Bei den laufenden Kosten für die Windkraft zählen auch Versicherungskosten rein und die sollen enorm ausfallen. (genaue Zahlen kenne ich nicht) Was den Windertrag anbelangt, so hatte ich wärend meines Studiums die Ehre einen Gastdozenten zu haben, der in einer Art Ratingargentur für Windenergie arbeitete. Der hat recht anschaulich erläutert, dass Windregionen analog zu Schürfrechten vergeben werden und die mit Abstand besten bereits erschlossen sind. Hier kann man nur alte Anlaen durch neuere ersetzen.
Neu erschlossene Gebiete nehmen in ihrem Jahresnutzungsgrad kontinuierlich ab und in wenigen Jahren wird es zunehmends schwerer einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen zu gewährleisten. Wenn da in naher Zukunft kein bahnbrechender Durchbruch in der Technologie kommt, was momentan noch nicht erkennbar ist, wird der Ausbau der Windkraft in einer Stagnation enden. Jedes Land hätte dann zwar seine eigenen Windparks, alle zusammen würden allerdings nur für einen kleinen Teil der Schwerindustrie reichen. Und die gilt es in erster Linie zu befriedigen.
Was Biogene Kraftstoffe anbelangt, da seh ich momentan schwarz. Durch die Medien denkt ein Großteil der Bevölkerung Gentechnik wäre was Schlechtes und erwartet, dass wir 10 Jahre nach ihrer Einführung grün leuchtende Mutanten sind. Das wir Genmanipulation im Sinne des Begriffes bereits seit Jahrtausenden betreiben bemerkt keiner.
Sollte sich jedoch der Gedanke durchsetzen, das Gentechnik doch nicht so schlecht ist wie diese ganzen Ökospinner behaupten, dann steckt da wahrlich großes Potential drinne. Die Spanier haben da wohl eine Möglichkeit gefunden wie sie mit Algen eine Schweröl ähnliche Substanz erzeugen können, die 100% biologisch ist und mit geringen Modifikationen (Hauptsächlich der Zündeinstellungen wegen) bereits in heutigen Fahrzeugen genutzt werden können.
Aproppos Fahrzeuge, da muss auch ein Umdenken stattfinden. Es kann nicht sein, dass ich in meinem alten Golf II Saugdiesel ohne Probleme mit altem (gefiltertem) Frittenöl vom Fidschinesen nebenan fahren kann, ein hochgezüchteter 200 PS SUV jedoch Proleme bekommt wenn man E10 einfüllt. Hier hat ein Schritt zurück zu erfolgen, keiner benötigt diese PS Monster die bei 240 abgeriegelt werden. Klar, so ein Golf II is auch nich der Traumwagen schlechthin, aber er fährt CO2 neutral ohne Feinstaub o.ä.. Wieso kann man da kein modernes Pendant zu entwickeln?
Anyway, am Ende wirds jedoch darauf hinauslaufen, dass alle Energieformen benötigt werden, egal ob Windkraft, Solarthermie, Erdwärme oder Biogene Kraftstoffe. Wasserkraft und Photovoltaik halte ich persönlich für zu umweltschädigend oder zu schädlich.
EDIT:
Ich persönlich gebe der Erdwärme-Technologie auch nur sehr geringe Chancen. (hohes Risiko, hohe Kosten, wenig effizient)
Hat man von der Ölindustrie ursprünglich uch behauptet und schau mal wo die heute steht. Die grundlegende Technologie für das Erkundschaften, Bohren und Warten der Löscher ist ausgereift, einzig am KWK Part muss gearbeitet werden.