Kann ein Verstärker bei zu guten Boxen überlasten

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Hey Leutz,
Ich hab einen Freund, der hat an einen 80 Watt RMS Verstärker 180 Watt RMS Boxen.
Doch komischerweise wenn er voll aufdreht, beginnen die Boxen an sich unsauber anzuhören, obwohl sie ja lange nocht an ihrer höchstleistung sind!!! So ab 85% beginnt das.
Meine Vermutung ist dass die Boxen einfach fürn Arsch sind, aber mein Kumpel behaupted der Verstärker würde überlasten.
was sagt ihr dazu?
danke schon mal im vorraus für antworten!
 
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AW: Kann ein Verstärker bei zu guten Boxen überlasten??

Es kann durchaus sein, dass der Verstärker, wenn er weit aufgedreht ist, übersteuert (sog. Clipping); dann gibts Verzerrungen, die die Lautsprecher auch beschädigen können.

Und das schafft auch ein sehr "kleiner" (bzgl. Leistung) Verstärker an Boxen mit einer deutlich höheren Wattangabe.
 
AW: Kann ein Verstärker bei zu guten Boxen überlasten??

Kann beides stimmen!

Entweder sind das billig Boxen, die nix taugen. Glaub ich aber eher weniger, da du sagst, dass das erst bei ca 85% anfängt. Da wird einfach der Verstärker an seine Belastungsgrenze getrieben und fängt an unsauber zu klingen. Die Boxen vertragen dann mehr.

Was für Boxen und was für einen Verstärker hat er denn und was haben die gekostet. Vorallem bei teuren Boxen entsprechen die Angaben eher der Wirklichkeit. Bei der Leistung und Belastbarkeit git das auch für Verstärker.
 
AW: Kann ein Verstärker bei zu guten Boxen überlasten??

grundsätzlich ist es besser, dass die Boxen mehr Last aushalten als der Verstärker leisten kann. Überlastungsschutz. Ich habs schon erlebt, das der Verstärker verheizt wurde bei zu großen Boxen. Lag aber daran das das Verhältnis zw. Box und Ampleistung nicht gestimmt hat. Wenn Dein Freund lauter macht und die Boxen fangen an zu spinnen, dann würde ich auch sagen die Boxen sind fürn Ar... Kann aber auch daran liegen, dass der Amp nicht Laststabil ist oder die Ohmzahl der Boxen nicht mit dem Amp übereinstimmt. Ich habe mir vor Jahren ein Paar Quadral Wotan für richtig Schotter gekauft. Habe ich bis heute nicht bereut. Meine Vertärker haben zwischenzeitlich oft gewechselt. Nun habe ich einen gefunden wo die Leistung zu den Boxen passt und die Klingen richtig gut im Vergleich zu früher. Kabel und Anschlußart spielen aber auch ne Rolle. Vielleicht sollte dein Freund ein paar Euro investieren und Qualität kaufen. geht doch einfach mal probehören in ein Hifi-Studio. Aber nicht zuviel verlangen, Das gutes Gehör muß gebildet werden das hat man nicht am ersten Tag.:)
 
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AW: Kann ein Verstärker bei zu guten Boxen überlasten??

@DerVollstecker,

nimms nicht persönlich, aber die Boxen sind Schrott. Die können nicht wirklich was taugen. Ist der Amp ein Stereo-Amp oder AV Reiceiver mit 5.1 oder so?
 
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AW: Kann ein Verstärker bei zu guten Boxen überlasten??

Der Amp ist 6 Kanal Receiver.
Wenn das so ist sollte er nicht mehr so damit angeben das er 180 watt sinus Boxen hat^^
 
nun meiner ist ein 7.1 mit 100 Watt sinus pro Kanal. gekostet hat er gute 500 Euro als Angebot. Merkst Du den Unterschied?

Vielleicht hat der Sony 180 Watt Stromverbrauch. :D lol
 
In diesem Fall sind es die Boxen die den schlechten Sound machen!
Aber auch der Verstärker dürfte an der Leistungsgrenze betrieben werden. Viel mehr dürfte der auch net packen.
Vielleicht hat der 80W für alle Kanäle zusammen....


Ich habe einen AV-Recierver mit 7x 90W RMS @8Ohm. Neupreis war mal 800€ :D
 
Gauder hat recht. Der Verstärker hat Clipping, eine sehr zuverlässige Methode die Hochtöner der Boxen zu killen.

Entgegen dem üblichen Vorurteil kann man einen sehr kräftigen Verstärker durchaus mit nicht ganz so belastbaren Boxen kombinieren, gibt klanglich oft ein gutes Ergebnis. Boxen gehen meist nicht wegen zuviel "Leistung" kaputt, sondern wegen den Verzerrungsprodukten, die ein voll aufgedrehter Amp liefert.
 
N aja ich würde nihct sagen das der AMP nur 80 watt hat der wird denke ich mal80 für jeden haben.
 
Weder Watt, noch Sinus Kosinus Ohmerikus haben etwas mit der Leistungsfähigkeit mit der Box zu tun.

Wenn Du auch zu den Menschen gehören möchtest, die nicht nur sagen können: Eyy soo FETT Krass ALDA, meine Boxen haben 500W :rolleyes:, dann sei so gut und geh auf folgenden Link und liess Dir unter "Hifi-Boxen Praxis" durch, was die Leistung einer Box ausmacht.

Ich kann es echt nicht mehr lesen, immer diese schwachsinnigen Aussagen, Watt = Leistung ...

Grüsse Imaginos

http://www.orbid-sound.com/

Besondere Gefahren bei schwachen Verstärkern!

Vorsicht ist geboten bei der Kombination von Boxen mit hoher elektrischer Belastbarkeit (hohe Wattangabe) mit einem Verstärker, der deutlich schwächer ist. Einige Kunden treffen ihre Kaufentscheidung zugunsten von Boxen mit hoher Wattangabe im Glauben daran, eine hohe Wattangabe würde zumindest einen gewissen Lautsprecherschutz garantieren. Werden solche „hochleistbaren" Boxen aus Vorsicht dann mit einem „sicherheitshalber" deutlich schwächeren Verstärker kombiniert, kommt die bittere Enttäuschung spätestens bei der ersten „lautstarken" Fete. Die „hochbelastbaren" Boxen sind plötzlich verstummt, obwohl der Verstärker doch gar nicht soviel Leistung bringen konnte. Der Grund dafür lag darin, dass beim Kauf der Lautsprecher ausschließlich auf die Belastbarkeit geachtet wurde. Somit wurde übersehen, dass schwächere Verstärker zusammen mit den meisten üblichen Boxen schon sehr rasch an ihre Leistungsgrenze kommen. Bei den lautesten Musikstellen (Pegelspitzen) ist der Verstärker dann übersteuert (engl. clipping).
 
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AW: Kann ein Verstärker bei zu guten Boxen überlasten??

Zero Cool schrieb:
grundsätzlich ist es besser, dass die Boxen mehr Last aushalten als der Verstärker leisten kann.


NEIN, es ist genau umgekehrt. Die Leistung des Verstaerkers sollte hoeher als die Belastbarkeit der Boxen sein. Grund: s. Posting #2, Stichwort Clipping.

/edit: s. a. Posting #10 und #12

btw. bin ich sehr erfreut, auch mal solch kompetenten Kommentare zu lesen (@bummsbass & Gauder).
 
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Nochmal zur Bestätigung einiger Aussagen:

Grundsätzlich ist es besser wenn der Verstärker sogar mehr Leistung hat als die Box!

Erklärung dazu: Ein leistungsstarker Amp wird auch bei hoher Belastung nicht in seine Grenzbereiche gehen. Clipping ist somit nahezu ausgeschlossen. Die Box erträgt eine thermische Überlast länger als Clipping ohne Schaden zu nehmen. Bei Überbelastungen fängt sie einfach an sehr unsauber zu klingen. Jeder normale Mensch dreht dann einfach etwas runter und es wird kein Schaden auftreten. Bei Clipping stirbt ein Hochtöner im schlimmsten Fall in Sekundenbruchteilen!

Gruss Nox
 
Ich hab jetz nich alles gelesen, aber für meine persönliche Erfahrung und Meinung is das ein "Schmu" der hier verzapft wurde...leck mich am Appel.
> Diesen Satz muss ich nach dem Lesen einiger Kommentare zu mindest deutlich abschwächen!

Das betrifft zu meiner Verwunderung auch Noxman´s Ausführung, den ich eher zu der gescheiten, audiophilen Gruppe gezählt hätte, bzw. zähle.

Seit gedenken, so auch bestätigt durch einen Boxenbauer (der seit 30 Jahren Lautsprecher baut), als auch einen Elektriker (der die Wissenschaftlichen Hintergründe kennen sollte) wurde mir gesagt, das die Boxen idealerweise 10-20% mehr Sinus haben sollten, als der Amp.
Auch die Impulsleistung des Verstärkers (die man bis auf seltene Fälle leider NIE erfährt) sollte auf keinen Fall die Leistung der Lautsprecher übertreffen. Letzteres ist sehr sehr oft der Grund dafür, warum ein 80W Verstärker 80W Sinus Lautsprecher schrotten kann.

Ich frage mich wirklich woher Noxman das haben will, das Amps, auch wenn es gute sein sollen, NICHT dazu neigen am Ende des Leistungsspektrums unsauber zu spielen. Das widerspricht so ziemlich tausenden von Tests, die ich im meinem Leben gelesen habe.

Gerade unter Last, das heist lauten Pegeln, achten die Tester auf möglichst verzerrungsfreie Wiedergabe. Das kommt nicht von ungefähr!
Diese Tests unter Last gelten allerdings nicht nur für Amps, sondern vor allem auch für Lautsprecher. Gerade diese klingen unter Last bei billiger Ausführung völlig anders, als ohne, bzw. nur wenig Last.

So leid es mir tut...die Ausführung von Noxman ist völliger Quatsch!
Egal wieviel Leistung ein Verstärker hat, man dreht diesen einfach nie bis zum Anschlag auf! Faustregel 80%!
80% sollte JEDER verstärker ohne große Verzerrungen ausgeben können. Die Guten schaffen es auf 90-95%, bis es auch dann schlimm wird.

Wenn man Lautsprecher hat, die mehr Leistung abkönnen, als der Verstärker erzeugen kann, hat man bezüglich des Clippings noch Spielraum nach oben, ohne das nicht gleich was Putt geht an den Lautsprechern.

Was das klangliche Problem in diesem Thread angeht, habe ich die Erklärung im Post #5 gefunden. 60€ Boxen, die 180W Sinus aushalten, können nur der letzte Müll sein. Die Boxen (haben daher auch den Terminus Lautsprecher garnicht verdient) sollen, das kann man am Preis ersehen, nur eine Funktion haben. Sie sollen LAUT SEIN :evillol: - Ohne Rücksicht auf verluste, bzw. Klangqualität! ;)

Rodger

/EDIT: Und die Sony Surround-Receiver für 250€ sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Können viel, aber klanglich hinken sie hinter Preisklassen gleichen Geräten anderer Hersteller hinterher!

/EDIT2: Hab gerade den Link zu Ebay gefunden, wo die "BOXEN" verkauft werden. Sorry, aber das ist der totale Lacher, wie jemand behaupten kann mit 2 16cm Lautsprechern, die keine ausgesprochenen Subwoofer sind bis 28Hz herunterzukommen. Das schaffen selbst meine Infinitys nicht und die haben zwei 20cm Subwoofer drin (bis 35Hz gehen die).

/EDIT3: Noch wat...180W Sinus sind keine 180W RMS!!! RMS is deutlich schärfer in den Vorgaben! Aber ich kann dir nur den Tip geben...versuch erst garnicht in die Nähe von den 180W zu kommen, die da stehen. Ich habe keine Ahnung wie die das schaffen wollen soviel Leistung afu so wenig Lautsprecher zu verteilen. Aber hier breche ich das ab...wenn das jemand genauer wissen möchte...PM please!
 
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Du sprichst mir aus der Seele. Ich dachte schon nach den Äußerungen von Noxman sind meine Erfahrungen der letzten Jahre fürn Ars.... So falsch habe ich also garnicht gelegen. Das beruhigt mich wieder.:)
 
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Man darf es natürlich nicht verallgemeinern und sagen, jeder Verstärker kann wegen Clipping jede Box zerstören.

Ein Verstärker darf theoretisch mit voller Leistung laufen, wenn dessen Sinusleistung die Nennbelastbarkeit der Lautsprecher nicht überschreitet (und i.d.R. haben Lautsprecher ja eine deutlich höhere Belastbarkeit als ein Verstärker - auch im Highend-Segment - überhaupt erzeugen kann). Solange er den Ton unverzerrt wiedergibt <- und das ist der Punkt.

Gerade billige Verstärker, die man weit aufdrehen "muss", übersteuern schnell und dann kann eben auch ein 50 W Verstärker 150 W Boxen ins Nirvana schicken; bzw. bevorzugt die Hochtöner. Aber natürlich sollte man auch hochwertigere Geräte nicht am Limit laufen lassen.
 
Die Messergebnisse sind auch ziemlich ähnlich, identisch sind die Sinus- und RMS-Leistung aber nicht.

Der Sinus Dauertontest ist außerdem veraltet, die RMS-Leistung ist aktuell die einzig vernünftige und aussagekräftige Angabe.
 
In dem Punkt mit dem Clipping möchte ich dir widersprechen, Gauder!

Ich sage, man kriegt JEDE Box mit Clipping kaputt. Selbstverständlich genügend Clipping vorausgesetzt. Quasi...man muss es drauf anlegen die Box zu killen ;)
Bei halbwegs gescheiter Nutzung dürfte es sich allerdings so verhalten, wie Gauder es meint.

Clipping ist, soweit ich das verstanden habe nichts anderes, das da nur noch reiner Strom läuft, den die Box nicht umsetzen kann, was unweigerlich zur Überhitzung des Chassis führt. Alles weitere dürfte klar sein.

Zu RMS vs Sinus: Sagte ich ja schon kurz die Spezifikationen sind deutlich schärfer. DIN ist auch nicht veraltet, wie der Typ das in dem Forum da schreibt, nur kannste mal versuchen nem AMI die Sinusleistung deiner Box zu erzählen...der grinst dich nur blöde an, weil der nur RMS kennt.
Soweit ich weis, wurde die "Maßeinheit" RMS in den USA "entwickelt".

Mein Yamaha hat 135W Sinus pro Kanal, aber 110W RMS pro Kanal.
Mein Subwoofer hat 200W Sinus, aber 120W RMS oder sowat ;)
Meine Lautsprecher, Infinity typisch (Amis ebend *hehe*) haben einfach nur 150W RMS
 
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