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Ensign
- Registriert
- Apr. 2004
- Beiträge
- 206
In diesem undurchsichtigen Chaos wird dermaßen viel Geld sinnlos verbrannt ... Beispiel gefällig? 
Hier bei uns in der Siedlung (nördliches Münsterland, relativ ländlich, nächstes Dorf mit knapp 10k Einwohnern ist 5km entfernt) hat der Kreis 2018 die Straße erneuert. Damals lag ein Kupferdraht in der Erde, der uns anfänglich (ca. 2009) 4MBit geliefert hat, in 2017 waren es nur noch 1,5MBit. Alte Drähte aus den 70ern. Der Kreis fing dann Ende 2017 an die Straße komplett zu sanieren. Im Zuge dessen sollte es auch neue Strom- und Wasserleitungen geben. Ein paar Anwohner haben sich zusammen getan und die Telekom kontaktiert, damit man die Leitung etwas aufwertet. Kein Interesse seitens der Telekom. Es liegt ja schon Kupfer und somit DSL. Die Geschwindigkeit hat niemanden interessiert. Wir haben daraufhin die Westnetz (Betreiber des Stromnetztes) kontaktiert und über Glasfaser gesprochen. Wir sollten eine gewisse Anzahl von Kunden akquirieren, dann könne man das im Detail betrachten. Die gewünschte Zahl von Interessierten hatten wir relativ schnell zusammen. Die Westnetz hat zugestimmt, es waren (je nach Lage des Hauses) 1000-1500€ Anschlussgebühr zu entrichten. Ja, nicht gerade wenig Geld. Aber wenn die Straßenbaustelle wieder geschlossenen ist, wird hier lange Zeit nichts passieren was den Ausbau der nicht geförderten (die es hier zu diesem Zeitpunkt nicht gab) Internetleitung angeht. Pünktlich zu Corona hatten wird dann die Glasfaser im Haus. Eine 300er Leitung statt der zuletzt 1,5Mbit.
Beste Entscheidung ever und gut angelegte 1200€ ... Homeoffice und Home-Schooling mit zwei Teenagern. Der Rest der Siedlung, die die Glasfaser mit den Worten "wir brauchen das nicht, außerdem ist es zu teuer" abgelehnt haben, standen regelrecht auf dem Schlauch (Homeoffice und Schooling mit max. 2MBit?
). Da wurden dann sogar Richtfunkstrecken zu den Nachbarn aufgebaut, die eine Glasfaser im Haus hatten 
Die Zeit verging, Corona war überstanden. Plötzlich kam der geförderte Glasfaserausbau ins rollen. Die Deutsche Glasfaser wollte nun alle Haushalte ohne Breitbandanschluss (ich meine die Grenze war auf 50MBit festgelegt) versorgen. Natürlich hat die DG eine eigene Leitung verlegt. Tiefbau ist teuer? Egal! Alsbald lag eine zweite Glasfaser über unserer bereits vorhandenen Leitung. Die Deutsche Glasfaser hat aber nur den Bereich versorgt, der relativ günstig anzubinden war. Wir haben hier ein paar Landwirte, deren Höfe etwas abseits liegen. Die wurden natürlich nicht versorgt, weil es sich kostentechnisch nicht lohnte.
Es ging wieder einiges an Zeit ins Land und die Gemeinde entschied, die genannten grauen Flecke (Höfe usw.) auch anbinden zu wollen. Das wurde natürlich erneut gefördert und sollte durch die lokalen Stadtwerke umgesetzt werden. Lange Rede, kurzer Sinn: man hat wieder die Steine des Gehwegs aufgenommen und eine weitere (dritte!) Glasfaser verbuddelt. Hier, wo früher der digitale Fuchs tot über dem Zaun hing, liegen nun mittlerweile DREI Glasfasern in der Erde.
Fun fact: als das Grundstück gegenüber von der Deutschen Glasfaser versorgt wurde habe ich angefragt, ob ich nicht auch in den Genuss kommen könnte (bessere Tarife). Nein, wir hätten ja schon eine Glasfaser! Auch gegen Zahlung von Geld wäre das nicht möglich. Obwohl die Hauptleitung auf unserer Straßenseite liegt und es keine 20m von der Grundstücksgrenze bis zum Haus sind.
Was da an Kohle verbrannt wurde ... alleine die Trupps von Bauarbeitern und Maschinen. Junge Junge Junge!
Hier bei uns in der Siedlung (nördliches Münsterland, relativ ländlich, nächstes Dorf mit knapp 10k Einwohnern ist 5km entfernt) hat der Kreis 2018 die Straße erneuert. Damals lag ein Kupferdraht in der Erde, der uns anfänglich (ca. 2009) 4MBit geliefert hat, in 2017 waren es nur noch 1,5MBit. Alte Drähte aus den 70ern. Der Kreis fing dann Ende 2017 an die Straße komplett zu sanieren. Im Zuge dessen sollte es auch neue Strom- und Wasserleitungen geben. Ein paar Anwohner haben sich zusammen getan und die Telekom kontaktiert, damit man die Leitung etwas aufwertet. Kein Interesse seitens der Telekom. Es liegt ja schon Kupfer und somit DSL. Die Geschwindigkeit hat niemanden interessiert. Wir haben daraufhin die Westnetz (Betreiber des Stromnetztes) kontaktiert und über Glasfaser gesprochen. Wir sollten eine gewisse Anzahl von Kunden akquirieren, dann könne man das im Detail betrachten. Die gewünschte Zahl von Interessierten hatten wir relativ schnell zusammen. Die Westnetz hat zugestimmt, es waren (je nach Lage des Hauses) 1000-1500€ Anschlussgebühr zu entrichten. Ja, nicht gerade wenig Geld. Aber wenn die Straßenbaustelle wieder geschlossenen ist, wird hier lange Zeit nichts passieren was den Ausbau der nicht geförderten (die es hier zu diesem Zeitpunkt nicht gab) Internetleitung angeht. Pünktlich zu Corona hatten wird dann die Glasfaser im Haus. Eine 300er Leitung statt der zuletzt 1,5Mbit.
Die Zeit verging, Corona war überstanden. Plötzlich kam der geförderte Glasfaserausbau ins rollen. Die Deutsche Glasfaser wollte nun alle Haushalte ohne Breitbandanschluss (ich meine die Grenze war auf 50MBit festgelegt) versorgen. Natürlich hat die DG eine eigene Leitung verlegt. Tiefbau ist teuer? Egal! Alsbald lag eine zweite Glasfaser über unserer bereits vorhandenen Leitung. Die Deutsche Glasfaser hat aber nur den Bereich versorgt, der relativ günstig anzubinden war. Wir haben hier ein paar Landwirte, deren Höfe etwas abseits liegen. Die wurden natürlich nicht versorgt, weil es sich kostentechnisch nicht lohnte.
Es ging wieder einiges an Zeit ins Land und die Gemeinde entschied, die genannten grauen Flecke (Höfe usw.) auch anbinden zu wollen. Das wurde natürlich erneut gefördert und sollte durch die lokalen Stadtwerke umgesetzt werden. Lange Rede, kurzer Sinn: man hat wieder die Steine des Gehwegs aufgenommen und eine weitere (dritte!) Glasfaser verbuddelt. Hier, wo früher der digitale Fuchs tot über dem Zaun hing, liegen nun mittlerweile DREI Glasfasern in der Erde.
Fun fact: als das Grundstück gegenüber von der Deutschen Glasfaser versorgt wurde habe ich angefragt, ob ich nicht auch in den Genuss kommen könnte (bessere Tarife). Nein, wir hätten ja schon eine Glasfaser! Auch gegen Zahlung von Geld wäre das nicht möglich. Obwohl die Hauptleitung auf unserer Straßenseite liegt und es keine 20m von der Grundstücksgrenze bis zum Haus sind.
Was da an Kohle verbrannt wurde ... alleine die Trupps von Bauarbeitern und Maschinen. Junge Junge Junge!