Kündigung des Ausbildungsvertrag

chase

Cadet 4th Year
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Mai 2009
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125
Hi,

ich habe vor kurzem eine Zusage für ein duales Studium bekommen. Nun ist dieses Unternehmen leider nicht meine erste Priorität, trotzdem möchte ich mir diese Möglichkeit nicht entgehen lassen, falls ich nichts anderes bekomme.
Kann man - rein rechtlich - auch nach Unterschrift des Ausbildungsvertrages diesen kündigen bzw. davon zurücktreten (ihn aufheben), bevor man die Ausbildung antritt, wenn man etwas "besseres" gefunden hat? Was sind die Konsequenzen?

Ich weiß, dass es moralisch gesehen in die untere Schublade einzuordnen ist, aber - let's face it - in solchen Sachen ist sich jeder selbst der Nächste... Von Freunden hab ich gehört, dass so etwas durchaus Usus ist, trotzdem möchte ich das lieber vorher abklären. Schade ist nur, dass dadurch unter Umständen ein Ausbildungsplatz verloren geht, wenn das Unternehmen auf die Schnelle keinen Ersatz findet.



Edit: An die Mods: Bitte Überschrift in "Kündigung des Ausbildungsvertrages" ändern, Danke!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin mir nicht sicher, aber dir kann ja in der Probezeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Ob das umgekehrt auch geht, also das du ohne Angaben von Gründen kündigen kannst, das weiß ich nicht.

Edit: Grad nachgesehen, also in der Probezeit kannst du auch ohne Angabe von Gründen kündigen. Und vor Ausbildungsbeginn müsste es auch gehen, jedoch dann so früh wie möglich damit die Firma doch noch den Ausbildungsplatz an jemand anderes vergeben kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich will es ja nicht während der Probezeit kündigen, sondern schon vorher.
 
Grundsätzlich ist es ja kein Problem. Erscheinst du nicht auf der Arbeit wird dein Vertrag schon sehr schnell aufgelöst. Aber jetzt mal ehrlich, warum nicht einfach mal das Gespräch mit dem zukünftigen Arbeitgeber suchen und ihm deine Pläne mitteilen?
 
Die normale Kündigungsfrist bei Arbeitsverträgen ist normalerweise 4 Wochen. Natürlich kann man jederzeit seine Ausbildung kündigen.
 
Ja das sollte auch gehen, würde es dann aber so früh wie möglich machen. Damit das Unternehmen noch Zeit hat diese Lücke wieder neu zubesetzen.
 
Im Zweifelsfall ein halbes Brötchen(1,30€ Pfandbeleg,...) klauen oder angeheitert die "Herrenhandtasche" auf den Schreibtisch stellen...
Sorgt für sofortiges, fristloses Auflösen des Dienstverhältnisses....
 
Super Tipp! @Marius:rolleyes:

An den TE: Natürlich geht das ohne Probleme. Ist halt blöd für den Arbeitgeber, wenn er Ersatz suchen muss.
 
Marius schrieb:
Im Zweifelsfall ein halbes Brötchen(1,30€ Pfandbeleg,...) klauen oder angeheitert die "Herrenhandtasche" auf den Schreibtisch stellen...
Sorgt für sofortiges, fristloses Auflösen des Dienstverhältnisses....

Sehr toll, vor allem wenn er sich dann bei einer anderen Firma bewirbt und die wissen wollen warum, wieso, weshalb nun bei dieser Firma und die dann bei der anderen Firma vll. nachforschen.
 
Naja eigentlich ist es ein befristeter Vertrag? Also kein Plan, aber bei befristeten Verträgen kommt man net einfach raus. Andererseits machen eigentlich alle AGs ne Auflösung mit, denn was bringt denen ein Azubi/Student der sowieso nicht will... Also generell, als Arbeitnehmer kommt man eigentlich immer raus...
 
Eine abgebrochene Ausbildung wirkt im Lebenslauf immer schlecht.
Danach will eigentlich keiner mehr wissen warum, denn vieles hört sich danach eher an wie eine Ausrede.
 
Du wärst nicht der einzigste der mehrere Ausbildungsverträge unterschreibt und den dann vor Beginn der Ausbildung wieder kündigt (über die Zeitspanne reden wir hier erst einmal nicht).
Es ist ja auch legitim sich weiter nach entsprechenden Plätzen umzusehen - man hat ja auch nicht nur eine Bewerbung am laufen und wartet bis einem abgesagt wird.
Außerdem scheinst Du ja noch nicht in einer Ausbildung zu sein, sondern bist wirklich noch am Suchen - somit ist die Hälfte der Kommentare hier wohl fehl am Platz, aber egal.
Sage ihm zu und wenn Du wirklich noch was anderes finden solltest, sage nach dem Du den neuen Vertrag unterschrieben hast aber dann auch wirklich schnellstmöglich ab - damit ein anderer vielleicht die Chance noch wahrnehmen kann.
Da Du da dann auch noch nicht mit der Ausbildung angefangen hast, sind auch keine Konsequenzen zu befürchten.
 
Schaue dir den Ausbildungsvertrag genau an, wenn dort nichts anderes drin steht, kannst du eigentlich innerhalb der Probezeit einfach kündigen, da dies geht, werden die eine Kündigung vorher auch akzeptieren.

Allerdings ist ein duales Studium vorrausgestzt du schaffst es, mehr Wert, als eine einfache Ausbildung.
 
Also ein Gespräch mit dem Arbeitgeber/Ausbilder, z.B. dass du lieber in Betrieb XY arbeiten willst ist überflüssig. Ich glaube nicht, dass der dich dann noch will wenn du selbst schon nicht richtig willst. Da sind die aufgeführten Gründe eigentlich relativ egal, schließlich hattest du schätzungsweise mindestens 15 Jahre Zeit dir zu überlegen, was du genau machen willst. Ein BA Studium kostet den Ausbilder, d.h. er investiert je nach Betrieb und Branche auch mal über 100.000 Euro in dich innerhalb der 3 Jahre, da ist ein "ich überleg es mir noch" oder "ich habe bedenken weil ich umziehen muss" komplett fehl am Platz, da er seine Kohle sicherlich nicht in den Sand setzen will bzw. dich nicht teuer für die Konkurrenz ausbilden möchte.

Und etwas zu klauen bzw. sich fristlos kündigen zu lassen ist noch dümmer. Schließlich wird dich mittelfristig jeder spätere Arbeitgeber fragen, warum du dort so schnell wieder aufgehört hast bzw. gegangen wurdest. Wenn du dann noch ein Arbeitszeugnis davon vorlegen darfst, Jackpot. Zudem gibt es Branchen und Unternehmen, da kennt man sich, d.h. es wird auch zwischen Unternehmen kommuniziert. Sprich es kann dich früher oder später auch wieder einholen.

Der Rest der Antworten stimmt soweit.

Da du nicht das Datum des Ausbildungsbeginns erwähnt hast ist es schwer zu sagen, was moralisch OK ist. Fängt es erst Sommer 2010 an, ist es kein Problem wenn du z.B. im März dann absagst. Viele, auch große Betriebe, bieten z.B. zwischen Juli-August oft noch 1-2 BA Plätze für dasselbe Jahr an, da jemand abgesprungen ist. Und es gibt wieder Unternehmen, die stellen mehr ein als sie ausbilden können, da sie genau wissen, dass jedes Jahr mindestens x% die Ausbildung doch nicht antreten bzw. gleich wieder abbrechen. Zudem fordern alle Ausbilder hohe Belastung und gerne auch Flexibilität ihrer Mitarbeiter, da kann es nicht ganz verkehrt sein wenn der Ausbilder auch mal flexibel sein muss.
 
Mach dir keine Stress, Moral my ass. In der Ausbildung hast du eine feste Probezeit, in der du fristlos und ohne Angabe von Gründen kündigen kannst. Wie es vor dem ersten Tag aussieht, weiß ich net recht, im Notfall dort die ersten Tage mal auftauchen und eine schriftliche Kündigung auf den Tisch legen.
 
Danke erstmal an alle für die Antworten, es bestärkt mich schon darin, erst einmal zuzusagen. Bedenklich ist nur, dass es ein Mittelständler ist und ich nicht weiß, ob sie noch genügend Leute bekommen.

Übrigens es geht um die Aufhebung des Vertrages zum dualen Studium VOR dem eigentlichen Arbeitsantritt, somit ist für mich irrelevant, was innerhalb der Probezeit passiert.

@h3@d1355_h0r53
Der Beginn wäre übrigens im Sommer 2010, die Bewerbungsverfahren laufen alle jetzt im Herbst/Winter 09, allerdings zieht sich das bis Anfang 2010.
 
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