Kirchliche Trauung - Ein Partner (evangelisch getauft) aus Kirche ausgetreten

@Jungbulle
Du hast immer noch keinen einzigen Grund genannt, warum du den Verein unterstützt.
Warum bist du denn in die Kirche eingetreten?
 
@florian.
Ich bin unfreiwillig nach der Geburt getauft worden.

Warum ich immer noch drin bin? Wegen der Beerdigung. Habe erfahren, dass man mir kein kirchliches Begräbnis gestatten würde - kann sein, dass ich aber auch falsch liege.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn ich aus der Kirche austreten würde, bin ich dann konfessionslos?
Was ist aber mit meiner Taufe?
 
Jungbulle schrieb:
Was ist aber mit meiner Taufe?

Die hat Dich fremdbestimmt zum Christen gemacht. Und wenn Du als dieser nicht zahlst, darfst Du die (hoheitlichen) Leistungen der Kirche eben nicht in Anspruch nehmen.
 
Und das ist jetzt natürlich voll das Problem... NOT...
 
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Hab jetzt hier nichts gelesen aber ich bin ausgetreten und meine Frau nicht.
Haben damals (ca..2012) ohne Probleme geheiratet.

Ich brauche keine bestimmte Religion um an Gott zu glauben.
 
Ich selbst bin nicht mehr in der Kirche, aber meine Frau. Da wir steuerlich gemeinsam veranlagt werden, zahlen wir für den 50%-Anteil der Frau Kirchensteuer.

Ich war bereits vor der kirchlichen Heirat ausgetreten. Der evangelische Pfarrer meinte damals "Die Kirche ist kein Taubenschlag", also nicht gedacht für rein und raus nach Gusto. Recht hatte er. Ich bin nicht wieder eingetreten, Frau und Kind sind aber noch drin.

Die evangelische Kirche hat ein Schäfchen mehr und 50% der Kirchensteuer. Ich konnte meiner Überzeugung treu bleiben, akzepiere die Entscheidung von Frau und Kind sowie die anteilige Kirchensteuer. Ich meine damit können alle Beteiligten gut leben.
 
Ich würde ja hoffen, dass man, bevor man in die Kirche eintritt, vom Pastor befragt wird. Kommt dann raus, dass man gar nicht gläubig ist, darf man nicht beitreten (Glaube ist unabhängig von Kirchenmitgliedschaft und -besuch - und man kann die Kirche ja auch ohne beides besuchen. Wenn man gläubig werden will, wird der Pastor da sicherlich helfen.). Auch sollte man als nicht-Gläubiger keine kirchliche Trauung vollziehen. Weshalb denn? Man glaubt doch eh nicht dran!

Normalerweise reicht es aber wahrscheinlich, wenn einer von beiden Mitglied in der Kirche ist. Dann kommt es natürlich auf den Pastor an... der wird vorher sicherlich Vorbereitungsgespräche führen, hoffentlich auch Ehevorbereitung ansprechen (bspw. sollte man immer vorher klären, wer wann wieviele Kinder will).
 
j-d-s: "Auch sollte man als nicht-Gläubiger keine kirchliche Trauung vollziehen. Weshalb denn? Man glaubt doch eh nicht dran!"

Ich habe damals meiner Frau zuliebe kirchlich geheiratet, weil es ihr wichtig war. Wenn ein Ehepartner drin ist und einer nicht, dann muss wohl oder übel einer über seinen Schatten springen. Oder soll man die Partnerschaft davon abhängig machen und sich deshalb trennen?
 
j-d-s schrieb:
Man glaubt doch eh nicht dran!
Die meisten werden sich ihre Glaubensrichtung auch nicht ausgesucht haben. Man wird einer der Glaubensrichtungen die in der eigenen Gegend üblich sind durch die Eltern zugewiesen.

Das sich nicht Gläubige dann einer Konfession unterwerfen weil es ihrem Lebenspartner wichtig ist hat wohl eher etwas mit Liebe zu tun. Ist zumindest meine Vermutung.

Ich wurde auch getauft obwohl meine Eltern beide bekennende Atheisten sind. Die Begründung war reine Vorsorge für den Fall dass ich ein gläubiger Mensch werde. Ist aber nicht passiert (wer hätte es gedacht :D ).

Kirchensteuer zahle ich aber noch (ev.)
Aber nur weil sie trotz der Veruntreuung dafür genutzt wird bedürftige zu Pflegen (Carritas, Diakonie). Das Thema ist mir wichtig deshalb scheisse ich auf die 8%.
 
redjack1000 schrieb:
Pastor = Ehe-und Kinderberatung? In meinen Augen, auf gar keinen Fall.

CU
redjack

Das hat sich aber in einigen Gemeinden geändert. Habe selbst dieses Jahr kirchlich geheiratet und da wurde die Vorbereitung von einem verheirateten Paar inkl. Gastsprecher durchgeführt. Der Pastor war nur für das Kirchenrecht zuständig
 
Jungbulle schrieb:
Würdet ihr aus der Kirche austreten, also des Geldes wegen.
Bin ich mit 18 Jahren, war einer meiner ersten Termine, hatte keinerlei Bindung an die Kirche, sie hatte 9 Bedeutung in meinem Leben und daher habe ich es nicht eingesehen denen auch noch den Lebensstil zu finanzieren.

Das war noch die Zeit vor den ganzen Skandalen usw. Trotz möglicher beruflicher Nachteile bleibt es erst Recht dabei.
 
Jungbulle schrieb:
Würdet ihr aus der Kirche austreten, also des Geldes wegen.
Was jene mit der Argumentation von "Geld für die Kirche" und jene, die bereits ausgetreten sind, verkennen: JEDER in Deutschland zahlt für die beiden christlichen Kirchen weiterhin einen Teil seines Lohns/Gehalts.

Der "Mitgliedsbeitrag" in Form der Kirchensteuer entfällt zwar (oder wird in anderen Religionen gar nicht erhoben), aber nicht der Teil, der aus nicht-zweckgebundenen Steuern den Kirchen überwiesen wird, die sich immer noch auf den Folgen der Säkularisierung beruhen. Und das finanziert halt jeder weiterhin.
 
Das ist natürlich richtig, aber ich muss nicht nochmal 700€ im Jahr zusätzlich oben drauf legen.
 
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