Krankenkasse als Student

I N X S

Captain
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Jan. 2007
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3.448
Huhu,

momentan bin ich bei der Debeka Privat über meinen Vater versichert. Das kostet ganze 150€ im montan mit 10% selbstbehalt.

Also möchte ich wechseln zu einer güsntigen gesetzlicehn krankenkasse. ich bin student und 21 jahre alt, was ist denn da an beiträgen so möglich und bei welcher krankenkasse?

grüße ;)
 
Hallo.

Schau mal auf dieser Seite nach -> Link
Das dürfte deine Frage beantworten.

Gruß Matze!
 
Oho, das heisst ich müsste garnichts zahlen und wäre über meinen vater mitversichert? der ist aber auch privat, d.h. ich müsste mich über meine mutter versichern lassen oder?

aber erstmal danek für den link ;)
 
hallo,

grundsätzlich sind Krankenversicherungsbeiträge für dich auch zusätzlich zu leisten, wenn ein Elternteil privat versichert ist.

Die große Frage ist aber natürlich, ob du, wenn du in die GKV wechselst auch tatsächlich günstiger versichert bist (billiger allemal...). Ich persönlich würde dir auf jeden Fall ersteinmal davon abraten in die GKV zu gehen. Das Leistungsspektrum ist in deiner erwähnten PKV ungleich höher. Dazu kommt, das der genannte Selbstbehalt durchaus zu verschmerzen ist, wenn man sich vor Augen hält, dass ja eben auch in der GKV mit Zuzahlungen (und Leistungskürzungen) nicht nur zu rechnen. Ein weiterer Vorteil, den dir die PKV bietet (zumindest ist mir das von der Debeka bekannt), ist die Beitragsrückgewähr (im meine etwa 4 Monatsbeiträge), falls du keine Rechnungen einreichst.

Zudem kannst du (falls zu teuer) ja auch bei der PKV Ausschlüsse vereinbaren (z.B. Verzicht auf Wahlleistungen im Krankenhaus oder eben nur 70 statt 90% Erstattung im Zahnbereich um nur einige zu nennen.) Sollte das auch nicht reichen, hast du auch bei einer PKV die Möglichkeit in den Studententarif (ich glaube PSKV) zu wechseln. Der ist ersteinmal im Preis- und Leistungsspektrum mit der GKV vergleichbar (mit der Ausnnahme, das die Ärzte - ich meine - bis zum 1,7fachen Satz der GOÄ abrechnen dürfen). Vorab ist vlt aber auch zu prüfen, ob eine Umstellung auf Ausbildungstarife nicht auch schon eine Kostenersparnis bringt.

so denn

bg
zikxxl
 
Die Familienversicherung ("über den Vater versichert sein") gibt es nur in der GKV und auch nur bis zu einem bestimmten Alter. Darüber hinaus müsstest du deine Beiträge selber bezahlen. In der PKV muss sich grundsätzlich jeder selber versichern.
Die GKV bieten für Studenten, die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, einen vergünstigten Tarif an (ca. 60 Euro / mon.). Für die PKV gibt es keine einheitliche Regelungen, sondern man müsste sich die Modalitäten beim jeweiligen Versicherer nachfragen.
Die GKV bietet über die gesamte Lebensspanne gesehen meiner Meinugn das bessere Gesamtpaket, da die PKV mit zunehmenden Alter sehr teuer werden. In jungen Jahren erscheint zwar die PKV kurzfristig betrachtet oftmals als das deutlich bessere Paket, aber das bleibt vermutlich nicht immer so und der Weg zurück in die GKV ist nicht so einfach, wie man sich das vielleicht vorstellt.
Ich persönlich würde meine Gesundheit nicht bei einem privaten Anbieter versichern, so lange ich mir nicht sicher sein kann, dass ich bis ins hohe Alter auf hohem Niveau wirtschaftlich abgesichert bin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, ich bin tatsächlich bei der debeka ;)

Danke erstmal für eure ratschläge, ich werde mit meinem vater sprechen und gucken wie wir den beitrag senken können und auf solche zusatzleistungen verzichten können.
Meine Mutter ist gesetzlich versichert, mein vater wie gesgat privat, ich hoffe, dass das keine proble bei einer umversicherung macht.

eine angestellte von meinem vater hat mir geraten mir mal die Agida anzuschauen, aber das wohl erst ab 25 denke ich.
 
Für die PKV gibt es keine einheitliche Regelungen, sondern man müsste sich die Modalitäten beim jeweiligen Versicherer nachfragen.

Das stimmt nicht ganz... Es gibt einen Krankenversicherungtarif für Studenten, der wie ich bereits schrieb, in Umfang und Kosten in etwa dem der GKV entspricht. Die Debeka hat auf jeden Fall solch einen Tarif.

Die GKV bietet über die gesamte Lebensspanne gesehen meiner Meinugn das bessere Gesamtpaket, da die PKV mit zunehmenden Alter sehr teuer werden.

Das ist einfach so nicht richtig. In der PKV gilt grundsätzlich, dass der einmal kalkulierte Tarif auf Grundlage der aktuellen Situation, ein Leben lang gelten soll. Dies ist natürlich nicht die Regel, da z.B die medizinische Entwicklung ja häufig Fortschritte macht. Aus unter anderem diesem Grund kann es zu Beitragsanpassungen kommen. Gut kalkulierende Versicherungsunternehmen beziehen das in ihre Kalkulation ausreichend mit ein. Darüber hinaus ist der Beitrag in jungen Jahren in Bezug auf die verursachten Kosten zu hoch, der Mehranteil wird verzinslich angelegt und damit der Beitrag im Alter (welcher dann in Bezug auf die verursachten Kosten zu gering wäre) stabil gehalten. Die RfB-Quote der Unternehmen kann darüber (etwas) Auskunft geben.

Im Grunde ist die GKV die schlechter Kalkulierten Größe. (Fast) jährliche Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze, von der sich der max.Beitrag für die KV berechnet und dazu ständige Leistungskürzungen....etc.pp

In jungen Jahren erscheint zwar die PKV kurzfristig betrachtet oftmals als das deutlich bessere Paket, aber das bleibt vermutlich nicht immer so und der Weg zurück in die GKV ist nicht so einfach, wie man sich das vielleicht vorstellt.
Ich persönlich würde meine Gesundheit nicht bei einem privaten Anbieter versichern, so lange ich mir nicht sicher sein kann, dass ich bis ins hohe Alter auf hohem Niveau wirtschaftlich abgesichert bin.

Viele Anbieter locken natürlich die potentielle Kunden mit niedrigen Beiträgen. Wer sich da nicht richtig informiert hat dann später wirklich die goldenen A.....karte gezogen. Dann kommt es in der Tat zu dauernd steigenden Beiträgen. Aber ja eben nur weil das Unternehmen zu knapp kalkuliert hat und außer Acht ließ, dass die Krankheitskosten im Alter steigen. (wieder Stichwort RfB-Quote - Rückstellungen für die Beitragsentlastung im Alter)

Der Rückweg in die GKV ist seit geräumer Zeit gar nicht mehr so wichtig geworden, da der Gestezgeber eine Krankenversicherungspfllicht eingeführt hat. D.h. jede PKV musste einen sog. Basistarif einführen, die in Umfang und Preis der GKV ebenbürtig ist. Darüber hinaus gibt es sogar noch eine Härtefallregelung, bei der der Beitrag nochmals gesenkt wird. Somit ist das wirtschaftliche Risiko minimiert. Im Übrigen trägt man dies auch bei der GKV, da uns ja niemand sagen kann, in welcher Form weitere Leistungseinschnitte kommen oder Zuzahlungen / Eigenleistungen zu treffen sind. Da ist mir die Variante der evtl. Beitragsanpassung bei gleicher Leistung im Vergleich zu Beitragsanpassung und Leistungskürzung lieber.

Abschließend muss man einfach festhalten, dass man bei der Krankenversicherung besonders aufmerksam sein sollte. Die unterschiedlichen Preise sollten dabei kein Entscheidungskriterium sein, da sich die Leistungen doch stark unterscheiden können.
Ein auf den ersten Blick günstiges Unternehmen kann sich schnell als "billiges" herausstellen und später schnell teuer werden.
Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Unternehmenzahlen (RfB-Quote, Verwaltungskostenquote, Leistungsquote...). Außerdem kann's vielleicht auch nicht schaden, wenn der Versicherer Erfahrung in seinem Geschäftszweig hat (die Debeka gibt's seit mehr als 100 Jahren - mal zur Beruhigung unseres TE ;) )
 
Danke zixxl, dein Beitrag hat mir sehr geholfen und wir schauen momentan was wir bei der Debeka machen können um einen niedrigeren Tarif zu bekommen.

Ich kann hier aber mal unseren Versicherungsberater Zitieren, dem ich mal eine Mail geschrieben habe
Hallo Herr ******,

ich möchte Sie informieren, dass ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung bei Studenten nicht möglich ist, wenn diese sich zu Beginn des Studiums von der eintretenden "Krankenversicherungspflicht als Student" haben befreien lassen.

Dies ist der Normalfall, wenn sich die Kinder weiterhin privat versichern möchten. Diese Befreiung gilt dann bis zum Ende des Studiums s.u. Auszug aus Wikipedia.

Nun müsste ich wissen, ob solche Befreiungen beantragt wurden als die Studienzeit begann.

Alternativ kann ich unseren Tarif AGIDA anbieten, wenn das Studium endet oder nicht mehr im "Vordergrund" steht. Also z.B. bei Eintritt einer versicherungspflichtigen Beschäftigung die vom Umfang her mehr wiegt als das Studium.

Dazu fehlen mir allerdings genauere Angaben, lassen Sie uns einfach nächste Woche telefonieren.
 
zikxxl schrieb:
Der Rückweg in die GKV ist seit geräumer Zeit gar nicht mehr so wichtig geworden, da der Gestezgeber eine Krankenversicherungspfllicht eingeführt hat. D.h. jede PKV musste einen sog. Basistarif einführen, die in Umfang und Preis der GKV ebenbürtig ist. Darüber hinaus gibt es sogar noch eine Härtefallregelung, bei der der Beitrag nochmals gesenkt wird. Somit ist das wirtschaftliche Risiko minimiert.

Achja, der Basistarif. Wie teuer ist der noch mal? Bis zu 570 Euro monatlich bei bestenfalls gleichem Leistungsumfang der PKV. Selbst wenn die Härtefallregelung greift, hätte man noch deutlich mehr Kosten als mit der gesetzlichen Versicherung. Angesichts dieser großen Differenz fallen auch die 8 Euro Zusatzgebühren nicht wirklich ins Gewicht, wie ich finde.

Wie sagt man so schön? Jedem das Seine. Wer langfristig wirtschaftlich abgesichert ist, der soll sich ruhig privat versichern. Allen anderen rate ich aber dringend davon ab.
 
Bis zu 570 Euro monatlich bei bestenfalls gleichem Leistungsumfang der PKV.

Ja, genau...bis zu 570 € - genau die gesetzlich festgelegte Höhe, wie auch in der GKV...(also quasi Null Differenz bis zum höchstebeitrag der GKV)
und...nein, beim (etwa) gleichen Leistungsumfang der GKV.
und die Härtefallregelung senkt den Höchstbeitrag auf die Hälfte. Sollte darüber hinaus immer noch Hilfebedürftigkeit bestehen beteiligt sich der nach dem Sozialgesetzbuch zuständige Träger an den Zahlungen (vgl. §12 1c VAG).

Ich sag ja nicht, dass das alles total toll ist, ich jedenfalls halte nichts davon das z.B. der Basistarif zur Entmischung von Versicherungskollektiven beitragen kann oder "schlechte" Risiken bevorzugt werden etc.pp. aber das ist hier ja auch nicht das Thema.

Ich bin aber sehr wohl der Ansicht, dass jeder (egal ob GKV oder PKV) damit rechnen sollte, dass seine Beiträge steigen (und die Wahrscheinlichkeit ist in der GKV höher als in einer guten PKV) und dafür Vorsorge treffen sollte, die Mehraufwendungen ausgleichen zu können.

Und in Bezug auf die von mir erwähnten Beitragsanpassungen in der GKV meine ich nicht die ollen 8 € Zusatzgebühren, sondern die vielen, vielen anderen Dinge (angefangen von Streichungen von versch. Brillenleistungen über versch. Kuranlässen, Budgettierungen im Bereichen von z.B. Massagen, Streichungen im Zahnersatzbereich usw. usf. bis hin zu Zahlung einer Praxisgebühr, dessen Verwaltungsaufwand den Ärzten aufgelegt wurde und die auch voll in der Haftung stehen, sollte die Summe nicht stimmen..). Diese 8 € kommen nur jetzt wieder einmal als neues Sahnehäubchen hinzu....
Vlt sollte aber jeder der langfristig wirtschaftlich abgesichert ist eher gesetzlich versichert bleiben, denn dort ist man ja letztendlich der Willkür von Beitragsanpassungen und Leistungskürzungen ausgesetzt...und man hat dann ja auch eher die Möglichkeit lange Wartezeiten bei notwendigen Arztbesuchen auch finanziell überstehen zu können...;)
 
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