Ich wünsche mir Forenbeiträge, die gut lesbar sind. In einigen wenigen Fällen habe ich die Leute mit einer privaten Nachricht angeschrieben und sie darum gebeten, ihren Text doch bitte noch einmal durch eine Rechtschreibprüfung zu jagen.
Eine wie auch immer geartete Textverarbeitung sollte doch eigentlich fast jeder auf seinem Rechner haben. Diejenigen, auf die das nicht zutrifft, sollten sich überlegen, wie sie die Qualität ihrer übrigen Texte gewährleisten wollen. Ich denke da nur mal an Lebensläufe oder Bewerbungsanschreiben.
Auch ich mache hier und da Flüchtigkeitsfehler und vielleicht sogar Rechtschreibfehler. Das kann immer mal wieder passieren und ist nicht allzu dramatisch. Es gibt jedoch Texte, die von mir mehr als die normale Aufmerksamkeit verlangen, um den Gedanken zu folgen. Bei manchen Usern (namentlich Perfekt!57) liegt das an deren Schreibstil, bei anderen liegt es daran, dass unverhältnismäßig viele Rechtschreibfehler im Text sind, die manchmal sogar das Textverständnis beeinträchtigen. Wenn ich mich beim Lesen fragen muss, was der Schreiber denn nun eigentlich aussagen will, dann stimmt etwas nicht.
Absätze und Satzzeichen können sehr viel zur Lesbarkeit beitragen. Das gilt auch für die Wortwahl. Um ein aktuelles Beispiel zu nennen: Es macht einen Unterschied, ob unser Admin Steffen schreibt, das nunmehr die Newskommentare bewertet werden können, wenn er in Wirklichkeit sagen will, dass die Sachlichkeit der Newskommentare bewertet werden soll. Das ist ein himmelweiter Unterschied.
Ich behaupte mal von mir, dass ich mir insbesondere bei der Erstellung längerer Texte etwas Mühe gebe. Und wenn ich in einem Zweizeiler von mir nachträglich einen Fehler entdecke, bin ich mir nicht zu schade, die Editierfunktion zu nutzen, um den Fehler auszumerzen.
Das „schriftstellerischen Fähigkeiten“ der CB-User sind recht unterschiedlich. Manch einer formuliert schnell und präzise, während andere um jeden Satz kämpfen müssen. Das ist auch nicht der Punkt. Aber jeder kann sich Mühe geben. Wer von sich selbst weiß, dass er zu bestimmten Fehlern neigt, sollte erst Recht ein Auge darauf haben.
Meine Strategie besteht darin, dass ich unleserliche Texte einfach ignoriere. Ich lese sie nicht, wenn mir das zu anstrengend ist. Und ich kommentiere sie deshalb auch nicht. Mir ist klar, dass manche Leute vielleicht auch Probleme mit meinen Texten haben können, etwa weil Sätze zu lang geraten sind oder weil irgendwo Fremdwörter auftauchen, die man nicht unbedingt kennen muss. Das ist in Ordnung so. Damit kann ich leben. Schließlich zwinge ich niemanden, meine Ergüsse zu lesen. Das entscheidet jeder Leser immer noch in Eigenregie.
Immerhin bemühe ich mich um ein einigermaßen korrektes Deutsch, auch wenn ich zugebe, für einen Forenbeitrag nicht immer die höchsten Ansprüche an mich selbst zu stellen.