Leserartikel Projekt 2026: IBM ThinkPad T42 – 32-Bit Überlebenskampf mit Stil

Projekt 2026: IBM ThinkPad T42 – 32-Bit Überlebenskampf mit Stil​


Kürzlich konnte ich ein altes IBM ThinkPad T42 in schönem Zustand für 40 Teuronen ergattern. Daraus entstand die Idee: "Wie weit kommt man mit 32-Bit im Jahr 2026?" Gleich vorweg: Nicht arg weit, aber es geht! Finanziell ist das Ganze natürlich Liebhaberei – ein reines Spaß- und Lernprojekt.

snapshot05.png


1. Die Ausgangslage​


Ab Werk war Windows XP auf einer 40-GB-HDD installiert, begleitet von lediglich 1 GB RAM. Für heutige Zwecke ist das eine offensichtliche Sackgasse. Um dem Klassiker neues Leben einzuhauchen, musste die Hardware ans Limit gebracht werden.

Wer Linux kennenlernen möchte, ist mit einem alten Notebook übrigens gut beraten. Es ist kostengünstig, man kann kaum etwas kaputtmachen und es verschwindet bei Nichtgebrauch einfach in der Schublade. Tipp: Für den produktiveren Einstieg zu 64-Bit-Modellen wie X220/230 oder T420/430 greifen, die gibts oft auch für ein Appel und ein Ei.

2. Das Hardware-Upgrade​

  • IDE-zu-mSATA-Adapter: Ich habe den Delock 62495 genutzt. Er ist zwar kostspielig, aber ich wusste, dass er UDMA-Modi und Trim-Kommandos sauber unterstützt. Zudem ist der Spannungsregler von 5V auf 3,3V hochwertig. Es gibt günstige China-Adapter auf eBay, die mit Glück funktionieren, oft aber mechanisch gar nicht erst in den Schacht passen.
  • SSD: Eine mSATA-SSD von Transcend (günstig und zuverlässig). Größe beliebig ab 32 GB (das BIOS unterstützt 320 GB AFAIK).
  • RAM: Das physikalische Maximum von 2 GB (2x 1024 MB DDR-SODIMM). Ich empfehle Markenmodule wie SK Hynix, Samsung oder Crucial/Micron. 400-MHz-Riegel (PC3200) funktionieren, laufen aber systembedingt nur mit 333 MHz (PC2700).

3. Die CPU-Falle (FSB400 vs. FSB533)​


Ein CPU-Upgrade ist theoretisch möglich, aber die "Top-Modelle" sind fast unauffindbar. Man benötigt zwingend einen Pentium M Dothan mit FSB400 (M755 mit 2,0 GHz oder M765 mit 2,13 GHz). Die weitaus häufigeren Pentium M mit FSB533 (aus dem Nachfolger T43) laufen hier nicht (oder mit zu geringem Takt). Während man die 533er-Modelle auf eBay für 10 € nachgeworfen bekommt, sind die schnellen FSB400-Varianten extrem selten. Mein Thinkpad hat eine CPU mit 1,7 GHz - ein brauchbarer Kompromiss.

4. Die Software: Welches OS rettet 32-Bit?​


Im Folgenden setze ich Grundkenntnisse in Linux voraus, bitte aber gleichzeitig um Tipps und Anregungen, da meine Optimierungen sicher nicht perfekt ausgearbeitet sind. Kommentare erwünscht, so lässt sich einiges bestimmt noch verbessern.

Nach Tests mit OpenBSD, antiX, Alpine Linux und MX Linux bin ich bei Q4OS mit dem Trinity-Desktop (TDE) gelandet. Trinity (ein Fork von KDE 3.5) passt optisch wie die Faust aufs Display zur Hardware-Ära und läuft im Vergleich zu XFCE 4.20 auf MX Linux spürbar flüssiger.

Q4OS ist unkompliziert zu installieren, wer schonmal irgendeine Distri ausprobiert hat, sollte damit gut zurechtkommen.

5. Hardware-Konfiguration​


Ultra-DMA-Modus für SSD aktivieren​


Um den UDMA-Modus für die SSD zu erzwingen, ist ein Kernel-Bootparameter nötig:

Bash:
sudo nano /etc/default/grub
# Zu den Bootparametern hinzufügen:

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="... libata.force=1.00:udma5 ..."
sudo update-grub

Nach Reboot prüfen mit:
Bash:
hdparm -i /dev/sda

Ergebnis: Sprung von 31 MB/s auf 93 MB/s (nahe am physikalischen Limit). Prüfbar mit
Code:
sudo hdparm -tT /dev/sda

SSD-Pflege (TRIM):
Bash:
sudo fstrim -v /
(alle paar Wochen ausführen reicht, je nach Nutzungsintensität)

Der Radeon-Grafik-Hack (Mesa-Fix)​


Die (sehr) alte Radeon-Grafikkarte wird zwar erkannt, aber bei den aktuellen Distributionen ist kein Mesa-Treiber mehr dabei. Was etwas seltsam ist, denn da werden einerseits alte 32-Bit-Distributionen gepflegt, aber dann (angeblich) zu alte Treiber ausrangiert?
Wie auch immer, die meisten T42 haben eine ATI Mobility Radeon 7500 GPU, mit RV200 Chipsatz: https://www.thinkwiki.org/wiki/ATI_Mobility_Radeon_7500
Den letzten funktionierenden Treiber extrahieren wir aus einem Debian-Archiv: Treiber-Download

Bash:
dpkg x libgl1-mesa-dri_18.2.8-2~bpo9%2B1_i386.deb libgl1
sudo cp libgl1/usr/lib/i386-linux-gnu/dri/radeon_dri.so /usr/lib/i386-linux-gnu/dri/

X-Server Konfig erstellen (/etc/X11/xorg.conf.d/20-radeon.conf):
Code:
Section "Device"
Driver "radeon"
Identifier "ATI Radeon 7500"
Option "ChipID" "0x4c57"
Option "AccelMethod" "EXA"
Option "DRI" "2"
EndSection

Mesa-Loader zwingen: In /etc/environment die Zeile MESA_LOADER_DRIVER_OVERRIDE=radeon einfügen. Nach reboot, sollte Prüfung mit glxinfo | grep render ergeben:
Code:
direct rendering: Yes
OpenGL renderer string: Mesa DRI R100 (RV200 4C57)

zRAM​


Hier habe ich lange überlegt. Aber da wir nur 2 GB RAM haben und eine eher gemütliche SSD (mSATA via PATA-Adapter ist halt kein PCIe-Porsche) denke ich, daß man auslagern in SWAP möglichst vermeiden will. Und der Pentium M müsste genug Bumms haben um mal eben ein paar Pages zu komprimieren. Also her mit den zram-tools:

Bash:
sudo apt install zram-tools
Konfiguration in /etc/default/zramswap:

ALGO=lzo-rle
PERCENT=50
PRIORITY=100

sudo systemctl enable zramswap

Swappiness anpassen:
Code:
echo 'vm.swappiness=80' | sudo tee -a /etc/sysctl.d/99-swappiness.conf

Nach reboot prüfen:
Code:
zramctl
swapon --show

Zwar habe ich keine Benchmarks um die Wirksamkeit zu belegen, aber die Konfiguration läuft subjektiv "gut".

6. Das Browser-Problem: SSE2 ist das Limit​

Der kritischste Punkt: Chromium-basierte Browser laufen nicht, da dem Pentium M die SSE3-Unterstützung fehlt. Es bleibt nur Firefox-ESR (Palemoon habe ich ausprobiert, lief aber auch nicht besser als Firefox).

Mit ein paar Optimierungen (uBlock Origin, Deaktivierung von Smooth-Scrolling) ist Firefox-ESR halbwegs nutzbar, und folgende Tweaks setzen:

"about:config" in der Adresszeile eingeben und eintragen:

Code:
browser.cache.disk.enable false
browser.cache.memory.enable true
browser.cache.memory.capacity 102400
layers.acceleration.force-enabled true
webgl.force-enabled true
accessibility.force_disabled 1

7. Desktop-Tweaks​


Im "Welcome-Screen" von Q4OS kann man unter dem Punkt "Switch Start Menu" das Startmenu ändern (wer hätts gedacht :D ). Das Voreingestellte ist arg sperrig und braucht viele Mausklicks um auch nur eine Anwendung zu finden und zu starten. Mit "Kickoff + Q4OS" ist das wesentlich angenehmer. Freilich Geschmackssache, muss jeder selbst ausprobieren, was am besten gefällt.

Über das "Settings-Menu" von Trinity kommt man ins "Control Centre" (Kontrollcenter), da muss man sich durcharbeiten und alle grafischen Effekthaschereien ausschalten, die Radeon 7500 (von 2001!) ist halt schnell überfordert. Ein paar Effekte kann man sich durchaus gönnen, ist halt auch Geschmackssache.

8. Youtube & Medien: Der Browser-Bypass​


YouTube im Browser ist eine Diashow. Die Lösung: SMTube + SMPlayer.
Hierbei dient SMTube als schlanker Browser für die YouTube-Suche. Sobald man ein Video anklickt, wird nicht die Webseite geladen, sondern der Videostream direkt an den SMPlayer (und dessen hocheffizientes Backend mpv) übergeben.

Bash:
sudo apt update
sudo apt install smplayer smtube

Da YouTube ständig seine Signaturen ändert, ist die yt-dlp Version in den Debian-Paketquellen meist veraltet, was zu einem HTTP 403 Forbidden Fehler führt. Also brauchen wir die aktuellste Version von yt-dlp, wir müssen die Version aus dem Repository durch die aktuellste Version direkt von den Entwicklern ersetzen:

Code:
sudo wget https://github.com/yt-dlp/yt-dlp/releases/latest/download/yt-dlp -O /usr/local/bin/yt-dlp
sudo chmod a+rx /usr/local/bin/yt-dlp sudo ln -s /usr/local/bin/yt-dlp /usr/bin/yt-dlp

Einstellungen für SMPlayer:
  1. Allgemein -> Video: Ausgabetreiber auf xv (0 - Radeon Textured Video).
  2. Leistung: Frames überspringen aktivieren / Skip-H.264-Loop-Filter auf Skip (always).
  3. Unter Einstellungen -> Netzwerk: Qualität auf 360p
  4. Unter Einstellungen -> Netzwerk muss bei "Unterstützung für Video-Seiten" yt-dlp ausgewählt sein.
  5. Unter Leistung: "Frames überspringen" aktivieren und "Skip-H.264-Loop-Filter" auf Skip (always) stellen.
Jetzt sollte alles richtig konfiguriert sein und wir können smtube (unser Youtube-Browser) starten. Da knallt uns eine Fehlermeldung entgegen, das ist aber nicht schlimm Mit Klick auf "youtube.com" können wir direkt auf der Seite von youtube browsen und suchen.
Das Wunschvideo mit Rechsklick anwählen und "Play with SMPlayer" auswählen. Popcorn aus der Mikrowelle holen, voila :)

9. Synaptics Touchpad​


Beim automatisch installierten libinput-Treiber funktioniert Zwei-Finger-Scrollen mit dem Touchpad nicht (vielleicht kann man das irgendwie konfigurieren). Ich habe jedenfalls den synaptics-driver installiert:

Bash:
sudo apt install xserver-xorg-input-synaptics

Die Datei /etc/X11/xorg.conf.d/50-synaptics.conf editieren und das Kommentarzeichen bei "VertTwoFingerScroll" entfernen:

Code:
Section "InputClass"
        Identifier "Touchpad"                      # required
        MatchIsTouchpad "yes"                  # required
        Driver "synaptics"                           # required
        Option "VertTwoFingerScroll" "1"   # multitouch
        # Option "HorizTwoFingerScroll"  "1"     # multitouch
EndSection

Die Einstellungen für Zeigergeschwindigkeit nach Geschmack justieren.

Und in /etc/X11/xorg.conf.d/60-libinput.conf alles auskommentieren was mit dem Touchpad zusammenhängt:

Code:
#Section "InputClass"
#       Identifier "libinput touchpad catchall"
#       MatchIsTouchpad "on"
#       MatchDevicePath "/dev/input/event*"
#       Driver "libinput"
#       Option "Tapping" "true"
#       Option "ScrollMethod" "edge"
#       Option "AccelSpeed" "0"
#EndSection

Fazit: Lohnt sich 32-Bit im Jahr 2026?​


Das Projekt "T42" ist für mich eine Reise in eine Zeit, in der Laptops noch Charakter hatten und man nicht durch geplante Obsoleszenz, sondern durch physikalische Limits gebremst wurde. Rein rational betrachtet ist ein 32-Bit-System heute ein Anachronismus. Aber als fokussierte "Distraction-Free" Schreibmaschine, für Retro-Gaming oder als lautlose Musik-Station ist das T42 dank SSD-Mod und Q4OS/Trinity immer noch absolut zu gebrauchen.

Warum man es trotzdem tun sollte:
  • Haptik: Das Tippgefühl auf der klassischen IBM-Tastatur ist auch nach über 20 Jahren ungeschlagen. Moderne Klapperbooks fühlen sich dagegen oft wie Spielzeug an.
  • Lerneffekt: Man lernt Linux-Internals auf eine Weise kennen, die man bei einem modernen "Install-and-Forget"-System nie anrühren würde.
  • Nachhaltigkeit: Es hat eine ganz eigene Befriedigung, Hardware vor dem Recyclinghof zu retten und zu beweisen, dass "alt" nicht "nutzlos" bedeutet.

Das T42 wird bei mir bleiben. Ein wunderbares Fenster in eine Ära, in der ein roter Punkt in der Tastatur noch die Welt bedeutete. 32-Bit lebt – man muss nur wissen, wie man es füttert!

to be continued..
 
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Also für 32bit-Retro muss man schon hart einen an der Waffel haben ... mit Sahne und Kirsche! :evillol:

Aber geil ist's allemal!

TRIM ist bei entsprechender Over-Provisioning nur äußerst selten nötig, aber schön, dass du es umsetzen konntest. Obwohl mir nicht klar ist, wie das mit IDE gehen soll. Braucht man dafür nicht AHCI?

Deine GPU ist doch mesa-amber? Guggst du vielleicht hier: github.com/Smu1zel/mesa-amber-debian
 
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Ja, TRIM ist ein ATA-Befehl, es gab (früher!) sogar PATA-SSDs, das funktioniert also auch ohne AHCI-Modus.
Die GPU ist mesa-amber, stimmt. Aber im aktuellen Package ist der RV200-Treiber nicht mehr drin, das ist die Crux :/
Im Artikel sind noch viele Tippfehler, SORRY! Z.b. zwei Befehle in einer Zeile, oder die unnötig riesige synaptics-conf :(
Korrigiere ich morgen :)
 
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Vielen Dank, das hilft auch mir vielleicht mal weiter.

Q4OS habe ich vor Jahren entdeckt schon, wobei aber die Hardwareanforderungen auch steigen. Ich installiere das 64bit auch auf Rechnern mit nur 2 GB RAM - da bekommt man den Google Chrome und dann geht auch Streaming noch ganz gut.

Hast du das XP nicht als Dualboot drauf gelassen ? Weil der Browser hier https://rtfreesoft.blogspot.com/search/label/browser kann noch vieles.

Und Supermium geht auch, aber weiß nicht wie gut er auf einem Pentium M läuft

Aber das kann ich testen, weil ich einen mit win7 habe und das läuft auch noch gut. Nur lasse ich die Updates weg.
 
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T42 ist eine klasse Maschine. Hat noch Treiber für WARP4, Win9x Retro-Gaming ist kein Problem (512MB Ram max) und natürlich geht auch das Amiga OS 3.9 aka Amithlon. Warum sollte man da mutwillig ein neues Linux installieren. Kann man zwar machen aber wozu wenn es so viele tolle und viel spannendere Alternativen gibt. Ich sage nur RTG Amiga-Demos.
 
HerrAbisZ schrieb:
Aber das kann ich testen, weil ich einen mit win7 habe und das läuft auch noch gut. Nur lasse ich die Updates weg.
So sieht es aus Videostreaming so lalal / surfen geht besser als mit meinem P4 Sockel 478 FSB 533

1766567185833.png
 
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Als Hinweis, wenn noch etwas RAM gespart werden muss/soll, IceWM ist die unterste mir bekannte Grenze.
 
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donmarcos schrieb:
Die (sehr) alte Radeon-Grafikkarte wird zwar erkannt, aber bei den aktuellen Distributionen ist kein Mesa-Treiber mehr dabei. Was etwas seltsam ist, denn da werden einerseits alte 32-Bit-Distributionen gepflegt, aber dann (angeblich) zu alte Treiber ausrangiert?
Also , wenn ich einen zweiten Bildschirm bzw. den TV anschließen will bei Q4OS ist das komisch - kann es daran liegen ?
Ergänzung ()

donmarcos schrieb:
Es bleibt nur Firefox-ESR (Palemoon habe ich ausprobiert, lief aber auch nicht besser als Firefox).
Der https://www.falkon.org/ ist auch schon mit dabei in Q4OS - habe ich aber noch nicht richtig versucht
 
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Cooles Projekt! Finde ich deutlich reizvoller, als irgendein ungepatchtes Windows draufzuhauen und dann damit online zu gehen.
 
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Ich habe auch noch so ein altes "Schätzchen" herumstehen, zu schade für den Elektronikschrott.
ASUS X50 mit Intel Core Duo und Radeon Grafik.
Bei den 32-bit Linux Distros sieht es allerdings düster aus, bei mir läuft da ein PeppermintOS (Xfce, Debian 12). Bei Debian 13 gibt es m.W. nichts mehr.
 
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HerrAbisZ schrieb:
Also , wenn ich einen zweiten Bildschirm bzw. den TV anschließen will bei Q4OS ist das komisch - kann es daran liegen ?
Ergänzung ()
Der VGA-Ausgang funktioniert "out-of-the-box" (siehe Anhang). Problematisch wirds mit S-Video, da weiss ich leider auch nicht wie und ob das funktioniert. Ich kenne ad-hoc nur diesen Beitrag:
How to get TV-out working on ATI graphic cards (der ist allerdings schon uralt, da ist noch von Kernel 2.6 die Rede lol)

Mangels S-Video-Kabel und passendem TV kann ich da leider nichts probieren, vielleicht weiss jemand mehr?

Als Hinweis, wenn noch etwas RAM gespart werden muss/soll, IceWM ist die unterste mir bekannte Grenze.
Das kann ich, glaube ich, unterbieten: twm - aber damit will man wirklich nicht arbeiten :D

Windows XP habe ich nicht drauf, weil ich mich damit nicht (mehr) gut genug auskenne. Ich weiss, daß manche dafür aktuelle 32bit-Browser-Builds zur Verfügung stellen, aber da müsste ich mich erst intensiv reinlesen.

Bei Q4OS könnte man noch Seamonkey probieren, aber ich bezweifle, daß der besser läuft als FF.
Falkon ist zwar dabei, startet aber mit schwarzem Bildschirm, wenn die Hardware-Beschleunigung aktiv ist, die muss man für Falkon deaktivieren.

@garfield121 Stimmt, Q4OS basiert auch auf Debian 12, bei Debian 13 ist 32bit-Support raus. Dafür wird das 12er AFAIK noch bis 2028 unterstützt. Danach wird die Luft für 32bit dann wirklich dünn :confused_alt:
 

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donmarcos schrieb:
wenn die Hardware-Beschleunigung aktiv ist, die muss man für Falkon deaktivieren.
Habe ich nocht so in Erinnerung - aber jeder PC hat andere Vorraussetzungen
donmarcos schrieb:
Windows XP habe ich nicht drauf, weil ich mich damit nicht (mehr) gut genug auskenne. Ich weiss, daß manche dafür aktuelle 32bit-Browser-Builds zur Verfügung stellen, aber da müsste ich mich erst intensiv reinlesen.
Brauchst du nicht wirklich - Der Basilisk hier https://rtfreesoft.blogspot.com/search/label/browser ist portable und ein FF Derivat

Supermium ist eine Chrome Derivat : https://www.win32subsystem.live/supermium/

Und nicht auf den UBlocker vergessen

donmarcos schrieb:
Der VGA-Ausgang funktioniert "out-of-the-box" (siehe Anhang)
Ich hatte da einen VGA zu HDMI Adapter dran
 
donmarcos schrieb:
Q4OS basiert auch auf Debian 12, bei Debian 13 ist 32bit-Support raus. Dafür wird das 12er AFAIK noch bis 2028 unterstützt.
Du könntest mit 32 Bit sogar auf Debian 13 aktualisieren, aber ein guter Rat: Tue es nicht. Diesen Fehler hatte ich bei einem R60 mit Debian und Openbox, also sehr schlanker Installation, gemacht. Es werden auch sehr viele Pakete beim Dist-Upgrade aktualisiert. Anschließend war mein R60 aber nicht mehr das selbe. Es stürzte an allen Ecken und Enden immer einmal wieder irgend etwas ab, das all die Jahre problemlos lief.
 
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Ich hab auch noch so ein altes Schätzchen hier. Ein Samsung P30, Baujahr 2004 mit Pentium-m 1500 MHz und Radeon 9200. Den Quasi-Nachfolger P50 mit Core 2 Duo T7200 hab ich auch, aber dessen Verarbeitungsqualität ist deutlich schlechter, fing nach einigen Jahren an zu zerfleddern. Inzwischen ist dessen NVidia auch hinüber.

Lange war Gentoo drauf – es war mein Hauptrechner, als ich 2006 zu Linux migrierte. Folglich fing ich damals auch mit KDE 3 an. 🥰 Inzwischen hab ich aus Spaß noch ein Archlinux32 drauf, mache Updates, wenn ich mal wieder meine Eltern besuche und synchronisiere meine Daten mit Unison. Ausgelöst durch diesen Artikel wollte ich mir mal die Browser-Situation anschauen. Da ich xfce drauf habe (was auch zu schwer ist, man kann dem Fensteraufbau oft zusehen), ist Midori installiert. Aber der lässt den gesamten Xorg und letztlich das System festfahren. Firefox lädt zwar erstmal bis zur GUI, stürzt dann aber ab. Ich Habe noch Qutebrowser drauf, aber da hatte ich jetzt keine Muse mehr, qtwebkit wiedereinzurichten.

Diese alte Technik war noch mehr nach Funktion entworfen. Alle wichtigen Tasten sind vorhanden und sinnvoll angeordnet, vor allem Bild auf/ab, Pos1/Ende. Ja selbst eine Menütaste hat noch Platz.

PXL_20240928_193508054.MP.jpg 2025-12-25 Silber xfce 4.18 2.png
 
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pseudopseudonym schrieb:
Finde ich deutlich reizvoller, als irgendein ungepatchtes Windows draufzuhauen und dann damit online zu gehen.
Meinst du, mit uralter 32-Bit-Hardware und obskurer Linux-Distro ohne Quelltexte wird das irgendwie seriöser?

Die Kisten gehören nicht ans Internet!
 
Dem kann ich nicht zustimmen - das ist mMn kein Nachhaltigkeitsgedanke

@Donnerkind : Versuche doch mal Q4OS Live - oder Puppy Linux vom USB Stick ? - Ventoy kann das sehr gut

Eventuell RAM und CPU aufrüsten ?
 
Zuletzt bearbeitet:
@Donnerkind Das ist ja fast die gleiche Hardware wie beim Thinkpad, wenn du Zeit und Muse hast probier mal Antix mit IceWM, das kommt mit 1 GB RAM noch zurecht und der Firefox läuft (zumindest bei meinen Tests mit dem T42).
Die Samsung-Geräte aus der Zeit haben AFAIK auch gesockelte CPUs, da könnte man aufrüsten wenn man das will (ich weiss aber nicht wie gut oder schlecht sich ein Samsung zerlegen lässt).

Gentoo ist auch verlockend, das hatte ich für einen Mikrosekunde in Erwägung gezogen, aber das geht freilich nicht (bis der Pentium M die modernen Pakete kompiliert hat, gibt es kein Internet mehr lol ). ABER: Sag niemals nie: Ein Gentoo Basis-System ist schnell installiert. Den Rest erledigt man per cross-compile mittels distcc und einer modernen Desktop CPU.
Wenn ich als Rentner mal viel Zeit habe nehm ich das in Angriff :D

@HerrAbisZ wundert mich, daß der externe Monitor nicht funktioniert per HDMI-Adapter. Wollte der Monitor vielleicht 4K Auflösung? Bei der Radeon 7500 ist bei 2048x1536 am VGA-Port Schluss.
 
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Er schafft die Auflösung nicht - und keine Farben

Willst du Fotos haben ?
 
Für einige Websites könnte auch der Dillo Browser was sein. Aber definitiv bei einigen Websites dann auch mit abstrichen. Vielleicht ist dann ein Mix aus ESR Firefox wie du ihne nutzt + Dillo wo er gut mit den Seiten funktioniert eine gangbare performante sache.

Ich kann grad ncihtmal sagen auf was der Basiert oder ob überhaupt, aber der Browser ist wirklich anders!
Ergänzung ()

So sah dann die aktuelle Wikipedia Seite aus.
2025-12-12_16-10.webp


Nach deren Website ist der Browser direkt von denen geschrieben und hat nen Fokus auf sparsamkeit:
https://dillo-browser.github.io
 
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