Kein "Kaltstart" möglich

f20

Cadet 3rd Year
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Okt. 2012
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56
Hey,

ich habe ein merkwürdiges Problem mit meinem neuen System:
Der Computer startet nicht richtig, wenn dieser länger ausgeschaltet (Standby?) oder einmalig komplett vom Netz getrennt war. Das äußert sich darin, dass nach dem Drücken des Startknopfes die Lüfter anfangen zu rotieren und die CPU-LED des Mainboards (ASUS P8Z77-V) fortwährend leuchtet, jedoch nichts weiter passiert. Der Rechner verbleibt also in diesen Zustand ohne Displayausgabe oder dergleichen, bis ich ihn durch ein Gedrückthalten des Startknopfes wieder abschalte. Gelegentlich schaltet sich der Computer auch direkt nach dem Einschalten wieder aus, um wiederum eine kurze Zeit später erneut zu starten und dann den geschilderten Zustand zu erreichen.

Lasse ich den Computer aber mindestens ca. eine Minute so laufen, bootet dieser beim nächsten Versuch ohne Probleme, sofern ich damit nicht zu lange warte. Dementsprechend kann ich den Computer auch neustarten, wenn dieser denn einmal läuft.

Ein Reset des BIOS hatte leider kein Auswirkung auf dieses Verhalten; die einzige relevante Änderung war jedoch auch nur die Einstellung des richtigen XMP-Profils für den RAM.
Leider kann ich mich nicht nach Piepstönen den BIOS' richten, da mir ein solcher Lautsprecher fehlt. :rolleyes:

Mir ist nebenbei auch aufgefallen, dass das Netzteil (be quiet! E9 480W) ein leichtes Surren/Fiepen von sich gibt. Ist das ein Grund zur Beunruhigung oder nehme ich das so nur zum ersten Mal bewusst wahr, weil meine bisherigen NTs allesamt recht laute Lüfter hatten?
 
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Ich empfehle dir, einen entsprechenden Mainboardlautsprecher zu kaufen. Eventuell könntest du dir so einen bei Freunden oder Verwandten ausleihen. Ansonsten ist es recht schwierig, dir Lösungsvorschläge zu unterbreiten, da die Ursachen vielfältig sein können.

Der Be-Quiet-Serienfehler kommt eigentlich nicht in Frage, da dieser vornehmlich in der E5- und P7-Serie auftrat, nicht aber in den neueren Serien.
 
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Ich hatte dasselbe Problem schon einmal bei meinem alten Rechner. Die Ursache waren zwei kaputte Elektrolytkondensatoren im Netzteil. Die beiden für ein paar Cent erneuert und schon gings wieder. Falls du aber noch Garantie hast, natürlich diese in Anspruch nehmen und nicht selber am PC rum löten!
 
Danke für die schnellen Antworten!

Ich werde mich dann morgen nach einen Mainboardlautsprecher umsehen. Dazu sind im Handbuch aber auch nur vier verschiedene Codes aufgelistet, die das Problem wohl nur grob lokalisieren...
Edit: Wie gesagt, die CPU-LED, welche - soweit ich das richtig beobachtet habe - die erste im Startprozess ist, leuchtet. Läge das Problem beispielsweise an der Grafikkarte, würde wahrscheinlich eher die entsprechende LED leuchten.

Kann ich ansonsten irgendwie feststellen, ob das Problem am Netzteil liegt? Die Komponenten sind alle erst ein paar Tage alt; ich würde ungern gleich mehrere Teile reklamieren. :(
 
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Ja: wenn du die Möglichkeit dazu hast, dann bau ein anderes Netzteil ein und schau ob es dann funktioniert. ;-)
 
Ich glaube irgendwelche Piepcodes wird er dir am Ende gar nicht ausgeben.
Ich hatte das auch mal, wenn es im Zimmer kalt war, gab es kein Bild bzw. war der Rechner so instabil, dass er sich gleich nach dem Post aufgehangen hat. Erst nach paar Minuten im Bios lief er dann korrekt. Piepcodes gab es nicht.
Das war aber imo. kein Problem vom Netzteil, weil das hab ich immer noch. Ich denke, dass es damals am Board lag. Im aktuellen Rechner nichts dergleichen.
 
Im Sammelthread zum Mainboard im Hardwareluxx wurde mir dazu geraten, im BIOS PLL Overvoltage zu deaktivieren, weil die Einstellung bei dem P8P67 wohl ähnliche Probleme hervorrufen konnte. Ich hatte zunächst auch den Eindruck, dass so mein Problem behoben wäre, aber damit lag ich wohl falsch. :o

Ich werde dann wohl am Wochenende das System mit einem geliehenen Netzteil testen. Einen Pieper konnte ich leider noch nicht auftreiben, wobei immer noch die Frage offen ist, ob mir der überhaupt mehr als die Debug-LEDs des Mainboards sagen kann.
Zum Board: Mir ist beim Einbau die Rückseite nahe der Schraubenlöcher etwas verschrammt... Es sieht nicht schlimm aus und der Computer läuft (wenn er startet) auch unter Last ohne Abstütze oder dergleichen einwandfrei. Könnte es trotzdem sein, dass das Mainboard defekt ist und ich durch diese "Einbauspuren" sogar die Garantie verliere?
 
Hallo,

ich habe den Computer nun noch einmal weitestgehend auseinander gebaut und nur mit RAM und CPU + Kühler getestet. Wie gehabt blitzt auch so kurz die DRAM-LED auf, daraufhin leuchtet die CPU-LED und das System bleibt scheinbar in diesem Zustand hängen.
Danach habe ich das gleiche mit einen älteren Netzteil (es hat keinen P8- sondern nur einen P4-Anschluss, könnte das Schwierigkeiten machen?) beobachtet.

Das E9 scheint also nicht (alleine?) Schuld an dem Problem zu sein, obwohl es wie gesagt im Betrieb etwas fiept (was sich eigentlich nicht mit den meisten Beschreibungen, die solche Geräusche ausschließen, deckt). Kann ich noch irgendetwas ausprobieren oder muss ich so wohl die CPU und das Mainboard zurückschicken?
 
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