Ist es bedenklich dauerhaft Leitungswasser statt Mineralwasser zu trinken ?

Jetzt habe ich dazu auch mal ne Frage, wobei ich da schon weiter einsteigen will. Scheint ja doch nicht uninteressant zu sein und vielleicht wisst ihr ja eine Antwort.

Wird unser Leitungswasser zu 100% gefiltert ausgegeben? Denn ich habe schon öfter was über Kleinkläranlagen für zu hause gelesen, diese können 99,9% des Abwassers filtern. Was sind die restlichen 0,1% ?

Ich spreche jetzt mal bewusst von: Eigenen Urin trinken. Wenn ich mein gesamtes Abwasser zu Trinkwasser machen möchte, was kann ich als normal-sterblicher dafür tun und kaufen?
 
Ein Freund von mir ist Wasserversorgungstechniker (von dem stammen auch die Bilder; ich habe mir das Ganze mal einen Tag ansehen dürfen) und ich antworte jetzt mal stellvertretend für den. Egal was du bei dir zu Hause installierst, den Aufwand, den ein Wasserwerk treibt, kriegst du nicht hin.

Genau das ist auch der Grund, warum Filtersysteme im eigenen Haushalt Unsinn sind. Jedem sollte einleuchten, dass computergesteuerte Filtersysteme für Millionen von Euro dem 30€ Aufbereiter überlegen sind.
 
@Onkelhitman

Eine 100% Reinigung unseres Trinkwasser gibt es nicht, zumal auf dem Weg in Deinen Magen das Wasser schon wieder verunreinigt wird :-) (@Bueller und genau deswegen sind Heimfilteranlagen (Filterung nach dem verlassen der Leitung) zur erneuten Filterung von z.B. Kupfer, Blei und Nickel eben kein Unsinn, sondern können je nach Krankheitsbild/Fortschritt + Disposition, notwendig sein #27)
Das eine Kleinkläranlage nicht die Leistungsfähigkeit einer "Großen" bieten kann, sollte vor allem im Hinblick auf den Preis und Auswand der verwendetet Filtersysteme selbsterklärend sein. Ferner gibt es eine ganze Reihe unterschiedliche Kleinkläranlagen (*klick*), daher solltest Du uns noch mitteilen, um welche es sich handelt.

Grundsätzlich denke ich, Du solltest Dich bei einem solchen Unterfangen an einen Profi wenden. Vielleicht haben wir ja einen hier :-)

VG
 
Zuletzt bearbeitet:
@Bueller
Es geht mir hier nicht um einen 30€ Filter.
@laryllan
Klar, schon alleine was an meinem Wasserhahn hängt will ich nicht wissen, obwohl man den oft genug reinigt. Daher fand ich schon die Idee des neuen Seifenspenders in der Werbung von, ich glaube Sagrotan einleuchtend, jedoch auch unsinnig, da ich den Kran ja auch noch betätigen muss. Von daher bräuchte jeder einen automatischen Seifenspender und einen Kran der automatisch Wasser ausgibt wenn man die Hand drunter hält. Aber: Durch das Spritzen des Wassers kann auch was an die Armatur oder den Kran kommen..... Wie auch immer, so genau meine ich es nicht.
Mir ist schon bewusst, dass 100% nie geht. Mich interessiert, ob es für jemanden der völlig autark in einem Wald ohne Strom und Wasser, Kabelanschluss möglich wäre, mit einer Kleinkläranlage aufgefangenes Regenwasser z.B. oder eben sein Abwasser zu filtern um es wieder rückspeisen zu können ohne an was Bösem zu sterben.

Ich hoffe immer in einem Forum auf einen Profi zu treffen. Sagen wir einfach mal, Geld wäre egal, jedes Filtersystem käme in Frage, auch hintereinander mehrere.
 
Das was du meinst sollte mittels Umkehrosmose möglich sein. Das Filtrat der Umkehrosmose ist extrem reines Wasser, mehr oder weniger unabhängig vom (flüssigen) Ausgangsstoff. Damit kann man sogar Meerwasser entsalzen! Und die NASA hat die Umkehrosmose wohl früher zur Aufbereitung von Urin verwendet....
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Geld keine Rolle spielt ist ja eigentlich fast alles machbar, wenn es um Trinkwasserversorgung und Wasseraufbereitung/Reinigung geht ist das sogar sehr gut machbar.
In unseren Breiten würde ich aber vermutlich lieber einen Brunnen anlegen als meine Abwässer zu klären und als Trinkwasser zu verwenden, einfach aus dem Grund dass ich sonst bei jedem Schluck wüßte was das Wasser einmal war^^ aber das ist ja nur Kopfsache
 
Was wäre denn am cleversten?
Nehmen wir an, ich habe ein Haus im Wald und habe folgendes "Abwasser":
- Handwaschbecken
- Toilette
- Spülmaschine
- Waschmaschine
- Regenwasser
- Grundwasser

Was wäre denn am lohnensten zu filtern? Grauwasser kann man ja anders filtern und muss es nicht auf Trinkwasserqualität bringen zum weiteren nutzen.

@legan710
Hab ich kein Problem mit. Momentan siehts doch so aus. Das Wasser aus einem Klärwerk kommt in einen Fluss. Und unser Trinkwasser kommt wo her? ;) Von daher trinken wir es ja dann doch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Umkehrosmose könntest du ja im Wald schon mal vergessen, dafür braucht man Starkstrom. Wenn keine Industrie oder größere Stadt in der Nähe ist dürfte das Grundwasser nach dem Abkochen sicherlich ohne größere Bedenken trinkbar sein.
 
Bin auch jahrelang Leitungswassertrinker gewesen und gesund. Zumindest körperlich :D Irgendwann gewöhnt man sich an die Kohlensäure und das Tafelwasser löscht den Durst nicht mehr so effektiv. Bin am überlegen ob ich nicht auf Sodamax umsteige weil ich in den 4. Stock ziehe.

Man sollte aber bedenken dass Wasser aus der Flasche eine üble Umweltverschmutzung ist. Hab mal ne Statistik gesehen wonach die Glas und Plastik Wasserflaschen die dt. Umweltbilanz ruinieren.

BTW Bonaqua ist mit Kohlensäure versetztes Leitungswasser. Kein Witz. Aber gute Geschäftsidee.
 
@s.0.s
Parfüm/Dufstoffe sind auch eine riesen Umweltverschmutzung und machen nebenbei Menschen extrem krank und isoliert sie. Juckt auch niemanden :D

Das "Abfüll" Geschäftmodell ist natürlich nicht neu, deswegen soll man sich ja auch informieren.

VG
 
Uh, ich bin bei solchen Themen immer wieder erstaunt, wie weit die Menschen schon manipuliert wurden. Ich meine es gibt bestimmt einige Länder in denen man möglichst kein Leitungswasser trinken sollte. Aber gerade in Deutschland gilt das nicht.

Wenn jemand ein schlechtes Gewissen hat, weil er Leitungswasser anstatt teures "Flaschenwasser" trinkt hat die Indusdrie alles richtig gemacht.

Mein Vater hat öfters mal gesagt, wenn du es schafft aus Schei*e Geld zu machen, wirste Reich. Und "Flaschenwasser" ist eines dieser Modelle.
 
Leitungswsser hier ist doch super ;)

Trinke ich seit Jahren und wenn man nicht gerade wie laryllan eine genetische Disposition hat, ist das auch unbedenklich. Die Kontrollen sind so stark, dass das zeug absolut trinkbar ist. Wenn man paranoide Angst vor Keimen hat, dann soll man neben eine Sagrotanfabrik ziehen. Das ist ja auch nicht gesund wenn wirklich alles vom Immunsystem ferngehalten wird. Nicht umsonst sind Kinder von Sagrotanmuttis häufiger allergisch, als welche die im Sandkasten mal ihren Sandkuchen probiert haben ;)

Sicher gibt es auch Regionen, in denen ich das Wasser nicht trinken würde, also dort, wo es wirklich farbig aus der Leitung kommt.

Leitungswasser kann aber auch mal verunreinigt sein. Letztens irgendwann wurde hier vor Trinkwasser in Potsdam gewarnt, weil sich dort Colibakterien eingeschlichen hatten. Aber über Internt und Radio gab es Warnungen und am nächsten Tag konnte man das wieder trinken. Früher wurde hier in Berlin wegen einem ähnlichen Vorfall mal Chlor ins Wasser gemischt, das haste aber auch gerochen und es wurde öffentlich davor gewarnt es zu trinken. Das sind aber Seltenheiten, prinzipiell halte ich Leitungswasser für völlig unbedenklich.

Und wie gesagt, seit Jahren trinke ich nur Leitungswasser, und wenn ich mal keine Lust auf klares Wasser habe, mach ich mir ne Limo mit dem Sodastreamer (auch mit Leitungswasser natürlich) oder geh raus und hol mir n Bier ;)
 
Anno™ schrieb:
Viel schwerwiegender finde ich die Tatsache, dass in Plastikflaschen giftige Weichmacher enthalten sind, die
sich (in geringen Mengen) von der Flasche lösen und sich dann im Wasser befinden.
Soweit ich weiß, entstehen diese Weichmacher nur bei direkter Sonneneinstrahlung.


Heretic Novalis schrieb:
...da aus dem Wasserhahn ja nur destilliertes Wasser kommt... -.-
Das Problem ist, dass man nicht weiß, wie die Mineralzusammensetzung des Leistungswassers ist, oder gibts da ne Datenbank?
Ich kauf bewusst Mineralhaltiges Wasser (Gerolsteiner z.B.). Schmeckt mir auch besser.
Heißt natürlich nicht, dass einem Mangelernährung droht, wenn man das nicht macht - auch klar.
 
Cr4y schrieb:
Soweit ich weiß, entstehen diese Weichmacher nur bei direkter Sonneneinstrahlung.
Und jetzt stell dir vor, du sitzt im Sommer mit ner PET-Flasche auf dem Balkon... Dann doch lieber ein Glas-Siphon mit Leitungswasser...

Das Problem ist, dass man nicht weiß, wie die Mineralzusammensetzung des Leistungswassers ist, oder gibts da ne Datenbank?

MUSS man das wissen? Ganz ehrlich? Ist es nicht SCHEISS EGAL? Ich kann hier aus dem Haus gehen, einen kleinen Spaziergang machen und unbedenklich offene Quellen trinken. Es ist Wasser, es ist nicht destilliert (denn das wäre ziemlich fatal), es ist nicht mit wirklich fiesen Krankheitserregern wie Legionellen belastet und es enthält keine relevanten Toxine. Es ist echt total egal, wie viel mg von dem und dem angeblich supertollen Mineral da jetzt drin stecken.

TRINK-Wasser (aka Leitungswasser) ist ein hochqualitatives Lebensmittel, das ist alles was zählt.

Diese verdammte Wasserflaschen-Gesellschaft sorgt nur dafür, dass die Umwelt unnötig belastet wird, mehr nicht. Diese ganze Tafel- und Mineralwasser-Firmen machen nix anderes, als Trinkwasserquellen anzuzapfen und im großen Stil abzufüllen. Das senkt natürlich umgehend den Grundwasserspiegel mit all den ekligen Folgeschäden. Die Mehrbelastung durch Herstellung und Transport der Flaschen bedenken wir dabei mal gar nicht... Und wozu das alles? Marketing, Umsatz, Profit.
Das geilste sind ja die Mineralwasser, die nur aus einem Namen bestehen, wie z.B. Margon. Margon hatte bis vor einigen Jahren eine eigene Quelle nebst Abfüllanlage, wurden dann aber aufgekauft und geschlossen. Jetzt wird die Brühe sonstwo abgefüllt aber weiter als Margon vermarktet, nur damit die Traditionskäufer nicht wegfallen. Schönen Dank, Werbung!
 
@ Daaron
Jeder Tag steht ein Dummer auf, man muss ihn nur finden.
Solche Firmeninhaber müssen doch vor lachen nicht mehr schlafen können :D
Wobei man das ja nicht nur beider "Trinkwasserindustrie" ankreiden kann, das gibts ja in jedem Bereich wo es um Lebensmittel / Gesundheit geht.
 
Jo, aber hier passt es halt gerade so schön. Natürlich gibts da überall so tolle Beispiele, wie z.B. "Irische" Butter. Guckt man dann mal auf das kleinen Abfüll-Code, was sieht man? Müller Milch in Leppersdorf, Sachsen...
 
ICD 10: T78.4 , G93.3 #27

Ja, ich habe das schriftlich. Den "Rest" habe ich Dir via PN geschickt.

VG
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben