Bericht Leitung vorhanden, Anschluss nicht: Wie starre Regeln den Glasfaserausbau auf dem Land erschweren

Mein Mittelhessisches Glasfaserkabel endet seit 2 jahren im Vorgarten, das aller andern Häuser im Umkreis ebenfalls....
So viel zum Thema Ausbau....
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
Wie groß sind eigentlich so die Datenmengen die man so braucht für Wetterdaten und co?

Ich gehe davon aus das einiges nicht per Glasfaser angebunden wird in Zukunft, zu teuer und zu Aufwendung zu unwirtschaftlich. Stattdessen wird man einiges per Mobilfunk lösen.

P.s: In der Gemeinde meiner Eltern stockt es auch. Ursprünglich sollte Ende 2023 überall GF liegen, bis heute sind die immer noch am bauen und haben Probleme.
 
DJMadMax schrieb:
Wenn diese 16 Mbit wenigstens ankommen, so mag das für kleinere Schulen noch hinnehmbar sein, wo nicht jedes Schulleitungsmitglied Videocalls oder sonstig große Datenmengen durch das Netz schaufeln muss. Spätestens jedoch, wenn ein solcher Standort eine entsprechende Größe besitzt oder aber baulich gar nicht mit 16 Mbit versorgt werden kann, dann wird daraus eine Situation, die deutscher nicht sein könnte:
Ich bin zwar inzwischen einige Jahre raus aber die Nummer mit dem Schulverwaltungsnetz Hessen kenne ich von damals noch. Bei mir waren es 2Mbit, wenn ich mich recht erinnere. Das pädagogische Netz hatte damals VDSL "so viel wie geht" (waren glaub ich 50Mbit).

Aber wir haben das Schulverwaltungsnetz nur für sehr datenarme Anwendungen genutzt / nutzen müssen. Herunterladen von Prüfungsunterlagen war im Prinzip die Killeranwendung. Meine Schulleitung war da echt pingelig, aber das war nie ein Problem.

Deswegen ganz ehrlich: Wenn das Land auch wie "unsereins" für einen zweiten (sie wollen ja zwingend eine extra Leitung) Glasfaseranschluss erheblich mehr bezahlen müsste als für nen 16er DSL, dann finde ich das ehrlich gesagt gut, dass sie es nicht tun, weil (wie bei vielen privaten): wozu?

Und die Schaltung lief 1a. Absolut perfekter Service, wirklich. Lag natürlich im wesentlichen an dem Telekom-Techniker, da da wirklich geglänzt hat. Die Situation bei uns im Keller war nämlich alles andere als ideal mit bereits so einigen Anschlüssen für Aufzugsnotruf, Brandmeldeanlage und den ganzen Scherzen und alles auf einem vor Urzeiten unkontrolliert "zurückgebauten" Kasten mit Salat drin.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DJMadMax
Das Beste was man da noch machen kann bei dem Wahnsinn in Deutschland....


-> AUSWANDERN !!!
 
Wir haben fertig !

Gruß
Holzinternet
 
Bei mir wurden im 6. Förderdurchlauf auch irgendwelche Kleinstbetriebe in Wald und Wiesen angeschlossen. Dafür musste Glasfaser quer durch mehrere Ortsteile gelegt werden, durch die Bürgersteige und Straßenkreuzungen. Aber die Anwohner dürfen natürlich nicht angeschlossen werden, bekommen dafür aber einen schönen Flickenteppich als Dank.
 
Nicht nur auf dem Lande sondern auch in Städten!
Wenn das Kabel in den Innenstädten verlegt
wurden hört man einfach auf!
 
Das ist natürlich alles kacke, aber so ist Deutschland eben. Wenn dem Flugverein das Internet so wichtig ist, besorg euch doch eine Starlink Antenne...
 
RcTomcat schrieb:
Infrastruktur sollte eben Sache des Staates sein. Ob sich das am Ende rechnet oder nicht kann dann egal sein.
Nein, weil rate mal, wer das dann bezahlt und auf die Techniker warten darf...
LikeHike schrieb:
und fehlende pragmatische Entscheidungen bzw. kein Spielraum um diese zu ermöglichen.
Der Punkt hier ist halt, das es durchaus Gründe dafür gibt und auch Gründe für Abweichungen. Das ein Netz einheitlich gebaut ist hat halt enorme Vorteile bei der Planung, Montage, Dokumentation und Materialwirtschaft.

Abweichungen davon überhaupt möglich zu machen wäre aber schon was, weil technisch wäre das alles kein Problem. Die Frage ist halt, wie weit kann/will man damit gehen.

Selbst eine Telekom hat ja auch schon Orte/NVt von Vermittlungsstellen aus versorgt, zu denen diese Orte gar nicht gehören. Einfach weil der Weg dahin kürzer/günstiger war.
Ergänzung ()

Axxid schrieb:
Ein hoch auf den Föderalismus!
Gf-Förderung passiert schon seit längerem per Bundesförderung, da haben die Länder nicht mehr so viel mit zu tun.
Ergänzung ()

xberne schrieb:
Noch besser : nur Bestands-Immobilien werden beim geförderten Ausbau angeschlossen. Wenn man grade im Neubau ist, legen sie das Glasfaser Kabel an deiner Hütte vorbei.
Kenne ich anders. Da wird dann auch ein Leerrohr fürs Haus mit vorgesehen und eben auch montiert.
Ergänzung ()

Cr4y schrieb:
Wie lautet der Push-Nachrichtendienst, der einen über jegliche Planungsvorhaben informiert? Oder erscheinen dir diese Sachen im Schlaf?
Das monatliche Amtsblatt ist dafür eine gute Quelle.
Ergänzung ()

SuperHeinz schrieb:
Wenn ich mein Unternehmen, meinen Verein ans Glasfasernetz anschließen lassen möchte, dann muss ich mich doch darum kümmern und lange bevor irgendwelche Bauarbeiten für andere Unternehmen beginnen, entsprechende Anträge stellen bzw. gestellt haben. Und eventuell auch Anträge auf eine Förderung.
Nein, die Förderung läuft ja über die Kommunen. Du kannst da maximal Bedarf anmelden und hoffen, das deine Kommune was unternimmt. Wann das passiert und welche Baumaßnahmen bis dahin evtl. passieren hat man selten im Überblick.
SuperHeinz schrieb:
Der Vereinsvorstand sollte doch in der Region verankert sein und wird nicht im luftleeren Raum agieren.
Andererseits ist die Infrastruktur von außen eher selten sein Fachgebiet.
 
Zuletzt bearbeitet:
rezzler schrieb:
Gf-Förderung passiert schon seit längerem per Bundesförderung, da haben die Länder nicht mehr so viel mit zu tun.
Ergänzung ()


Kenne ich anders. Da wird dann auch ein Leerrohr fürs Haus mit vorgesehen und eben auch montiert.
Ergänzung ()
Das stimmt auch nicht. In der Regel werden die zu versorgenden Adresspunkte vom Landkreis beauftragt.
Wenn für das Grundstück bereits eine offizielle Hausnummer vorgesehen ist, wird es beim Ausbau auch berücksichtigt.
 
Danke für die Konkretisierung, aber das läuft doch auf ähnliche Sachen hinaus?

Klar, der LK koordiniert die Maßnahmen meist, aber die Förderbedingungen sollten ja bei Bundesförderung einheitlich sein.

Die zu versorgenden Adresspunkte kann der LK übrigens auch im laufenden Vorhaben ändern/hinzufügen. Ist bei mir persönlich und auch im Ort passiert, weil mehrere Gebäude/Hausnummern übersehen wurden. Nach Klärung mit dem LK wurde das sehr schnell (wenige Tage) korrigiert.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TPD-Andy
Ich arbeite in der Verwaltung und weiß selbst wie absurd manches ist…
Beim Internet halte ich es aber wirklich für riskant - es ist systmrelevant in Zukunft.
Auto, Chemie , Stahlindustrie ; weniger aber das was kommen soll um das zu ersetzen braucht moderne Infrastruktur… ich sehe das Risiko, das Deutschland irgendwann nur noch teuer aber nicht gut ist für Unternehmen
 
Der Landkreis kann als Auftraggeber immer nachsteuern, wenn es mit den Förderrichtlinien vereinbar ist.
Es wurde aber die Behauptung aufgestellt, dass an sich im Bau befindlichen Objekten vorbeigebaut wird.
Das ist nur so, wenn beim LK etwas schiefgelaufen ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: rezzler und Boimler
Schland. Alles beim alten. Hauptsache die „Entscheider“ bekommen rechtzeitig ihre Diäten erhöht und schmeißen weiter unsere „Zukunftskohlen“ in den Brennofen…
 
Was mich am Bericht wundert: Das Problem ist doch eigentlich der Anschluss dieses Hofes und nicht des Flugplatzes. Man hätte als Kommune ja auch mal überlegen können, welche Infrastruktur eine schnelle Anbindung vorrangig braucht und da wäre mir der Flugplatz wohl vor dem Hof eingefallen. Also mal abgesehen von den durchaus abenteuerlichen Förderregeln in Deutschland hat hier in meinen Augen auch die Kommune nicht umsichtig gehandelt.
 
In der Ukraine verlegen sich Drohnen sogar einen eigenen Glasfaseranschluss, und das jedes Mal neu.
Vor lauter Glasfaseranschlüssen muss man am Feld schon aufpassen, dass man nicht darüber stolpert, oder sich darin sogar hilflos verheddert. Ist doch absurd, wie einfach und schnell das gehen könnte, wenn die Regeln Jedem egal sind.
 
Halt klassische Bürokratie.

Bei uns wurde damals mit Fördermitteln die Anbindung zum Gewerbegebiet neu gebaut. Hübsche neue Straße - soweit fein.

Später kam das Land und hat mit Fördermitteln eine Umgehungsstraße gebaut. Diese kreuzt die neu gebaute Anbindung zum Gewerbegebiet. Man hätte das Gebiet dort jetzt also einfach mit anschließen können. ABER dann hätte man Fördermittel zurückzahlen müssen.

Also gabs aus Fördermitteln bei der Umgehrungsstraße einfach eine Brücke mit dazu und massig Landaufschüttung. Für den Steuerzahler nen absoluter Alptraum an Verschwendung.

Für Deutschland aber klassisch....
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TPD-Andy
Fragger911 schrieb:
Welche technische Souveränität hat er denn bei einem Anschluss der Telekom oder eines lokalen Providers?
Telekom inländische Akteure die überwacht und kontrolliert werden , starlink ausländische macht unter der Fuchtel der Amerikaner die jeder Zeit das starlink netz abschalten können

Schon vergessen wie man der Ukraine im Krieg das angedroht hat .....
Ergänzung ()

SuperHeinz schrieb:
Es wird bei der Planung niemand den Gedanken gehabt haben, dass man den Flugplatz ebenfalls anschließen könnte, weil ein solcher Antrag auf Anschluss ans Glasfasernetz gar nicht vorlag

Ist doch Unsinn oder Henne ein Problem , wie soll das der Flugplatz machen ohne wissen vom Ausbau ....

Wird irgendwo Ausbau bzw neubau geplant und man wird Kabel ziehen dann werden auch Karten zur Planung in die Hand genommen (aktuelle) und dann muss verpflichtend die Firma zb Telekom eben dem Flughafen anschreiben .... Ist ja auch in ihrem Interesse und es sollte beim Ausbau so viel Spielraum geben das selbst wenn die baukollonen in Sichtweite sind man etwaige Gebäude auf Anfrage mit anschließen kann

Das muss vom Gesetzgeber so festgelegt sein und hauptauftragnehmer muss auch dazu verpflichtet sein kurzfristig auf Änderungen zu reagieren und nicht auf das pochen was Mal festgelegt wurde .... Die paar Euro mehr machen den Brei auch nicht fett
 
Zuletzt bearbeitet:
Und genau wegen diesem "Regulierungsjunkie-ismus" wird Deutschland auch grundsätzlich in allen Bereichen vom Rest der Welt überholt - was andere einfach machen und aus dem Boden stampfen muss in Deutschland erst drölfmillionen mal reguliert werden bevor überhaupt dran gedacht wird ne Genehmigung zu erteilen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TPD-Andy
Zurück
Oben