Kind wurde beruflich belastet

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

nedim89

Lt. Commander
Registriert
Nov. 2006
Beiträge
1.676
Guten Tag,

und zwar wurde ein Bekannter von mir, 14 Jahre alt geseteswidrig behandelt.

Er hat in einer großen anerkannten Firma bezüglich eines Praktikums angefragt, den er auch bekommen hat. Darauf müsste er in Außendienst, also hat er sich dort hin begeben und ist dort schon miserabel behandelt worden, als er ein Hallo in die Runde geschmissen hat, haben ihn alle nur so angeschaut.

Nun interessant ist jedoch die Arbeitszeit, er hat um 7 Uhr angefangen und hat bis 17 Uhr unter psychischer und physischer Belastung gearbeitet, meines Wissens darf ein von 13 bis 15 jähriger ausschließlich zwei Stunden arbeiten verrichten und diese müssen auch leicht verrichtbar sein. Pausenzeit hatte er eine halbe Stunde.

Die physische Belastung ist so zu beschreiben, Rohre verlegt, Rohre festgehalten, geschnitten, gedreht und geschleppt. Sand budeln und schaufeln. Werkzeuge ins Auto oder in Keller tragen (sehr lange Strecke). Er hat mir desweiteren erzählt, dass es für ihn sehr sehr schwer war und so eine körperliche Belastung noch nie im Leben hatte.
Physische Schäden die er dadurch hat sind, Blasen an den Händen und Füßen.

Die psychische Belastung hingegen er wurde desöfteren angeschrien und wurde z. B. nach "Mumpfen" gefragt (weiss selber nicht mal was det ist) und hat darauf gemotzt. Er musste auch wie oben beschrieben Rohre festhalten und da ist dann Wasser rausgelaufen und der ist dann ausgewichen, darauf hat der Mann gesagt, "Was bist du für ein Schisser" und er hat auch den Auftrag bekommen Rohre in eine Richtung anzulegen, darauf sagte derjenige, dass es "arbeitstechnisch sowas von Sche**se ist.

Was haltet ihr von dem Ganzen?

MfG
NG
 
War bei mir auch mal beim Praktikum so.
Ich habe dem nur ein nettes "F*** d***" gesagt und habe mich verpisst.
Ich war bei einem PC-Händler und sollte mich erst um das Zusammenbauen und Installieren der System kümmern.
Allerdings sind diese Absprachen nicht eingehalten worden, stattdessen sollte ich putzen und den Müll entsorgen.
 
Dokumentieren, Anwalt einschalten, verklagen.
 
Zum Arbeitsamt und denen des Schildern und wenn möglich auch Praktikumsvertrag vorlegen. Und nicht zu lange warten!

Ja Praktikanten sind eben billige Arbeitskräfte, is leider fast überall so.

gruß
 
Naja, dass ist ja der Sinn eines Praktikums. Wenn er später in diesen Bereich gehen will, dann wird er da genau das selbe leisten müssen. Er hat also den vollen einblick bekommen und weiß jetzt genau was auf ihn zukommt.

Er hätte es ja nicht machen müssen, insofern war das alles freiwillig. Und arbeit ist es erst, wenn er dafür entlohnt wird.

Verklagen wird nix bringen, da er sicher keine Zeugen hat, die ihm das bestätigen werden, in der Firma schießen die sich bestimmt nicht ins eigene Knie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum wollen einige immer gleich vors Gericht?
Hier wurde eine Option geboten sich das Berufsbild genauer zu betrachten, hat nicht gepasst, geht man wieder.
Hatte auch solche Praktika - Fazit war hier für mich, dass diese Sparten nichts für mich sind und gut.

Achja - und der Ton unter einigen Handwerkern ist bekanntlich etwas rau und die Arbeit vorwiegend körperlich. :)
 
Ich denke auch das viele schon Praktika und sogar Ausbildungen gemacht haben, bei denen sie nicht so behandelt wurden wie es sollte.

Man lernt eigentlich nur daraus, entweder das es zu einem passt oder halt nicht.

Ich finde es ehrlich gesagt etwas unüberlegt einen 14 jährigen in solch eine Branche zu schicken, das ist ja eigentlich klar wie er da zurecht kommt - nämlich gar nicht ;)
 
gebe Dir recht, zudem der Kleine sicherlich nicht zum letzten Mal Ausgrenzung erleben wird im Leben.

Davor kann man ihn nicht schützen, lediglig lehren, damit umzugehen.


OT: bei meinem Praktikum (damals) in einer Bank konnte man mich nicht permanent beschäfigen, also tat ich es selbst.
Ich nahm mit ein karriertes Blatt und nummerierte die Kästchen. Als ich bei der mitte zweiten Seite angekommen war (bei 3000 irgendwas) kam der Chef und schaut interessiert, was ich so tue... er sah das Blatt und musste so laut lachen, dass er mir nicht bös war ... nahm mich zur seite und von nun an durfte ich Geld zählen :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war bei meinem Praktikum (schon ziemlich lange her) auch immer so gegen 18 Uhr zuhause und wurde als "Arbeitskraft" eingesetzt.
Direkt am ersten Tag das volle Programm... fand ich auch gut, da ich durch das Praktikum ja einen Einblick in diesen Beruf erlangen wollte.
Durch 2 Std. "leichte" Arbeit am Tag ist man nach dem Praktikum genauso schlau wie vorher oder findet den Beruf vielleicht noch toll, da man sich da die E*** schaukeln kann und dann schmeißt man die Ausbildung nach 3 Wochen, da der Job doch zu viel fordert.

*btw
Praktikanten sind eigentlich immer die "Deppen", die von allen verarscht werden.
War doch schon immer so? :freak:
 
Zuletzt bearbeitet:
Was hat er den vom Praktikum erwartet? Das er zusieht? So ist das Leben und das Berufsleben erst recht. Das ist nicht einfach und anstrengend. Dann soll er eben besser lernen und sehen das er später etwas machen kann das weniger anstrengend ist.
Und das die LEute nicht wirklich nett waren... na und? Hätten sie ihn verhätscheln sollen? Man wird immer mit MEnschen arbeiten müssen die man nicht mag, wo der Ton auch mal sehr unangenehm werden kann. Wer länger im Berufsleben steht kann davon ein Lied singen. Irgend einen könnte man jeden Tag erschießen.

Und Grundlegen dhätte er jederzeit aufhören können. Es ist ja nur ein Praktikum.
 
Soweit ich weiß darf man höchstens 6 Stunden am Tag mit einer 30 minütigen Pause arbeiten.
 
also ik weeß ja nicht in was für ner bunten welt ihr lebt, aber ich bei nem praktikum
musste ich IMMER 8 stunden am tag arbeiten oder mehr ...

man macht praktikum um in den arbeitsalltag der erufsrichtung reinzuschauen ...
und mein praktikum während der gymnasialzeit war auch mit 13-14 ...

8 stunden schön arbeiten, und JA! man ist der letzte arsch, das letzte glied der kette ...

ungelernt ohne wissen, da bekommt man nun mal sinnlose aufgaben die keiner machen will ...
praktikum von 8-10 stunden ist nicht rechtswidrig o_O

wasn quatsch isn das hier ...

und blasen und sowas vom arbeiten ... dann soll er praktikum in nem pc laden machen, da kann er maximal meckern wenn sein rücken weh tut oder sowas ... sowas von lächerlich

zumal er als praktikant nen praktikumsvertrag unterschreiben muss, wenn er das net tut, selbst schuld, denn darin werden stunden und ev. vergütung geregelt ...

wenn du das nem anwalt hier vorlegst, schmunzelt der müde ...

zweck des praktikums wird erfüllt ... fertig ...

ist der job zu hart, ist er zu schwach ;)

soll er net rumheulen :D arbeit hat noch keinem geschadet, vor allem net unserer jugend ;)
 
Ich durfte in meiner Ausbildung auch nur 8 Stunden arbeiten, hab aber jeden Tag zwischen 10-12 std. gearbeitet, das nennt sich Arbeitsleben und Ehrgeiz.

Entweder man tut was dafür, das man im Leben weiter kommt, oder man lebt nach seinem Arbeitsvertrag, den Gesetzen und wird nur das bekommen, was der Arbeitergeber zahlen MUSS. Andereseits könnte man sich anstrengend und versuch nach vorn zu kommen ;)
 
also echt was sich die leute heute so an vorstellungen haben, und gleich noch verklagen :mad:
eins hast du noch vergessen, als was hat er ein Praktikum gemacht ? und viele in dem alter übertreiben was die dinge angeht, vor allem die wissen nicht wie es in so einem Beruf leben zugeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Pulz schrieb:
Soweit ich weiß darf man höchstens 6 Stunden am Tag mit einer 30 minütigen Pause arbeiten.

nööö ... er darf die festgelegte zeit im vertrag arbeiten ... max. 10 stunden dürften es sein mit pausen ...

es ist ein unbezahltes freiwilliges praktikum und keine vergütete arbeitsstelle ...
 
darBane schrieb:
nööö ... er darf die festgelegte zeit im vertrag arbeiten ... max. 10 stunden dürften es sein mit pausen ...

es ist ein unbezahltes freiwilliges praktikum und keine vergütete arbeitsstelle ...

nein es gibt gesetze die hier den praktikanten schützen, eine maximale stundenzahl und die ist sicher nicht bei 10 :freak:

der fakt, dass praktikanten als volle kraft eingesetzt werden, dabei überstunden amchen müssen und kein geld bekommen ist einfach nicht richtig. auch wenn das argument ist, mal in den beruf herrein zu schnuppern, kann es nicht sein das ein 14jähriger die gleiche arbeit machen muss wie udo der schweißer.

am dem tag der offenen tür wenn die feuerwehr in den kindergarten kommt, fangen die auch nicht an ne brand zu löschen, wenn eins der kinder dann brandwunden bekommt -> tja so isses halt als feuerwehrman, hättest du vorher wissen müssen !!

es gibt regeln, die es einzuhalten gilt. ich selbst hab es dann einfach hingenommen und hab gebuckelt ohne zu murren, wenn ihr euch aber so fühlt als ob ihr was unternehmen wollt wie schon erwähnt dokumentieren und verklagen .. zeichen setzen.
 
Für ein Schülerpraktikum gibt es Sonderregelungen, d.h. ein Kind darf dann im Rahmen eines solchen Praktikums max. 35 Stunden pro Woche arbeiten. Nun stellt sich die Frage, ob diese maximalen Zeiten in diesem Fall überschritten wurden, da müsste man nochmal genau nachrecherchieren, wie es sich mit Pausen etc. verhält.

Das mit der physischen und psychischen Belastung hingegen ist eher Ansichtssache.
Grundsätzlich steht jedoch fest: Arbeit auf dem Bau ist kein Ponyhof.
Die Arbeit ist nätürlich körperlich anstrengend, das muss jedem klar sein. So wie ich das sehe, musste der Praktikant aber lediglich einfache Handlanger-Aufgaben erledigen.
Zur "psychischen Belastung": Jemand, der allzu zart besaitet ist, sollte sich tatsächlich nach einem anderen Job umsehen. Der Umgangston ist rau, die Scherze schonmal etwas (zu) derb. Und dass der Hiwi mal angeschnauzt wird, weil er was verbockt hat, bzw. zwei linke Hände besitzt, ist doch nicht ungewöhnlich.
Ich hab mit 15 für 4 Wochen selber auf dem Bau gejobt (ganz legal in den Schulferien), und spreche daher aus Erfahrung. Am Anfang ist es tatsächlich nicht ganz einfach, bes. körperlich, aber da gewöhnt man sich dran.

Wenn dein Bekannter sich bei der Firma nicht wohl fühlt, soll er das Praktikum abbrechen und sich nach etwas anderem umsehen. (Vielleicht ein Bürojob?)

Achja, und die "Mumpfe" ist wohl eine Muffe, das ist ein Verbindungsstück zum Verbinden zweier Rohre.
 
Die tägliche Arbeitszeit liegt bei 8 Stunden mit einer Stunde Pause. Die maximale Wochenarbeitszeit bei 40 Stunden und Samstagsarbeit ist nicht erlaubt.
Grundsätzlich muss der Praktikant aber nen guten Einblick in den Arbeitsalltag bekommen und der besteht nun mal nicht nur aus den schönen Sachen und das der Ton am Bau etwas rauer ist, ist ja nun auch nichts neues.
 
Wie Tyr43l schon sagte, im Jugendarbeitsschutzgesetz - JArbSchG ist alles geregelt.

Natürlich dient ein Praktikum dazu um einen realistischen Eindruck vom Berufsleben zu bekommen. Man darf bei der ganzen Geschichte allerdings nicht vergessen, dass es sich um ein 14 jähriges Kind handelt. Da gelten einfach andere Bestimmungen. Man kann einen so jungen Menschen nicht genauso fordern wie einen 20 jährigen, physisch wie psychisch nicht! Vlt hat er einfach die falsche Branche gewählt oder wollte zu früh da rein.
Jedenfalls hat er jetzt (hoffentlich) daraus gelernt.

greetz
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben