News Kinderporno-Seiten sollen per Gesetz gesperrt werden

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LeChris schrieb:
Es geht hier nur um Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten. Lege doch mal bitte dar, inwiefern ein darauf nicht gestatteter Zugriff z.B. meine Grundrechte, hier insbesondere auf informationelle Selbstbestimmung, behindert.
Ich glaube du willst es nicht verstehen. Das Problem ist hier dass du ein System schaffst welches unkontrolliert Webseiten sperren kann. Kein Provider wird händisch Dutzende Webseiten jeden Tag irgendwo eintragen, die werden die IP Null-Routen, ob da jetzt ne Kinderporno-Seite oder heise.de hinter ist.
Ergo können einzelne Personen jede Informationsquelle im Internet ausschalten und eben nicht nur Kinderporno-Seiten, siehst du da echt keine Gefahr drin ?

Es gibt Provider. Die haben Router. Diese Router sind vom Funktionsumfang sehr nett.
Gut, dann du mich aufklärst, ich arbeite seit 6 Jahren bei einem und bin da verantwortlich für Netzwerk + Routing ;). btw, definiere den netten Funktionsumfang, die meisten größeren Routersysteme (wir benutzen z.B. die hier) können in Punkto Filterung nicht sehr viel weil es vom Rechenaufwand einfach nicht möglich bzw. bezahlbar ist.

Physischen Zugriff darauf hat der lokale Systemadministrator, der mit dem BKA zunächst wenig am Hut hat. Wenn er will, verbietet er eine bestimmte Route. Nix neu kaufen...
Erstmal wird er nicht eine bestimmte Route verbieten sondern er wird eine neue (Nullroute) anlegen was zu einem sogenannten Blackhole führt.
Zweites wird er ein System bauen welches das automatisch basierend auf den Blacklisten des BKA machen wird, weil es sonst vom Arbeitsaufwand und der absolut weltfremden Reaktionszeit (die wie auch schon bei der TKÜV mit Sicherheit vorgegeben werden wird) nicht lange umsetzbar ist.
Drittens legst du damit mindestens eine IP lahm (und halt nicht nur die Website), was mitunter zu enormen Kollateralschäden führt weil bei seriösen Hostern bis zur Einführung von ipv6 Hunderte bis Tausende Websites auf einer IP liegen können.

Ich denke, es besteht die Möglichkeit, dass es da draußen Gesetze mit zweifelhafterem Nutzen gibt, als eines, jenes welches die Hürde zum Zugriff auf besagte Seiten etwas zu vergrößern versucht.
Ich deke auch, dass es sehr viele unsinnige Gesetze gibt (die TKÜV habe ich ja bereits angesprochen), aber das taugt bei mir nicht als Rechtfertigung noch ein weiteres unsinniges Gesetz aufzustellen.

Wie gesagt, Provider sind dazu da Zugang zum Netz und den Transport von IP-Paketen zu gewährleisten, nicht um die User zu kontrollieren oder ihn bei der Wahl seines Content zu beschränken, dabei sollte es imo auch bleiben.
 
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Ohne Kopf zu überlegen stelle ich mir schwer vor... :rolleyes:

Ein Provider gibt sein Dienstemanagement teilweise aus der Hand...hielte ich für suboptimal. Allein ein 4-Augen-Prinzip, wenn auch hier eher ideell, muss der Provider schon aus Selbstschutz anstreben. Ob auf dem betreffenden, vorzugsweise ausländischem Server, auch heise gehostet ist, kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Insgesamt halte ich entsprechend themenbezogenes Blacklisting für weniger bedenklich. Nicht zuletzt, weil es kein wirkungsvolles Kontrollinstrument für die gesamten Zugriffe ist. Ob es dadurch letztlich wirtschaftlich sinnvoll ist, steht wohl weniger zur Debatte...wir sind schließlich auf dem Weg zum nächsten Wahlkampf...
 
Bumbelbee schrieb:
Für mich ist das Problem ganz einfach zu beseitigen! Solche Menschen auf der Stelle Köpfen! Dann überlegen sie es sich 2 mal
Gibt auch noch andere mit so geistreichen Äußerungen:
http://natune.net/zitate/autor/Britney+Spears

LeChris schrieb:
Ein Provider gibt sein Dienstemanagement teilweise aus der Hand...hielte ich für suboptimal. Allein ein 4-Augen-Prinzip, wenn auch hier eher ideell, muss der Provider schon aus Selbstschutz anstreben. Ob auf dem betreffenden, vorzugsweise ausländischem Server, auch heise gehostet ist, kann ich mir nicht so recht vorstellen.
Heise war ja nur ein Beispiel, gibt ja auch außerhalb Deutschlands evtl. die ein oder andere Seite die keine Pornos hostet und als "Kollateralschaden" betroffen sein wird.
btw, du gibst als Provider diverse Dinge freiwillig aus der Hand, z.B. Blacklisten für Spam oder Bogons und hängst Maßgeblich von den RIRs ab, aber sobald es ein Gesetz ist ist das mit Zwang verbunden und passiert nicht freiwillig und zur Vereinfachung von Prozessen.
 
Blutschlumpf schrieb:
Und du gehst davon aus dass jemand der nach unserer Weltanschauung nen Fehler in der Psyche hat und auf Kinder steht von sich aus auf einen Psychologen oder ähnlich zu geht ?
Nicht zu seinen Fehlern stehen zu wollen ist für mich einfach keinen Entschuldigung. Bei einer unsauberen Betriebsküche ist das noch vertretbar, aber bei Sexualstraftaten?
Auch mit einem Fehler in der Psyche verstehen diese Leute dass ihre krankhafte Neigung etwas Falsches ist, zumindest die meisten von ihnen.
Ja, es ist eine Krankheit, aber das gilt nur als Entschuldigung wenn man sich auch dagegen behandeln lässt.

Und wenns nur zufällig jemand rausfindet ist man vermutlich recht flott Job und Familie los und landet auf der Straße, Schweigepflicht hin oder her.
Gegen den Verlust von Job und Wohnung gibt es Gesetze, zZ erwartet man dass diese Kinder vor Übergriffen schützen warum geht man also nicht auch davon aus, dass sie die Kündigung eines Pädophelien verhindern? Wegen einer Krankheit darf niemand gefeuert (okay, in diesem Fall gilt dass nicht für Berufe in denen er direkt mit Kindern zu tun hätte) oder aus der Wohnung geworfen werden.

Die Gefahr rückfällig zu werden besteht immer, was ist also deine Alternative zur Re-Integrierung die du mit deinen Maßnahmen absolut unmöglich machst und somit den Täter in die Armut (und daraus resultierend evtl. Kriminalität) drängst ?
Wer sagt dass bestimmte Verbrecher reintegriert im vollen Umfang und ohne "Probezeit" in die Gesellschaft entlassen werden sollen? Soetwas ist bei kleineren Verbrechen von zB Diestählen bis hin zur Körperverletzung noch in Ordnung, aber es gibt eine Grenze ab der das Vertraunen nicht mehr besteht und Sexualstraftäter sowie Mörder und Kinderschänder (auch wenn es "nur" Fotos und Filme sind) befinden sich eindeutig Jenseits dieser Grenze.

Wo ist der Unterschied ?
Mal realistisch gesehen, was passiert wenn du der Erzieherin im Kiga sagst, dass da 1km weiter ein Kinderschänder wohnt ? 3 Tage später wissen es alle Eltern, ne Woche später jeder im Umkreis von 5 km, zwei Wochen später gibts die erste Protestbewegung die fordert dass der nicht da wohnen darf, dessen Haus und Auto verwüstet, Flugblätter verteilet, dass da einer wohnt etc.
Wenn du die Info nur an die nötigen Stellen verteilst kannst du dem Kerl auch direkt "Kinderficker" auf die Stirn tätowieren.
Auch hier das gleiche System wie etwas weiter oben: Ein gesetzliches Verbot an Lehrere, Erzieher und Co diese Informationen der Öffentlichkeit preis zu geben.
Man nimmt an dass das Gesetz unsere Kinder schützen kann, warum also nicht annehmen dass das Gesetzt einen Kinderschänder schützen kann. Wenn man sich nun irrt, trifft es zumindest keinen Unschuldigen.

Hast du das aus der Bild ? Du lebst hier in Deutschland vermutlich sicherer als in fast jedem anderen Land dieses Planeten und es gibt vermutlich hunderte Länder die weitaus härtere Strafen haben und es trotzdem nichts bringt. Bestes Beispiel dürften da die USA sein wo etwa jeder 140te Bürger im Knast sitzt, es die Todesstrafe gibt und die Wahrscheinlichkeit erschossen zu werden trotzdem 30x so hoch ist wie hier.
Härtere Strafen führt in gewissen Bereichen nicht zu weniger Straftaten, das mag bei Temnpolimits, Steuerhinterziehung und ähnlichem funktionieren, sicher aber nicht bei Morden, Sexualstraftaten, Körperverletzung etc.
Nein, ich bin kein Bildleser.
Von härteren Strafen rede ich in dieser Form gar nicht, nur von einer strengeren Überwachung und eventuell auch Einschränkung von Straftätern. Jemand der nach langem Gefängnisaufenthalt oder erzwungener, psychatrischer Behandlung wieder auf die Gesellschaft losgelassen wird sollte definitiv strenger überwacht werden, sich regelmäßig bei bestimmten Stellen melden und weiterhin an einer Therapie teilnehmen zu müssen reicht für mich nicht aus.

Darum gehts gar nicht, das fällt auch unter aktueller Gesetzeslage unter Notwehr.
Wenn du jemand auf frischer Tat erwischst und totknüppelst, dann hast du dabei sicher nichts davon im Gedanken sondern handelst rein intuitiv (genau wie der Kinderschänder, nur mit einem von der Gesellschaft akzeptierten Trieb).
Der Kinderschänder dessen Trieb sich erst genau in dem Moment der Tat entwickelt mag rein intuitiv handeln, jeder andere aber nicht.
Jeder andere spührt doch über längere Zeit hinweg dass er sich sexuell zu Kindern hingezogen wird, er ertappt sich dabei, um zB Schulen und Kindergärten zu schleichen oder Kinder in Bus und Bahn ungebührlich zu beobachten. Wenn man den Aussagen verurteilter Kinderschänder Glauben schenkt dann schämt sich auch jeder von ihnen dafür und versucht den Trieb zu unterdrücken; diese Leute wissen also, dass sie eine tickende Zeitbombe sind die jederzeit explodieren und unschuldige Kinder ins Verderben reißen kann.
Solche Leute kann man nicht mit jemanden vergleichen, der in einer Notwehrsituation etwas zu weit geht.


Konti schrieb:
Das könnte man vielleicht sagen, wenn Pädophelie wie Homosexualität behandelt würde. So lange man als Pedo aber von allen Seiten von vornherein geächtet wird, trifft das absolut nicht zu.

Wenn das tatsächlich mal wertfrei als Krankheit gesehen würde statt grundsätzlich negativ, könnten sich solche Leute auch irgendwo melden und versuchen, sich behandeln zu lassen.
Aber solange sie Angst haben müssen, plötzlich einige ihrer Menschenrechte zu verlieren wenn sie sich outen, wären die doch blöd, sich irgendwo zu melden.
Pedophelie und Homosexualität sind aber zwei grundverschiedene Dinge.
Ein Pedophiler der seinem Trieb nachgibt, auch wenn er "nur" Bilder und Filme betrachtet, beutet dabei immer unschuldige Kinder aus die nicht wissen was sie da eigentlich tun und zu was sie gezwungen werden, die sich schlichtweg nicht wehren können.
Ein Homosexueller hingegen schadet niemandem wenn er seine Neigung auslebt, hier finden die sexuellen Handlungen zwischen zwei vollkommen gleichberechtigten, mündigen Menschen statt.

Beides mag angeboren sein, aber damit enden die Ähnlichkeiten auch schon. So lange ein Pedophiler durch die Befriedigung seines Triebes anderen Schaden zufügt kann seine Krankheit einfach nicht vollkommen wertfrei gesehen werden.
Meldet sich ein Pedophiler freiwillig und beginnt eine Threapie bevor er illegale Bilder und Filme von Kindern besitzt hat diese Person wirklich mein Mitleid, aber sobald er besagtes Bild- und Filmmaterial betrachtet um sich Befriedigung zu verschaffen überschreitet er die Grenze zwischen Krankem und Sexualstraftäter, an diesem Punkt ist Schluss mit dem Verständnis.



Allgemein sollte man sich die Frage stellen: Wenn soll man schützen, wen bestrafen oder gefährden?
Schützt das Blocken von Internetseiten in Deutschland Kinder vor übergriffen? Nein!
Soll das Gesetz lieber einen erwiesenen Strafttäter benachteiligen oder wegen dessen Schutz Kinder gefährden? Kann ich eher damit leben, wenn es einen jetzt unschuldigen, aber früher verurteilten Sexualstraftäter erwischt oder ein unschuldiges Kind?
 
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Konti schrieb:
Ähm, gibt's denn irgendwo psychologische Studien, die so etwas nahelegen?
Ich bin davon ausgegangen, daß das wie bei Homosexualität (oder auch wenn man auf extrem fette Leute steht) ist.
Das ist doch normalerweise angeboren, oder etwa nicht?
Warum sollte das bei Pädophelie anders sein?

Das mit angeboren ist doch völliger quatsch! Was soll das heißen: "genetisch bedingt schwul?"
 
Das sperren von i-net Seiten ist mit Sicherheit nicht der richtige Weg. Mit dem gleichen Recht koennte man der Post vorschreiben keine Kipo-Sachen mehr auszuliefern und das natuerlich zu kontrollieren. Die Post war schliesslich jahrelang das Hauptmedium zum Verteilen solcher Sachen. KiPo ist und bleibt verboten und das aus guten Grund aber das i-net macht die Verteilung einfacher das heisst aber nicht das die Loesung des Problems genau so einfach ist. Hauptproblem ist doch das es einen Markt gibt. Dieser Markt setzt sich m.M. aus Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen zusammen. Die wirlichen Paedophilen (also Menschen die auf Grund ihrer sexuellen Orientierung auf Kinder fixiert sind) duerften nur einen Teil der Kunden ausmachen. In meinen Augen ist das auch der Teil der am leichtesten erreicht werden kann. Wie "normal" orientierte Menschen versuchen die meisten eine Beziehung aufzubauen und die Kinder eben nicht zu gewalttaetig zu missbrauchen. Nichtsdestotrotz ist es Missbrauch, ganz klar. Was hier fehlt ist Aufklaerung und das Schaffen einer Athmossphaere wo sich solche Menschen bewegen koennen um Hilfe zu bekommen und das moeglichst bevor sie sich an ein Kind ranmachen. Wenn ich aber hier manche Kommentare lese dann ist das Stammtischniveau und dem Problem nicht angemessen.
Der Kundenkreis der in meinen Augen das groessere Problem darstellt sind Leute die eigentlich im richtigen Leben nie auf die Idee kommen wuerden sich ernsthaft an einem Kind zu vergreifen. Aber offenbar sind sie fasziniert von dem was man da sehen kann. Keine Ahnung was es ist und warum genau aber das denke ich mir. Die sorgen fuer die hohe Nachfrage von solchen Material. Vielleicht hat ja jemand Statistiken die beweisen , oder auch nicht, das es einen signifikanten Anstieg an sexuellen Missbrauch von Kindern gibt und der leichteren Verfuegbarkeit von einschlaegigen Material. Das Kinder sexuell ausgebeutet werden weil die Nachfrage so hoch ist ja aber auf der Konsumentenseite , ich weiss nicht. Damit kommen wir zu eigentlichen Problem. Die sexuelle Ausbeutung von Kindern. In nahezu allen armen Laendern ist es relativ einfach enstprechende Angebote zu bekommen. Die Armut ist zu hoch um sich diese Moeglichkeit an Geld zu kommen entgehen zu lassen. In Thailand werden die Maedchen den Eltern fuer 4 oder 5 Jahre abgekauft. Da sind sie meistens 10 oder 11 Jahre. Sie "arbeiten" in dieser Zeit als Prostituierte. Das laesst sich fortsetzen. In vielen Laendern ist auch die Einstellung zu solchen Sachen eine ganz andere , die verstehen das nicht als Problem. Wenn ich es richtig weiss war z.b. in Japan die Darstellung solcher Sachen bis vor einigen Jahren nicht verboten. Da gibt es viele Faktoren die dahinter stehen. Das ganze hat auch was mit den Menschenbild zu tun was in jedem Land gilt. Nicht mal zwischen D und den USA zb. gelten gleiche Auffassung ueber die Definition von Folter. In vielen islamischen Laendern ist es kein Problem wenn Maedchen mit 11 Jahren verheiratet werden usw. Kindersoldaten sind in vielen afrikanischen Laendern gang und gebe. Menschenhandel als Sklaven oder zur sexuellen Ausbeute als Prostituierte in z.B. Westeuropa steht auf der Tagesordnung. Ich lese nichts darueber das man Seiten von Escortagenturen oder Callgirls sperren will obwohl die Chance deutlich groesser ist das die Damen in Not sind.
In meinen Augen macht man hier leider wirklich nur Wahlkampf. Das Problem muss geloest werden, keine Frage, aber die Methoden sind falsch und sind im Zweifelsfall lediglich Wegbereiter fuer nochmehr Kontrolle und Gaengelung.
 
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"Wer sagt dass bestimmte Verbrecher reintegriert im vollen Umfang und ohne "Probezeit" in die Gesellschaft entlassen werden sollen? Soetwas ist bei kleineren Verbrechen von zB Diestählen bis hin zur Körperverletzung noch in Ordnung, aber es gibt eine Grenze ab der das Vertraunen nicht mehr besteht und Sexualstraftäter sowie Mörder und Kinderschänder (auch wenn es "nur" Fotos und Filme sind) befinden sich eindeutig Jenseits dieser Grenze."

Sagt unser gesamtes Rechtssystem. Mag dir nicht gefallen und du magst es anders sehen, ist aber leider hier völlig irrelevant. In den wenigen Fällen, wo eine Reintegration absolut nicht mehr möglich erscheint, gibt es die Sicherheitsverwahrung. Prinzipiell ist die Reintegrierung aber höchstes Ziel.

Is aber auch wieder toll, auf welcher Wissensbasis hier diskutiert wird, dass man solche grundlegenden Tatsachen erklären muss.
 
remote schrieb:
Pedophelie und Homosexualität sind aber zwei grundverschiedene Dinge.
Ein Pedophiler der seinem Trieb nachgibt, auch wenn er "nur" Bilder und Filme betrachtet, beutet dabei immer unschuldige Kinder aus die nicht wissen was sie da eigentlich tun und zu was sie gezwungen werden, die sich schlichtweg nicht wehren können.
Pedophelie und Homosexualität gehören erstmal absolut zum selben Typ von Krankheit.
Wer sich Kinderpornos anguckt, schadet damit erstmal niemandem. Die Streifen sind bereits gedreht. Solange diese Leute kein Geld für sowas bezahlen und somit eine Motivation für solche Misshandlungen liefern, entsteht kein Schaden.

remote schrieb:
..., aber sobald er besagtes Bild- und Filmmaterial betrachtet um sich Befriedigung zu verschaffen überschreitet er die Grenze zwischen Krankem und Sexualstraftäter, an diesem Punkt ist Schluss mit dem Verständnis.
Das, was du hier schreibst ist pure Intoleranz!
Versuch dir doch einfach mal vorzustellen, DIR ginge es so:

Weil du weißt, daß wenn du dich meldest, das nur Ärger und Verachtung gibt und du weißt, daß du niemals dein Verlangen mit echtem Sex befriedigen kannst, lädst du dir also illegal solche Pornos im Internet herunter und guckst sie dir an.
Du schadest dabei niemandem und willst einfach nur deine Ruhe haben, aber dann kommen Leute wie "remote" an, die dich in Internetforen als Sexualstraftäter darstellen, obwohl du niemals ein Kind auch nur angerührt hast.
Da bleibt man doch lieber auch weiterhin im Untergrund, ohne sich irgendwo zu melden ...

Ich bin mir daher ziemlich sicher, daß wenn es mehr Toleranz und Gerechtigkeit bei diesem Thema gäbe, es auch weit weniger Straftaten gäbe. Ein Pedophiler muss sich ja heute allein durch die Gesellschaft schon als das absolut schlechteste fühlen, was man sich vorstellen kann. Dabei können diese Leute überhaupt nichts dafür.
Würde man das einfach mal ganz objektiv und wertefrei als Krankheit betrachten, hätten diese Leute überhaupt erstmal eine Chance, sich melden zu können ohne Angst haben zu müssen.
Aber Leute wie DU -remote- machen ihnen diese Chance kaputt. Ja genau, Leute wie DU sind mit dafür verantwortlich, daß es zum tatsächlichen Übergriff kommt!

Albert_Wesker schrieb:
Das mit angeboren ist doch völliger quatsch! Was soll das heißen: "genetisch bedingt schwul?"
http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität#Genetische_Diskussion
http://www.profil.at/articles/0546/560/126360/debatte-ist-homosexualitaet-produkt-lebensumstaende
 
#Konti. 2 Kleine Einwaende. Homosexualitaet ist keine Krankheit, genau so wenig wie Paedophilie. Es sind sexuelle Abweichungen von der Norm, genau wie z.b. die Fixierung auf einen Fetisch oder auf Frauen mit blonden Haaren. Oder selbst "Norm" ist hier unangebracht. Weil Norm ist etwas an dem sich jeder messen lassen muss. Ich wuerde eher sagen es gehoert zur sexuellen Bandbreite des Menschen. Sonst waere es prinzipiell therapierbar. Der einzige Unterschied ist, wie bereits geschrieben, das Homosexualitaet aus religioes motivierten Gruenden nicht akzeptiert wurde und oftmals immer noch nicht wird. Bei Paedophilie ist das Problem das hier Kinder betroffen sind die nach Auffassung in der westlichen Welt geschuetzt werden muessen.
Zweitens deine Ausfuehrung bezueglich des nicht entsehenden Schadens da kein Geld fliesst und die Bilder oder Filme schon da sind. Das Problem ist das viele Leute sehr wohl Geld bezahlen und manche wahrscheinlich durch solche "freien" Sachen erst auf den Geschmack kommen und dann mehr fuer Geld wollen.
 
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Das sind dann die wirklichen "Problem-Patienten". Bei solchen Leuten stimme ich auch zu, daß die dafür bestraft gehören!
Es dürfte aber genug Leute geben, die sich dessen bewusst sind und daher das "kostenlose Angebot" des Internets nutzen. Das dürften sogar mehr sein als die zahlende Kundschaft ... wenn das mittlerweile bei Filmen/Spielen/Musik/normalen-Pornos so ist, warum sollte das bei Kinderpornos anders sein?

Mir geht dieses Verallgemeinern gegen den Strich. Es ist nicht jeder Pedophile automatisch ein schlechter Mensch (aka Kinderschänder bzw. jemand, der die Kinderporno-Mafia unterstützt).
 
@Konti: Den Wikipedia Artikel hast du selbst wohl nicht aufmerksam gelesen. Die genetischen Studien wurden an Zwillingen durchgeführt. Diese haben so ziemlich die gleiche Erziehung und sind ähnlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Das ist so als würde man die Festplatten-Ausfallsquote eines Typs testen die ungesichert im gleichen Transporter geliefert wurden.
Selbst wenn es genetische Begünstigungsfaktorer gibt, ist deren Einfluss höchst wahrscheinlich gegenüber den Umwelteinflüssen unbedeutsam! Und 90% aller Menschen mit Homosexualitätsgenen würden sich, da bin ich sicher als Hetero bezeichnen!

Nicht alles ist genetisch bedingt! Warum Zwillinge die gleiche Lieblingsfarbe oder den gleichen Geschmack haben liegt an der Umwelt und nicht ihren Genen! Genau so wenig wird man genetisch bedingt zum Serienmörder, Amokläufer oder Pädophilen!
 
Also da steht:
Es scheint so zu sein, dass es wahrscheinlich kein einzelnes Homosexualitäts-Gen gibt. Andererseits kann als gesichert angenommen werden, dass eine genetische Veranlagung zur bzw. Empfänglichkeit für Homosexualität existiert. Wie groß der Einfluss der Gene tatsächlich ist, ist zwar noch unbekannt, es kann jedoch ausgeschlossen werden, dass die Gene keine Rolle spielen. Denkbar sind unter anderem eine Kombination von verschiedenen Erbfaktoren, eine Kombination von Erbfaktoren und hormoneller Prägung während der Schwangerschaft oder auch eine Kombination genetischer und sozialer Faktoren.
Ist aber letztlich für's eigentliche Thema hier ziemlich irrelevant.

Und "Amokläufer" haben mit Serienmördern, Pedophilen oder auch Homosexuellen eher weniger zu tun. Ein Amokläufer handelt ja eher aus Rache oder um ein Exempel zu statuieren und nicht aus einem Trieb heraus.
 
Zuletzt bearbeitet:
...ein pädophiler handelt wahrscheinlich so weil er als Kind keine Beziehung zu anderen aufbauen konnte?!

Es ging darum weil jemand hier dachte das Pädophilie wie Homosexualität angeboren sei und nicht behandelt werden könnte und man solche Leute für immer weck sperren sollte.

Natürlich spielen Gene eine rolle. Wenn ich eine genetisch bedingt schiefe Nase habe und deshalb ständig beleidigt wurde, kann ich in meisten Fällen keine starke Persönlichkeit entwickeln.. Also indirekt haben Gene auf alles einen Einfluss. Jedoch können sie nie einen homo ausmachen! Umgekehrt kann man sicher "einen Homo erziehen" wenn man zuvor alle genetischen homo Faktoren eliminiert halt.
 
remote schrieb:
Nicht zu seinen Fehlern stehen zu wollen ist für mich einfach keinen Entschuldigung. Bei einer unsauberen Betriebsküche ist das noch vertretbar, aber bei Sexualstraftaten?
Kannst oder willst du nicht verstehen ?
Je schwerer die Tat desto unwahscheinlicher, dass sich jemand stellt. Ich sehe es genau anders rum, ich fände es schlimm wenn jemand kleinste (unbedeutende) Fehler nicht eingestehen kann, bei einem Kapitalverbrechen kann ich das hingegen absolut nachvollziehen.

Ja, es ist eine Krankheit, aber das gilt nur als Entschuldigung wenn man sich auch dagegen behandeln lässt.
Es gibt Leute die Krebs oder andere tödliche Krankheiten haben und sich nicht behandeln lassen und es verdrängen. Sterben die also zurecht weil Sie zu feige sind ? Oder sind Sie gar kränker als andere die damit umgehen können ? Ich würde letzteres annehmen.

Gegen den Verlust von Job und Wohnung gibt es Gesetze, zZ erwartet man dass diese Kinder vor Übergriffen schützen warum geht man also nicht auch davon aus, dass sie die Kündigung eines Pädophelien verhindern? Wegen einer Krankheit darf niemand gefeuert (okay, in diesem Fall gilt dass nicht für Berufe in denen er direkt mit Kindern zu tun hätte) oder aus der Wohnung geworfen werden.
a) Ein Gesetz verhindert Straftaten bestenfalls indirekt durch Strafandrohung aber nicht wirklich direkt. Sofern du dem Arbeitgeber keine 20 jahre Knast für das Entlassen aufbrummst, wird es in so einem Falle immer einen gefeierten "Gesetzesbrecher" geben.
b) Den Job magst du einklagen können (wenn du als geouteter potentieller Kinderficker Interesse daran hast dich ein paar Monate mobben zu lassen um dann wegen 3x 2 Minuten zu spät-kommen oder anderen Vorwänden entlassen zu werden), dass sich die Gesellschaft nicht von dir abwendet und von dir distanziert wirst du kaum einklagen können, also ist dein Vergleich absolut unsinnig.

Soetwas ist bei kleineren Verbrechen von zB Diestählen bis hin zur Körperverletzung noch in Ordnung, aber es gibt eine Grenze ab der das Vertraunen nicht mehr besteht und Sexualstraftäter sowie Mörder und Kinderschänder (auch wenn es "nur" Fotos und Filme sind) befinden sich eindeutig Jenseits dieser Grenze.
Erstmal wirst du vom Gucken von Kinderpornos nicht gleich zu Kinderschänder, zweitens ist das keine Antwort auf meine Frage.

Auch hier das gleiche System wie etwas weiter oben: Ein gesetzliches Verbot an Lehrere, Erzieher und Co diese Informationen der Öffentlichkeit preis zu geben.
Welches wertlos da nicht kontrollierbar ist.

Man nimmt an dass das Gesetz unsere Kinder schützen kann, warum also nicht annehmen dass das Gesetzt einen Kinderschänder schützen kann. Wenn man sich nun irrt, trifft es zumindest keinen Unschuldigen.
Nochmal, das Vorhandensein eines Gesetzes schützt noch gar niemanden, weder das Kind noch den Rehabilitierten. Siehe oben

Von härteren Strafen rede ich in dieser Form gar nicht, nur von einer strengeren Überwachung und eventuell auch Einschränkung von Straftätern. Jemand der nach langem Gefängnisaufenthalt oder erzwungener, psychatrischer Behandlung wieder auf die Gesellschaft losgelassen wird sollte definitiv strenger überwacht werden, sich regelmäßig bei bestimmten Stellen melden und weiterhin an einer Therapie teilnehmen zu müssen reicht für mich nicht aus.
Eine ständige Überwachung ist finanziell nicht realisierbar und verhindert auch nicht unbedingt Straftaten.

Wenn man den Aussagen verurteilter Kinderschänder Glauben schenkt dann schämt sich auch jeder von ihnen dafür und versucht den Trieb zu unterdrücken; diese Leute wissen also, dass sie eine tickende Zeitbombe sind die jederzeit explodieren und unschuldige Kinder ins Verderben reißen kann.
Schön, dass du die Erklärung gleich mitlieferst warum sich da niemand selber meldet: man schämt sich !
 
Zuletzt bearbeitet:
Albert_Wesker schrieb:
...ein pädophiler handelt wahrscheinlich so weil er als Kind keine Beziehung zu anderen aufbauen konnte?!
Errr...? :confused_alt:

Albert_Wesker schrieb:
Es ging darum weil jemand hier dachte das Pädophilie wie Homosexualität angeboren sei und nicht behandelt werden könnte und man solche Leute für immer weck sperren sollte.

Natürlich spielen Gene eine rolle. Wenn ich eine genetisch bedingt schiefe Nase habe und deshalb ständig beleidigt wurde, kann ich in meisten Fällen keine starke Persönlichkeit entwickeln.. Also indirekt haben Gene auf alles einen Einfluss. Jedoch können sie nie einen homo ausmachen! Umgekehrt kann man sicher "einen Homo erziehen" wenn man zuvor alle genetischen homo Faktoren eliminiert halt.
Da denkt die heutige Wissenschaft aber anders drüber.

Und ob man "Homos" oder "Pedos" ihre sexuelle Neigung wegtherapieren kann ... keine Ahnung. Manche Leute sagen ja, manche sagen nein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Reparative_Therapie
 
Zuletzt bearbeitet:
Sexuelle Vorlieben oder Orientierungen lassen sich nicht therapieren. Davon bin ich fest ueberzeugt. Dann waere auch prinzipiell die heterosexuelle Spielart korrigierbar. Ich hoffe auch instaendig das sich sowas nicht behandeln laesst. Weil wenn es geling so tief in die Psyche und das Wesen eines Menschen einzugreifen um seine Sexualitaet zu veraendern zu koennen dann ist eine komplette Manipulation des Menschen nicht weit weg.
Das HS oder Paedophilie etwas natuerliches ist kann man m.M. daran sehen das es das alles auch im Tierreich gibt, also da wo keine von irgendeiner Institution vorgegebene Wertmassstaebe gibt. Das Problem ist doch nur die Bewertung und nicht das ausleben des Triebes. Die westlichen Wertvorstellungen gehen davon aus das Kinder geschuetzt werden muessen und das wird begruendet und in meinen Augen gut begruendet. Das Problem ist nun wie kann man das erreichen ohne das Menschen mit dieser sexuellen Orientierung per se verdammt werden. Aber wie gesagt fuer mich sind nicht diese Menschen das Problem sondern eher die Kinder als leichte Beute ansehen bzw sonst irgendwelche Phantasien ausleben wollen aber ansonsten keinerlei Beziehung zu Kindern aufnehmen wuerden. Oftmals handelt es sich dabei um Menschen die generell phys. Defizite haben.
 
Ueber den Artikel bin ich gerade gestolpert. Er macht noch mal die Dimensionen deutlich um was es eigentlich geht und wie schwierig es ist sich ueberhaupt erst mal international auf eine eindeutige Begriffsbestimmung zu einigen. Das zeigt auch das die ganzen Stammtischparaolen voellig an der Realitaet vorbei gehen. Das sperren von i-net Seiten ist laecherlich und bringt nichts. Zumal in D der Besitz, Erwerb und Vertrieb von solchen Material eh verboten ist. Die Politik muss sich hier was deutlich effektiveres einfallen lassen.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,592961,00.html
 
So es geht weiter......

erst Kinderpornos, jetzt Glücksspielseiten. Steht eine News dazu auf Heise.de.

Wenn jetzt noch einer glaubt, wir sind paranoid, der hats nun schwarz auf weiß.

Wenn erstmal die Instrumentalien für eine Webseitensperrung da sind, dann wird so eine Sperrung eben nicht nur illegalen Content betreffen.

Dies ist nur der Anfang.
 
update:
http://www.presse-kostenlos.de/politik-und-gesellschaft/kinderpornografie-filterplaene-bundesregierung-daemmen-bilderflut_793016.htm
Münster - Die Münsteraner Kinderschutzorganisation CareChild ist irritiert über die Pläne von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) zum Einsatz von technischen Zugriffsperren gegen Kinderpornografie. Diese Massnahmen dienen nicht dem Kampf gegen Kinderpornografie.

Der Einsatz technisch überwiegend wirkungsloser Mittel ist nicht geeignet um der Produktion, dem Vertrieb oder auch nur der Nachfrage von Kinderpornografie zu schaden. Die Bundesfamilienministerin malt Bilder von angeblichen Marktsituationen, welche mit der Realität nichts zu tun haben.


Alle Länder, die solche unnützen Filter einsetzen, allen voran Dänemark, haben versagt. Die Listen sind im Internet frei verfügbar und dienen mittlerweile Pädokriminellen als Einkaufsführer. Ausgerechnet von dänischen "Experten" lässt sich Frau von der Leyen aber beraten.

CareChild Pressesprecher Michael Kappe dazu:
"Wir haben die dänische Sperrliste genau untersucht. Nahezu alle Webseiten auf dieser Liste sind bestens mit herkömmlichen Strafverfolgungsmitteln zu bekämpfen. Wer das bestreitet, der lügt. Sie liegen nämlich ganz überwiegend auf US-amerikanischen und zentraleuropäischen Servern. 10 Polizeibeamte reichen aus um diese Seiten auszumerzen. Frau von der Leyen versucht sich mit ihrem Vorhaben als Märchenerzählerin mit technischem Unverstand."

Auch die angeblichen 300.000 täglichen Zugriffe, die Frau von der Leyen durch den Filtereinsatz verhindern will, hält CareChild für eine unseriöse PR-Erfindung: „Niemand kann das im Vorfeld abschätzen. Es spielt auch keine Rolle, denn von den geblockten Zugriffen werden sowieso die allermeisten die Zielseiten auf anderen Wegen besuchen. Technisch gesehen kann jeder Grundschüler den Filter umgehen. Wir brauchen mehr Ermittlungsarbeit, mehr Polizisten, bessere Ausstattung und keinen unseriösen, peinlichen Wahlkampf-Aktionismus“, so Kappe weiter.
 
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