Kameras für Produktionsräume & Warenausgang – Erfahrungen & Empfehlungen gesucht

Triviaweise

Cadet 4th Year
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Jan. 2017
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84
Hallo zusammen,


wir sind ein kleiner Betrieb und möchten in unseren Produktionsräumen sowie im Warenausgang einige Überwachungskameras installieren. Ziel ist es, einerseits die Sicherheit zu erhöhen, andererseits bei Bedarf nachvollziehen zu können, was wann passiert ist (z. B. bei Reklamationen, Schäden etc.).


Ich würde mich über eure Erfahrungen und Empfehlungen freuen


Unsere Anforderungen:​


  • Aufnahme im Innenbereich (keine Outdoor-Kameras nötig)
  • Zeitgesteuerte Aufzeichnung (z. B. nur während der Nacht)
    oder bewegungsgesteuerte Aufnahme
  • Zugriff vom PC/Client innerhalb des Netzwerks (Livebild + Aufzeichnungen)
  • Speicherung im lokalen Netzwerk (Windows-Server) oder alternativ in der Cloud
  • Vorhanden: WLAN und teils auch Netzwerkverkabelung
  • Im Netzwerk läuft ein Windows Server

Fragen:​


  • Welche Kameramodelle oder Hersteller könnt ihr empfehlen (gutes Preis-Leistungs-Verhältnis)?
  • Nutzt ihr eine Netzwerkspeicherung oder Cloudlösung – was hat sich bei euch bewährt?
  • Gibt es eine gute Software, die mit mehreren Kameras funktioniert (am besten kostenlos oder günstig)?

Bin für jede Info dankbar – auch wenn es nur ein kleiner Tipp aus der Praxis ist. 😊
Über tipps bin ich hilfreich. Aktiv lesen kann ich den Thread jedoch erst nach dem Wochenende.

Viele Grüße
 
Aus dem privaten Umfeld kann ich Modelle von Reolink empfehlen.

Konkret habe ich diese Modelle im Einsatz https://www.amazon.de/dp/B08VDK81D4?ref=ppx_yo2ov_dt_b_fed_asin_title&th=1 und damit auch sehr zufrieden. Selbst mein technisch nicht versierter Vater erfreut sich an ihnen.

Für dich würden da natürlich Modelle ohne Solarmodul in Frage kommen, wenn es nur für den Inneneinsatz ist.

Für Reolink hatte ich mich entschieden, weil es keinen Cloud- und Abozwang gibt.
Optional bieten sie auch kleine Geräte für die Speicherung der Daten im lokalen Netzwerk an. Ggf. kann man hier auch bereits vorhande Server nutzen.

Alternativ gibt es wohl bei fast jedem Modell auch die Option auf Speicherkarten.
 
Warum keine professionelle Lösung wie z.B. von Siemens?

Gibt doch genug Anbieter in der Industrie die es "richtig" machen können?
 
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Denke auch da brauchst schon eine umfassende Beratung - auch mit Vorort Analyse um z.B. festzulegen welche Aufnahmewinkel, Reichweite Nachtlicht, etc. - alleine der Kamera Hersteller ist hier erstmal nicht relevant.
Auch wird der Faktor Datenschutz und natürlich in dem Zusammenhang auch die sicher Speicherung (und Löschung) der Aufnahmen eine sehr wichtige Rolle spielen in diesem Case - sonst kann das am Schluss sehr teuer werden.
 
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Triviaweise schrieb:
Bin für jede Info dankbar – auch wenn es nur ein kleiner Tipp aus der Praxis ist. 😊
Wie weit sollen die Aufnahmen in die Vergangenheit gehen, wie lange sollen die gespeichert werden, was ist mit Backups? Und .. Datenschutz?
 
Welche Lösungen ich schon gesehen habe sind von Hikvision und Ubiquiti. Beide funktionieren ohne Probleme.

Ubiquiti würde ich nur empfehlen, wenn man auch andere Ubi Geräte im Einsatz hat.
Hikvision benötigt einen QVR (welcher z.b. auf einem NAS oder Server läuft)

Hier kann auch eingestellt werden wie lange die Aufnahmen gespeichert werden sollen.
Bei Hikvision ist mir bekannt, dass man hier direkt auf die Kamera zugreifen kann für das Live Bild (geht auch über Server) wie auch die Aufzeichnungen.

Die Hikvisions werden über POE gespeist sind aber auch, je nach Modell, WLAN fähig.

Ich denke Hikvision sollte für dich alles nötige abdecken.
 
Unifi / Ubiquiti kann ich uneingeschränkt empfehlen.
Sehr gute Preis / Leistung
modernes aufgeräumtes Design
unkomplizierte Inbetriebnahme und Wartung
gute App Anbindung
 
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Wir nutzen dafür Ubiquiti. Eine DreamMachine, eine entsprechend große HDD und eine Kamera je nach Anforderung (wir nutzen die G5 Bullet). Ist eine kostengünstige Lösung die gut funktioniert.
 
Wir nutzen einen Hanwha NVR mit Samsung PoE Kameras. Wurde so angeboten und war nur geringfügig teurer als Eigenbau mit Selbstverwaltung. Zudem mussten wir aus Versicherungsgründen gewisse Standards erfüllen, die Abnahme der Eigenbaulösung hätte nochmal den ein oder anderen Tausender gekostet und wäre am Ende dann teurer gewesen bei mehr Arbeit.

Datenschutz kannst du vernachlässigen, wenn nur innen in der Produktion, nicht großflächig und nicht heimlich geflimt wird. Einfach alle Personen umfassend informieren und für entsprechenden Aushang sorgen, dass z.B. ein Dienstleister, der einen Maschine repariert, ebenfalls informiert ist.
Großflächig filmen bringt sowieso nix, weil man nichts erkennt. Und ich vermute mal alleine aus Kostengründen werden die Aufnahmen sowieso nicht unverhältnismäßig lange gespeichert.
Wir haben früher ~16 Tage gespeichert, damit waren die HDDs voll. Dann kam der DSB und wollte eine Reduzierung auf 7 Tage, wurde dann auch umgesetzt. 8 Monate später hatten wir einen 15.000€ Fall, bei dem wir die Videos von vor 12 Tagen gebraucht hätten.
Als der DSB dann meinte, man könnte auch wieder auf 14 oder 16 Tage erhöhen, hatte der Geschäftsführer keine netten Worte mehr für den DSB übrig.

Am Ende musst du es nur verargumentieren können, warum du das Zeitfenster so gewählt hast wie es umgesetzt ist und es muss eine konkrete Zeitspanne sein. Also nur "bis HDD voll" ist nicht okay, du musst schon dokumentieren wie viele Tage Videomaterial das sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen!
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich den eigentlichen Zweck unserer Überlegung klar genug rübergebracht habe:
Wir sind all die Jahre gut ohne eine solche Lösung ausgekommen – möchten jetzt aber einfach ein wenig besser nachvollziehen können, was ggf. nach Feierabend in den Firmenräumen passiert.

@FrAGgi Vielen Dank für den Hinweis zu ReoLink – auf die Kameras sind wir auch schon gestoßen. Sie wirken in der Tat sehr interessant für unseren Anwendungsfall.

@xerex.exe Das Ganze soll auf jeden Fall bezahlbar bleiben. Es geht hier nicht um eine professionelle Überwachungslösung, sondern lediglich um 2–3 Punkte, an denen eine Aufzeichnung im Zweifel hilfreich sein könnte.

@Lawnmower Die Kamerapositionen haben wir bereits ermitteln lassen – das passt soweit.

@Drewkev Falls die Daten auf einem Server gespeichert werden, wären Backups vorhanden. Man müsste dann schauen, wie viel Speicherplatz tatsächlich benötigt wird – eine Woche Vorhaltezeit wäre vermutlich ausreichend, durch das Backup hätten wir dann ca. zwei Wochen Zugriff auf das Material.

@Seno.- @nubi80 @crashbandicot Eure vorgeschlagenen Alternativen schaue ich mir auf jeden Fall mal an – danke dafür!

@h00bi Die Hanwha-NVR-Lösung liegt vermutlich deutlich über dem Rahmen dessen, was wir uns vorstellen.
 
Hallo @Triviaweise

ich könnte dir ansonsten die VIGI Reihe von TP-Link empfehlen.

InSight S485 als beispiel für eine 8MP Kamera

entweder läuft das ganze über einen NVR oder über die SD Karte die im Gerät montiert wird.

Anschauen der Videos oder Benachrichtungen gehen dann über die VIGI App oder den VIGI VMS Cloud Service, ansonsten am Windows PC mit dem entsprechenden Programm.

Alle Dienste sind kostenfrei
Triviaweise schrieb:

Unsere Anforderungen:​


  • Aufnahme im Innenbereich (keine Outdoor-Kameras nötig) Ja
  • Zeitgesteuerte Aufzeichnung (z. B. nur während der Nacht) Ja
    oder bewegungsgesteuerte Aufnahme Ja
  • Zugriff vom PC/Client innerhalb des Netzwerks (Livebild + Aufzeichnungen) Ja
  • Speicherung im lokalen Netzwerk (Windows-Server) oder alternativ in der Cloud Ja
  • Vorhanden: WLAN und teils auch Netzwerkverkabelung Nur per Kabel
  • Im Netzwerk läuft ein Windows Server

 
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