News Intel stellt Itanium 9500 „Poulson“ offiziell vor

Volker

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#1
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#4
Hatte nicht HP eingeklagt, dass Intel Itanium erstmal weiterführen muss?
 
D

DieBumseBiene

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#5
Mich würde mal gerne Interessieren wie so ein Itanium ggn. ein Xeon E7 ankommt im Serverbereich zzgl. Preis/Leistung.
 

r4yn3

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#6
Blöde Frage, wo liegt die Stärke eines Itanium im Vergleich zu einem Xeon? Hab nur was im Hinterkopf das Itanium eine reine 64bit CPU ist, aber das wird ja nicht alles sein oder?
 

calluna

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#8
@r4yn3

Zum Beispiel Hot-Swap bei den CPUs. Ansonsten... versucht es einmal mit Google. Na ja, ich weiß noch, als ich vor vielen Jahren das erste mal von Intels Itanium / EPIC las, da dachte ich noch, dass wäre die Zukunft und endlich das Ende von x86.
 
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#9
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#10
Mich würden mal die Abnahmemengen interessieren pro Generation...
 
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#11
Mich würde mal gerne Interessieren wie so ein Itanium ggn. ein Xeon E7 ankommt im Serverbereich zzgl. Preis/Leistung.
Das sind unterschiedliche Einsatzzwecke. Die Itanium kommen in Höchst-verfügbar Systeme. (oder Mission Critical)
Doch es sind Server für Mission Critical Systeme z.B. die Superdome von HP

Der Vorteil der Prozessoren liegt ein den RAS Featuren, wodruch sie vielmehr HW Fehler udn Probleme abfangen oder klar identifizieren können als es die XEON7500 können die auch schon einige RAS Features haben.

Ausserdem waren die Prozessoren mal sehr Effizient (das heißt viele FLOPs pro Taktzyklus)
 

Simon

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#13
Das sind unterschiedliche Einsatzzwecke. Die Itanium kommen in Höchst-verfügbar Systeme. (oder Mission Critical)
Dafür sind die Xeon E7 letztlich ebenfalls gedacht.

Die Liste an RAS-Features ist mit der Nehalem/Westmere-EX-Generation schon ziemlich lang geworden:
http://www.intel.com/content/dam/ww...te-papers/xeon-e7-family-ras-server-paper.pdf

Im Vergleich zum Itanium fehlt da nicht mehr wirklich viel.

Mit der Ivy-Bridge-EX- oder später gar Haswell-EX-Generation wird der Unterschied in dieser Hinsicht wohl kaum noch sichtbar sein.
 
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#14
HP hat damals zusammen mit intel die Itanium-Serie entwickelt. Dafür hat man bei HP die PA-RISC-Serie sterben lassen. Genauso wie die Überreste des Alpha-Prozessors, welche dank Übernahmen zuerst bei Compaq und dann bei HP gelandet sind.

Diese Architektur war von Anfang an eine Totgeburt. Es ist wohl AMD's grösster Erfolg, dass sie intel mit der AMD64-Befehlssatzerweiterung die neue Architektur vermiest haben.

Für ein paar ausgewählte Grosskunden und HP wärmt man den Itanium halt noch ein bisschen auf, bevor man ihn sterben lässt.

In Sachen "Mission-Critical-Business" kann ich die Meldung nur bedingt ernst nehmen. Gerade dort hat der Itanium nämlich nur einen sehr eingeschränkten Marktanteil. Dort ist immer noch SPARC in den neueren Reinkarnationen sehr verbreitet. Es geht ja nur darum, dass man bestehende Itanium-Installationen noch weiter betreiben kann. Es ist niemand so dumm und stellt noch neue Itanium-Installationen auf. Die hätten schlicht keine Zukunft.

Hab vor kurzem mal mit einem Verantwortlichen eines grösseren Telekommunikationskonzerns in der Schweiz geredet. Dort kauft man immer noch SPARC-Kisten von Oracle, weil die Zuverlässigkeit eben doch noch etwas über der von normaler Serverhardware liegt. Dass man dafür deutlich mehr zahlt, spielt dort keine Rolle. Die Hardware-Kosten machen dort gerade mal 1% des Budgets aus. Die Kosten bei einem Ausfall wären aber kaum zu tragen.
 

Luffy

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#15
Wie siehts mit dem Elbrus team bei Intel aus? Wieviel Elbrus ist im Itanium?
 
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#16
Wenn man den damaligen offiziellen Verlautbarungen trauen darf bzw. den Gerüchten, welche damals gestreut wurden, dann war ziemlich viel Elbrus im Itanium drin.

Die EPIC-Architektur des Itanium hat soweit mir bekannt einen direkten Bezug zum Elbrus-Team.

http://de.wikipedia.org/wiki/Intel_Itanium
http://de.wikipedia.org/wiki/Intel_Itanium_2
http://en.wikipedia.org/wiki/Itanium
http://de.wikipedia.org/wiki/Elbrus_2000
http://www.tomshardware.de/intel-kauft-russisches-itanium-killer-team,news-8644.html

Wirklich durchgesetzt hat sich EPIC aber nicht. VLIW hingegen schon.

Itanium war wohl ein zu radikaler Bruch. Und eben auch nicht für alle Anwendungen effizient. Heute geht die Entwicklung auch mehr in Richtung Energie-Effizienz. Leistung pro Watt heisst das Zauberwort.

PA-RISC war (IMO) ein ziemliches Geschwür. Fand SPARC, MIPS oder PowerPC/PowerRISC deutlich interessanter und attraktiver. Dass HP mit intel für den Itanium zusammengespannt hat um u.a. PA-RISC zu ersetzen war damals auch mit den Kosten verbunden: HP hätte die PA-RISC-Weiterentwicklung nicht mehr finanzieren können und die Architektur war in einer Sackgasse. Intel wiederum wollte noch einen potenten Partner ins Boot holen, weil Itanium auch für intel ein sehr grosses finanzielles Risiko war. Unter dem Strich haben beide Unternehmen zig Milliarden Dollar mit Itanium verbraten. Es war das deutlich grössere Fiasko als mit der Netburst-Architektur. Nur hat man es in der Öffentlichkeit nicht wirklich wahrgenommen.

Es ist aber auch was von Itanium bei der "normalen" intel-Architektur hängengeblieben: (U)EFI hatte seinen Ursprung beim Itanium. Erst mit dem Itanium hat sich intel durchgerungen das verstaubte BIOS zu ersetzen. Ein normales BIOS wäre für Itanium nicht brauchbar gewesen.

Ich trauere aber immer noch OpenBoot bzw. OpenFirmware nach, welches auf den Sun SPARCs, den IBM RS/6000 und den PowerPC-Macs gebräuchlich war. Diese Firmware war viel schlanker und wirklich auf's Wesentliche reduziert. (U)EFI kann schon fast zu viel. Deshalb eben auch Sicherheitsprobleme, welche dann wieder mit UEFI-SecureBoot zugepflastert werden müssen. OpenBoot/OpenFirmware war aber auch sehr mächtig. Auf dem Mac hatte kaum jemand ne Ahnung von den Möglichkeiten von OpenBoot/OpenFirmware. Ich habe es damals auf Sun-Kisten gelernt und konnte meine Erfahrungen dann auch auf den PowerPC-Macs brauchen.
 

calluna

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#17
@pipip

Du meinst es wohl genau umgekehrt? ;-) Aber wir sind dort bereits angekommen. Einzig bei sehr mobilen Geräten gibt es noch wenige Vorteile. Diese Hoffnung hatte ich vor rund 12 Jahren, da sah das alles noch anderes aus.
 

nofunawo

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#18
....
In Sachen "Mission-Critical-Business" kann ich die Meldung nur bedingt ernst nehmen. Gerade dort hat der Itanium nämlich nur einen sehr eingeschränkten Marktanteil. Dort ist immer noch SPARC in den neueren Reinkarnationen sehr verbreitet. Es geht ja nur darum, dass man bestehende Itanium-Installationen noch weiter betreiben kann. Es ist niemand so dumm und stellt noch neue Itanium-Installationen auf. Die hätten schlicht keine Zukunft...
Also Du scheinst ja etwas Ahnung von dem Gebiet zu haben und ich stimme Dir zu, dass der Itanium im Sterben liegt ABER SPARC ist schon beerdigt. Das der Martanteil von SPARC im MC-Segment höher ist, als der von HP, ist eine kühne Behauptung. Hast Du da auch Belege für?
 
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#19
Z.B. verkauft Oracle/Sun nach wie vor ziemlich aktiv SPARC-Kisten. Ebenso Fujitsu. Gerade im Telekommunikations-Business sind die Dinger recht verbreitet. Es sieht nicht danach aus, dass die SPARC-Entwicklung eingestellt wird.

Siehe dazu:
http://www.oracle.com/us/products/servers-storage/servers/sparc-enterprise/030570.htm
http://www.oracle.com/us/products/s...rc-enterprise/public-sparc-roadmap-421264.pdf
http://www.oracle-downloads.com/sparc25info/

Dass Oracle/Sun mehr Marktanteil als HP im MC-Bereich hat würde ich jetzt nicht gerade behaupten. Wirklich verlässliche Zahlen gibt es kaum. Aber das Geschäft von HP besteht auch nicht vornehmlich aus Itaniums. HP ist auch ein Gemischtwarenladen. Oracle/Sun war und ist traditionell sehr stark im Mission-Critical-Bereich. Itaniums waren und sind nur eine kleine Nische, welche immer kleiner wird.

Früher war Sun ja mal der absolute Rekordverkäufer bei den UNIX-Workstations. Dort hatte man ca. 90% des Marktes mit SPARC erobert. Die anderen (PA-RISC, MIPS, Alpha etc.) hatten jeweils nur ein paar Prozent des Marktes. Seitdem ist aber viel Zeit vergangen. Diesen Markt gibt es eigentlich nicht mehr. Hier haben sich intel/AMD mit NVidia- oder AMD-Grafik fast komplett durchgesetzt. SPARC gibt es heute fast nur noch im Serverbereich.
 
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klpp

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#20
2L84H8, vielen Dank für die Informationen.
 
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