patterchon
Cadet 4th Year
- Registriert
- Feb. 2012
- Beiträge
- 66
Mahlzeit,
ich stimme dem Themenersteller größtenteils zu und möchte das noch etwas ergänzen.
Ich lese hier gerne Technikartikel auf CB und auch viel im Forum über Desktop-PCs und deren Komponenten. Ich selbst besitze einen Desktop von 2009. Es hat mir Spaß gemacht, diesen zusammen zu bauen und die Teile dafür auszuwählen und zu erwerben.
Es kommt bei mir hin und wieder der Gedanke auf, am PC zu basteln und etwas Neues zu kaufen. Leisten kann ich mir das, ich habe einen festen Job und das Geld dafür.
Trotzdem es mich manchmal "in den Fingern juckt", wie viele es hier gerne umschreiben, sehe ich meist davon ab, mir etwas Neues für den PC zu "gönnen".
Der erste und einfachste Grund ist auch ein Thema von Jongar: der Konsum.
Fragen, die mein Verstand dann stellt:
Zudem kommt nun noch ein Punkt, über den hier kaum gesprochen wird: Umweltbelastung.
Ich rede hier nicht vom Stromverbrauch im eigenen Haushalt mit high-end-Systemen, sondern vor Allem die Belastung durch die Chipherstellung, die für fast alle Geräte nötig ist, die auf CB thematisiert werden.
Das scheint hier wenn überhaupt nur wenige Leute zu interessieren. Zumindest macht es auf mich diesen Eindruck. Warum eigentlich?
Die Chipfabriken, so wie viele Produktionen von anderen Branchen befinden sich im Ausland, allem voran Asien. Wo, wie und unter welchen Umständen die da Chips herstellen, interessiert uns hier so gut wie nicht. Es betrifft uns einfach nicht, wir wollen nur gute neue und schnelle Chips haben. Höher, schneller, weiter! Ob es der XeonV3 ist oder der neue quadCore im Smartphone, mit dem endlich Vice-City gezockt werden kann in der U-Bahn. WOW!
Manchmal hören wir Geschichten über schlechte Arbeitsbedingungen bei irgendwelche Halbleiterherstellern oder sonst was.
Wir alle können uns vorstellen, daß es vielen Produktionsstätten der Umweltschutz eher klein geschrieben wird und die Auflagen an die Verschmutzungsvermeidung die letzte Priorität haben.
An erster Stelle ist natürlich der Großkunde. Falls der irgendwann mal aufschreit, weil er evtl. als Auftragsfertiger schlechte Schlagzeilen macht, ja dann tun wir auch was für den Umweltschutz! Macht Sinn, oder?
Hier ist mal ein Bericht von Greenpeace aus dem Jahr 1999. Ist zwar nicht sonderlich aktuell, aber ich denke, da steckt sicherlich auch etwas Wahrheit drin und es wird sich nicht viel geändert haben.
Grüne Chipherstellung ist wie grüner Strom und grüne Autos: ein Gegensatz in sich. Es ist wie die Kackwurst auf dem Esstisch mit Fähnchen drin worauf steht: grüne Kacke: "Ach ja, dann können wir ja hier noch in Ruhe und schmackhaft essen, die stinkt ja nicht so und verschmutzt jetzt nicht die Umgebung so wie richtige Kacke. Toll!"
Liefe dieser Spot 2Jahre im TV, würden es 90% der Zuschauer schon fast glauben wette ich.
Was ich damit sagen will:
Bei Fragen wie - Soll ich von meinem i5-2500 auf nen Xeon-V3 umsteigen? - wird mir echt schlecht!
Keine Freundin? Kein sonstiges Leben? Das ist echt krank irgendwie.
Bei jemandem, der den ganzen Tag im Rollstuhl sitzt und sonst wenig Freuden und Hobbies hat im Leben ist das ok, ansonsten wirklich Mangel an Beschäftigung würde ich sagen. Da fällt mir nur ein: Schaut Euch mal um und entwickelt Euch mal weiter. Es gibt noch mehr tolle Dinge im Leben als der neue Chip-Shrink und dem Kumpel zeigen, wie BF4 auf nem 4K Monitor läuft und dabei abzuspritzen.
"Kurbelt" nicht andauernd die Wirtschaft an, sie hat auch schlechte Seiten. Das Thema sollte hier so ab und an mal auf den Tisch!
Und ja, ich packe mir beim Verfassen des Textes und auch sonst immer mal wieder an meine eigene Nase. Nobody is perfect!
Ok. ich hoffe, ich werde nun hier nicht verbannt von den Mods
ich stimme dem Themenersteller größtenteils zu und möchte das noch etwas ergänzen.
Ich lese hier gerne Technikartikel auf CB und auch viel im Forum über Desktop-PCs und deren Komponenten. Ich selbst besitze einen Desktop von 2009. Es hat mir Spaß gemacht, diesen zusammen zu bauen und die Teile dafür auszuwählen und zu erwerben.
Es kommt bei mir hin und wieder der Gedanke auf, am PC zu basteln und etwas Neues zu kaufen. Leisten kann ich mir das, ich habe einen festen Job und das Geld dafür.
Trotzdem es mich manchmal "in den Fingern juckt", wie viele es hier gerne umschreiben, sehe ich meist davon ab, mir etwas Neues für den PC zu "gönnen".
Der erste und einfachste Grund ist auch ein Thema von Jongar: der Konsum.
Fragen, die mein Verstand dann stellt:
- Was ist mit meinem PC? Komme ich nicht mehr klar damit? -> eigentlich läuft er super. Seit 2009 immer wieder optimiert, perfekt!
- Grafik zu schlapp, CPU zu lahm? Kann ich noch alles zocken? -> BF3 ist wohl das anspruchsvollste Game, welches ich zocke. Packt der Phenom X4 955 + 5770 in Mittel. Auf Ultra kann ich mir das angucken, ruckelt dann natürlich. Ich denke mir dann: sieht nicht wirklich schlechter aus auf Mittel. Wenn ich genau hinsehe, dann sehe ich die Unterschiede.
Aber: Jemand, der wirklich viel und intensiv, gewinnorientiert (evtl. in einem Clan) einen Shooter zockt, der legt auf andere Dinge mehr Wert: guter Sound zum Orten der Gegner, eher weniger Grafikschrott, der ablenkt.
Kann mich noch erinnern, wie bei quake3 die Clanleute die Grafik runterschraubten für bessere Übersicht, mehr Einfachheit. Also ich denke mir: Wenn ich bei BF3 gut spielen will, ist die Grafik auf ultra ziemlich nebensächlich, wenn nicht sogar störend. Wofür also ultra? Um kurz das Game mal in der Kampagne an zu sehen und dann zu denken: Boah geil, wie das aussieht und wie toll doch mein PC läuft! Naja, wer's braucht! Status- und Konsumdenken in meinen Augen. - andere anspruchsvolle Games ausser Shooter packt mein PC meist auf hohen Einstellungen, kenne da aber auch nicht alle Titel bzw. habe viele. Ok, das mag bei anderen anders sein, das sehe ich ein.
- Konsolen sind nicht aus der Mode gekommen und mein PC kann da bisher gut mithalten. Für die Zukunft aufrüsten bringt nix, wie wir ja alle wissen.
- Ich wette, das BF4 auf meinem PC auf Mittel gut läuft und der Zockspaß wäre da.
Zudem kommt nun noch ein Punkt, über den hier kaum gesprochen wird: Umweltbelastung.
Ich rede hier nicht vom Stromverbrauch im eigenen Haushalt mit high-end-Systemen, sondern vor Allem die Belastung durch die Chipherstellung, die für fast alle Geräte nötig ist, die auf CB thematisiert werden.
Das scheint hier wenn überhaupt nur wenige Leute zu interessieren. Zumindest macht es auf mich diesen Eindruck. Warum eigentlich?
Die Chipfabriken, so wie viele Produktionen von anderen Branchen befinden sich im Ausland, allem voran Asien. Wo, wie und unter welchen Umständen die da Chips herstellen, interessiert uns hier so gut wie nicht. Es betrifft uns einfach nicht, wir wollen nur gute neue und schnelle Chips haben. Höher, schneller, weiter! Ob es der XeonV3 ist oder der neue quadCore im Smartphone, mit dem endlich Vice-City gezockt werden kann in der U-Bahn. WOW!
Manchmal hören wir Geschichten über schlechte Arbeitsbedingungen bei irgendwelche Halbleiterherstellern oder sonst was.
Wir alle können uns vorstellen, daß es vielen Produktionsstätten der Umweltschutz eher klein geschrieben wird und die Auflagen an die Verschmutzungsvermeidung die letzte Priorität haben.
An erster Stelle ist natürlich der Großkunde. Falls der irgendwann mal aufschreit, weil er evtl. als Auftragsfertiger schlechte Schlagzeilen macht, ja dann tun wir auch was für den Umweltschutz! Macht Sinn, oder?
Hier ist mal ein Bericht von Greenpeace aus dem Jahr 1999. Ist zwar nicht sonderlich aktuell, aber ich denke, da steckt sicherlich auch etwas Wahrheit drin und es wird sich nicht viel geändert haben.
Grüne Chipherstellung ist wie grüner Strom und grüne Autos: ein Gegensatz in sich. Es ist wie die Kackwurst auf dem Esstisch mit Fähnchen drin worauf steht: grüne Kacke: "Ach ja, dann können wir ja hier noch in Ruhe und schmackhaft essen, die stinkt ja nicht so und verschmutzt jetzt nicht die Umgebung so wie richtige Kacke. Toll!"
Liefe dieser Spot 2Jahre im TV, würden es 90% der Zuschauer schon fast glauben wette ich.
Was ich damit sagen will:
Bei Fragen wie - Soll ich von meinem i5-2500 auf nen Xeon-V3 umsteigen? - wird mir echt schlecht!
Keine Freundin? Kein sonstiges Leben? Das ist echt krank irgendwie.
Bei jemandem, der den ganzen Tag im Rollstuhl sitzt und sonst wenig Freuden und Hobbies hat im Leben ist das ok, ansonsten wirklich Mangel an Beschäftigung würde ich sagen. Da fällt mir nur ein: Schaut Euch mal um und entwickelt Euch mal weiter. Es gibt noch mehr tolle Dinge im Leben als der neue Chip-Shrink und dem Kumpel zeigen, wie BF4 auf nem 4K Monitor läuft und dabei abzuspritzen.
"Kurbelt" nicht andauernd die Wirtschaft an, sie hat auch schlechte Seiten. Das Thema sollte hier so ab und an mal auf den Tisch!
Und ja, ich packe mir beim Verfassen des Textes und auch sonst immer mal wieder an meine eigene Nase. Nobody is perfect!
Ok. ich hoffe, ich werde nun hier nicht verbannt von den Mods
Zuletzt bearbeitet:
(Anrede aktualisiert ;))