Kaufberatung Server

TheOneZ

Newbie
Registriert
März 2015
Beiträge
5
Hallo alle zusammen,

ich benötige etwas hilfe bei der Zusammenstellung eines Servers.

Es geht darum ...

Ich habe bisher ein Netzwerk mit 7 Desktop-Pc's. Der Server sollte folgendes können:

- Datenspeicherung/-sicherung u.a. von CAD Daten (bis zu 3Gb/Datei)
- Anschluss einer AGFEO Telefonanlage
- Hot Swap funktion für Festplatten
- Eventueller Host für eigene Homepage (aktuell bei 1&1 gespeichert)
- Optional: eigener Email Server mit eigener Domain ???

Ich habe schon einige PC's zusammen gestellt, aber von Server habe ich leider keine Ahnung.


Schon mal vielen Dank für eure Hilfe
 
Darf man fragen, was du beruflich machst? Bzw. welche Funktion du in der IT hast?
 
Wenn es hier um einen Server geht mit dem Geld verdient werden soll würde ich ein Komplettsystem holen z.B. von Dell.

Da hast du Garantie und Service falls das System mal streikt.

Bei einem selbst gebauten kannst du dich dann nämlich erst mal selbst auf Fehlersuche begeben,
was viel Zeit kosten kann.
Und Zeit ist ja bekanntlich...

MfG Dwyane
 
Richtig, Server nur als Feriggeräte. Gibt schon kleine schnucklige von Fujitsu, Dell, HP, die für Deine Aufgaben ausreichen würden. Backup ist noch ne andere Nummer, da kommt es drauf an, ob Ihr archivieren wollt (Bänder) oder nur sichern (NAS in anderem Brandabschnitt).
 
Wenn du einen Home-Server (für welchen Zweck auch immer) betreiben möchtest, kann ich dir den HP Proliant N54 wärmstens empfehlen.
ist kompakt, stromsparend und flüsterleise.
 
Aarundel schrieb:
Wenn du einen Home-Server (für welchen Zweck auch immer) betreiben möchtest, kann ich dir den HP Proliant N54 wärmstens empfehlen.
ist kompakt, stromsparend und flüsterleise.

Der N54L ist denke ich auf jeden Fall ein super Gerät für den Anfang. Sollte es doch etwas mehr Power sein, empfehle ich das Nachfolgermodell HP Microserver Gen8. Gibt es mit einem kleinen Celeron bereits für ~230€ zu kaufen. Darauf kannst du dann ein beliebiges Windows oder Linux Server System aufspielen.
 
Wieviel Datenspeicher brauchst du?
HP ML150 Gen9 würder bei 7 Pcs ausreichen, dazu 2*2Tb HDD in Raid1 und 12Gbyte Ram. Windows 2012R2 Essential.
Dazu 2* Externe HDDs als Backup die man wöchentlich tauscht. Das integriete Windows Backup funktioniert recht gut.
Webseite und auch Mails würde ich extern lassen. Bei beidem evt. Office365 anschauen, kann man mit dem Essential verbinden.
Wenn du mehr willst einen Server wie den ML350 mit P420i Raidkontroller (mit Cache!) und SAS HDDs, Rest wie oben.
Allerdings: wenn du davon kaum einen Ahnung hast würde ich mir einen exteren Dienstleister ins Haus holen der mir dann auch alles einrichtet usw.
Wenn dus günstig haben willst eines der großen NAS von Qnap oder Synology.
p.s.: wie soll die Telefonanlage angeschloßen werden? dürfte doch eine IP Anlage sein oder? Und damit wird nur eine Software (Estos?) auf dem Server installiert? Da braucht es dann einen Windows Server
mfg
@HP Microserver bei Dateien zu 3Gbyte dürfte man mit diesen kaum Freude haben fürchte ich. Da würde ich dann schon eher ein ML150 mit H240 und SAS Hdds in RAID5 oder ML350p Gen8 mit ordentlichem RAID-Kontroller nehmen. - Kosten allerdings auch einiges.
 
Zuletzt bearbeitet:
slsHyde schrieb:

Das halte ich für vollkommen übertrieben in Bezug auf die Anforderungen im ersten Post.
Im Wesentlichen geht es bei dem Server um einen Datenspeicher.
Die Speicherung der Homepage auf einem eigenen Server macht überhaupt keinen Sinn, da die Datenanbindung in jedem Fall langsamer als beim Provider ist. Gleiches gilt für die Emails.
Der Anschluss der Telefonanlage kann m.E. nur adminstrativen Zwecken bzw. der Speicherung von Anrufen dienen. D.h. sehr geringe Hardwareanforderungen.

Ich würde einen kleinen Fertigserver (HP, Dell, Lenovo, ...) oder sogar "nur" ein NAS (ohne Einbindung der Telefonanlage!) empfehlen.
 
Wow, Danke für die schnellen Antworten :)

@VDC Es ist ein kleines Architekten Büro. Ich betreue die IT soweit meine Kentnisse reichen. Mit "größeren" Heimnetzwerken kenn ich mich aus, allerdings hört es bei den Servern auf.

Die Komplettpakete sind Interessant, aber wie viel Rechenleistung wären da empfehlenswert? Bei einem Windowd Server.

Zur Zeit werdeb die Daten auf einer 1TB NAS gespeichert. Die reicht bisher ganz gut (ca. 30% belegt nach 3 Jahren). Da die Baupläne allerdings sehr lange aufbewahrt werden müssen, würde ich auf eine bzw. zwei 2TB HDD in RAID wechseln.

@ mitrechnet: dass mit dem zwei externen HDDs als Backup hatte ich auch im Sinn.

es ist eine IP-Telefonanlage. Auf dem Server wird dann die entsprechende Software installiert. Damit lassen sich dann automatisch Gesprächsnotizen erstellen.
Dadurch fällt ja die Lösung von Synology und QNAP raus oder?


Nochmal Danke für die super Antworten
 
Die Anforderungen an den Fileserver sind in der Tat sehr niedrig. Wenn aber Web- und Mailserver dazu kommen, sähe das schnell anders aus.
Wahrscheinlich ist es ratsam, hier nur den Fileserver zu bauen. Sollten dann andere Server inhouse dazu kommen, baut man die separat.
 
Überlege Dir mal den Server zu virtualisieren. Wenn Du Server 2012R2 Standard kaufst, darfst Du neben dem Hardwareserver (keine weiteren Dienste) bis zu zwei virtuelle (Hyper-V) einsetzen. Performanceverlust ist minimal und im Desasterfall reicht Dir ein Windows 8.1-Client um Deinen Server aus einem Backup innerhalb weniger Minuten wieder hochzufahren...
 
Gibt es eine möglichkeit die Telefonanlage mit einer Lösung von Synology oder QNAP zu verbinden?
Auf dem Server muss die AGFEO Software installiert werden. Wahrscheinlich lässt das Synology/QNAP nicht zu !?

Für später ist noch die Anschaffung einer Überwachungskamera (für die arbeitsfreie Zeit) gedacht. Die Einbindung bei einer Synology/QNAP Station wäre dann ein Kinderspiel.
 
Die Daten würde ich auf ein NAS packen. Synology o. QNAP. Eventuell ein baugleiches NAS zur Ausfallsicherung und ein paar externe Festplatten zur Datensicherung (Lagerung außerhalb des Unternehmens, z.B. in einem Schliessfach einer Bank oder im Tresor zu Hause).
Für die übrigen Anwendungen (Telefonanalage) nimm einen kleinen stromsparenden NUC. Das reicht m.E. Eine Lösung für NAS ist mir hier nicht bekannt.
Mails und Homepage gehören auf die Server eines Providers, wenn das Unternehmen so klein ist, wie das, welches Du betreust.
 
Mit der Virtualisierungs-Technologie von Qnap geht so Einiges.

Lies aber einmal selber: https://www.qnap.com/event/station/de/virtualization.php

Damit sollte es zumindest theoretisch möglich sein parallel zu anderen Aufgaben des Nas auch diese TK-Software zum Laufen zu bringen.

Überwachung mit Aufzeichnung läuft bei Qnap über die Surveillance Station https://www.qnap.com/event/station/de/

Tipps:
Je mehr an zusätzlichen Aufgaben auf die Nas als Server gelegt werden sollen, um so potenter (CPU, Hauptspeicher, Anzahl der Netzwerkanschlüsse, Anzahl der Festplatten usw.) muss die Nas sein, also dieses vorher gut planen und die passende Basis-Konfiguration wählen auch innerhalb der Qnap-Baureihen. Und ja, je komfortabler und performanter es werden soll, um so höher ist auch der aufgerufene Preis. Dies gibt es nicht zum Billigtarif.
 
ich werde es mit einer NAS von QNAP probieren (TS 453 pro 8GB). Dazu 2x2TB HDD 24/7 von Seagate.
Eventuell noch eine kleinere als Speicher für die später hinzukommende Überwachungskamera.

Über einen virtuellen Windows Server (vielleicht auch Linux) versuche ich dann die TK Anlage einzubinden.

Ich melde mich nächste Woche sobald ich die Anlage in Betrieb genommen habe.

Gibt es Einwände oder Hinweise auf was ich noch achten sollte?

Vielen Dank ;)
 
Ok, ich habe die Sache folgendermaßen erfolgreich realisiert.

In der QNAP (TS 453 Pro 8Gb) habe ich zwei 2TB Festplatten zur Datensicherung.
Über die integrierte App Virtualization Station, habe ich dann einen Virtuellen PC mit Windows 7 installiert. Darauf befindet sich die Agfeo Software zur Steuerung/ Einrichtung der Telefonanlage.
Die Telefonanlage ist über USB mit dem Virtuellen PC verbunden (den entsprechenden Treiber gab es auf der Agfeo Homepage).

Seit einer Woche funktioniert die Anlage ohne Probleme.
 
Glückwunsch zur erfolgreichen Umsetzung.

Sind die aktuellen Speicher- und Lesezeiten, gerade was die angesprochenen 3 Gigabyte-Dateien angeht, akzeptabel ?
 
Zurück
Oben