jim132 schrieb:
als brillenträger hatte ich immer wieder druckprobleme bei offenen wie auch geschlossenen kopfhörern.
Das hängt auch stark von den Kopfhörern und der Brille ab, z.B. Sennheiser HD 480/490 Pro haben extra Aussparungen in den Ohrpolstern für Brillenträger, und eine Brille mit dünnen und schmalen Bügeln bereitet generell weniger Probleme. Also vielleicht doch noch nicht komplett abschreiben.
muss auch gestehen, dass durch die studie kopfhörer schadstoffe ich da doch eher abgeneigt bin.
Schadstoffe sind heute quasi überall und finden sich auch in anderen Produkten, wie Kleidung und Kosmetik, und selbst in Nahrungsmitteln und im Trinkwasser und in der Luft. Und mit modernen Methoden lassen sich auch winzige Mengen, die gesundheitlich unbedenklich sind, noch nachweisen. IIRC wurden bei der Kopfhörer-Studie keine Schadstoffmengen gefunden, die die gesetzlichen Grenzwerte überschreiten oder Kopfhörer im Vergleich zu anderen Produkten besonders bedenklich erscheinen lassen. Bedenklich ist, dass diese Schadstoffe eben quasi überall sind, schließlich summiert sich das alles. Deshalb wäre es sicherlich wünschenswert, das ganz generell zu reduzieren. Dabei sind Kopfhörer aber nur eine Baustelle von vielen, und nur auf Kopfhörer zu verzichten, dürfte im Großen und Ganzen keinen Unterschied machen.
würd sich da ein umstieg lohnen auf lautsprecher?
Auf jeden Fall würde es deine Komfortprobleme lösen. Es gibt aber natürlich einige Dinge zu bedenken:
- Die Aufstellung ist wichtig. Idealerweise sollte das Stereodreieck eingehalten werden, und die akustische Achse (oft Hochtöner oder Mittelpunkt zwischen Tiefmitteltöner und Hochtöner) sollte Richtung Ohr zeigen (Ständer).
- Raumakustik spielt eine große Rolle. Raummoden und Reflektionen sollten schon bei der Aufstellung soweit möglich berücksichtigt werden. Die Nachhallzeit sollte nicht zu hoch sein, ggf. sind Maßnahmen zur Schallabsorption empfehlenswert. Raumentzerrung kann den Klang stark verbessern (Minimallösung: UMIK-1 + REW + EQ APO).
- Die räumliche Darstellung ist sehr verschieden. Je nach Spiel können Kopfhörer in Verbindung mit binauralem Rendering sogar im Vorteil sein. Bei Lautsprechern braucht es evtl. ein Surround-System mit vielen Lautsprechern, oder binaurales Rendering in Verbindung mit Crosstalk Cancellation und Head Tracking, wie bei einigen Soundbars.
- Deine In-Ears haben nahezu unbegrenzte Pegelreserven, selbst im Tiefbass. Ein Pärchen kompakter Lautsprecher kann da nicht mithalten. Falls das gewünscht ist, bräuchte es einen potenten Subwoofer.
- Lautsprecher können möglicherweise vorhandene Mitbewohner oder Nachbarn stören, und insbesondere der Tiefbass lässt sich auch kaum dämmen.
- Lautsprecher dämpfen störende Umgebungsgeräusche nicht.
brauche ich ausser den boxen noch etwas anderes? soundkarte, etc?
Kommt auf die Boxen an. Eine Soundkarte ist in fast jedem PC schon enthalten. Aktivboxen mit eingebautem Verstärker kannst du direkt mit dem PC verbinden, je nach Anschlussmöglichkeiten der Boxen analog oder digital per USB oder TOSLINK. TOSLINK verhindert Brummschleifen, weil durch das optische Kabel kein Strom fließen kann, allerdings hat den Anschluss nicht jedes Mainboard. Für Passivboxen brauchst du einen Verstärker.
preislich kenn ich mich nicht aus. reichen da 150-200€ oder sollte ich preislich eher in den bereich 400-500€ gehen?
Hängt von deinen Ansprüchen ab. Man bekommt für 150€ durchaus sehr ordentliche Lautsprecher (oder auch Soundbars), die integrierte Monitorlautsprecher weit in den Schatten stellen. Bei höheren Ansprüchen bzgl. Pegel, Tiefbass oder Surround wird es aber ggf. (sehr viel) teurer. Bei günstigen Aktivboxen kann auch Grundrauschen ein Problem sein, je nachdem, wie empfindlich du dafür bist.
whats4 schrieb:
der bass is ja da, nur halt weniger dominant
Nö, bei den genannten Kompaktboxen fehlen schon tiefe Frequenzen. Bei Musik, die diese tiefen Frequenzen gar nicht enthält, hört man natürlich auch keinen Unterschied, aber bei entsprechender Musik kann der Unterschied sehr deutlich sein.
Und wenn man den Pegel des Subwoofers entsprechend einstellt und Raumentzerrung nutzt (durch die andere Position des Subwoofers im Raum werden andere Raummoden angeregt), ist der Bass genauso dominant wie ohne Subwoofer. Das ist rein eine Frage der korrekten Einstellung und Einmessung (was zugegebenermaßen etwas Wissen voraussetzt), und kann auch dem eigenen Geschmack angepasst werden.