Was in der Berichterstattung auf CB meist - auch hier - untergeht, sind zwei Dinge, die ich aufschlußreich finde:
- DER große Paradigmenwechsel bei Apple: Weg von 4:3 Bildschirmformat, hin zu 16:9.
- Außerdem wurde deutlich, daß Apple dem Markt nicht mehr die Richtung vorgibt, sondern der Richtung folgt (Bildschirmgröße, Bildschirmformat, nichts Neues).
Wenn demnächst das iPad Mini folgt, wird sich der zweite Punkt bestätigen.
Ein dritter Punkt, der aber auch auf CB breit gewürdigt wurde, ist das Fiasko, den Kunden zwangsweise zum Alpha- und Beta-Tester für den eigenen Kartendienst zu machen, wie bei einer drittklassigen Software-Klitsche. Das ist extrem untypisch für Apple.
Daß Dinge wie NFC fehlen, ist dabei eher unproblematisch. NFC ist großartig, wird sich durchsetzen und ich kann es aus meinem Alltag nicht mehr wegdenken. Aber es war mit Bastelei verbunden, für die die breite Masse keinen Sinn hat und ist heute noch der technischen Avantgarde vorbehalten. Daß Apple das erst nutzt, wenn es gar nicht mehr anders geht, ist typisch und Teil des Apple-Erfolgs (siehe Bluetooth).
Daß mit den Lackschäden wird sich regeln und für Maps gibt es ja bald die Anwendung von Google
Das ist noch nicht mal eine Steve vs. Tim Sache in meinen Augen, sondern zeigt, daß der Markt sich normalisiert und Apple seine Alleinstellung eingebüßt hat. Wie gesagt: Ein ganz normaler Vorgang, den Apple auch mit zahlreichen Patentklagen nur noch etwas verlangsamen kann.
Für die Kunden ist das gut. Vielleicht wird, was sich beim iPad abzeichnet, ja auch beim iPhone geschehen: iOS-Kunden bekommen vielleicht durch diesen Druck vom Markt irgendwann die Möglichkeit, zwischen mehr Geräten zu wählen als nur einem pro Jahr.
Und das wäre dann auch mein Fazit:
Alles normal, nichts besonderes mehr, wer unbedingt ein iOS-Handy will, kann es kaufen, ohne sich ärgern zu müssen und langfristig werden die Apple-Kunden vielleicht wieder etwas Marktmacht ihrem Konzern gegenüber zurückerobern.