News Infineon will bis zu 3.000 Stellen streichen

Dann haben aber auch die Manager versagt, wenn der Speicher zu billig ist, dann muss man sich längerfristige Verträge sichern mit festen Abnehmern. z.B. ATI Grafikkartenspeicher wäre doch optimal oder in Komplettrechnern. Ansonsten bin ich zwar gegen eine Auslagerung aber wenn nur Verlust gemacht wird, macht die Fabrik dicht und baut sie in Osteuropa wieder auf.

Lasst die Entwicklungsabteilung aber in Deutschland. Und der Einkauftspreis der Materialien ist überall quasi gleichhoch, der Materialpreis kann also kein Argument sein. Ansonsten könnte ATI helfen indem sie die Preise für ihre Grafikkarten erhöhen und einen Teil davon weiterreichen. Nvidia steht ja auch ordentlich unter Preisdruck wie man hier lesen konnte.
 
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<klugscheiß> Peter Bauer ist Vorstandssprecher, nicht Vorstandsvorsitzender </klugscheiß>
 
Ganz normal.
Es ist einfach ein Unding, dass immer rumgeschrien wird wenn Unternehmen Mitarbeiter entlassen, aber wenn Mitarbeiter eingestellt werden ist es die normalste Sache auf der Welt.
Ein sicherer Arbeitsplatz der 40 Jahre sicher bleibt ist nunmal Wunschdenken, das funktioniert in einer freien Marktwirtschaft nicht, hat es auch noch nie.

Die Entwicklung geht nunmal dahin dass man als Arbeitnehmer ebenso flexibel sein muss wie der Arbeitgeber. Man muss sich selber als Dienstleister sehen, man arbeitet nicht fest für ein Unternehmen, sondern bietet dem Unternehmen seine Dienstleistungen an. Dass diese nur zeitlich begrenzt benötigt werden sollte einem dann klar sein. Auch wenn diese Mentalität noch nicht vorherscht, es wird in Zukunft nunmal das Arbeitnehmer-Modell werden.
 
bamchen schrieb:
...
Ein sicherer Arbeitsplatz der 40 Jahre sicher bleibt ist nunmal Wunschdenken, das funktioniert in einer freien Marktwirtschaft nicht, hat es auch noch nie....
Nicht nur in der Marktwirtschaft - in der Planwirtschaft funktioniert das genausowenig, wie der Staatskommunismus mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch in den 80ern aufgrund dieser unbedingten Arbeitsplatzsicherung bewiesen hat. ;)

Wenn wir uns immer gegen die Automatisierung, also immer höhere Arbeitskrafteffizienz geweigert hätten, würden heute noch Kinder in Bergwerken die Kohle mit der Picke kratzen müssen. Wir müssen Arbeitsplätze abschaffen und neuartige Arbeitsplätze schaffen, dafür müssen immer wieder Arbeiitskräfte entlassen, umgeschult und woanders wieder eingestellt werden. Man macht die Welt nicht menschlicher, wenn man sich dagegen verweigert, sondern indem man die Bedingungen für Umschulung verbessert (da muss Staat investieren, nicht bei der Arbeitsplatzsicherung) und den mittlerweile schwachsinnigen Rentenarbeitsjahrzähler abschafft, weil es einfach unhaltbar ist, dass ich mindestens 40 Jahre am Stück gearbeitet haben muss (was ich nie schaffen werde) um den vollen Rentenanspruch (in Prozent vom durchschnittlichen Arbeitsgehalt) zu bekommen.
 
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bamchen schrieb:
Man muss sich selber als Dienstleister sehen, man arbeitet nicht fest für ein Unternehmen, sondern bietet dem Unternehmen seine Dienstleistungen an. Dass diese nur zeitlich begrenzt benötigt werden sollte einem dann klar sein. Auch wenn diese Mentalität noch nicht vorherscht, es wird in Zukunft nunmal das Arbeitnehmer-Modell werden.
Naja, dann sollen sich die Arbeitgeber aber auch nicht beschweren, dass man sich mit seinem Arbeitsplatz nicht mehr identifiziert und man wieder weg ist sobald man ein besseres Angebot vorliegen hat.
 
Wer sagt, wir leben nach der "Geiz ist geil" Mentalität, hat wohl die Realität verschlafen. Viele Produkte sind teurer als früher. Außerdem können sich eben viele keine richtig teuren Markenteile leisten, weil ihr Chef zu geizig ist mehr Lohn zu zahlen, schon mal daran gedacht?

Aktienunternehmen entlassen Mitarbeiter, wenn sie weniger Gewinne einfahren, weniger an ihre gierigen Aktionäre ausschütten können usw..
Außerdem sind Probleme oft hausgemacht, siehe unfähiges Management.

Chips werden wirklich überall eingesetzt, weshalb es nicht sein kann das die Nachfrage dauerhaft gering ist. Schließlich müsste dann auch die Nachfrage bei Elektronikprodukten gering sein. Wohl eher sollte man die Probleme beim Management suchen.

Wenn ich mir einen PC zusammenbaue (siehe Signatur), dessen Teile alle aus China stammen und er insgesamt 700 EUR kostet, ist das nicht billig;)
 
VAIO schrieb:
Aktienunternehmen entlassen Mitarbeiter, wenn sie weniger Gewinne einfahren, weniger an ihre gierigen Aktionäre ausschütten können usw..
Außerdem sind Probleme oft hausgemacht, siehe unfähiges Management.

Chips werden wirklich überall eingesetzt, weshalb es nicht sein kann das die Nachfrage dauerhaft gering ist. Schließlich müsste dann auch die Nachfrage bei Elektronikprodukten gering sein. Wohl eher sollte man die Probleme beim Management suchen.

Hallo,

irgendwie beschleicht einen das Gefühl das sich der Verfasser des zitierten weder mit dem Inhalt des Threads noch mit der Materie an sich auseinandersetzen möchte.

Also nochmal: Die Fa. Infineon hat seit ihrem Bestehen noch NIE einen Gewinn ausweisen können. Dementsprechend hoch fielen auch die Ausschüttungen an die gierigen Aktionäre aus. Ziemlich genau Null Komma Null. Hinzu kommt der Aktienkurs der sich wieder mal auf Talfahrt befindet. Das mit der Gier fällt da wirklich sehr schwer.

Und ja, Chips werden tatsächlich überall und in Mengen benötigt. Nur, was sagt das schon?

Ein hoher Bedarf bedeutet ja noch lange nicht das man diese in Deutschland konkurrenzfähig fertigen kann.

Gruß
 
Daran anfügend: Viel Umsatz bedeutet auch noch lange nicht, dass man seine Rechnungen bezahlen kann - und genau das ist bei Infineon das Problem. Wer meint, dass man das Problem ohne Entlassungen lösen könne, kann sich ja gern als Manager bei Infineon bewerben. Beweist doch mal, dass ihr besser managen könnt, wenn das alles immer Manager-Fehler sind. Ein managerfehler, der hier vermutlich vorliegt, ist, dass der Produktionsmanager die Kosten durch Verteilung der Produktion auf zu viele Arbeitskräfte zu hoch getrieben hat.
 
Na haben mal wieder die Aktionäre (Banken) wieder keine Rendite bekommen? Na was macht man dann?
Hej Menschen entlassen. Wenn sie nicht kostendekent arbeiten würden dann würde eine Firma insolvenz anmelden oder dauernd neue Investoren brauchen.

Für mich was börsentypisches mal wieder..... Infineon ist seit langem in den Börsennachrichten nie positiv dargestellt worden.
 
Du siehst doch hoffentlich das Problem bei Infineon. Das hat mit zu niedriger Rendite nicht mehr viel zu tun, wenn man seit bestehen erst einmal einen kleinen Gewinn verbuchen konnte. Also ja zwangsläufig muss die Pleite folgen, wenn man nichts daran ändert.

Es ist was anderes, wenn eine AG ständig Gewinne schreibt und dennoch Leute entlässt. Dies ist hier aber einfach nicht der Fall, insofern ist das einzige börsentypsiche, dass man die Aktien angesichts des Pleitegeiers besser nicht anfasst.
 
@BOOMsDAY

Und irgendwie hast du meinen Kommentar nicht verstanden.

Erstens, schrieb ich Aktienunternehmen, sozusagen bezog sich das auf die Allgemeinheit der Aktiengesellschaften (z.B. Deutsche Bank, Conti etc.).
Zweitens, schrieb ich, dass das Problem beim Management von Infinion zu suchen ist, da unfähig.

Und drittens, gebe ich @Kartoffel2000 recht, da Infinion schon längst Insolvenz hätte anmelden müssen, weil ein Unternehmen das nur im Minus ist, doch irgendwann zahlungsunfähig seien müsste. Außer, Investoren schießen dem Unternehmen immer Gelder zu.




@MountWalker

Nein überhaupt nicht, wie können wir bloß das unschuldige Management angreifen, so was geht doch nicht ;)

Managementfehler sind die meisten Ursachen in gefragten Branchen, weshalb Firmen schlechte Zahlen schreiben, jedoch sicherlich nicht die einzigen.
 
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VAIO schrieb:
... dass das Problem beim Management von Infinion zu suchen ist, da unfähig....
Super Begründung. Also fassen wir zusammen, schreibt ein Unternehmen rote Zahlen sind das "Management-Fehler, da unfähig". :lol: Nochmal: Ein möglicher Management-Fehler besteht darin, die Produktion zu arbeitskraftreich (und damit zu kostenintensiv) zu gestalten. Diesen "Management-Fehler" behebt man durch Entlassungen, man vermeidet ihn, indem man gar nicht erst mehr Leute einstellt, als benötigt werden...
 
Super, du hast den Punkt der Unfähigkeit des Managements selber beantwortet und zwar mit folgendem Satz:

„indem man gar nicht erst mehr Leute einstellt, als benötigt werden“

Was schließt man daraus? Das Management ist schuld. Und nicht nur in Personalfragen, sondern auch in Sachen Entwicklung, Vertrieb und Marketing. Komisch, dass sich Unternehmen wie z.B. Texas Instruments auf dem Chip-Markt gut behaupten können, zumindest besser als Infinion.

Außerdem solltest du auch den Kommentar lesen, der an dich gerichtet war, denn da schrieb ich, dass auch andere Faktoren ein Rolle spielen, jedoch viel kleiner ausfallen ;)
 
VAIO schrieb:
...sondern auch in Sachen Entwicklung, Vertrieb und Marketing.
Sind die Infineon-Chipdesigns denn unterlegen? Belege das doch mal mit einer Quelle! Einfach nur Modephrasen wiederholen, die gut und solidarisch klingen, bringt niemanden weiter.
 
@MountWalker

Bitte das Gesamtpaket betrachten und nicht NUR einzelne Punkte aufgreifen, siehe Personalfragen, Entwicklung, Vertrieb und Marketing.

Die Chips sind nicht unterlegen, aber überlegen auch nicht (Stichwort: Entwicklung). Klar das man dann einfach das beste Angebot aussucht, meinste nicht (Stichwort: Vertrieb und Marketing)?

"Einfach nur Modephrasen wiederholen, die gut und solidarisch klingen, bringt niemanden weiter."

Ich bin kein Populist, wie du in meinen inhaltlichen Beiträgen unschwer erkennen kannst, also stammen die Phrasen nicht von mir ;)
 
Und BMW-Motoren laufen nicht mehr mit Infineon-Chips? Infineon ist häufiger in den nachrichten als TI, über Aufmerksamkleit kann man sich also nicht beklagen. Aber woher nimmst du denn nun, dass das Marketing von infineon schlecht ist? Was spricht dafür? Achso, verstehe, weil sie Verluste machen muss das Marketing ja automatisch schlecht sein. :evillol:
 
@MountWalker

Wer so oft nur schlechte Zahlen schreibt wie Infinion, ist sicherlich Dauerthema in den Medien. Gewiss nicht wegen seiner Produkte.

Übrigens ist TI weit verbreiteter als Infinion, dies wiederum zu bereits genannten Punkten zurückzuführen ist.

Was bringt mir ein Chip in BMW Motoren, wenn z.B. 90% der Elektronikindustrie andere Chips verbaut? „Super, BMW ist unser Kunde...haha....und trotzdem sind wir Pleite. Wir haben es leider versäumt unsere Produkte auch bei vielen anderen Firmen zu vermarkten.“

Egal wie du es dir also recht machst, das grob fahrlässige Management in Schutz zu nehmen, es wird nicht klappen;)
 
VAIO schrieb:
... dies wiederum zu bereits genannten Punkten zurückzuführen ist.
...
Wo ist der Beleg dafür, was die Ursache ist? Meine katze ist gestorben - ist das jetzt darauf zurückzuführen, dass sie sich ständig geleckt hat? Und was bedeutet ein alölgemeiner Chipumsatz ohne die betroffenen märkte zu betrachten? infineon stellt keine Taschenrechner her, TI macht das. Außerdem ist TI der Produzent von Chipdesigns anderer Chipentwickler, wie bspw. eineds Großteils der ARM-Industrie (vergleichbar mit TSMC) - auch das ist ein Markt, mit dem Infineon nichts zu tun hat.

MTU hat als Motorenbauer sehr viel geringeren Absatz als Audi - muss sich MTU deswegen schlecht fühlen?
 
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Hallo,

also ich halte diese, mittlerweile üblichen, Statements bzgl. Fehlern im Management für viel zu kurz ausgeholt.
Es ist offensichtlich das insbesondere in den Jahren 2004-2006 in der Führungsetage ein bedenkliches Durcheinander geherrscht hat. Auch auf den jährlichen Aktionärsversammlungen musste schon mal gelegentlich der Ordnungsdienst bemüht werden.

Ich denke aber dies ist nur ein Teilaspekt der Krise bei Inf..

Ich sehe eher ein generelles Strukturproblem.
Es ist durchaus möglich gute und nachgefragte Produkte zu fertigen und Technisch auf der Höhe der Zeit zu sein, aber wirtschaftlich hinten herunter zu fallen.

Oder andersherum: Es gibt andere Firmen die es einfach besser (wirtschaftlicher) können. Und diese sind augenscheinlich eher im fernöstlichen Raum zu finden.

Für mich sieht es so aus als ob dieser Teilbereich (Chipfertigung) der Elektronik in Deutschland einfach nicht überleben wird. Zumindest gilt dies für Massenprodukte.

Ähnlich ging es ja vor einiger Zeit mit der Konsumerelektronik. Hier gibt es mittlerweile defacto keinen deutschen Hersteller mehr. Ausnahmen sind vielleicht noch einige Edelmarken, die bringen aber nur wenige Arbeitsplätze.

Gruß
 
@MountWalker

Die Ursache? Das erklärt der aktuelle Chef von Infineon teilweise im folgenden Interview:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/544/303539/text/


@BOOMsDAY

Infineons Problem sind die RAM-Speicher, da sie für einen Konsumenten im Gegensatz zu asiatischen Marken teuer verkauft werden. Faktisch also Fehler des Managements. Denn, hätte man die Belegschaft nicht so großzügig und unüberlegt vergrößert und hätte man andere Maßnahmen (z.B. eine verbesserte Fertigung) getroffen, könnte man die Preise für RAM-Speicher dem Markt anpassen. Auch hätte man viel früher, Überlegungen zur Umwandlung des Unternehmens in ein reinen Hightech-Zulieferer für die Industrie (Automobil, Telekommunikation, etc.) in Erwägung ziehen müssen, da hier Infineon-Chips sehr gefragt sind.

Stattdessen hat das Management fett verdient, unnötiges Personal eingestellt und die RAM-Speicher zu hohen und nicht konkurrenzfähigen Preisen verkauft. Klar das man sich so im Markt nicht etablieren kann. Ist also vieles auf das Management zurückzuführen, wobei natürlich andere kleinere Faktoren auch ein Rolle spielen, jedoch nicht nennenswert sind.

Rückblickend betrachtet hatten die Probleme bereits noch vor der Abspaltung von Siemens begonnen. Jedoch hätte man kurz darauf mit der Umstrukturierung des Unternehmens beginnen müssen.
 
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