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Bericht Leitung vorhanden, Anschluss nicht: Wie starre Regeln den Glasfaserausbau auf dem Land erschweren
Muntermacher
Lt. Commander
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@Andy
top Artikel. Gut verständlich und sachlich. Echt klasse (obwohl ich mich über Begriffe wie worst-case ärgere, der Rest ist sehr gut Arbeit).
Witzig fand ich
top Artikel. Gut verständlich und sachlich. Echt klasse (obwohl ich mich über Begriffe wie worst-case ärgere, der Rest ist sehr gut Arbeit).
Witzig fand ich
Irgendwie mußte ich denken: hauptsache, die Rechnung wird korrekt zugeordnet......Wenn eine Adresse aber einer falschen Kommune zugeordnet wird
Das verstehe ich, aber nicht warum, wie in diesem Fall hier, ein abgelegenes Gehöft mit 8km Zuleitung versorgt wird, während für ganze Großstädte noch nichtmal eine Planung existiert. Sie hier:Das Ziel der Bundesregierung ist aber, bis 2030 flächendeckend Glasfaser auszubauen. Insbesondere die abgelegenen Orte zu erreichen, ist jedoch hart.
oder auch bei uns vor Ort, da sind bisher im ganzen Stadtgebiet ein paar kleinere Wohngebiete angeschlossen, das war's. 🤷♂️Aduasen schrieb:Wenn ich hier mitten in Hamburg (Kiez/Hafen) nach dem Status frage antwortet die Telekom: Ist hier nicht geplant.
Dafür müsste es eine Art Schiedsstelle geben, die solche Fälle dann im Detail an den normalen Regelungen vorbei entscheiden kann.Begu schrieb:Ich sehe an der Stelle leider keine praktikable Lösung.
Ausbau mit Fördermitteln wird ausgeschrieben (von Landkreis oder Kommune). Alle Netzbetreiber können Angebote abgeben. Einzige mir bekannter Sonderfall ist Glasfaser Nordwest, die dürfen das aus kartellrechtlichen Gründen nicht.CBLeser54 schrieb:Es ist eine Schande wenn die deutsche Glasfaser, UGG, Grüne Glasfaser und andere staatliche Fördermittel erhalten die nicht für alle Provider freigegeben werden sondern für macht Politik Missbraucht wird. So liegt bei uns da für hunderte Haushalte UGG-GrüneGlasfaser vor der Tür und werden nicht angeschlossen weil es nur durch Wechsel des Providers möglich, doch die Haushalte wollen nicht zu O2 oder Vodafone wechseln da der Service bei diesen eine Katastrophe ist . Es würden sich alle an schließen lassen wenn ein Providerwechsel unnötig wäre.
Für geförderte Netze gibt es auch die Verpflichtung zu einem diskriminierungsfreien Netzzugang, sowohl auf Bitstrom-Ebene als auch zu passiver Netzinfrastruktur (Glasfaser, Leerrohre). Preise werden vom Bund vorgegeben. Was man nicht vorschreiben kann ist, dass andere Anbieter diese Möglichkeit nutzen.
Wenn du also ein gefördertes UGG-Netz vor der Tür hast dann dürfen auch Telekom, 1&1, Deutsche Glasfaser und jeder andere Anbieter dieses Netz nutzen.
Allerdings: bist du sicher dass das Netz überhaupt gefördert wurde? Der Bund veröffentlich monatliche eine Liste aller bisher aufgelaufener Projekte, inklusive Netzbetreiber. Eine "UGG" (oder ein Anbieter mit "grün" im Namen) ist in der Liste nicht zu finden. Eine Förderung durch den Bund halte ich also für unwahrscheinlich. Und in den letzten Jahren ist meistens der Bund mit beteiligt.
Adressen mit Bundesförderung findest auf dieser Karte(links oben auf "öffentliche Förderung" wechseln).
duskstalker
Admiral
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IIxRaZoRxII schrieb:Unfassbar, bekommt unser land eigentlich irgendwas noch auf die Kette?
nein, deshalb gehen hier jetzt auch nach und nach die lichter aus.
es bräuchte jetzt sofort ein paar beherzte und schmerzhafte Reformen, um vielleicht noch die Kurve zu kriegen, aber die aktuelle Regierung hat hier schon versagt - der Kurs steht auf weiter so (Partei- und Klientel- und Lobbypolitik) und das heißt, dass uns die industrie wegstirbt und der staat in ein paar wenigen Jahren die sozialausgaben und Verwaltungskosten nicht mehr tragen kann.
der Glasfaserausbau ist hier nur Symptom, das Problem liegt tiefer und wirkt sich genau so auf viele andere Bereiche aus, bspw. Bildung, Gesundheit, Energie, Verwaltung.
man muss sich nur mal anschauen, wie viele und vorallem große Firmen entweder insolvent gehen, ins Ausland abwandern oder an chinesische Investoren verkauft werden, bspw. aktuell Clou (Holzbeize und Holzöle, seit 50 Jahren Standard in jedem deutschen Baumarkt) und Beyerdynamic mit dem Komplettverkauf an cosonic (China). und die kleinen mittelständischen Unternehmen hängen entweder direkt oder indirekt am Fördertropf der Regierung (bspw. Heizungsbauer, Energieberater, Steuerberater) oder sind vom Massensterben betroffen, wie Gastronomie oder andere produzierende mittelständische kleinunternehmen.
das einzige was hier noch läuft sind überteuerte Dienstleistungen, die vom Staat direkt oder indirekt subventioniert werden. aber irgendwann wird man feststellen, dass eine Steuererklärung keinen wertschöpfenden charakter hat, aber die Erkenntnis wird zu spät kommen.
in 5 bis 10 Jahren haben wir hier ein RICHTIGES problem und natürlich immer noch keine glasfaser.
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In wie fern unterscheidet sich das von 1&1, der Telekom oder Vodafone. Starlink hat genau kein Interesse daran Kunden den Stecker zu ziehen.Andy schrieb:weil es generell keine kritische Infrastruktur mit einem Anbieter betreiben will, der jederzeit den Stecker ziehen kann.
Wenn er Musk nicht mag soll er es halt so sagen.
Man muss aber auch bedenken: die Planung wird meistens erst dann öffentlich wenn die Vorvermarktung startet, oder zumindest wenn der Start angekündigt wird.M@tze schrieb:Das verstehe ich, aber nicht warum, wie in diesem Fall hier, ein abgelegenes Gehöft mit 8km Zuleitung versorgt wird, während für ganze Großstädte noch nichtmal eine Planung existiert. Sie hier:
Bei der Telekom z.B. kann es sein dass du heute bei einer Adresse in der Verfügbarkeitsprüfung die Rückmeldung bekommst "Kein Ausbau geplant", und ab nächster Woche dann "Ab 03.03.2026 erfahren sie mehr zum Glasfaserausbau", und Anfang März startet die Vorvermarktung und es sind Tarife buchbar. Bei Ausbau von etwa 2,5 Mio HH pro Jahr wird auch nächstes Jahr wieder für etwa 2,5 Mio HH die Vorvermarktung starten. Für einen Großteil von denen ist Stand heute "nichts geplant", oder es gibt bestenfalls eine Vorankündigung.
Und bei den anderen Anbietern läuft es ähnlich.
beckenrandschwi
Commander
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Seit nunmehr 2 Jahren habe ich einen Vertrag mit der Glasfaser Deutschland. Nur noch kein Glasfaser. Alle 6 Monate bekomme ich einen Brief in dem es heißt, dass die nötigen 33% noch nicht erreicht sind. Ich kann warten, denn ich habe 1Gbit. Nur hier 2 Straßen weiter gibt es maximal 50Mbit, da dort kein Koaxialkabel mehr gelegt wurde, nur normales Telefonkabel und Leerrohre "kommt ja bald Glasfaser"... Das war 2017! Seit 9 Jahren Stillstand...
SuperHeinz
Commodore Pro
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Das Problem liegt doch ganz woanders. Warum hat der Vorstand nicht von sich aus den Glasfaserausbau zu seinem Segelflugplatz beantragt? Da sind doch Monate, wenn nicht gar Jahre ungenutzt verstrichen. Wenn die Leitungen verlegt werden, dann ist doch alles bereits viel zu spät.Child schrieb:Klar - wenn man die zeitlichen Horizonte kennt dann kann man sich das hinterher ausrechnen. Allerdings dürfte in diesem konkreten Fall schon das Problem sein: Wie kommt der Verein bzw. seine Mitglieder überhaupt zu der Info das dort etwas geplant wird? Vor allem weil der Ausbau ja im benachbarten Landkreis angesiedelt ist und nur aus historisch gewachsenen technischen Rahmenbedingungen heraus am eigenen Grundstück vorbei stattfindet.
Da müssen vorher die eigene Gemeinde, der Landkreis und der Regierungsbezirk verständigt werden. Schlicht alle Verantwortlichen, die bei so einem Projekt dahinterstehen müssen.
So ein Ausbau geschieht doch nicht im luftleeren Raum. Diese Bauarbeiten müssen EU-weit ausgeschrieben werden und nach einem bestimmten Auswahlverfahren bekommt der bestgeeignete Unternehmer den Zuschlag. Der hat doch bis auf den letzten Cent geplant und muss seinen genehmigten Plan zu 100 % auch einhalten, sonst bekommt er selbst massiven Ärger, wegen Nicht-Einhaltung seines Vertrages.
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Zoba
Lieutenant
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Nimmt man noch die gigabitfähigen Kabelanschlüsse mit dazu, steigt der Wert noch weiter.
Das sollte man meines Erachtens nicht tun. Ich könnte für 1000+ Euro auch Kabelinternet bekommen, aber 1000/50 auf einem shared Medium ist ja nicht mal in der gleichen Liga wie ein richtiger Glasfaseranschluss.
SuperHeinz
Commodore Pro
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Bürokratie entsteht im regelfreien Raum. Das ist hier nicht der Fall, wir leben in einem eher überregulierten Land. Wo jeder meint, bei jedem (neuen) Problem müsse eine weitere, neue Regelung her. Also erleben wir derzeit keine Bürokratie, sondern die Verwaltung erstickt nahezu an der vorhandenen Regelungswut.Zanza schrieb:Ein Hoch auf Deutsche Bürokratie
Und jeden Tag beantragt jemand eine neue Regelung und danach fragt sich jeder, warum das Chaos weiterwächst anstatt zu schrumpfen. Ja, warum nur?
Ich hab letztes Jahr ein Haus gekauft, in dem schon Glasfaser lag, ONT, HÜP. Vor 2 Monaten wollte ich einen Tarif bestellen. der Provider sagte mir, er bekommt keine Synchronsiation mit dem ONT. Also schickte UGG einen Techniker, der ein weißes ONT gegen ein schwarzes austauschte. Beim Austausch sagte er mir, er könne das Gerät von der Verteilerstation noch nicht kontaktieren aber man kümmert sich darum.
Einen Monat später bei UGG nachgefragt, wie der aktuelle stand ist, kam das zurück:
Einen Monat später bei UGG nachgefragt, wie der aktuelle stand ist, kam das zurück:
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Micha-
Captain
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Wer will denn noch 10 Stunden Schichten plus Samstag bei Wind und Wetter im Tiefbau kloppen? DU etwa? Wenn alle studieren, auf HomeOffice bestehen und die Work-Life-Balance beachten, dann endet das eben so.IIxRaZoRxII schrieb:Unfassbar, bekommt unser land eigentlich irgendwas noch auf die Kette? Alles was Infrastruktur und öfis betrifft ja jedenfalls nicht
der_Schmutzige
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Termy schrieb:Aber die Telekom ist dabei auch definitiv nicht unschuldig, sondern versteckt ihre "kein Bock auf Kleinvieh"-Mentalität einfach nur allzu gerne Hinter der Ausrede "uns sind bürokratisch die Hände gebunden"
Das ist echt Quäse, sry...
Für den Flugplatz müsste - auf eigene Rechnung und nicht gefördert - zwischendurch eine GF-Muffe gebaut werden, durch die Tiefbauer ein NVT gestellt werden, NVT-Verschaltungen auf das ebenfalls ins Gebäude zu verlegende VzK gemacht werden, eine GF-TA gesetzt werden usw. Alleine der extra NVT (Schrank) würde die Eigenkosten schon mal ins 5stellige treiben, wie soll man das wieder reinholen mit EINEM Kunden, der nach 2 Jahren vllt noch den Netzbetreiber wechselt?
Klempnermeister Röhrich nimmt auch keine Aufträge an, wo er massiv Minus macht. Wieso wird das von der Telekom immer gefordert?
Warum nicht von den Breko-Mitbewerbern? Die lassen sich bei so einer einsamen Gehöftversorgung nie sehen, nur in Ballungszentren mit vielen WE.
Hier geben recht viele Leute Ihr persönliches Mimimi ab, fern jeder betriebswirtschaftlichen Logik.
Von "Kunde Flugplatz freut sich" wird ein Verlustgeschäft nicht besser, zumal man solche Extrabauten bei Förderung einfach nicht darf.
Das Problem sind die starren Vergabe- und Umsetzungsregeln der Geldgeber, also der deuteschen Bürokratie.
Versuch mal als Planer der Telekom in so einem Bundesgeförderten Ausbau eine einzelne Bude mit ans Netz zu bringen: No Way.
In eigenfinanzierten Telekom FttH Ausbaubebieten geht sowas ganz fix, aber sobald der Bund/die Kommunen Fördermittel geben ist alles dermaßen steif und unantastbar.
Eine eventuelle Hoffnung der Autoren auf einen "RTL hilft"-Effekt durch den CB-Artikel würde ich auch eher gedämpft sehen, solange die steifen Vergabestrukturen in den Ämtern und Behörden bestehen und nach Ausschreibungsgewinn nichts geändert werden kann.
Micha-
Captain
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Das ganze ist natürlich absurd. Weil öffentliche Förderung bedeutet das Infrastruktur gefördert werden sollte und nicht konkrete Adressen. Im Gegenteil müsste es eine Pflicht geben in solchen Fällen jeden mit anzuschließen der am Weg liegt, eben weil es gefördert ist.
Stanzlinger
Lt. Commander
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Wir brauchen Macher, die erst später die absurden Regeln lesen
TilTuesday
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Nein, ist mein Haus. Es liegt am Anbieter uns jetzt ans Netz anzuschließen.SuperHeinz schrieb:Muss da nicht (auch) der Hauseigentümer tätig werden? Was, wenn der nicht will oder einfach nichts tut?
Was, wenn es ein Mietshaus ist und keiner der Mieter einen Antrag auf einen Glasfaseranschluss gestellt hat?
WhiteHelix
Captain
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Genau das ist der Punkt, das darf bei grundlegender Infrastruktur nicht relevant sein.der_Schmutzige schrieb:wie soll man das wieder reinholen mit EINEM Kunden, der nach 2 Jahren vllt noch den Netzbetreiber wechselt?
Child
Commander
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Mein Punkt war einfach: Wenn eigenwirtschaftlich ausgebaut wird, dann wird auch versucht so viele Anschlüsse wie möglich auf der Strecke ans Netz anzuschließen.KitKat::new() schrieb:ne, dann läge die Glasfaser von vornherein nicht, weil sie sich nicht rentieren würde
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Ich glaube, das "es" ist zu viel.Andy schrieb:De facto waren es damit die Kreisgrenzen das Hindernis