Linux auf externe Platte

Lansky

Ensign
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Hallo Leute

ich hätte gerne ein installiertes Linux Mint auf einer externen 2,5" 256G SATA SSD.
Also nicht nur wie ein Boot-Medium / Live-Stick, sondern eben fertig installiert. So, dass man noch alle gewünschte Apps installieren kann, als ob´s fest in einem PC als Startlaufwerk verbaut wäre.

Machen würde ich es so:

auf einem ausgemusterten, aber noch einwandfrei funktionierendem Board GIGABYTE B450M DS3H V2 würde ich die spätere externe 2,5" Sata SSD frisch formatiert/leer ans Board-SATA anschließen. Ansonsten noch Ryzen 3 3300X, Ram, Netzteil, Monitor, Tastatur und Maus aus meinem Bastel-Fundus, Lan-Kabel eingesteckt.

Sonst keine Festplatte am Board! Dann diesen "provisorischen" PC über Mint-Inst-USB-Stick booten, und Mint ganz normal auf der 2,5" Sata SSD installieren.

Meine Frage:
- könnte ich diese Sata SSD dann an anderen PC´s als Boot-Medium wie einen Inst-USB-StIck nutzen? Z.B. als Notfall-Tool?

falls ja
- wie verhält sich Linux Mint bezügl. der Hardwaretreiber für andere PC´s?

Bevor die Frage nach genauen HW-Angaben kommt:
Mit "andere PC´s" meine ich DIVERSE, also nicht nur bei mir, auch bei Freunden / Vewandtschaft.
GA, MSI, ASUS, Asrock usw. etc.. - davon Ausgehend, dass die "DIVERSEN" Internet haben.

Viel Merci im Voraus :)
Lansky

........................................................................

Info am Rande:
Manch einer denkt.: "in der Zeit, wo er das geschrieben hat, hätte er es auch ausprobieren können"

Stimmt!
Ich habe körperliche Handicaps, kann z.B. nur mit Krücken oder Rollator gehen. Wenn ich das oben Beschriebene machen will, bin ich auf die Hilfe Anderer angewiesen. Daher meine Frage im Vorfeld, um zu wissen, ob es funktioniert / der Aufwand lohnt.
 
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Ja das geht. Ich habe selbst 2 SSD mit 2 verschiedenen Linux drauf installiert um damit zu experimentieren. Bei Linux sind die Hardwaretreiber üblicherweise im Kernel. Ein booten an unterschiedlichen PC's habe ich auch schon gelegentlich gemacht.
Als reines Notfallmedium ist das aber schon eher overkill.
 
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ich hatte mal windows 11 auf einer externen SSD. diese habe ich per USB an den PC angeschlossen. das ging eine woche gut und dann hat sie nicht mehr gebootet.

Lansky schrieb:
Meine Frage:
- könnte ich diese Sata SSD dann an anderen PC´s als Boot-Medium wie einen Inst-USB-StIck nutzen? Z.B. als Notfall-Tool?
da müsste man wissen wie linux das mit den treibern managed. denke eher nicht.
 
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wenn es kein reduzierter initramfs image ist, die Partition per UUID zugewiesen wird - dürften alle Treiber vorhanden und die Boot-Pfade unmissverständlich sein

tl;dr:
dürfte gehen

hab es aber selber nicht ausprobiert

hinzu kommt, ob das BIOS des System's das so kann und problemlos zulässt
 
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Sensei21 schrieb:
hinzu kommt, ob das BIOS des System's das so kann und problemlos zulässt
das ist logischerweise Voraussetzung für´s funzen :)
 
empower schrieb:
ich hatte mal windows 11 auf einer externen SSD. diese habe ich per USB an den PC angeschlossen. das ging eine woche gut und dann hat sie nicht mehr gebootet.
Mir ist mal ein Computer abgestürzt als ein Toast beim runter fallen nicht auf der Marmeladenseite gelandet ist.
empower schrieb:
da müsste man wissen wie linux das mit den treibern managed. denke eher nicht.
Ganz einfach, nachdem der Kernel geladen und gestartet ist mountet dieser eine Ramdisk als /, dann wird die HW von diversen Shell-Skripten detektiert die für einen Wechsel auf das "richtige" / notwendig sind und die entsprechenden Kernel-Module (Platte/Netz/etc.) geladen. Und dann wird auf das "richtige" / gewechselt (pivot_root(2)) und init bzw. systemd aus dem "neuen/richtigen" / gestartet von wo aus weitere HW detektiert wird und die entsprechenden Kernel-Module geladen werden.

Da ist ziemlich wenig Voodoo im Spiel und vieles davon wird aus dem Userspace gesteuert.
 
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foofoobar schrieb:
Ganz einfach, nachdem der Kernel geladen und gestartet ist mountet dieser eine Ramdisk als /, dann wird die HW von diversen Shell-Skripten detektiert die für einen Wechsel auf das "richtige" / notwendig sind und die entsprechenden Module (Platte/Netz/etc.) geladen. Und dann wird auf das "richtige" / gewechselt (pivot_root(2)) und init bzw. systemd gestartet von wo aus weitere HW detektiert wird und die entsprechenden Module geladen werden.
heißt das, dass es funzen sollte?
Und so wie du es darstellst easy?
 
Lansky schrieb:
heißt das, dass es funzen sollte?
Im Rahmen des üblichen Computer Konjunktivs, ja. (Aber den hast du ja schon drin :-)
Und für HW von NV gelten die üblichen Einschränkungen weil sich NV nicht an die Regeln der Kernel-Taliban und GPL-Nazis hält.
Lansky schrieb:
Und so wie du es darstellst easy?
"Schlau" und/oder "flexibel" trifft es besser als "einfach".
Cebo schrieb:
Als reines Notfallmedium ist das aber schon eher overkill.
Aber unschlagbar praktisch :-)
Insbesondere wenn die Ramdisk vom Live-Linux zu klein für die Nachinstallation der gewünschten Tools sein sollte. Und wenn der TO aufgrund von körperlichen Einschränkungen besondere Tools benötigt um einen Computer bedienen zu können kann man die auf einer regulären Installation bereits installiert und aktiv vorhalten.

IMHO hatte debian früher mal Braille Unterstützung bereits in der Installation eingebaut.
 
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foofoobar schrieb:
Aber unschlagbar praktisch :-)
.... das ist der Grund zum Abklopfen des Projekts im Vorfeld. Wenn die SSD sagen wir mal mindestens 500 G hat, könnte man den Space auch gleich noch für Datensicherung nutzen, wenn erforderlich

Edit:
tools für die pc-bedienung brauche ich keine - hände, arme und birne sind noch brauchbar. nur z.b. fummeln unterm schreintisch geht net mehr... bei tools denke ich an diagnose und datenrettung, muss noch gucken was da in frage kommt...
 
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Wenn es nur darum geht, ein paar Tools zusätzlich vorzuhalten und das Betriebssystem nicht wirklich ständig zu benutzen, könnte auch ein Live-Medium mit Persistenz ausreichen.
 
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Lansky schrieb:
- wie verhält sich Linux Mint bezügl. der Hardwaretreiber für andere PC´s?
Du verzichtest auf spezielle Hardwaretreiber, also insbesondere in Bezug auf Grafikkarte oder bspw. auch Wlan und nimmst nur das, was mit dem Kernel mitgeliefert wird.
Wird die Hardware erkannt, dann könnte es funktionieren, das gilt nachträglich auch für den Betrieb an anderer Hardware.
Nicht ganz sicher bin ich mir in Bezug auf den Bootloader wenn du die Platte an anderen Rechnern benutzen möchtest - früher mit klassischem BIOS war das kein Problem, heutzutage mit UEFI kann es sein, dass du eine spezielle Konfiguration für den Bootloader (Grub 2) benötigst.
Normalerweise werden GRUB und NVRAM miteinander "verheiratet", sprich, das UEFI kennt die PartUUID der Efi-Partition - ob sich das System aber auch so über das Bootmenü des entsprechenden Rechners starten lässt, da bin ich mir nicht sicher.
Meine "Spielereien" mit solchen Dingen sind zu lange her - es gibt aber auch Anleitungen zu dem Thema, insbesondere im Wiki von ubuntuusers.de, und das kannst du so 1:1 auch auf Mint übertragen.

https://wiki.ubuntuusers.de/EFI_Externer-Datenträger/
 
äähhh - fummeln unterm schreibtisch nur zum kabelstöpseln, sonst nix!

🤣:schluck::daumen:
 
Das funktioniert alles sauber. Du kannst auch bei einem Live-Linux fehlende Sachen nachladen. Für den Notfall habe ich einen USB-Stick mit mehreren Live Images , die ich je nach Gebrauch starten kann. Ja ist langsamer als eine SSD aber reicht aus und passt in die Geldbörse.

Du kannst auch eine Installation fertig machen und daraus ein Live-Image für den USB-Stick fertig machen.
Hatte ich zum Beispiel für alte Macs, wenn es Probleme nach einem Upgrade gab. Hier Hatte ich mir ein Live-Image mit SSHd eingerichtet. Ich konnte so auf dem Mac per SSH zugreifen und die Probleme des Upgrades beheben.

Probleme wird es aber bei proprietären Gerätetreibern geben - manche interne Webcams , Nvidiatreiber , Wlan wollen ihren eigenen Scheiß.

99% der Sachen funktionieren
 
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@netzwanze hört sich gut an!

Edit:
in den fällen wo es nicht funktioniert werden notfalls die datenträger ausgebaut, und dann verarztet
 
Habicht schrieb:
Normalerweise werden GRUB und NVRAM miteinander "verheiratet", sprich, das UEFI kennt die PartUUID der Efi-Partition - ob sich das System aber auch so über das Bootmenü des entsprechenden Rechners starten lässt, da bin ich mir nicht sicher.
Klingt nach einem kaputten UEFI, für diesen Zweck gibt es einen eigenen Partions Typ:
Code:
$ sudo fdisk -l
Disk /dev/vda: 36 GiB, 38654705664 bytes, 75497472 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: gpt
Disk identifier: XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Device        Start      End  Sectors  Size Type
/dev/vda1      2048  1050623  1048576  512M EFI System
/dev/vda2   1050624 10815487  9764864  4,7G Linux filesystem
/dev/vda3  74975232 75495423   520192  254M Linux swap
/dev/vda4  10815488 74975231 64159744 30,6G Linux filesystem

Partition table entries are not in disk order.
$
 
Das hat nichts mit defektem UEFI zu tun, es geht ganz einfach um die PartUUID der Efi-Partition
Code:
~$ lsblk -o NAME,PartUUID,UUID,FSTYPE,SIZE,LABEL,MOUNTPOINT
NAME        PARTUUID                             UUID                                 FSTYPE   SIZE LABEL MOUNTPOINT
…
nvme0n1                                                                                      953,9G      
├─nvme0n1p1 db0d8804-b78a-45d4-a122-7ae6254c8b7c D7C6-FB17                            vfat     476M       /boot/efi
…
und der dazu gehörige Eintrag im NVRAM
Code:
~$ efibootmgr
BootCurrent: 0002
Timeout: 2 seconds
BootOrder: 0002,…
Boot0002* Fedora    HD(1,GPT,db0d8804-b78a-45d4-a122-7ae6254c8b7c,0x800,0xee000)/\EFI\fedora\shimx64.efi
also diese lange ID db0d8804-b78a-45d4-a122-7ae6254c8b7c, das meinte ich mit "verheiraten".

Ist hier zwar Fedora, das ist aber etwas, was alle Linuxe gemeinsam haben, wenn sie Grub 2 als Bootloader verwenden.
 
Lansky schrieb:
könnte ich diese Sata SSD dann an anderen PC´s als Boot-Medium wie einen Inst-USB-StIck nutzen?
Sollte kein Problem sein. Halt die externe SSD als Bootmedium auswählen. Ich selber hab eine NVMe in einem kleinen Case, was ich per USB-C anstöpsel. Egal ob meine Mini PCs oder mein großer PC, überall funktioniert das tadellos. Und ist super praktisch. Immer das gleiche System, egal wo ich es anstecke. :)
 
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