Kopfhörer Fragen

Lorenz2908

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Hallo, direkt zum Thema, ich habe zurzeit die sony wh 1000-xm4 welche für den arbeitsweg mit dem anc perfekt sind. Doch für Daheim brauche ich keine geschlossenen Kopfhörer. Heißt nachdem der Klang bei Offenen besser sein soll, was kann man da von einer Preisklasse bis 200 euro klanglich erwarten? Ich habe außerdem einen Denon pma-655r verstärker an dem alte Lautsprecher aus 1972 angeschlossen sind. Leider finde ich zu diesem "Phones" ausgang keine genauen Daten. Und sind eigen Kopfhörerverstäker bis 100-150 euro dann besser als der alte Denon?
Ich würde mich über Rückmeldung freuen.

Liebe Grüße lorenz
 
Bei vielen Verstärkern sind die Kopfhörerausgänge einfach über Widerstände an die Lautsprecherendstufen gehängt. Das passt besser zu hochohmigen Kopfhörern (250 Ohm oder mehr).

Ein Kopfhörerverstärker bringt oft keinen nennenswerten Unterschied. Grundsätzlich nur mit Rückgaberecht kaufen.
 
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Deine Frage lässt sich kaum beantworten, weil insbesondere beim (Musik-)Hören über Kopfhörer der individuelle Geschmack eine wichtige Rolle spielt. Einige mögen lieber mehr Bass, andere möchten Linearität, was dritten zu klinisch tönt etc. etc.
Heutige KH-Verstärker - gerade auch in der von dir genannten Preisklasse - orientieren sich meist an einem neutralen Klangbild. Das passt zu den verschiedensten Einsatzgebieten (also nicht nur Musikhören, sondern auch Videos schauen oder Gaming). Interessanterweise experimentieren aber verschiedene Firmen auch (wieder) mit Integration einer analogen Röhre (beispielsweise chin. Produzenten, aber auch Schiit/USA), um dem KH-Klang eine Färbung zu verleihen. Auch hier: individuelle Geschmackssache.

Aber mit dem Denon PMA-655r hast du einen (für den damaligen Preis) echt guten Verstärker, der seinerzeit mit seinem Phono-Eingang verblüfft hat (er hat mit weitaus teureren Phono-Vorverstärkern mitgehalten). Den KH-Ausgang kenne ich nicht, aber aufgrund des guten Rufs dieses Verstärkers vermute ich mal, dass du damit nach wie vor gut bedient sein könntest.
 
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Lorenz2908 schrieb:
Heißt nachdem der Klang bei Offenen besser sein soll,

Im Thomann Online-Ratgeber Kopfhörer wird alles erklärt, wie die Bauformen (Over-Ear, On-Ear, In-Ear, Ear-Buds), Bauweise (geschlossen, halboffen und offen), Kabel-gebunden/-los, analoge/digitale Funkübertragung, Bluetooth, True Wireless, Noise Cancelling, et cetera pp.

Worin liegt der Unterscheid zwischen offenen und geschlossenen Kopfhörern? | beyerdynamic

Siehe auch Beitrag #14 im Thema Würde solche Musik mit einem offenen Kopfhörer besser klingen

Lorenz2908 schrieb:
Und sind eigen Kopfhörerverstäker bis 100-150 euro dann besser als der alte Denon?

Es fängt mit der Qualität des Tonmaterials an. Faktoren für einen guten Klang siehe unten im Beitrag #7 im Thema Hochwertige Audio-Kopfhörer.
 
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Dankeschön für die schnellen Antworten. Jz weiß ich mich besser zu orientieren. Vielen Dank!
Liebe Grüße Lorenz
 
du musst dir die Kopfhörer und speziell die Unterschiede selber anhören, alles andere macht keinen Sinn!

der Sony klingt für einen funktional extrem gut ausgestatteten ANC KH dieser Preisklasse schon ganz ordentlich, ist aber doch recht weit von "guten normalen" KH entfernt, wenn man sich "die Mühe macht", überhaupt auf solche Details zu achten.

der Denon Verstärker hat definitiv keinen eigenen KHV verbaut und zapft, wie bereits gesagt wurde, die LS Endstufen über Widerstände an. Deren Wert kann ich in den unscharfen Schaltplänen, die ich auf die Schnelle im Netz gefunden habe, leider nicht erkennen. Üblich sind in dieser Leistungsklasse 330/470 Ohm.

ich persönlich mag bei den ganz günstigen KH die AKG K7xx Reihe, allerdings kann ich dir da versprechen, dass die an den hochohmigen Ausgang vom Verstärker bescheiden klingen. Da bräuchte man einen KHV, muss nix Tolles sein, nur eben <<100Ohm Ausgangsimpedanz (das ist NICHT der Wert der angeschlossenen KH!).

einem hochohmigen Beyerdynamic macht der Denon dagegen keine Probleme, die profitieren sogar noch klanglich davon. Da man dann aber den Verstärker üblicherweise schon recht weit aufdrehen muss, kann es zu bösen Überraschungen kommen, wenn man den KH abzieht und vergisst, vorher die Lautstärke runter zu drehen. Alleine deshalb würde ich persönlich über einen (einfachen) KHV nachdenken, wenn es nicht gar der OnBoard Sound tut.
 
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Ich hatte 2 Wochen einen Sony WH-1000XM3 und fand ihn bescheiden, dumpf klingend, ich war erschrocken, da er in den Tests doch extrem gut abschnitt. Der Grund lag darin, dass ich einen direkten Vergleich zu meinen Focal Listen Wireless hatte (diesen Sound war ich gewohnt, deutlich klarer). Das heißt nicht, dass der Sony schlecht ist, sondern einen komplett anderen Ansatz fährt.
Aufgrund dieser Erfahrung beschäftigte ich mich sehr interessiert mit diesem Thema. Es ist vielschichtig, individuell und nicht mit einfachen Empfehlungen abgetan.
Bei kabelgebundenen Kopfhörern bist du jedenfalls preislich früher an dieser Soundqualität (bspw. mit einem AKG oder BD => bestellen, ausprobieren).

Wenn du nach Klangqualität strebst, starte deine Reise am Besten indem du ein paar Geschäfte in deiner Umgebung abklapperst und verschiedene Kopfhörer probehörst.
Dir wird schnell ein Unterschied zwischen einem Focal (Elegia, Clear), einem Sennheiser (HD600, 650) oder HiFiman (Sundara, Edition XS) auffallen. Evtl. auch einen Meze (99 Classics) oder HarmonicDyne anschauen.

Ich persönlich würde entweder eine halbwegs günstige Lösung anstreben (ca. 150€ Kopfhörer + 50-100€ KHV wenn das mit deinem Verstärker nicht harmonisiert), oder mich tiefer mit dem Thema beschäftigen und bei 400€ für den Kopfhörer einsteigen. Diesen kannst du später wiederum gut mit einem besseren DAC und KHV kombinieren. Jede Komponente besitzt einen Einfluss auf den Klang.

PS: Gut klingende Kopfhörer klingen auch an onboard soundchips- oder dem Handy gut, wenn sie leicht anzutreiben sind. Natürlich öffnet sich eine neue Türe, wenn du mit besserem DAC und bspw. Tidal (Qobuz, Apple Music oder CD) hörst.
 
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Ich höre grundsätzlich mit Tidal auf Master(wenn verfügbar). Und ja ich würde alles ausprobiern, wenn es bei mir in der nähe was geben würde. Ich werde aber ein paar bestellen. Vor allem die hier genannten. Und ich das mit der lautstärke verstellen wäre kein problem, da ich immer vorher kontrolliere. Bei den Sonys muss man sagen, sie klingen so lange richtig bescheiden, bis man die eq einstellungen benutzt.
Wäre ein so oft genannter DT990 Pro mit 250 Ohm für meinen Verstärker das richtige? Für bis 300 euro ohne eigenen KHV könnte ich ausgeben. Als Student bin ich finanziell doch sehr begrenzt.
 
Bei 300€ Budget würde ich zu einem günstigem planaren Kopfhörer greifen, z.B. einen HE400SE mit Kopfhörerverstärker! Oder wenn du keinen Verstärker kaufen willst, kannst du das Budget auch mit dem Fiio FT3 32 Ohm ausschöpfen.
 
Ich halte selbst als Student einen DT990, weil ich mir "nichts Besseres" leisten konnte und der hat mich dann fast 20 Jahre bespielt, allerdings ist das über 30 Jahre her ;)

Die Sache mit dem EQ macht mich ein wenig stutzig.
Klar kann man so lange an der Kurve herum drehen, bis es einem "besonders gut gefällt". Das kann man aber mit jedem KH machen und das ist absolut nicht das, woran ich(!) die Qualität eines KH fest mache.
Meiner Meinung nach liegen die eigentlichen Unterschiede oder Tugenden (da wo sich die Spreu vom Weizen trennt) an anderen Dingen, wie z.B. die Instrumente/Stimmen getrennt werden, wie sie sich auf der Bühne staffeln und wie breit und vor allem tief die Bühne ist.
Beim Sony spielt sich doch alles Recht zentriert im Kopf ab. Andere stellen die Bühne auch nur als Punkt, bzw. ganz "flach" dar, schieben es aber nach vorn vor den Kopf.
Ich will die Augen schließen und mit dem Finger auf die einzelnen Instrumente zeigen können

genau das sind die Punkte, bei denen die "Planaren", speziell die billigen, besonders schlecht abschneiden, zumindest für meine Ohren. Meine Vermutung, die Magenotstaten haben da wohl wegen der Bauform für die Magnete richtige Probleme, daher "forschen" die daran ja auch ständig herum. Die Elektrostaten können dünne Gitter verwenden und haben daher mehr Freiheiten für die "biologisch passende" Bauweise.

bei einem Blindtest im direkten Vergleich mit mehreren KH von 500€ bis >5000€ habe ich einen Hifiman HE1000 für "unter 500€" eingeschätzt, so schlecht war der gegen die anderen.

ein Beispiel von "normalen" KH: für mich(!) klingen T90 und T1 grundlegend unterschiedlich, obwohl viele Leute sagen, dass das doch quasi die gleichen KH sind. Rein auf dem Papier sind sie auch sehr ähnlich, aber im T1 sind die Treiber wesentlich stärker angewinkelt. Nur alleine aufgrund der etwa anderen Bauform spielen diese KH in völlig anderen Klassen!
 
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Mickey Mouse schrieb:
Die Sache mit dem EQ macht mich ein wenig stutzig.
Klar kann man so lange an der Kurve herum drehen, bis es einem "besonders gut gefällt". Das kann man aber mit jedem KH machen und das ist absolut nicht das, woran ich(!) die Qualität eines KH fest mache.
Der Sony ist ein ANC Kopfhörer, der hat einen aktiven DSP und Verstärker eingebaut. Das ist nicht vergleichbar zu einem normalen passiven Kopfhörer.
Mickey Mouse schrieb:
Beim Sony spielt sich doch alles Recht zentriert im Kopf ab. Andere stellen die Bühne auch nur als Punkt, bzw. ganz "flach" dar, schieben es aber nach vorn vor den Kopf.
Ja, weil es ein geschlossener Kopfhörer mit kompakter Bauweise ist. Ein 770 oder gar k371 ist nicht deutlich anders, wobei der 770 viel größer ist.
Mickey Mouse schrieb:
bei einem Blindtest im direkten Vergleich mit mehreren KH von 500€ bis >5000€ habe ich einen Hifiman HE1000 für "unter 500€" eingeschätzt, so schlecht war der gegen die anderen.
Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, hör dir mal einen Ananda, Arya oder den neuen Arya Organic an.
 
audiogenießer schrieb:
Der Sony ist ein ANC Kopfhörer, der hat einen aktiven DSP und Verstärker eingebaut. Das ist nicht vergleichbar zu einem normalen passiven Kopfhörer.
was hatte ich wohl mit:
"ist aber doch recht weit von "guten normalen" KH entfernt"
in meinem ersten Beitrag gemeint?!? ;)

audiogenießer schrieb:
Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, hör dir mal einen Ananda, Arya oder den neuen Arya Organic an.
wie gesagt, das muss jeder FÜR SICH heraus hören! Jeder ist und hört anders.

ich kann von jüngster Kindheit nicht 3D-Sehen, daher achte ich vermutlich anders auf Geräusche (speziell Richtung und Entfernungen) als andere Leute.

wenn ich mir die Huawei Buds Pro so in die Ohren drücke, damit sie bequem sitzen, zeigen die "Stängel" schon leicht nach oben, mein Gehörgang ist also nicht "normgerecht" ;)

auch bin ich "Ohrenwackler" und einige Polster quietschen ganz fürchterlich am Bügel meiner Lesebrille. Das macht KH mit diesen Polstern für mich komplett unbrauchbar und >90% aller KH Nutzer wissen gar nicht wovon ich rede...
 
Mickey Mouse schrieb:
"ist aber doch recht weit von "guten normalen" KH entfernt"
in meinem ersten Beitrag gemeint?!? ;)
Ganz einfach, der Kopfhörer ist im Hinblick auf den DSP konstruiert worden und da wurden verschiedene EQ- Profile getestet. Ein EQ ist bei so einem Gerät kein Notbehelf oder ähnliches sondern der gewünschte Anwendungszweck und somit muss der Kopfhörer auch mit EQ bewertet werden.

Bei einem passiven Kopfhörer gibt es hingegen die Hausabstimmung, die bewertet werden muss und ein EQ ist optionale verschlimmbesserung
 
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