heißt das nicht, dass zwei Kabel vorhanden sind. Die meisten Dosen sind Frequenzweichen, ein Kabel geht hin und pro Anschluss kommt ein bestimmter Frequenzbereich raus. Siehe die verlinkte Dose oben, ein Kabel geht rein und die Dose hat vier Anschlüsse.

Durchgangs Dose + Terminierung = Stichdose

Wie bei jedem HF System will man am Ende eine Terminierung haben, sonst gibt es Rückreflexionen.
 
Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr ob nun zwei oder ein coax Kabel aus der Wand kamen.

Der Techniker hat ihnen einfach eine neue Dose gesetzt und die Installation, Verteiler und Co ganz klassisch in den Keller.
Viel Aufregung um nichts.
 
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