NAS

(Kauf)Beratung lokale Backups lösen

smo0th

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Gude,
ich brauche endlich eine gute Backuplösung und vlt habt ihr ein paar gute Tipps für mich. Ich bin softwaremäßig recht affin, bei Hardware bin ich längst nicht mehr im Bilde. Beim Thema selbst bin ich sicher total Newbie. Und vor allem, ich habe keine Zeit (leider).

Es geht absolut vorrangig um die Datenspeicherung und -sicherung von 2 Desktops und 2 Handys in einem Haushalt. Da es um mehrere Geräte geht denke ich an ein NAS (womit ich noch nie gearbeitet habe), wenn es für mein Szenario aber sinnvollere Lösungen gibt, immer her damit.
  • Am wichtigsten ist die Lagerung und Sicherung von persönlichen Dateien, also vor allem Bilder und Videos und Textkram (aktuell ca. 200 - 300 GB).
  • Danach wäre es schön auch meine Musik- und Filmsammlung mal zu sichern (ca. 1 - 2 TB ?), welche aktuell auf zwei ziemlich alten, ziemlich vollen, externen Festplatten liegen und in den nächsten Jahren nicht viel dazukommen wird.
  • Auch schön wäre es komplette Images von den Systemen zu haben für eine einfache Wiederherstellung im Notfall. Pro Desktop 500 GB SSD. Bei den Handys weiß ich nicht ob das überhaupt möglich ist.
  • Es sollte ein einfaches System sein, um das man sich nicht groß kümmern muss.
Klingt schon auch nett mit einem NAS im Netzwerk die Medien zu streamen oder andere Services bereitzustellen... aber für sowas werd ich realistisch eh keine Zeit haben, hat also null Prio.

Ich habe hier mal ein bisschen reingelesen bzgl. NAS. Davor hatte ich gehofft das ist mit einem gängigen und zu empfehlenden NAS schnell gelöst. Die vielen Details haben mich jetzt aber doch verunsichert. Und die Festplattenpreise haben mich auch geschockt.

Dazu kommt ungünstigerweise zum Einen, dass ich kaum Zeit habe um mich groß damit auseinanderzusetzen. Zum Anderen hab ich meist recht hohe Ansprüche. Datenschutz ist mir wichtig, das soll auch alles lokal bleiben, im Idealfall verschlüsselt (da lokal aber kein Muss). Entsprechend mag ich Open Source, beißt sich aber wohl schwer mit erster Hürde (einfach mit wenig Aufwand). Dazu lege ich Wert auf gute Preis/Leistung und Langlebigkeit. Wenn einfach möglich auch gerne noch nachhaltig.
Aber ich muss mich selbst bremsen, denn meine Ansprüche machens oft so kompliziert das ich gar nicht mit der Umsetzung anfange - die Umsetzung ist aber die absolute Prio, denn ich handle seit viel zu vielen Jahren grob fahrlässig (also praktisch gar nicht).

Eingangs dachte ich RAID sei doch toll ausfallsicher, habs aber wohl doch irgendwie mit einem Backup verwechselt (worauf hier immer wieder gut hingewiesen wird ;) ). Dazu die Festplattenpreise - darum denke ich jetzt in Richtung eine, für etliche Jahre ausreichend große Platte im NAS, um alle Daten zu speichern und eine externe für das (verschlüsselte?) Backup vom NAS (möglichst nicht im Haushalt lagern)? Macht das Sinn?

Synology klang anfangs gut weil einfach und etabliert. Nachdem ich von der (wieder aufgehobenen?!) Festplattenbeschränkung gelesen habe hats wieder mein Antikapitalismus/-monopol-Denken getriggert und das ich keine Lust habe mich von einem Hersteller abhängig zu machen. Aber der kritische Zeitfaktor überwiegt (nicht nur bei der Einrichtung, auch bei der Pflege). Dann klang UGREEN gut und günstiger - bis ich China und unklarer Datenschutz gelesen habe. Lässt sich das denn sicher und einfach abschotten wenn man nur lokal arbeiten will?
Schade das die Open Source Systeme anscheinend so kompliziert sind, aber wegen Zeitfaktor ist das für mich eigentlich raus, außer es findet sich gar keine andere sichere Lösung.

Da ich NAS praktisch nicht kenne ist mir auch nicht ganz klar wie die Backups ablaufen. Das hängt dauerhaft und immer im Heimnetz und sichert automatisch Arbeitsordner von den Geräten? Ich brauche aber nicht unbedingt tagesaktuelle Backups. Bei den meisten Sachen tut sich eh kaum was. Insofern wäre auch ein regelmäßig angestossenes Backup denkbar. Da kommt aber die letzte Hürde dazu, ich denke sicher oft nicht dran und/oder hab keine Zeit. Deshalb muss eine einfache Lösung her, um die ich mich kaum kümmern muss.

Bzgl. Systemimages klingt Rescuezilla ganz interessant. Aber auch da null Erfahrung. Ich hab vor langer Zeit mal Trueimage ausprobiert (nie wiederhergestellt), das wars dann eigentlich auch. Wenn das auch mit NAS Boardmitteln gut gelöst werden kann, fein.

Dann gibts noch die Handys mit Googlefreiem, alternativem OS (nicht gerootet). Kontakte und Kalender werden über einen vertrauenswürdigen Serviceprovider in die Cloud gesynct. Nicht aber Bilder und Videos und sonstige Daten. Welche Möglichkeiten gäbe es denn da? Image wäre toll, aber gibts da überhaupt was zuverlässiges?

Ich schätze das Szenario ist nicht ganz unknifflig, bin hier und da auch kompromissbereit ;) Freue mich auf eure Vorschläge und sage schon mal danke!
 
Zuletzt bearbeitet:
smo0th schrieb:
- bis ich China und unklarer Datenschutz gelesen habe. Lässt sich das denn sicher und einfach abschotten wenn man nur lokal arbeiten will?
Ja. Du brauchst ja net mal ins Internet mit dem Ding.
Ein wenig mit dem Thema auseinandersetzen musst du dich aber doch.

Wenn du das NAS nur als BAckup nutzt und nicht als Netzwerk Storage, dann reicht vermutlich ein günstiges DH2300, wenn mal doch sowas wie Medienserver dazukommen soll, lieber ein DXP2800.

Wenn du nicht die Standardsoftware von UGREEN lokal nutzen magst, dann ,ieber ein DXP2800 und via Docker deine Lösungen aufsetzen. Also z.b. ne Nextcloud, oder einfach mit nem Backup Tool auf das Netzlaufwerk schreiben und das Ding wirklich nur als Baclup nutzen.

Alternativ, das NAS eben auch als Storage nutzen (Datein drauf ablegen zum Arbeiten, Filme da speichern usw.) und vom NAS noch ein BAckup auf die externen Platten machen. Beides geht mit jeweiligen vor und Nachteilen.

Überlege dir doch mal, wie dein Workflow aussehen soll, wo willst du arbeiten, wie soll das Backup aussehen, was willst du ausgeben, wirklich nur Datengrab oder doch vielleicht Services?
Ergänzung ()

smo0th schrieb:
Da kommt aber die letzte Hürde dazu, ich denke sicher oft nicht dran und/oder hab keine Zeit. Deshalb muss eine einfache Lösung her, um die ich mich kaum kümmern muss.
Das Problem: Lokale Lösung und "sich nicht kümmern" schliesst sich in meiner Wahrnehmung einfach aus. Deshlab ist Cloud ja so erfolgreich. Backups und co musst du zurückspielen und schauen ob sie gehen, immer wieder mal nach neuen Versionen schauen oder schauen obs Probleme gibt mit den Platten oder dem NAS, das Tool noch geht usw.
Viel aufwand hab ich nicht, aber so 8-10h Pro Monat gehen bei meibem Setup drauf, ich hab zwar auch deutlich mehr am laufen, aber bin vermutlich auch etwas fitter drin ;)
 
Ein Hinweis bzw. eine Empfehlung von mir, wenn du in Richtung NAS gehst:
Überlege dir, wie du mit der Situation umgehen kannst, wenn dein NAS selbst ein Problem hat.
  • Komme ich noch an die Daten ran?
    • Eine HDD aus dem NAS aus und in einem PC einzubauen führt nicht unbedingt dazu, dass du so auf dem PC an die Daten auf der HDD dran kommst.
  • Habe ich Backups außerhalb des NAS?
    • Definitiv empfehlenswert, speziell wenn die Antwort auf die erste Frage "nein" lautet.
 
Capet schrieb:
Eine HDD aus dem NAS aus und in einem PC einzubauen führt nicht unbedingt dazu, dass du so auf dem PC an die Daten auf der HDD dran kommst.
In aller Regel eben schon, vor allem wenn man keinen RAID nutzt, was als Backuplösung der Fall wäre. Eine ext4 Platte kann auch aus dem NAS ausbauzen und in jeden PC oder jedes USB-Gehäuse packen.

Capet schrieb:
Habe ich Backups außerhalb des NAS?
Ein 2tes BAckup wäre immer empfehlenswert, aber 1 BAckup ist besser als keines. In dem Fall wäre ja PC 1, NAS 2.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Platte/SSD im PC zeitgleich mit dem NAS und/oder der NAS Platte kaputt geht ist nicht besonders hoch (Ja, Feuer, Wasserschaden, aber das Risiko kann man u,U,. eingehen)
 
@Azghul0815
Ich wollte das auch alles nur zu Bedenken geben, damit man sich damit auseinandersetzt. Habe ich bspw. eine ext4-Platte aus dem NAS, auf dem PC aber Windows, wird es schon aufwändiger. Es sei denn, Windows 11 unterstützt inzwischen solche Dateisysteme.
 
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