Kirchliche Trauung - Ein Partner (evangelisch getauft) aus Kirche ausgetreten

Jungbulle schrieb:
Nicht zu fassen, dass diese zweckgebunden auch an die Kirche geht. Wem haben wir das zu verdanken?
Servus ..
OT: ich nehme mal an du bist etwas Jünger aber dein Google geht heute auch?

Nein nicht der CDU,SPD usw. haben wir das zu verdanken

https://www.deutschlandfunk.de/staatsleistungen-an-die-kirchen-bis-in-alle-ewigkeit-100.html

Für die Sozialleistungen gibts noch weitere (dort nat. berechtigte) Transfers - der Kindergarten wird also nicht primär von der Kirchensteuer bezahlt

Ratlos D.

Das parallele Arbeitsrecht finde ich zB problematischer weil es nicht nur hohe Amtsträger umfasst

https://www.arbeitsrechte.de/kirchliches-arbeitsrecht/
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsrecht_der_Kirchen
 
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Yiasmat schrieb:
Was gibt einen denn die Kirche dass sie es rechtfertigt Kirchensteuer einzuziehen? Welche "Leistung" erbringt sie? Mir fällt da spontan und so auf die schnelle keine ein. Das System Kirche gehört halt reformiert oder sogar abgeschafft da längst veraltet, überholt und nicht mehr kompatibel mit der heutigen modernen Zeit.
Man zahlt nicht im jeden Land der Welt Kirchensteuer wie in Deutschland, wenn man der Kirche angehört. In Deutschland geht das auf Enteignungen der Kirche zurück, die man mit der Kirchensteuer "ausgleicht", aber genauere Details kann Dir da Google liefern.
In anderen Ländern zahlt man freiwillig einen gewissen Beitrag/Spende in anderen mag es auch eine Art Steuer geben.

Kirche Abschaffen?
Das ist noch immer eine Glaubensgemeinschaft und wenn man zu dieser nicht gehören möchte, dann kann man austreten. Woher willst Du oder jemand Anderes das Recht haben Leuten zu verbieten zu glauben was sie glauben wollen und eine Glaubensgemeinschaft abschaffen. Erinnert mich ein wenig an die Kommunistischen-Parteien. Bist Du Mitglied der KP darfst Du nicht mitglied einer Religionsgemeischaft sein.

@Jungbulle
Ich kenne ein Paar, die Kirchlich geheiratet haben wo nur ein Partner der Kath. Kriche angehörte und der andere Partner ohne Religion war. In einem Gespräch mit dem Priester haben sie zugesagt evtl. Kinder im kath. Glauben zu erziehen und damit war das für den Priester dann OK. Und nein, es gibt keine regelmäßigen Überprüfungen ob die Kinder getauft sind. :D

In DE treten die meisten aufgrund des Geldes aus der Kirche aus, da man hier ja Steuern zahlen muss ob man in die Kirche geht oder nicht. In anderen Ländern ohne diese Steuer musst Du nicht austreten, da Du einfach nicht mehr hingest und nichts mehr zahlst. :D
 
Mordeos schrieb:
@Jungbulle
Ich kenne ein Paar, die Kirchlich geheiratet haben wo nur ein Partner der Kath. Kriche angehörte und der andere Partner ohne Religion war. In einem Gespräch mit dem Priester haben sie zugesagt evtl. Kinder im kath. Glauben zu erziehen und damit war das für den Priester dann OK. Und nein, es gibt keine regelmäßigen Überprüfungen ob die Kinder getauft sind. :D

In DE treten die meisten aufgrund des Geldes aus der Kirche aus, da man hier ja Steuern zahlen muss ob man in die Kirche geht oder nicht. In anderen Ländern ohne diese Steuer musst Du nicht austreten, da Du einfach nicht mehr hingest und nichts mehr zahlst. :D

Mordeos, danke für diese Information👍
 
Darf ich fragen, weshalb die katholische Kirche sich für euch interessieren sollte,

Nennt sich auch "Dispens" und den Nachweis braucht man auch wenn beide in der Kirche sind. z.b. Frau katholisch, Mann evangelisch, geheiratet wird evangelisch, da brauch die Frau dann den Dispens von vom Bistum.

Ich bin unfreiwillig nach der Geburt getauft worden.

Du hättest dich mit 12 entscheiden können.

ttps://de.wikipedia.org/wiki/Religionsmündigkeit

Habe erfahren, dass man mir kein kirchliches Begräbnis gestatten würde - kann sein, dass ich aber auch falsch liege.

Man wird dich dann wohl kaum auf die Müllhalde werfen. Du wirst genauso bestattet wie jeder andere auch, nur ist dann eben kein Priester anwesend. Gibt ja trotzdem freie Redner usw. die man "buchen" kann.

Die Zeiten wo konfessionslose außerhalb des Friedhofs in einer Ecke bestattet wurden sind vorbei.

Die hat Dich fremdbestimmt zum Christen gemacht

Und er hat nix dagegen unternommen, mit 12 hat man die Möglichkeit sich dagegen zu entscheiden. Das lernt man eigentlich in der Schule. Haben bei uns damlas auch viele wahrgenommen.

Man wird einer der Glaubensrichtungen die in der eigenen Gegend üblich sind durch die Eltern zugewiesen.

Es ist, außer im Islam, immer die Religon der Mutter.
 
Ich bin auch dieses Jahr ausgetreten. Auch wegen der Kirchensteuer. Und, weil ich der Kirche seit meinem Konfirmationsunterricht nicht viel abgewinnen konnte. Das wurde mir da mit all dem Zwang extrem verleidet.

Die evangelische Kirche hatte mir danach noch einen netten Brief geschrieben. Dass sie es bedauern, wenn ich Interesse hätte über meine Gründe zu sprechen damit sie lernen können steht mir das Angebot offen, ansonsten wünschen sie mir noch alles Gute und viel Gesundheit im weiteren Leben. Fand ich okay so.

Getauft wurde ich direkt nach der Geburt, konfirmiert hat man sich bei uns lassen, weil's ordentlich Geld danach gab und man sich einen neuen Rechner davon kaufen konnte. Von der Entscheidung mit 12 wussten wir nichts. Hat man halt gemacht, weil es erwartet wurde und man sonst Ärger mit den Eltern gekriegt hat.
 
rallyco schrieb:
konfirmiert hat man sich bei uns lassen, weil's ordentlich Geld danach gab und man sich einen neuen Rechner davon kaufen konnte.

Das gibt es hier bei Mir auch. Auch ganz ohne Kirche! Nennt sich Jugendweihe und wurde am Ende des 8. Schuljahres gefeiert.
 
Ist das erste Mal dass ich von der Jugendweihe lese. Find ich cool. Wirkt näher am Leben.
Wir saßen ja damals auch nur im Konfiunterricht, haben uns nicht dafür interessiert was der Pfarrer erzählt hat, sind Sonntags in die Kirche weil wir Stempel sammeln mussten und sonst hat es niemanden wirklich interessiert. Hatte ja auch nicht wirklich was mit uns zu tun, das ganze. Und es war halt irgendwie ein Zwang dahinter. Macht man halt so, auf dem Dorf. Was sollen sonst die Leute sagen, wenn unser Kind nicht konfirmiert ist.
 
Ja, im Osten gibt es die Jugendweihe, weil der Kommunismus meist nicht so viel von der Kirche hält und das dann eben der Ersatz für die Konfirmation war.
In manch anderen Regionen Deutschlands gibt es das nun eben nicht.
 
Jugendweihe hat halt einen etwas negativen Beigeschmack weil das in der DDR instrumentalsiert wurde.

Vllt auch ein Grund warum es nur im Osten zu finden ist. (Obwohl die DDR das natürlich nicht erfunden hat)
 
rallyco schrieb:

Uns hat man damals auch nicht erzählt, dass man dies ab zwölf selbst entscheiden darf.
Als ich mit 14? beim Konfirmationsunterricht war (weil man ja musste) fiel dem Pfarrer aber mein Desinteresse auf. Er fragte mich, warum ich überhaupt da wäre - ich sagte sinngemäß "na weil mich die Eltern hinschicken". Er klärte mich dann über meine Entscheidungsfreiheit auf.

Für kein Geld der Welt wollte ich ein Jahr lang meine Freizeit dafür verschwenden, und so war ich wenige Minuten später mit in seinem Büro um mich schriftlich abzumelden und war befreit vom Konfi-Unterricht und den Kirchenbesuchen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Unseren Pfarrer hat es nicht interessiert, ob wir Interesse hatten oder nicht. Aber unser Pfarrer hat sich auch an dem Mädchen mit Down-Syndrom in der Gruppe vergriffen (war mehr als nur deutlich, anhand der Bilder die sie ihm gemalt hat und seine Reaktionen darauf). Hat aber auf dem Dorf auch niemanden interessiert.
Kirche at its best.
 
@brettler man hat es natürlich den Eltern erzählt, aber die meinten, man hat keine Beweise, und überhaupt, was nicht sein kann das nicht sein darf. Ist ja nicht so, als hätten wir drüber gelacht und wären heimgegangen. Auf der anderen Seite weiß man als halbes Kind auch nicht wirklich, was man da machen soll. Kirche und Konfirmation war zumindest in meinem Haus eh ein schweres Thema mit viel Streit verbunden, da hab ich als junges Ding lieber den Kopf eingezogen als mir noch mehr Ärger zu machen. Feige? Vielleicht.

 
[ANTI]Cannabis schrieb:
Bestünde evtl. die Möglichkeit Kirchensteuer auch rückwirkend zurückzuverlangen?
Zurückverlangen kannst du immer. Ob du etwas zurückbekommst steht auf einem anderen Blatt.
 
a hab ich als junges Ding lieber den Kopf eingezogen als mir noch mehr Ärger zu machen. Feige? Vielleicht.

Dann prangere das hier nicht vom hohen Ross an,wenn du damals nix gemacht hast. Ist genaus schlimm wie die Tat selbst.
 
Ein Kind das sich der Tragweite einer möglichen Tat nicht bewusst ist und sich "nur" den Eltern öffnet ist also genauso schlimm wie der Täter? Wenn es sich um einen Vertreter der Kirche handeln würde, der dann auch noch aktiv vertuscht würde ich zustimmen, aber bei einem Kind? Interessante Einstellung.....
 
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