Die Bildqualität hängt davon ab, mit welcher Bitrate der jeweilige Sender ausstrahlt.
Bei DVB-T ist die Bitrate am kleinsten (max. 2MBit/s, meist deutlich darunter), bei DVB-C
könnte sie höher sein, ist sie aber nicht, da die Kabelprovider unverschämt hohe Einspeisegebühren verlangen und beim Satellit ist die Bitrate an höchsten, da ausreichend Kanäle zu verfügung stehen und die Einspeisegebühren sehr niedrig sind.
Den Unterschied zwischen Analog- und Digitalfernsehen siehst du sehr deutlich bei der Ausstrahlung von Zeichentrickserien und Sportübertragungen.
Überträgt der Sender mit sehr geringer Bitrate (<2MBit/s), so ist das Bild deutlich schlechter als Analogfernsehen. Bestes Beispiel ist Eurosport via DVB-T -- einfach grausam.
Das absolut gegenteilige Exempel ist Premiere - kein Vergleich zu Analogfernsehen, sondern gestochen scharf.
Aber um auf deine Frage zu DVB-C zurück zu kommen. Die meisten Sender senden in ausreichender Bitrate, die zumindest qualitativ gleichwertiges Bild zum Analogfernsehen bietet. Qualitätsverbessernd kommt hinzu, dass du keine "Geisterbilder" und keine "Silberfische" mehr hast. Dafür kommt es bei Empfangsstörungen zu zum Teil erheblichen Artefakten und Tonverzerrungen bis zum kompletten Senderausfall. Die Fehlertoleranz von Digitalfernsehen ist deutlich geringer als beim analogen TV.
Wobei es bei Digital-TV doch eigentlich nur die zwei "Zustände" Bild (und dann in perfekter Qualität) oder kein Bild geben dürfte.
Das ist so nicht richtig.
Das Bild wird dir per MPEG-Stream zugestellt. Und zwar live, dein Receiver kann also nicht, wie bei einer Netzwerkverbindung, defekte Datenpakete erneut anfordern. Durch Störungen werden nur einzelne Datenpaktete gestört. Dein Receiver versucht jedoch mit Gewalt aus dem Rest noch ein brauchbares Bild zu erzeugen.
Die Folge ist, dass bei Empfangsstörungen lediglich einige Teile des Bildes fehlerhaft dargestellt werden. Erst wenn die Störungen so stark sind, dass dein Receiver kein Bild mehr berechnen kann, fällt der Empfang völlig aus.
Schimpft sich dieses Digital-Fernsehen dann DVB-C oder ist das wieder was anderes?
Korrekt.
DVB (Digital Video Broadcasting) - Digitalfernsehen
DVB-T (terrestrisch) ist also die herkömmliche Antenne, DVB-T gibt es in Deutschland seit kurzem nahezu flächendeckend, der Empfang ist kostenlos, kein PayTV (nur Premiere-Testkanal "13th Street")
DVB-C (cable) Digitalfernsehen über Kabel - derzeit noch stark providerabhängig und sehr teuer - frei Verfügbar sind nur ca. 30 öffentlich/rechtliche Fernsehsender
DVB-S (satellite) ältestes DVB, DVB-S gibt es schon seit Urzeiten, gigantisches Senderangebot (ca. 700 TV- und ebensoviele Radio-Programme), Empfang von DVB-S ist kostenlos (ausgenommen PayTV), bestes Hardwareangebot, relativ störungsanfällig gegenüber Umwelteinflüssen