Kein Beepton, kein PC Start

Holgip schrieb:
Außerdem, wenn du einen Kurzschluß annimmst, ist das immer eine direkte leitende Verbindung über Metall.

Will ich so nicht schreiben, weis ja nicht ob er einen "Schlag" bekommen hat oder nicht.

Selbsterfahrungswerte sind mir fremd, und ich empfehle sie nicht weiter.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (vertippt nochmal :))
Selbsterfahrungswerte sind mir fremd, und ich empfehle sie nicht weiter.
Ist schon richtig. Aber es kann auch manchen davon abhalten, sich selbst einen PC zusammenzuschrauben. :)
Also: einen lebensbedrohlichen Schlag kann man nur ab 25V (Kinder) oder 50V (Erwachsene) und 40mA (Wechselstrom) bzw. 140mA (Gleichstrom) bekommen. Alles unter diesen Spannungen ist ungefährlich, sonst dürfte man ja noch nicht einmal eine 9V-Batterie anfassen (die bekommt bei Kurzschluß auch immerhin 1A zusammen).
Noch ein kleines Rechenbeispiel: Hautwiderstand eines Fingers bei 15mm Abstand (=Abstand der Pole einer 9V-Batterie: ca. 200000 Ohm (gerade eben bei mir gemessen), die Pole werden mit dem Finger "kurzgeschlossen": Es fließt ein Strom von I=U/R, also I=9V/200000 Ohm = 0,000045A = 45 mikroAmpere.
 
Man, man, man …

Holgip schrieb:
@emeraldmine: Was meinst du mit lebensbedrohlich? Alle Spannungen außerhalb des Netzteils liegen bei oder unter 12V Gleichspannung. Lebensbedrohlich wird eine Gleichspannung erst ab 120V (siehe Wikipedia: Berührungsspannung). Alle kleineren Spannungen sind nicht gefährlich.
[…]
Darf ich bei Deinen Verständnis für Elektrik/Elektronik annehmen, daß Du nicht weißt, das die Spannung als einzige Angabe mal gänzlich ungeeignet ist, um den zu entstehenden Schaden zu eruieren?
Ich könnte Dir auch mit den 3,3V einen tödlichen Schlag versetzen.
… und ganz allgemein fließen auf einem Mainboard dieser Tage (auch unübertaktet) durchaus Ströme, die sich auf 100 Ampère und mehr belaufen.

Platinen sind in der Regel Kurzschluß- und Durchschalgsfest bis mehrere tausend Volt, trotzdem werden sie beispielsweise bei Defekten der VRMs vollkommen verbrannt – von Kleinstspannung, durch Hochstrom!
mTw|Marco schrieb:
Unglaublich was für ein Schwachsinn hier teilweise empfohlen wird. Kompletter Tausch aller Komponenten? :freak:

Da wird vermutlich "nur" das Board und der RAM hinüber sein. Die beiden Komponenten holst du dir neu und testest dann erstmal.
[…]
Genau!

Nehmen wir mal an, der Themenersteller hört auf Deine weisen Worte;
Szenario I:
  • Er nimmt an, daß nur der Ram das Zeitliche gesegnet hat (Da, laut eigener Aussage „Alle RAM's bis auf das mit den Brandapuren funktionieren“) und besorgt sich lediglich ein 4GByte-Kit (Kostenpunkt* etwa 50€).
  • → Die neuen Bausteine gehen bei Einschalten umgehend defekt.
  • → Finanzieller Schaden zusätzlich: 50€ + neue Ram-Bausteine

Szenario II:
  • Er kauft sich nochmal ein 4GByte-Kit mitsamt Board, da angenommen wird, daß Board wäre noch intakt (O-Ton:„Lüfter laufen noch-> mainboard eventuell noch funktionsfähig?“) (Kostenpunkt* etwa 125€).
  • Bei Inbetriebnahme stellt sich heraus, daß die Grafikkarte mitgenommen wurde.
  • → Finanzieller Schaden zusätzlich: 125€ + neue Grafikkarte

Szenario III:
  • Er kauft sich nochmal ein 4GByte-Kit mitsamt Board (Kostenpunkt* etwa 125€).
  • Bei Inbetriebnahme merkt er, daß die Grafikkarte mitgenommen wurde.
  • Das Board reißt nochmal die Ram-Bausteine mit und verabschiedet sich anschließend auch nochmal.
  • → Finanzieller Schaden zusätzlich: 125€ + neue Grafikkarte + neuer Ram + neues Board

Szenario IV:
  • Er kauft sich nochmal ein 4GByte-Kit mitsamt Board (Kostenpunkt* etwa 125€).
  • Bei Inbetriebnahme stellt sich heraus, daß auf der 3,3V-Schiene durch Defekt des Netzteils (Regelelektronik des NT) die vollen 5V im Sonderangebot zu haben sind.
  • → Finanzieller Schaden zusätzlich: 125€ + neues Netzteil + neuer Ram + neues Board
*Bei Annahme entsprechend qualitativer Komponenten – dem zugrunde liegt der Gesamtpreis des ehemaligen Systems des Themenerstellers

Klingt schon unglaublich abwegig das Ganze, da muß ich Dir Recht geben …
mTw|Marco schrieb:
Habe 5 Jahre einen Hardwareshop einer großen Hardwarehandelskette in Süddeutschland geleitet; da hatten wir im Endkundenbereich die wildesten Fälle - auch "deine" Variante mit dem RAM Einbau im Betrieb kam erstaunlicherweise nicht nur einmal vor :D

In allen Fällen waren es Mainboard und RAM defekt. Getauscht, das war's.
Herr, lass Hirn regnen!

Nichts für Ungut, aber bei Fachpersonal mit einem solch fundierten Fachwissen, tun mir die Kunden irgendwie leid …
-
undermaker45 schrieb:
Die Festplatte müsste doch überlebt haben oder?
Gerade Laufwerks-Controller reagieren sehr empfindlich auf Spannungsspitzen.
Und das welche zu dem Zeitpunkt vorhanden waren, die Folgeschäden verursacht haben, kann Niemand ausschließen.

… und gerade Mainboards können mit nicht offensichtlichen Defekten durchaus laufen, nur zeigen sie dann halt Symptome die eine Nutzung praktisch unmöglich machen.

Ich weiß, es tut weh, wenn da ein paar Sekunden zuvor noch Hardware für hunderte Euro stand, die man mühsam zusammen gespart hat, aber so ist das nunmal.
Auch ein Sportwagen für hundertausende Euro kann Sekunden später nach einem Totalschaden nur noch auf Schrottwert taxiert werden.
Man ärgert sich fürchterlich über seine eigene Kurzsichtigkeit …

Das dümmste wäre jedenfalls jetzt, noch Geld für neue Komponenten auszugeben – erst recht, wenn man es nicht hat und solche Beträge langwierig zusammen sparen muß.
Das Ganze bloß höchst risikohaft in der geringen Hoffnung, irgend eines der Bauteile hat den Defekt unbeschadet überstanden und man bräuchte irgendetwas nicht neu kaufen.


In diesem Sinne

Smartcom
 
Zuletzt bearbeitet:
@Smartcom5: Nimm es mir nicht übel, aber deine Szenarien sind ein Abbild von Schwarzmalerei allererster Güte. Ich sage nicht, dass so etwas nicht eintreten kann, aber das ist die absolute und ich betone absolute Ausnahme, dass es so abläuft wie du befürchtest.

Zu deiner Aussage mit dem Personal mit "fundiertem Fachwissen". Die offensichtlich defekten Komponenten wurden getauscht und die Systeme daraufhin durch einen 24h Testrun mit unterschiedlichen Szenarien geschickt. Wenn die Systeme die Abnahme bestanden, dann war die Sache gelaufen. Wie so ziemlich bei allem in der Welt was mit wirtschaftlichem Aufwand zu reparieren ist.

Es wird das repariert was defekt ist -> wenn Test OK -> fertig.

Ich glaube du kannst dir nicht annähernd vorstellen, wie oft derartige DAU-Fälle im Consumerbereich vorkommen. Die Rechner wurden repariert und dann war der Drops gelutscht. Wenn man dort jedem Kunden einen neuen Rechner auf die Nase gebunden hätte, hätte man uns den Vogel gezeigt.

Meine Aussagen nehme ich nicht einfach so aus dem Himmel, sondern stütze ich auf meine Erfahrung, die ich über Jahre hinweg in einem Unternehmen mit Kundenkreisgröße 50 000+ und penibelst dokumentierten Reklamationsfällen gesammelt habe.

Ich respektiere deine Meinung und Aussage, jedoch betone ich nochmal, dass die Warscheinlichkeit, dass eines deiner obigen Szenarien eintritt extrem gering ist.


Und zu deiner anderen Diskussion bezüglich der Lebensgefahr ausgehend von einem Mainboard: Ja, irgendwie irgendwo irgendwann ist es sicherlich möglich sich damit umzubringen. Aber auch hier das gleiche: Die Wahrscheinlichkeit geht hier eher gegen 0.

Schwarzmalen geht aber natürlich immer.
 
Sehe das genauso.

Der TE sollte die einzelnen Kompomenten seines Rechners überprüfen oder überprüfen lassen; mit Sicherheit sind nicht alle Teile defekt. Wenn er sich hierfür ein peiswertes Mainboard anschafft, ist das keine allzu große Investition, die er schnell wieder hereinholt, wenn er durch die Tests herausfindet, welche Komponenten noch funktionieren.

Am Ende könnte er das Board möglicherweise in der Bucht wieder vertickern und sich, wenn sich ein Defekt des eigenen Boards herausstellt, ein höherwertiges neues besorgen und mit den noch funktionierenden Komponenten seinen Rechner neu aufbauen.

Wenn er sich technisch hierzu nicht in der Lage sieht, würde ihm sicherlich jemand hilfreich zur Seite stehen.

Ich hatte übrigens selbst einmal ein ähnliches Problem mit Blitzschlag beim Einsetzen eines RAMs, als ich vergessen hatte, den Strom abzudrehen. Vom Rechner lief danach auch nur noch der Lüfter. Nach dem Entfernen des RAMs aus dem betreffenden Slot und em Austausch des Netzteils lief der Rechner aber wieder einwandfrei noch viele Jahre, nur jener Slot konnte nicht wieder bestückt werden; aber selbst der den Blitzschlag verursacht habende RAM-Baustein funktionierte danach noch einwandfrei.

Und die Moral von der Geschicht: Man werfe nicht gleich die Flinte ins Korn bzw. alles ungeprüft zum Elektroschrott, besonders nicht, wenn es sich dabei um die Komponenten eines relativ hochpreisigen Rechners handelt !
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde empfehlen, auf jeden Fall Board + RAM neu zu kaufen und die restlichen Komponenten erst mal in einer PC-Fachwerkstatt testen zu lassen! Das dürfte im Zweifel weitaus preiswerter sein, als gleich auf Verdacht einen komplett neuen PC in der gleichen Leistungsklasse anzuschaffen. Und ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass nun alles hopps gegangen ist (klar, kann man nicht ausschließen, aber dann dürfte man z.B. auch nicht fliegen, schließlich kann man nie gänzlich ausschließen, dass man abstürzt...)

LG N.
 
Es wäre mal hilfreich wenn der TE sein ganzes System Posten würde. So könnte man besser beurteilen ob sich eine "Überprüfung" sich lohnen würde. Bei einem Halbweg gutes Intel sytem wäre eine überlegung wert, aber AMD ...Hallo ?!?!?!?!? :freak:

Die Jungs wollen auch bezahlt werden für den Diagnosen Job!
 
@undermaker

Lass dich nicht irre machen. Was du getan hast war natürlich ungünstig ;)
Aber deswegen brauchst du nicht gleich 1000 € durch den Kamin jagen.
Wenn möglich teste deine RAM-Riegel einzeln auf einem anderen Board. Ich tippe mal, das nur die Versorgungsleitung für den DIMM auf der Mainboard-Rückseite durchgeschmort ist, was den Duft hinterliess.
Ein neues Board kostet nicht die Welt und du kannst praktisch alle Komponenten weiterverwenden (ausser der besagte RAM hat wirklich was abbekommen).
Das alte Mainboard lässt sich nicht für einen vernünftigen Preis reparieren. Daher Neukauf.

@nexpro
Es ist völlig unnötig hier über Hersteller herzuziehen. Ein Systemwechsel kommt aus Kostengründen wohl ohnehin nicht in Frage.

@cruse
Dann wird da wohl auch nix gestunken haben. Aber alle Postings mit dem Satz "Ich hatte damit nie Probleme" sind ohnegin für den Allerwertesten und helfen dem TE in keinster Weise.
 
Da hast du wohl mich etwas flasch verstanden. Damit wollte ich nur ausdrücken das aus rein Finaziellen sicht sowas "nicht" lohnen würde Hardware überprüfen zu lassen. Es soll kein angriff auf die marke AMD sein!

undermaker45 schrieb:
Ich habe 1000 Euro für mein Rechner geblecht.
Mit 16 habe ich es mit eigener Kohle gerade so bezahlt.

Muss ich wirklich Abschied nehmen? :'(
War ein 600watt netzteil
Gtx 550ti Grakka
4GB ddr3 RAM

Was kannst du daraus vermuten?

Ich zumindest, ca. 4-5 Jahren zusammengestellt (Aktuelle GPU Generation GTX 500/HD6000 Serie), vermutlich eine AM3 CPU Sechs kerner.

Was ist sowas heute noch Wert ?!.......Eine FX6100 + Mobo+8GB ram für ca. 120€ auf dem Marktplatz. Ich weis ja echt nicht wieviel so eine überprüfungsmaßnahme kostet, aber günstig kann ich mir sowas nicht vorstellen. Er könnte es per RMA versuchen abzuwickeln zu lassen auf eingene kosten.
 
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