Bericht Leitung vorhanden, Anschluss nicht: Wie starre Regeln den Glasfaserausbau auf dem Land erschweren

Aduasen schrieb:
Das ist in Städten nicht viel anders.
Wenn ich hier mitten in Hamburg (Kiez/Hafen) nach dem Status frage antwortet die Telekom: Ist hier nicht geplant.
Zentraler geht es doch eigentlich gar nicht. Was für ein Armutszeugnis, von wegen " dünn besiedelt" und so weiter. Wenn es in Städten wie Hamburg und ähnlich groß keine Nachfrage gibt wo den sonst?
 
Aduasen schrieb:
Das ist in Städten nicht viel anders.
Wenn ich hier mitten in Hamburg (Kiez/Hafen) nach dem Status frage antwortet die Telekom: Ist hier nicht geplant.
Kann ich bestätigen aber von EON würde ich Glasfaser sofort bekommen möchte aber deren salzigen Preise nicht zahlen also bleibts bei DSL bis es nicht mehr geht. Liebe Grüße.
 
Bei vielen meiner Bekannten liegt es leider am Vermieter. Die lassen sich zwar den Anschluss kostenlos ins Haus legen aber stimmen dann dem weiteren Innenausbau nicht zu bzw. wollen es nicht selber machen lassen und bezahlen.
 
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wagga schrieb:
also bleibts bei DSL bis es nicht mehr geht. Liebe Grüße.

Dann ist es halt so.
Ich vermute, es liegt daran, dass die Großstädte eh schon recht gut mit Internet versorgt sind und deshalb wahrscheinlich jetzt hinten dran hängen, weil er Rest des Landes erstmal aufholen muss.

Es gibt ja diverse Ecken in diesem Land, wo praktisch gar keine Verbindungen existieren.
 
TPD-Andy schrieb:
Wenn ich hier mitten in Hamburg (Kiez/Hafen) nach dem Status frage antwortet die Telekom: Ist hier nicht geplant.
Zentraler geht es doch eigentlich gar nicht. Was für ein Armutszeugnis, von wegen " dünn besiedelt" und so weiter. Wenn es in Städten wie Hamburg und ähnlich groß keine Nachfrage gibt wo den sonst?
Naja, er schreibt aber nicht "was" bei ihm schon möglich ist.
Das könnte zB Kabel 1 GBit oder Vectoring 250M von etlichen Anbietern sein.

Ob in dem Fall dann die Nachfrage nach teurerem FTTH dort sehr hoch wäre, wenn es schon recht schnelle aber günstigere Alternativen gibt, die ggf. >90% der Kunden noch ausreichen?
Dann wundert der mangelnde Ausbauwille aller potentiellen Provider schon weniger.

wagga schrieb:
Kann ich bestätigen aber von EON würde ich Glasfaser sofort bekommen möchte aber deren salzigen Preise nicht zahlen also bleibts bei DSL bis es nicht mehr geht. Liebe Grüße.
Und da haben wir schon einen, dem DSL ausreicht, weil FTTH teurer wäre.

Die mögliche größere Bandbreite ist vielen nicht so wichtig wie die Einsparung von 1-2 Handvoll Euro.
 
Also bei so viel Unsinn würde ich auch lieber auf Starlink setzen. Wenn Souveränität heißt da geht gar nix, hat man halt auch nicht viel von.
 
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Joa dieser ganze Müll zieht sich wie ein roter Faden durch den Glasfaserausbau. Bei uns ist es Eon mit Westnetz und ich bezweifle das es nächstes Jahr was wird. Eigentlich sollte es schon seit einem Jahr laufen.
 
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UweP44 schrieb:
Ob in dem Fall dann die Nachfrage nach teurerem FTTH dort sehr hoch wäre, wenn es schon recht schnelle aber günstigere Alternativen gibt, die ggf. >90% der Kunden noch ausreichen?
Dann wundert der mangelnde Ausbauwille aller potentiellen Provider schon weniger.
Ok das ist nachzuvollziehen. Hauptsächlich kritisiere ich die fehlenden Zuständigkeiten. Und das ist in ländlichen Gebieten genau so ein Zustand wie in den Ballungsgebieten. Da sind unsere Nachbarn in Luxemburg weiter mit dem Ausbau, dort ist das auch teuer aber es geht voran.
 
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Das einzig positive daran ist, dass man politisch völlig unaufgeladen jedem anhand dieses Beispiels erklären kann, warum "Mehr (Sozial-)Staat!" einfach nicht funktioniert.
LG Euer verzweifelter Flüchtlingshelfer.
 
Bei mir geht die geförderte Glasfaser im Leerrohr direkt vor meinem Haus vorbei, darf aber nicht angeschlossen, da ich über 30 Mbps empfangen kann :-D
 
Wahnsinn was bei manchen Leuten zwecks Ausbau abgeht, da kann man nur mit dem Kopf schütteln.
Ich würde durchdrehen, wenn es bei uns so wäre.
Bis auf 7 Häuser hat unser ganzes Dorf seit 5 Jahren Glasfaser, dank eines sehr fähigen Kommunalpolitikers.
Dieser hat sehr viel Energie aufgewendet um es möglich zu machen.
Ich bin ihm dafür sehr dankbar, auch weil er generell die Interessen der Bevölkerung in seiner Amtszeit immer versucht hat zu vertreten. Jetzt ist er leider im Ruhestand und sein Nachfolger... naja "stets bemüht" würde ich sagen.
 
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Fördergeld ist Steuergeld. Der ausführende Betrieb hat so zu handeln und pingelichst zu dokumentieren, wie es zu dieser Maßnahme vorgeschrieben wird. Mit diesem Geld dürfen keine anderen "Kinkerlitzchen" getrieben werden. Damit darf auch keine bestehende Infrastruktur umgebaut werden, wenn es nicht explizit so gefördert wird. Weiß nicht, was es da wieder nicht zu verstehen gibt.

Sinnhaftigkeit ist kein Freifahrtschein, um sich über bestehende Regelungen und Vorgaben hinwegzusetzen.

Dass es bei den verlegten Pipes um eine Hauptkabelstrecke geht, wird hier in den Kommentaren - trotz dass es im Artikel steht - wieder schön ignoriert. Aus einem Hauptkabel wird nicht einfach so ein Hausanschluss...
 
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T1984 schrieb:
Man muss aber auch bedenken: die Planung wird meistens erst dann öffentlich wenn die Vorvermarktung startet, oder zumindest wenn der Start angekündigt wird.
Das stimmt schon, aber zumindest bei der Stadt die Planer wissen da eigentlich Bescheid, auch für zukünftige Projekte und die zucken nur mit den Schultern.
 
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Pures Schildbürgertum.

Pragmatismus ist etwas, dass es in Deutschland nur ganz ganz selten gibt. Und wenn, dann sind das krasse Erfolgsgeschichten... Nur halt leider, viel zu selten.
 
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Die Notwendigkeit, den lähmenden Wildwuchs von Zig Zuständigkeiten, durch die man sich wie durch einen Dschungel kämpfen muß wurde ja schon vor der letzten Bundestagswahl von einer überparteilichen Gruppe thematisiert. Stichwort „Initiative für einen handlungsfähigen Staat". Die vorgeschlagenen Änderungen machen aus meiner Sicht sehr viel Sinn, leider gibt's hier bislang wenig Umsetzung.
Die Bestandsaufnahme beschreibt genau das, was in dem Fall hier ablief bzw nicht lief.
Den Abschlussbericht gibt's hier:
https://www.ghst.de/fileadmin/images/01_Bilddatenbank_Website/Demokratie_staerken/Initiative_für_einen_handlungsfähigen_Staat/Abschlussbericht/Abschlussbericht_neu.pdf
 
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Wie heißt es doch so schön, Zu viele Köche verderben den Brei. Das gehört endgültig abgeschafft.
Es wird Zeit das so etwas Zentral geregelt wird.
 
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bestes beispiel hier:

Ort in einen Ausbaugebiet mit voller Ausbauförderung
  • Vorgabe für den Anschluss an den Ausbau: <30 Mbit/s Downstream oder Anlieger an der Ausbaustrecke die zu der Ausbaugebieten führt
  • Schaltung geplant: Ende 2025, jetzt 2026

hier im Ort werden damit quasi alle ausgebaut - moment alle? nö!

Es gibt Anlieger, die wohnen direkt an der Ausbaustrecke, haben aber theoretisch >30 MBit/s zur Verfügung aufgrund der Nähe zu Outdoor und dank Vectoring. Nun fragt ihr euch, direkt an der ausbaustecke passt doch bei den Richtlinien, also was redet der? - Ihr habt die Rechnung ohne die Stadtverwaltung / Landkreisverwaltung gemacht.
Denn bei einigen Anwohnern ist noch vor den Grundestücken direkt an der Straße, wo die Ausbaustrecke langführt, ein paar Zentimeter breiter Streifen extra im Grundbuch eingetragen als öffentliches Grundstück. Damit sind diese Anlieger KEINE direkten Anlieger mehr und haben dürfen den Ausbauarbeiten nur zukucken.

Von der Stadtverwaltung / Landkreisverwaltung heißt es, das die ja NACH dem vollständigen Ausbau je durch Verdichtungsaktionen auf jeden Fall mit angeschlossen werden .... vorher geht nicht, selbst wenn die die Kosten vollständig selbst tragen würden für die Erdarbeiten etc - rechtlich nicht möglich heißt es seitens des Landkreises.

Aber es kommt noch besser und die die jetzt nicht mit angeschlossen wurden sind die massiv gelackmeierten dabei. Denn der Landkreis hat ein Erweiterung des geförderten Ausbaus in diesen Jahr ausgeschrieben und das auch wieder mit Vollförderung.
Jetzt sollen alle Anschlüsse <125 Mbit/s Downstream erfasst werden oder Anlieger an der Ausbaustrecke die zu der Ausbaugebieten führt.
- Schaltung geplant: Ende 2030 (!!!!!)

JETZT werden die, die den Ausbau wegen ein paar Zentimeter zukucken mussten, auch mit erfasst und in Zuge dieses Ausbaus mit ausgebaut. Klingt doch toll oder? - NÖ!

1. es wird mindestens bis 2029 dauern, bis die ersten Bauarbeiten beginnen, wenn es nicht noch Streit gibt, das die bestehenden Strecken mitgenutzt werden können. Und das wird passieren!

2. die die dann darauf gehofft haben, dann sich anschließen zu lassen, wenn der erste Ausbau mal durch ist, werden vor dem Kopf gestoßen, denn der Netzbetreiber wird nen Teufel tun und nicht auf die neue Ausschreibung warten oder es wird im sogar untersagt, die in der Ausschreibung inkludierten Liegenschaften, selbststätig auszubauen.
 
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