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Die erste Intel Core iX Generation war ja noch mit BCKL übertaktbar und da konnte man schon einiges rausholen.
Und den Sandy-Bridge nicht zu vergessen, da war richtig viel drin bei den K-Prozzis.
Die ersten Core 2 Duo waren in der Hinsicht auch klasse. E6300 von 1,86 GHz auf 3 GHz - mit Luftkühlung. Für 200€ war der dann fast so schnell wie der der Core 2 Extreme X6800 für einen knappen Tausender.
Kann mich noch an die Core2Duo Zeiten erinnern, da konnte man den 1,6 GHz Pentium auf ~3 GHz übertakten und hatte damit eine Verdoppelung der Leistung. Und das alles für unter 50 Euro und mit sehr vielen Boards.
Das was man heute als OC bzw. gute OC Eigenschaften bezeichnet wird (die paar %) ist einfach nur lächerlich und Zeit und Energieverschwendung.
Bei den Grafikkarten gab es praktisch nie riesige Leistungssprünge, zumindest nicht ohne die Gefahr das die Karte übern Jordan geht.
Damals nutzte Übertakten noch dem Kunden und nicht dem Verkäufer. Heute holt man beim Ram noch etwas heraus. Wenn man speziellen Ram kauft - oftmals mit Aufpreis.
Und bei Intel hat man an dem Punkt dann den Aufpreis für OC-CPU und OC-Mainboard bereits bezahlen müssen.
Zumal für meine Maßstäbe selbst 20-30% mehr leistung durch OC jetzt auch nicht die Welt sind.
Als ich noch jünger war, gabs z.B. alle 2-3 Jahre ne Verdopplung oder gar Verdreifachung der Grafik-Leistung.
Heute kann man froh sein, wenns nach 5 Jahren mal doppelte Leistung zum gleichen Preis gibt.
Aber genau deswegen rüste ich grundsätzlich auch erst bei einer Verdoppelung der Leistung auf. Alles darunter ist für mich den Wechsel nicht Wert.
Zumal man die paar Prozent ja auch nicht wirklich merkt. Angenommen ich hab jetzt ältere Hardware und rüste wegen 50% leistungssteigerung auf. Ja toll, was kann ich damit anstellen? Ich stelle die Grafikdetails von Medium auf Ultra. Und weg ist die zusätzliche leistung...
Wow, dafür hab ich jetzt ne neue teure Grafikkarte gekauft oder was? Was ist mit mehr FPS? Was ist mit höheren Auflösungen? Wo ist da bitte der Fortschritt?!
Früher hat man die Grafikkarte nach 2-3 Jahren gewechselt und konnte die Settings auf Ultra knallen, konnte die Auflösung erhöhen, AntiAliasing dazuschalten und hatte nochdazu deutlich mehr FPS als vorher.
Das war halt ein "normales" Upgrade für mich.
Was krieg ich heute? Ich darf 5 Jahre warten, und krieg dafür jetzt für den doppelten Preis die dreifache Leistung.
Wenn man halt in solchen Dimensionen denkt, dann sind selbst 10% mehr Leistung durch OC einfach nur ein Witz und selbst 20-30% nur "ganz nett".
Denn normalerweise sollte sich die Rechenleistung über die Jahre verfielfachen. Rechenleistung wächst nunmal exponenziell. Aber so langsam wie der Fortschritt aktuell ist kann man ja schon fast von Stagnation sprechen.
Oder wir sind von Exponenziellem zu Linearem Wachstum übergegangen?... Irgendwie sowas...
Übertakten lohnt sich, wenn man Spiele, die man sonst nicht mehr spielen kann, gerade noch so spielen kann. und das System noch stabil belibt Sprich: Wenn man die Framerate auf ein, für einen selbst, flüssiges Maß erhöhen kann, ohne dass der Rechner/das Spiel abstürzt.
Ein System zu übertakten, nur weil man es kann, war schon immer relativ sinnfrei IMHO.
Und was das Wachstum angeht: Das Mooresche Gesetz hat ein hartes Limit: Physik. Solange sich die grundlegende Technik nicht ändert, wird das Wachstum immer geringer werden, bis es gar keines mehr gibt.
Zumindest früher konnte man kleinere CPU-Modelle oft ohne oder mit nur geringer VCore-Anpassung teils erheblich höher Takten. Damit wird der PC bei sehr vielem schneller und benötigt nicht mehr Strom als die nominell teurere CPU.
Bei meiner aktuellen Vega 56 entspricht UV gleichzeitig sogar OC (von der Idee her). Da das Powerlimit weniger ausgelastet wird kann der Chip höher Boosten. Bei gleichzeitiger Erhöhung vom Powertarget steigt zwar der Stromverbrauch um ca. 15%, die Leistung nimmt jedoch stärker zu. Und bei hohen Auflösungen kann man jedes Prozent für eine höhere Detailstufe und/oder mehr Frames gebrauchen.
Ich spreche mal aus Sockel 775-Zeiten. Da habe ich meinen Core2 Duo E6300 (1.866 Mhz) der ersten Generation bei ca. 3.400 Mhz laufen lassen. Das war damals eine ganz enorme Leistungssteigerung. Dazu brauchte man neben einen gescheiten Mainboard, guten RAM auch immer mindestens einen guten Luftkühler. Heute haben die CPUs einen Boost. bzw. Turbomodus und du kannst den Prozessor auf einem schlichten Mainboard mit billigen RAM+Boxed-Lüfter setzen und hast trotzdem (fast) die volle Leistung der CPU rausgeholt. Ich wünsche mir die Zeiten von damals nicht zurück. Ich bin froh, das ich heute nicht mehr selbst Hand anlegen muss. Also nein, manuelles Übertakten lohnt heute nicht mehr wirklich. Ist in meinen Augen mehr etwas für Enthusiasten.