Mich hat das sofort daran erinnert.garfield121 schrieb:Das ist ziemlich abwegig, die berüchtigte Windows "DLL-Hölle" mit Flatpak zu vergleichen.
Wie beschrieben, ich hatte andere Erfahrungen. Bei meinem damaligen Test solten schon beim nächsten Update einer "Platform" wieder über ein GiB dafür heruntergeladen werden.garfield121 schrieb:Wie ich schon erwähnt hatte, Flatpak ist eine eigene Paketverwaltung, die Updates sind oft sogar sehr klein, weil nur die Differenzen heruntergeladen werden, nicht jedes mal die komplette Runtime.
Der Jean von Linux-Guides, von dem das CachyOS-Video und auch der Flatpak-Screenshot ist, empfiehlt mindestens 100 GiB Patitionsgröße, was ich für vollkommen übertrieben hiel, da bei den Distributionen die ich sein 2015 genutzt und getestet habe (einschließlich meinem voll ausgestatteten Produktivsystem) 16 GiB für die Systempartition schon mehr als großzügig waren/sind. Siehe mein SoS ("Artix-eSSD" ist die 1:1 Kopie meines Produktivsystems)
Bis ich sein Ausmist-Video gesehen habe: Von den 100 GiB waren über 90 GiB belegt, davon waren 40 GiB nur Flatpak. - Da er das sowieso regelmäßig macht, konnte auch
flatpak uninstall --unused nichts entfernen, weshalb er dann einige Flapaks entfernt hat, die er nicht mehr braucht: Obwohl es nur wenige waren, hat das mehrere GiB frei gemacht. Flatpaks sind mit ihrem drum herum eben absurd groß!Flatseal ist dafür ein gutes Beispiel, da es das bei LMDE 7 aus als Systempaket (.deb) gibt:
- als Flatpak mit allen Abhängigkeit 1 GiB Download und 3,5 GiB installiert.
- als Systempartner mit allen Abhängigkeiten 1 MiB Download und 4 MiB belegt.
- viel größerer und längerer Download
- viel langsamere Installation
- viel mehr Platzbedarf
- deutlich langsamerer Programmstart
- viel größerere und längerere Aktualisierungen: jeweils beim Download und bei der Ausführung
- die auch jeweils längere dauernde und größere Sicherungen zur Folge haben: Bei jedem einzelnen der Sicherungsdatenträger.
flatpak uninstall --all hatte ich die einzig gute Flatpak-Erfahrung: Das hat tatsächlich alles entfernt und es war wieder so viel frei wie vorher. - Offenbar blieben keine relevanten Dateileichen.Flatpaks sind in meinen Augen extrem ineffizient. Dafür bin ich nicht zu Linux gewechselt.
Nachtrag:
Hier stellt der Jean von Linux-Guides Flatpak und Snap gegenüber (von Sommer 2023):
Flatpak & Snap Grundkurs - Alles was Du wissen musst (YouTube)
Eine Art Fazit zu Flatpak, auch aus Developersicht. Zuletzt geht er noch auf die imagebasierten Distributionen wie Silverblue ein (Sommer 2024):
Ist zu viel FLATPAK wirklich gut? Probleme mit Flatpak und Flathub und Installationsempfehlung (YouTube)
Wenn ich etwas unbedingt bräuchte (und es keine brauchbare Alternative gibt), würde das in dieser Reihenfolge angehen:
- als normales Paket installieren
- auf die Homepage der Anwendung gehen, ob es dort vielleicht ein .deb als Download gibt
- oder als AppImage
- eine andere vertrauenswürdige Quelle für ein AppImage suchen
- als Flatpak installieren (besser als gar nichts)
- als Snap installieren (aber wirklich nur, wenn ich es wirklich unbedingt brauche und es nichts auch nur ansatzweise vergleichbares gibt, das mir vielleicht auch reichen würde)
Ich habe im September bei LibreOffice entdeckt, dass man AppImages (offenbar alle) mit “–appimage-extract” entpacken kann und größere wie LibreOffice und GIMP dann gut doppelt so schnell starten:
https://www.libreoffice.org/download/appimage/
Beides (GIMP 2.10 und LibreOffice 7.4.7 - neuere Versionen haben für mich gravierende Nachteile) nutze ich seit dem auf diese Art. Probleme hat es noch keine gegeben.
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